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Das Jobwunder gibt es wirklich, allerdings nur bei der FDP und ihren Mitgliedern. Die gelbe Dilettanten-Truppe hat gerade fast abschließend die letzten lukrativen Regierungsposten unter ihren Mitgliedern verteilt und wir wissen ja schon länger, dass hier nicht Können sondern Parteitreue zählt. Mit ihrem innerparteilichen Vitamin B-Jobwunder hat die FDP gerade erneut bewiesen, dass es ihr nicht um die Interessen des Landes geht, sondern wiedermal nur um die Macht.

Mittlerweile dürfte auch der letzte FDP-Wähler, der dieser Partei in 2009 seine Stimme gegeben hat, geschnallt haben, was er mit seiner Stimmabgabe angerichtet hat. Natürlich nur, wenn er das politische Geschehen verfolgt, wovon ich mal ausgehe.

Eigentlich wussten wir es ja auch schon alle vorher. Meine Erwartungen waren sogar noch düsterer, was die soziale Kälte anbelangt, aber warten wir mal die NRW-Wahl ab. Anschließend dürfte unser Außenminister so richtig auf die Sozialleistungen einschlagen.

Dieses Postengeschacher offenbart den Bürgern eindringlich, dass es keinen Masterplan für Deutschland gibt. Die Nachhaltigkeit, die Gerhard Schröder einst forderte, aber selbst nicht umsetzte, ist für einen Staat von wesentlicher Bedeutung. Doch welche Nachhaltigkeit ist zu erwarten, wenn alle vier Jahre neue Pappnasen auf politischen Entscheidungsstellen gesetzt werden?

Die FDP steht hier nicht alleine, CDU, SPD und Grüne agieren genauso. Doch hatte die FDP als einzige einen Neuanfang und schlanken Regierungsapparat versprochen, aber anscheinend nie wirklich in Erwägung gezogen. Sowas nennt man eine Lüge.

Wir müssen endlich erkennen, dass wir mit mehr direkter Demokratie vom Volk, wesentlich besser fahren als mit der parlamentarischen Form. Der Volk ist der Souverän! Wir sind das Volk, das sagten schon die alten Leipziger!

Warum dürfen wir dann nicht entscheiden was das Beste für uns ist? Es gibt keine Unterschiede mehr in den Parteien, sie gleichen sich in den meisten Punkten und vertreten nachhaltig nur die Lobbyinteressen von Energiekonzernen, Hotelketten oder ihre eigenen Machtansprüche. Politiker sollten nur noch die Entscheidungen des Volkes um setzen, aber diese nicht mit ihren eigenen Interessen penetrieren.

Mehr Demokratie wagen! Das sollte unser aller Motto für 2010 sein!

Was viele schon immer ahnten ist jetzt empirisch bewiesen worden. Ca. 35 Prozent der Jobsuchenden die nicht länger als 1 Jahr ohne Arbeit waren, finden einen Job durch persönliche Beziehungen, von der Arbeitsagentur werden hingegen nur ca. 15 Prozent der Arbeitssuchenden vermittelt.

Die Arbeitsgeberorganisation “Initiative Neue Marktwirtschaft” hat das Wirtschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin mit der Durchführung dieser Untersuchung beauftragt. Der Zeitraum der Untersuchung lag zwischen den Jahren 2002 und 2007, wobei für jedes Jahr die Werte einzeln ermittelt wurden.

Die Mittelwerte 35 % für eine Vermittlung durch Freunde und Bekannte und 15 % für die Arbeitsagentur überraschen nicht wirklich, sie zeigen eigentlich nur das Bild einer praktizierten Vitamin B-Gesellschaft. Der Erfolg von Netzwerken wie Xing ist auf diese Tatsache zurückzuführen.

