Was der Umgang vieler Türken mit Mesut Özil zeigt, ist ein Schlag unter die Gürtellinie der Integration

Es war schon beschämend, wie sich die türkischen Fußballfans in Deutschland verhalten haben. Nicht etwa wegen dem Spielverlauf, nicht wegen dem  aggressiven Verhalten deutscher Fans, sondern wegen Mesut Özil.

Mesut Özil gilt in Deutschland als der neue Super-Integrierte, sobald jemand über die Türken schimpft, wird Mesut Özil als Paradebeispiel für eine rundum gelungene Integration genommen. Er ist angekommen in diesem Land und das ist auch gut so.

DOCH genau aus diesem Grund wird er von wahnsinnig vielen Türken angefeindet und abgelehnt. Für diese Menschen ist es unvorstellbar, dass ein Junge mit türkischer Herkunft in der deutschen Nationalmannschaft spielt. Das Pfeifkonzert, jedes Mal wenn Özil am Ball war, die Schmährufe und Beleidigungen für seine fußballerischen Glanzleistungen. Es war teilweise blanker Hass der den Fans ins Gesicht geschrieben war.

Diese Türken fragen sich: Wie konnte Özil nur Deutscher werden? Was ist bei Özil falsch gelaufen?

Und genau zu diesem Zeitpunkt hat Deutschland wieder einmal gemerkt, dass genau diese Türken, niemals in Deutschland ankommen werden, weil sie dieses Land als ihre Heimat ablehnen. Sie demütigen und verspotten diejenigen, die sich gut integriert haben und ziehen sich auf ihre nationalistische Ebene zurück. Einfach unglaublich!

Doch es waren anscheinend unheimlich viele Menschen die so dachten, von einer Mehrheit der Integrationswilligen war an diesem Abend nichts zu sehen. Ich bin mir sicher, dass sich viele Türken an diesem Abend für das Verhalten ihrer Landsleute gegenüber Özil, im Stadion, beim Public Viewing oder anderswo, geschämt haben.

Man stelle sich, die deutschen Fußballfans würden eine Mark Schwarzer, deutschstämmiger Torwart der australischen Nationalmannschaft permanent auspfeifen, oder einen Thomas Dooley, der 81 Länderspiele für die USA machte. Natürlich käme niemand auf so eine Idee.

Hier läuft etwas ganz gewaltig falsch und zwar bei vielen Türken, nicht nur bei einigen. Ein übertriebenes, aggressives und feindliches Nationalgefühl wird deutlich, welches an nationalsozialistische Tendenzen erinnert.

Die Frage ist: Was tun, um die Deutschfeindlichkeit umzukehren? Kann man eine solche Manifestation von Hass umkehren? Muss man an die vernüftigen Migranten appellieren, ihre Landsleute vom Hass auf das Deutsche abzubringen?

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11 Antworten auf Was der Umgang vieler Türken mit Mesut Özil zeigt, ist ein Schlag unter die Gürtellinie der Integration

  1. nixzen sagt:

    „Ein übertriebenes, aggressives und feindliches Nationalgefühl wird deutlich, welches an nationalsozialistische Tendenzen erinnert.

    Die Frage ist: Was tun, um die Deutschfeindlichkeit umzukehren? Kann man eine solche Manifestation von Hass umkehren? Muss man an die vernüftigen Migranten appellieren, ihre Landsleute vom Hass auf das Deutsche abzubringen?“

    Ich sehe bei türkischen Mitbürgern schon ein sehr ausgeprägtes , patiotisches Nationalgefühl. Liegt sicherlich an der türkischen Kultur und an der „Fremde“ in der die Menschen hier leben. Die kuturen sind sehr unterschiedlich. Ja, hier gibt es ein Integrationsproblem. Hass auf Deutsche finde ich alledings in deinem Artikel sehr dick aufgetragen, ebenso sehe ich keine nz Tendenzen.
    Komm einfach mal Montags oder Dienstags zum Training und spreche mit den Türken bei mir im Verein. Oder frage einmal Deutsche die in Australien leben nach Fremdenfeindlichkeit.
    Zum Ende wird mir dein Beintrag einfach zu populistisch und pauschal, Schublade auf, Türken rein, passt zu der aktuellen Debatte seit Sarrazin und jetzt Seehofer.

  2. d.diggler sagt:

    „Doch es waren anscheinend unheimlich viele Menschen die so dachten, von einer Mehrheit der Integrationswilligen war an diesem Abend nichts zu sehen. Ich bin mir sicher, dass sich viele Türken an diesem Abend für das Verhalten ihrer Landsleute gegenüber Özil, im Stadion, beim Public Viewing oder anderswo, geschämt haben.“
    du hast wichtige passagen nicht gelesen. genau hier liegt auch das problem der aktuellen öffentlichen debatte. es geht hier nicht um die netten türken von nebenan der gut integriert ist oder meinen türkischen schwager, sondern um die parallelgesellschaft, die ohne zweifel existiert.
    es geht in dem artikel auch weniger um den hass auf deutsche, sondern um das unverständnis und teilweise hass von türken auf türken, die sich in deutschland integrieren wollen.
    leider ist das problem so vielschichtig, dass viele es nicht verstehen und mit populismus gleichsetzen, aber so einfach darf man es sich nicht machen und wie du in schubladen denken.
    neben meinem schwager kenne ich viele türken, daher ist es völlig abwegig zu glauben, dass problem ließe sich lösen indem man einfach mit den gut integrierten türken redet. was soll das bringen, wenn die parallelgesellschaft woanders liegt? und wieso taucht das wort fremdenfeindlichkeit in deinem beitrag auf? sorry, das ist wirklich bullshit.

