Die Westerwelle rollt durchs Land und die Utopie eines Jürgen Möllemann scheint doch Realität zu werden. Was viele nicht für möglich hielten, was Angst und Schrecken in der Bundesrepublik auslöst – es scheint sich zu bewahrheiten.

Als ich heute in den Nachrichten gelesen habe, dass die Umfragewerte angeblich mit 18 % für die FDP sprechen habe ich wirklich kurz am kollektiven Verstand dieses Landes gezweifelt, bis mir nur die einzige plausible Lösung einfiel – die Umfrage zeigt falsche Ergebnisse!

Sollten sich die Deutschen bei der Wahl wirklich in dieser Dimension für die FDP entscheiden, dann muss die Verzweifelung kurz vor der Explosion stehen oder aber die Dummheit. Wie könnte man sonst eine Partei wählen deren oberste Maxime der Liberalismus der Finanzmärkte ist und die daher ebenfalls für die Weltwirtschaftskrise verantwortlich ist.

Aber vielleicht ist es ja eine Art von kollektivem Masochismus …

Endlich rührt sich was in China. Nicht nur die Säcke mit Reis fallen um, hier gährt es in der Republik. Noch im Sommer bei den olympischen Spielen war alles Friede, Freude, Eierkuchen, aber mittlerweile meldet China, dass 20 Millionen Wanderarbeiter arbeitslos geworden sind. Die 20 Millionen Wanderarbeiter bilden nur einen Bruchteil der insgesamt 130 Millionen chinesischen Arbeitssklaven, aber es werden stündlich mehr meldet – der China Observer.

Nun, 20 Millionen Arbeiter sind ein gewaltiges Potenzial, auch für chinesische Verhältnisse. Sie werfen ihrer Regierung versagen vor, die ihnen jahrelang nur die Peitsche gegeben hat, aber dabei das Zuckerbrot vergaß (was übrigens auch bei immer mehr deutschen Unternehmen der Fall ist).

Wo noch vor Monaten die Grosskotzigkeit und Ignoranz vorherrschte, sind man nun die Panik in den Gesichtern. Die chinesische Regierung sieht zum ersten Mal eindeutig, dass es für sie keine Alternative gibt, als mit der Welt zusammenzuarbeiten.

Vielleicht ist hat diese Weltwirtschaftskrise auch etwas Gutes. Es kommt Bewegung in ein System, nicht nur in das Chinesische. Regierungen werden gestürzt, da wird Island nicht das letzte Land gewesen sein. Vermutlich hätte Obama ohne die Weltwirtschaftskrise auch die Wahl nicht gewonnen, wer weiß.

Natürlich ist es für die Wanderarbeiter persönlich schlimm, das ist mal logisch. Die Verhältnisse und die Umstände unter denen sie jetzt leben oder in ihre Dörfer zurückgehen müssen sind mehr als menschenunwürdig. Allerdings ist es auch geschichtlich belegt, dass in einer Diktatur die Veränderung oft nur durch sozialen Druck aus dem Volk heraus entsteht. Jedenfalls dürfen wir gespannt sein, was uns das Jahr 2009 an weltweiten Neuerungen so bringt…

Die Banken setzen momentan alles daran ein Bad Bank zu installieren. Die Banken-Lobbyisten laufen sich die Hacken ab, um den Politikern diese Option zur Bewältigung der Wirtschaftskrise zu verkaufen. Es scheint so, als werde der US-Präsident Barack Obama damit seinen ersten wirtschaftspolitischen Fehler begehen. Sollte er einknicken, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Option auch in Deutschland etabliert wird.

Warum will Obama diese Karte spielen? Ich glaube, er will es gar nicht. Sein Finanzminister, der ehemalige Fed-Präsident, Timothy Geithner hat hier die Fäden gezogen. Vermutlich war es der größte fehler von Obama, dass er den Bock zum Gärtner gemacht hat. Geithner ist nicht ganz unschuldig an der Weltwirtschaftskrise.

Aber stellt sich doch die Frage, warum will Geithner die Bad Bank? Die Antwort ist sehr einfach gegeben. Um die Bad Bank zu finanzieren, die die amerikanische Steuerzahler in die größte Schuldenlast seit Menschegedenken stürzt, wird sich Herr Geithner bei seinem ehemaligen Unternehmen der Fed mal eben 100 bis 200 Milliarden Dollar leihen!!!! Offensichtlicher kann hier Vetternwirtschaft und Lobbyismus nicht mehr praktiziert werden.

