Der Aufschrei damals war groß, vor allem amerikanische Politiker fielen über den Autohersteller Toyota her, der bis dato eigentlich einen sehr guten Ruf hatte. Ausgerechnet in einer Zeit, als es der amerikanischen Autoindustrie sehr schlecht ging, komisch mag da so mancher denken und hat vermutlich Recht.

Es scheint fast so, als wäre Toyota das Opferlamm und der Prügelknabe gewesen, um von der Inkompetenz der amerikanischen Automobilhersteller abzulenken. Ob es sich hierbei um eine bewusste Diffamierung handelt lässt sich natürlich nicht beweisen, vielleicht ist es auch einfach ein Auflodern des nationalistischen amerikanischen Chorgeistes, immer gegen die Anderen gewesen.

In jedem Fall scheint eindeutig bewiesen, dass die ungwöhnliche Unfallserie bei Toyota-PKWs wohl mit der Inkompetenz und dem Verhalten amerikanischer Autofahrer zusammenhängt. Zusammen mit der Verkehrssicherheitsbehöre und Experten der NASA wurden die 58 Unfälle und Fahrzeuge intensiv untersucht. Bei 12 von diesen schweren Unfällen seien Drogen im Spiel gewesen, 11 Mal hat der Fahrer aus gesundheitlichen Gründen die Kontrolle über seinen Wagen verloren und allein bei 4 Unfällen haben die Fahrer schlicht das Gas und das Bremspedal verwechselt. In den meisten Fällen hätten die Unfallfahrer lediglich einen Schuldigen für ihr eigenes Fehlverhalten gesucht und einfach das Auto beschuldigt.

Fazit: Toyota hat einen wahnsinnigen Imageschaden davongetragen und eine riesige Rückrufaktion gestartet. Toyota kämpft mit teuren Kampagnen gegen diesen Imageverlust an. Die Rechnung der Diffamierer ist aufgegangen.

Schade, dass so etwas möglich ist.

Quelle: spiegel.de

Dauer-Meetings, Burnout-Kollegen, zu viele Häuptlinge … das sind die Fakten aktueller Unternehmenspolitik in den meisten deutschen Unternehmen. Doch wiedermal ist die USA ein Vorreiter und zeigt, dass es anders vielleicht besser geht. Eigentlich keine Neuerfindung, denn was die Unternehmer Jason Fried und David Heinemeier Hansson in ihrem Buch beschreiben ist eigentlich schon lange bekannt und war auch schon mal für einen Wirtschaftsboom verantwortlich.

Die erfolgreichen Gründer der Softwareschmiede 37 Signals, stellen in ihrem Buch die aktuellen Entwicklungen in der Unternehmensführung in Frage. Sie treffen damit einen wunden Punkt, denn viele Unternehmen merken mittlerweile, dass bei ihnen etwas falsch läuft. Aus diesem Grund ist der Aufschrei und das Tamtam um dieses Buch groß.

Das Buch “Rework” schildert eindrücklich, warum Meetings eigentlich die Leute nur vom Arbeiten abhalte, warum vermeintlich “faule” Menschen wesentlich effizienter Arbeiten als Workaholics und warum zum Beispiel eine Fremdfinanzierung eher schadet als nützt.

Quelle: ftd.de

Kaum ein anderes Land hat Reformen momentan so sehr nötig, wie die USA. Der Raubtier-Kapitalismus ist am Ende und hat sich in eine Sackgasse gefahren. Die Amerikaner denken erstmals wieder über eine Umverteilung und Vermögensbesteuerung nach. Doch in den nächsten Jahren wird sich hier nichts tun.

Der Grund für den amerikanischen Stillstand ist ganz einfach, die Demokraten stellen den Präsidenten, die Republikaner die Mehrheit im us-Kongress. Das Land zieht nicht am gleichen Strang und leitet demnach nicht die notwendigen Maßnahmen ein.Neue Wahlen wird es erst 2012 geben, bis dahin herrscht Stillstand.

Hier offenbart sich ein Fehler im parlamentarischen System, welcher zu einer Verschärfung der Krise beiträgt, anstatt sich auf das Wohl des Landes zu konzentrieren haben die US-Politiker nur noch eigene Interessen im Blick. Das war mal anders, doch die Gier hat auch diesen Patriotismus davon gefegt. Schade, USA!

Auch die weltweite Vorbildfunktion in Sachen parlamentarischer Demokratie neigt sich in den USA dem Ende zu.

Quelle: focus.de

Die Kluft zwischen arm und reich wird in Deutschland immer größer, die größte Depression nach dem zweiten Weltkrieg hat ihren Einzug gehalten und der deutsche Konsum wird nur von der Angst vor einer Inflation genährt und den aufsteigenden Chinesen.

Die aktuelle Situation der Welt erinnert in vielen Punkten an die erste große Depression in den Jahren nach 1933. Damals fasste der amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt den Entschluss für einen “New Deal” welcher Amerika half, die Krise zu überwinden und zu mehr Gerechtigkeit im Land führte.