  3. nixzen sagt:

    Das Wort „bullshit“ klammer ich mal aus, es ist verachtend gegenüber einer anderen Meinung.
    Welche wichtige Passage habe ich überlesen?
    Außer dem “ Bullshit“ erklärt dein Kommentar auf meinen Kommetar doch sehr gut um was es dir geht, kam für mich in deinem Beitrag nicht raus. Der Klang für mich schon selbst ein bisschen zu wütend und Wut erzeugt leider zu oft deinen zitierten Hass.

  4. d.diggler sagt:

    „es geht in dem artikel auch weniger um den hass auf deutsche, sondern um das unverständnis und teilweise auch hass von türken auf türken, die sich in deutschland integrieren wollen.“

    … und bullshit bezog sich exakt auf deine unterstellung nach schubladen-denken was du nicht belegst und im artikel auch gar nicht nicht belegen kannst 😉 also bullshit halt.

  5. peralta sagt:

    ich als spanier lasse mir von den deutschen nicht sagen, für welche mannschaft mein herz zu schlagen hat! wenn deutschland gegen spanien spielt, bin ich natürlich für spanien, und die deutsche nationalhymne würde ich auch nicht singen! zum glück verlangen das die deutschen nicht von uns… pech für die türken…

    achja mein neuer lieblingsspruch: „wir deutschen passen uns doch auch an, wenn wir im ausland sind“

  6. peralta sagt:

    noch was: özil finde ich genial, aber wenn ich den mit meinen türkischen freunden vergleiche, ist der nicht gerade die perfekte integationsfigur, der kann kein perfektes deutsch, vom kreidefelsen hat der bestimmt auch nichts gehört. also bitte nicht özil als politikobjekt verwenden, das ist nur ein kleiner genialer fussballer, der jetzt endlich bei real ist, da wo der hingehört.
    so jetzt werde ich mit meiner familie spanisch reden, das ist doch noch erlaubt oder? oder dürfen auch wir spanier kein spanisch mehr reden?

  7. d.diggler sagt:

    naja, ich muss schon sagen, dass ist ein vorurteil gegen einen türken. ich finde mesut özil ist ganz gut integriert. vielleicht bist du als „spanier“, als den du dich fühlst eher für den fc barcelona oder einen anderen spanischen verein und es ist eher der neid auf real madrid 😉
    aber sag mal, warum lebst du dann in deutschland, wenn du lieber spanier bist?

  8. peralta sagt:

    …weil ich spanier bin, wo ist das problem dabei? Und ein türke darf auch ruhig ein türke sein, egal ob hier geboren oder nicht.
    Beim spiel gegen kasachstan waren sehr viele deutsche im stadion. In Kasachstan leben sehr viele deutsche seit generationen – und die sagen nicht, dass sie kasachen sind (und reden auch kein kasachisch). Die sagen, dass die deutsche sind und haben der deutschen Mannschaft die daumen gedrückt – ist doch kein problem und auch kein verbrechen. jeder deutsche darf deutsch sein, überall auf der welt. Darum finde ich es nicht schlimm, wenn ein hier geborener türke sagt, dass er ein türke ist und zuhause oder mit seinen türkischen kollegen türkisch spricht.
    PS: Barcelona kann mich mal, ich bin Real!

  9. d.diggler sagt:

    aber die identität bezieht sich doch nicht nur auf die ethnische herkunft, sondern auf den kulturkreis in dem man lebt. das beispiel mit den kasachen deutscher herkunft ist so nicht richtig. diese kasachen können alle kasachisch oder russisch. sie wurden aber nie richtig von den kasachen anerkannt und es gab damals vor langer zeit sogar vielfach tötungsdelikte aufgrund der ethnischen herkunft. ein spanier darf natürlich spanier sein, ein türke ein türke, ein deutscher ein deutscher – logisch. alles überhaupt nicht der rede wert.
    nur nationalismus aufgrund der ethnischen herkunft halte ich für grundlegend falsch. wenn jemand anderes angefeindet wird, weil er sich für die integration in den kulturkreis entscheidet, in dem er lebt, dann ist das total bescheuert, egal ob türke, spanier oder deutscher.
    wenn ich in der türkei leben würde, oder in spanien, oder in katalonien, dann könnte ich auch spätestens nach einem jahr dort einigermaßen die sprache sprechen und hätte auch kein problem damit die spanische oder türkische nationalhymne mitzusingen. das ist normal! wer mehr als 5 jahre in einem land lebt und dort die sprache nicht kann und sich mit dem land nicht identifiziert, der muss sich schon fragen was bei ihm falsch läuft.

  10. Frager sagt:

    Wieso in aller Welt gilt eigentlich dieser Özil als gut integriert?
    Wir haben wirklich gut integrierte Nationalspieler fremder Herkunft wie Cacau, der erst ein paar Jahre im Land ist und akzentfrei deutsch spricht – und die Nationalhymne mitsingt.

    Özil, wie die meisten der türkischstämmigen in der Mannschaft, singt die Hymne nicht mit. Und er spricht ein Deutsch, das ich für einen in Deutschland geborenen für beschämend halte.

    Erinnert mich an den Friedensnobelpreis für Obama, weil er ja gesagt hat, dass er friedlich ist.

  11. d.diggler sagt:

    naja, du musst das auch in relation setzen … Cacau ist brasilianischer herkunft … ich habe noch nie gehört, dass es mit brasilianern in deutschland probleme gibt 😉

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