Wenn die Bad Bank kommt bevor auf internationaler Ebene weitreichende Beschränkungen der Banken und des Finanzmarktes erfolgen, dann wird die nächste Weltwirtschaftskrise (und sei es in 60-70 Jahren) vorprogrammiert. Die Banken machen einfach so weiter wie bisher.

Initiative 2009 – das erfolgreiche Jahr trotz Weltwirtschaftskrise!

Das neue Jahr hat noch nicht einmal begonnen, aber irgendwie hat keiner so richtig Lust, dass 2008 überhaupt zu Ende geht! “Das schlechste Jahr in der Geschichte der Bundesrepublik” soll es angeblich werden, diese Tendenz ist sogar von Angela Merkel bestätigt und somit amtlich.

Wer freut sich da schon auf einen kollektiven Kater in 2009? Jeder will 2008 behalten und eine Umbenennung in 2008b kommt für 2009 wohl nicht in Frage wobei dies auch nichts nützen wird :-)

Ich sage, gebt 2009 eine Chance! Wenn schon keiner mehr Geld hat und Millionen mit Ankündigung ihren Job verlieren werden, vielleicht liegt dann “das Gute” des Jahres 2009 woanders!? Lasst euch von den Bankern nicht das Jahr verderben, startet eine Gegenbewegung!

Aber das Jahr der Liebe und Versöhnung scheint es auch nicht zu werden …

Schließlich fängt im Gaza-Streifen gerade ein Krieg an, der sich schnell zu einem Flächenbrand ausbreiten kann. Aber ist das nicht normal? Wenn die Weltwirtschaft schrumpft muss irgendwo ein Krieg begonnen werden, so die geschichtliche Erfahrung …

Armes 2009 …! Du hast noch nicht einmal begonnen, aber das hinterhältige 2008 hat dir ein schweres Erbe hinterlassen. Sei stark und bleibe tapfer, vielleicht kommt alles ganz anders! So könnte in dir vielleicht die Lösung für die Energiefragen der Welt gefunden werden!? Oder eine Heilung gegen MS oder Krebs!?

Ich halte zu dir! Zeig allen was in dir steckt! Leider hat dein Nachfolger auch nicht viel Glück, denn seit der Agenda 2010 steht hier der Stern ganz schlecht ;-)

Die Finanzkrise und der daraus resultierende weltweite Abschwung haben etwas ausgelöst, was mit einem Tsunami vergleichbar ist. Die Finanzkrise ist das Erdbeben und die Riesenwelle der Abschwung, der unausweichlich kommt.

Allerdings gibt es hier Unterscheidungen innerhalb der Branchen, während die Bänker als erstes getroffen werden und bereits jetzt ohne Job in den Wellen schwimmen, erreicht der Tsunami eine Branche nach der anderen. Heute ist es mit BASF die Chemie-Branche, nächste Woche dann die Speditionen und am Ende die Tourismus-Branche, die es meist immer als letztes erwischt.

Die Finanzkrise ist da, die Welle rollt. Was kann man tun? Die Antwort ist ganz einfach: Nichts! Wir können uns auf einen Hügel stellen und hoffen, dass die Welle uns nicht erreicht, aber nasse Füße werden wir alle bekommen. Die einen mehr, die anderen weniger.

Viele spannender ist doch die Frage: Was kommt danach?

Es wird ohne Zweifel eine der schlimmsten Weltwirtschaftskrisen sein, die es je gegeben hat. Um es noch einmal zu verdeutlichen: Die letzte “Weltwirtschaftskrise” ist ca. 80 Jahre her und hatte ein System von faschistischen Regierungen zur Folge, welche die Welt dazu brachte sich in nicht geahnter Form zu bekriegen.

Natürlich habe ich in den letzten Monaten eine gewisse Schadenfreude entwickelt, wenn ich die Verlustmeldungen der Banken vernommen habe. Allerdings wird mir das Ausmaß dieser Krise immer deutlicher vor Augen geführt. Die Entlassungen dieser Tage sind nur der Anfang. Wo wird die Welt in einem Jahr stehen?

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