Kaum jemand weiß heute, was die Maßnahmen aus diesem New Deal waren und welche Folgen es nach sich zog. Doch der New Deal wird allgemein als Meisterstück gewertet, auch wenn Roosevelt eher aus Pragmatismus handelte, als aus Überzeugung, so war es doch eine Revolution.

1933 wurde in Amerika sämmtlicher privater Gold- und Silberbesitz verboten, ein Gesetz, welches bis 1974 gültig war. Der amerikanische Staat enteignete seine reichen Bürger und holte bei ihnen zuhause die Edelmetalle ab, auch um damit den Staat zu sanieren. Gewerkschaften wurden gegründet werden, die 40-Stunden-Woche eingeführt und vieles mehr. Als Folge der großen Wirtschaftskrise entschied sich das kapitalistische Amerika zu weitreichenden Schritten für mehr soziale Gerechtigkeit. Grund dafür war das schuldhafte Verhalten der Banken und Reichen an der Weltwirtschaftskrise, genau wie es bei der heutigen Krise der Fall ist.

Doch bis heute redet niemand von einem New Deal, weder in Amerika, noch in Europa. Warum?

Der Grund ist relativ einfach und heißt Lobbyismus. Sowohl in Europa, als auch in Amerika, sind die Interessengruppen der Wirtschaft und Banken so stark, dass eine Wiederholung einer gerechteren Umverteilung wie zu Zeiten der großen Depression, in weiter Ferne liegt. Die Politik ist heute nur noch eine Marionette der Lobbyisten, während damals zwischen Politikern und Wirtschaftsverbänden nur wenig Anknüpfungspunkte herrschten, so ist heute die Verpflechtung unübersehbar.

Ein weiterer Grund liegt in der extremen Individualisierung der Gesellschaft. Waren damals noch die meisten Menschen in ein umfassendes sozial-gesellschaftliches Gefüge eingebettet, so ist heute jeder fast schon Einzelkämpfer für sich selbst. Die Erkenntnis, zusammen mehr zu erreichen ist seit den 70ern extrem geschrumpft und wo sie noch vorhanden ist, da wird sie oftmals auch lediglich NUR als Zweckgemeinschaft gesehen, um persönliche Interessen letztendlich doch zu focieren.

Warum ist es soweit gekommen? Triebfeder dieser ganzen Entwicklung ist letztendlich die Gier, die sowohl für die Wirtschaftskrisen verantwortlich ist als auch für die Verabschiedung vieler Menschen aus dem sozialen Gefüge. Die Gier ist verwandt mit dem Egoismus, welcher ebenso für die Einzelkämpfer-Mentalität verantwortlich ist. Von der Politik ist nicht viel Änderung zu erwarten, es muss einen gesellschaftlichen Wandel geben. Ein gesellschaftlicher New Deal, kann mittelfristig zu einem politisch wirtschaftlichen New Deal führen, doch dazu muss Gier und der Egoismus zurückgedrängt werden, doch danach sieht es aktuell leider nicht aus.

Das Attentat auf die Kongressabgeordnete in den USA schockt das Land und wird als Ergebnis der Hass-Tiraden von rechten Gruppierungen enthüllt. Doch warum ist der Hass in den USA mittlerweile so vehement und so weit verbreitet?

Eigentlich ist die aktuelle Entwicklung in den USA mit anderen westlichen Staaten vergleichbar, die Unzufriedenheit über den Niedergang der Wirtschaft und die Unfähigkeit der Politik konzentriert sich und wird auf bestimmte Personen und Parteien projiziert.

In Amerika richtet sich das Volk niemals gegen das System, denn der Kapitalismus wird mit der Verfassung der USA gleichgesetzt. Die besonders hasserfüllten Konservativen richten ihren Hass gegen die Liberalen und geben ihnen die Schuld am Niedergang der USA. Schnell ist vergessen, dass es eigentlich die Republikaner mit Georg W. Bush waren, die das Land zugrunde richteten.

Viele US-Bürger wollen nicht war haben, dass ihr Land an eigene Wirtschaftsinteressen verkauft und verraten wurde. Sie können nicht verstehen, warum sie pleite sind, wo sie doch die größte und beste Nation der Welt sein sollten. Amerika ist pleite und die meisten Bürger sehen nicht ein, warum ihr System versagt haben soll, es ist doch viel leichter alles bestimmten Personen zuzuschieben.

Was die USA schon immer zusammengehalten hat, war Geld und vor allem der übersteigerte Nationalismus. Obwohl die Amerikaner gerade Rekordschulden machen und auf dem besten Weg zu einer Hyperinflation sind, springt ihr Konjunkturmotor nicht an. Kaum neue Jobs und eine Rekordarbeitslosigkeit lassen das Land am Boden liegen, da helfen auch keine Rekordstiftungssummen von den Superreichen, die in gewisser Weise die Krise mit zu verantworten haben.

Wenn jedoch in den USA etwas immer bleiben wird, dann ist es die Demokratie, denn ihre Verfassung ist das Heiligste was sie besitzen.

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