Warum sich die Dummhaltung der amerikanischen Bevölkerung jetzt rächt

Jeder, der sich schon einmal länger in den USA aufgehalten weiß, Ostküste und Westküste sind relativ gut gebildet, die Mitte Amerikas, die sogenannten „Overflighing-Countrys“ sind jedoch in Sachen von Intelligenz und Allgemeinbildung nicht gerade gesegnet. Die aktuelle Kongresswahl zeigt hier ein deutliches Bild dieses vermeintlichen Vorurteils.

Sie haben von Obama ein Wunder erwartet, oder wollten einfach nur die Bestätigung, dass es der „Schwarze“ nicht kann, die konservativen, nationalistischen Amerikaner. Die Innenpolitik war den meisten Amerikanern bisher egal, sie wollten die Nummer 1 in der Welt sein. George W. Bush gab ihnen das Gefühl, er überfiel den Irak und maschierte in Afghanistan ein. Aufgrund seiner Inkompetenz brachte er Amerika jedoch an den Rand des Ruins, doch das war bis dato den meisten Menschen egal, sie lebten gut auf Pump.

Weil die meisten Amerikaner jedoch schon seit dem Regierungsantritt von Bush in die Armut abrutschten, aufgrund sinkender und stagnierender Löhne, fand Bush damals ein Mittel. Billige Kredite für jedermann, egal ob er es sich leisten kann oder nicht, immerhin sind dann alle zufrieden und niemand rebelliert gegen das System.

Doch als der gigantische Betrug aufflog erwachten die Amerikaner aus dem Geldrausch – Amerika war pleite. Nichts mehr mit Großmacht, nichts mehr mit uns geht es allen gut. Das komische daran ist nur, sie geben jetzt Obama die Schuld daran, er soll dafür verantwortlich sein, obwohl er den Scherbenhaufen zusammenzukehren versucht und er das Land noch so gerade vor dem Bankrott gerettet hat. Diese Amerikaner vergessen schnell und weil es ihnen nicht mehr gut geht wählen sie in den „Overflighing-Countrys jetzt rechts außen. Jahrelang galt Amerika als Symbol für Toleranz und Liberalismus, doch in Wirklichkeit war es der Mitte des Landes schon immer völlig egal, Hauptsache ihnen ging es gut.

Jetzt geht es ihnen allerdings nicht mehr so gut, die Arbeitslosenzahlen sind explodiert und schon kommen die Nazi-Parolen gegen Mexikaner und alles scheinbar Unamerikanische. Viele Reporter und Korrespondenten dieser Tage schmunzeln über das Ergebnis und erwarten lustige Sitzungen im Kongress, mehr jedoch nicht. Doch die Tea-Party-Nationalisten sind noch nicht am Ende, sie stehen gerade erst am Anfang und sollten sie auch den Senat und das Präsidentenamt bekommen, dann heißt es wieder international „America is best, fuck the rest!“

Noch versuchen die konservativen Republikaner diese Neo-Nationalisten einzufangen, doch was ist, wenn die sich gar nicht mehr einfangen lassen?

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