Das immerweitere Differenzieren von Wissensinhalten, Expertenbildungen und Arbeitsgruppen macht einen Austausch nötig, bei dem in Vorträgen und Referaten Ergebnisse dargestellt und generiert werden müssen. Nicht jedem fällt es leicht, vor einer Gruppe zu sprechen. Ein paar Tipps, um dem Moment angstfrei und eloquent zu begegnen:

  • Verstecken Sie sich nicht hinter einem Tisch vor der Gruppe. Schon durch Ihre Präsens bekommen Sie Aufmerksamkeit. Stellen Sie sich direkt vor die erste Reihe, bei Sitzordnungen in U-Form schließen sie das Quardrat. So gehen Sie schon allein durch Körpersprache in Kontakt und sind für jeden gut sichtbar
  • Machen Sie sich klar, dass sie vorbereitet sind und als Experte mehr wissen, als Ihre Hörerschaft
  • Variieren Sie Ihre Stimmlage. Betonen Sie wichtiges durch anheben oder verlangsamen Ihrer Sprechgeschwindigkeit
  • Seien Sie Vorbild, stellen Sie eine positiv partnerschaftliche Atmosphäre her. Ihr Verhalten prägt die Gruppe
  • Stellen sie fördernde und fordernde Fragen, damit Wissens- und Erfahrungspotential der Teilnehmer in die Gruppe fließen und das Thema spannend bleibt.
  • Richten Sie Fragen pauschal an die Gruppe. Nicht jemanden rauspicken
  • Regeln Sie vorab, wie und wann Sie Zwischenfragen handhaben wollen: Am Ende Ihres Vortrags oder als Wortmeldung zwischndrin
  • Sorgen Sie dafür, dass immer nur einer redet und achten Sie auf die Reihenfolge der Wortmeldungen
  • Geben Sie Fragen an den Moderator, an die Gruppe zurück, Fachfragen an „Experten“, Arbeitsgruppen. Moderieren Sie, wenn nötig. Das nimmt auch Ihnen Druck, für alles verantwortlich zu sein und alles wissen zu müssen
  • Bleiben Sie ruhig und gelassen. Gehen Sie sachlich auf „dumme“ erscheinende/ aggressive Fragen ein
  • Bringen Sie ähnliche Themen, Fragen, Meinungen zu einem Dialog der Teilnehmer untereinander
  • Störungen haben Vorrang. Unterbinden Sie Zwiegesprächen durch nachfragen: Wenn zum Thema, mit einbinden, sonst nach „ermahnen“ auf in der Gruppe getroffene Regel aufmerksam machen. Evtl Regeln ändern
  • Fassen Sie Zwischenergebnisse zur Orientierung zusammen, leiten Sie die nächsten Schritte durch richtungsweisende Frage ein
  • Geben Sie Beiträge, die nicht zum Thema gehören in einen „Ideenspeicher“, kommen sie später mit der Gruppe darauf zurück. (nicht vergessen!)
  • Üben Sie mit und vor Freunden. Das ist kein Scherz und leicht umzusetzen: Jeder referiert sieben Minuten lang über irgendein Thema: dem Vorzug vegetarischer Ernährung, das Erleben der Fußball EM, Spritpreise, etc. Sie werden sich wundern, wie kurz die Zeit ist. Vergeben Sie dazu drei Aufgaben an Beobachter. Person I achtet auf Ihre Körpersprache (wie offene/ aufrechte Haltung, Präsens zur Gruppe, Blickkontakt, Handhaltung, ruhige Mimik, ruhige Gestik, Lächeln). Person II hat den Auftrag, die Sprache zu beobachten (wenig Lückenfüller „ähm“, wenig Wortwiederholungen, natürlich und nicht aufgesetzt, wenig Umgangssprache). Person III beurteilt den Inhalt (Nachvollziehbar? Überzeugend? Auf Fragen geantwortet?) Nach dem Vortrag folgt ein Feedback der drei Personen und ein Endliches des Referenten über sein Empfinden zu der Gruppe und seiner Präsentation