Was diese Studie ebenfalls offenbart ist die schwierige Situation der Langzeitarbeitslosen, die oftmals von Fallmanagern der ARGE betreut werden. Viele Aussichten auf einen Einstieg ins Berufsleben gibt es nicht. Oftmals fehlt hier auch der Wille eine Tätigkeit anzunehmen, zumal die Einkünfte aus Arbeitslosengeld II nicht selten höher ausfallen, als der Verdienst in einem Job.

Diese Problematik der billigen Arbeitskräfte wird sich im Laufe dieses Jahres noch extrem verstärken – mehr Menschen werden neue Arbeit suchen und die Gehälter dementsprechend sinken.

Interessant an dieser Studie unter 3100 Probanden ist auch der Anteil der Vermittlungen durch Online-Jobbörsen, der immerhin bei 6 % lag. Meine Vermutung wäre eine wesentlich höhere Zahl gewesen. Deutlich zeigt sich aber, das die Online-Jöbbörse in der überwiegenden Mehrheit von jungen und hochqualifizierten Arbeitssuchenden genutzt wird.

Fazit: Die richtigen Leute zu kennen ist das A und O in der heutigen Berufswelt, genau wie vor 100 Jahren. Der Grad der Vernetzung hat sich nur dank des Internets geändert, Freunde und Bekannte finden sich jetzt nicht nur im Dorf, sondern bundesweit auf Online-Netzwerkplattformen.

Quelle: Spiegel-Online

In einer Studie fand der Eliteforscher Michael Hartmann heraus, dass die Sprösslinge von leitenden Angestellten, Beamten im höhern Dienst, Freiberuflern und Unternehmern in Spitzenpositionen der deutschen Wirtschaft dominieren. Der Erfolg basiert vor allem auf dem Leistungsprinzip, dass diese Schicht schon mit der Muttermilch aufgesaugt hat: Fremdsprachenkenntnisse, ein guter Uni-Abschluss in Regelstudienzeit, Auslandaufenthalte und der Aufbau von Netzwerken im ausseruniversitären Bereich gehören zum Status Quo, noblesse oblige und bilden das Rüstzeug, um nach oben zu kommen.
Dabei können Absolventen aus solventen Kreisen auf die Herkunft und Beziehungen ihrer Eltern zurückgreifen. Praktika in renommierten Unternehmen pushen den Lebenslauf und bilden oft den entscheidenden Einstieg in die Karriere, der Bewerbern aus der Mittelschicht ohne Vitamin B verschlossen bleibt. Gleich und Gleich gesellt sich gern.

Laut Hartmann überzeugt die junge Elite auch mit Persönlichkeit, die sich durch selbstsicheres Auftreten, Kommunikationsstärke, Durchsetzungsfähigkeit oder etwa Verantwortung ausdrückt. Im sozialen Milieu werden die Inhalten tagtäglich gelebt und in Gesprächen, Einstellungen und Meinungen weitergegeben. Die Studie kristallisiert, dass gerade in dieser Schicht vermehrt diese Kompetenzen auftreten. Bildung und Karriere werden bewusster wahrgenommen, geplant und durch vermehrte Informationen über Weltlage, Perspektiven und das Wissen um Zusammenhänge gefördert. Die fianzielle und ideelle Unterstützung rundet die Entwicklung ab und sichert sie.

Hört sich deprimierend an, wenn man nicht dazu gehört, oder?

Sich auf dem guten Namen auszuruhen führt jedoch nicht zwangsläufig zum Ziel, Entscheidend für einen erfolgreichen und vielversprechenden Job ist weiterhin, und über „geerbte Elite“ hinaus, die individuelle Leistung. Zwar haben die Analyse der Sozialstruktur und Pisa gezeigt, dass in keinem europäischen Staat die Bildungschancen so stark mit der Herkunft gekoppelt sind wie in Deutschland, doch steigt gerade aus der Mittelschicht die Zahl der Studierenden und Hochschulabschlüsse.

Ich hoffe ja weiterhin auf Chancengleichheit, und dass nicht nur das Handicap auf dem Golfplatz ausschlaggebend ist.

Quelle: Der Monat