Wer aktuell an einer Uni in NRW eingeschrieben ist, der kann auf den Wegfall der Studiengebühren und eine Erhöhung des Leistungen nach dem BAFöG hoffen. Gute Aussichten für Studenten, wie es sie zuletzt nur unter Gerhard Schröder gab.

Wer als Student auf BAFöG angewiesen ist, der weiß jede kleine Erhöhung zu schätzen. Durch den Regierungswechsel in NRW soll zudem das Studium wieder bezahlbar werden, doch noch sind die Studiengebühren nicht abgeschafft. Es kann auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis Studenten wirklich keine Gebühren in NRW mehr bezahlen müssen.

Aktuell sind das bis zu 1000 EUR pro Jahr für jeden Studenten, was nicht gerade wenig Geld für die Unis bedeutet. Sie werden wohl künftig mehr Geld aus dem Landeshaushalt bekommen. Für die Gleichberechtigung zum Studium ist der Wegfall der Gebühren essentiell, der Anteil von Jugendlichen aus Unter- und Mittelschichtfamilien dürfte damit wieder steigen.

Problematisch könnte nur der Sachverhalt werden, dass ausgerechnet in der kommenden Zeit, sich zwei Jahrgänge gleichzeitig an der Uni einschreiben. Dieser Effekt wird nun noch durch den Wegfall der Studiengebühren verstärkt, denn wer seinen Wunsch zum Studium wegen der Gebühren aufgeschoben hat, dürfte nun wieder in Versuchung kommen.

professoren-bestechung

Der deutsche Doktortitel ist käuflich – das war der Skandal und ist noch gar nicht lange her. Er offenbarte, dass es in der akademischen Elite in Deutschland nur noch um Eigennutz und illegale Geschäfte geht. Doch jetzt hat ein Gericht entschieden, dass die illegalen Doktoren noch nicht einmal ihren Titel abgeben müssen. Die akademischen Grade verkommen zu Schall und Rauch.

Gegen Geldsummen und sogar gegen Sex haben ca. 100 Professoren nachweislich ihre Integrität verkauft – bundesweit! Die deutsche Uni ist ein Hort der Korruption, die Lehre steht schon seit Jahren in der Kritik, doch jetzt wird deutlich, dass sich die intellektuelle Elite in Deutschland auf Kosten des Staates bereichert, obwohl sie bereits die höchsten Gehälter bezieht, die der Beamtenapparat hergibt.

Die Dunkelziffer der käuflichen akademischen Grade sprengt vermutlich den Rahmen unserer Vorstellungskraft. Die Diskussion über unsere aktuellen schlechten vermeintlichen Eliten ist schon seit Jahren im Gange, nicht erst die Finanzkrise offenbart das Problem, nicht erst der moralisch verwerfliche Gang eines Gerhard Schröders zu Gazprom, sondern schon lange vorher zeigt sich der Verfall.

Die Eliten in Deutschland haben kein Problem, aber Deutschland hat ein Problem mit seinen Eliten. Wie die Marden im Speck führen sie sich teilweise auf, quer durch alle Disziplinen. Politik, Beamte, Banker, Manager, Ärzte, Apotheker, die Liste scheint nicht mehr aufzuhören. Selbst die Nachwuchsliteraten werden mittlerweile des Plagiats überführt.

Was ist bloß los im Land? Was ist passiert, dass die Eliten versagen? Liegt es an den vermeintlichen Elite-Schulen im In- und Ausland? Genießt die Elite keine moralische Erziehung mehr? Oder ist es gar so, dass die Elite schon immer so schlecht war, nur jetzt offenbart sich erst ihr wahrer Charakter?

Es gibt keine Studie, die diesem Phänomen aktuell nahe kommt, doch es offenbart sich seit Jahren ein moralischer Verfall der gesamten Wertegemeinschaft, bedingt durch exessiven Individualismus, Gier, übersteigertem Geltungsdrang und Machtbessenheit. Freilich ein gesamtgesellschaftliches Problem, nur offenbaren sich die größten Defizite in der Elite, denn hier gibt es die meisten Möglichkeiten und die Auswirkungen sind fatal.

Zurück zum Beispiel der Professoren-Bestecher, die Verantwortlichen werden verurteilt, nur die falschen Doktoren müssen ihren Titel nicht abgeben, weil ihnen nicht nachzuweisen ist, dass sie mit ihrer Zahlung jemanden bestechen wollten. Ein Witz!

Die Konsequenz aus diesem Skandal ist weitreichend – akademische Grade verfallen in der Wertung wie griechische und spanische Zertifikate – von AAA zu Ramschpapieren.

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass ausländische Geheimdienste immer öfter gezielt Studenten an deutsche Hochschulen schicken und diesen den Auftrag zur Betriebsspionage erteilen. Nicht selten sind die die Reputationen manipuliert oder es werden kurzerhand wirklich begabte Studenten rekrutiert, welche mit finanziellen Anreizen gelockt werden.

Ganz besonders ist hier China zu nennen, aber auch der Iran, wo beispielsweise in Fächern wie Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik oder anderen Ingenieurwissenschaften ganze Forschungsprojekte ausspioniert und komplett dokumentiert ins Reich der Mitte geschickt werden.

Das es sich hier um massive verwerfliche kriminelle Energie handelt ist unbestritten, aber vor allem die Unis tun sich schwer mit Sicherheitsrichtlinien gegen diese Art von Spionage. In den Unis ist der Freigeist beheimatet und die Lehre steht allen offen. Abgekopelte Datenspeicher und massive Sicherheitsvorkehrungen mit Schleusen von Berechtigungen behindern nicht nur die Lehre, sondern auch den täglichen Betrieb.

Besonders schlimm ist hierdurch jedoch das Verhältnis der Studenten untereinander betroffen. Die Vertrauensbasis der internationalen Studenten gegenüber den Chinesen oder Iranern an den Unis, steht mittlerweile auf sehr instabilen Füßen. Die chinesischen Studenten lebten an den deutschen Unis schon immer sehr zurückgezogen und isoliert, sie leben dort meistens nicht in der internationalen Gemeinschaft sondern in chinesischen Kommunen, die zusammen kochen, feiern und lernen. Ein internationaler Austausch findet oftmals noch nicht einmal im Seminarraum oder Hörsaal statt.

Als Beispiel sei hier die Uni Paderborn genannt, welche etliche hundert chinesische Austauschstudenten aus der Partnerschaft mit der chinesischen Uni Qingdao, beherbergt. Besonders die forschungsintensiven Disziplinen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik sind hier von den Studenten aus Nahost belegt und Sicherheitsvorkehrungen gibt es an der Uni fast kaum. Die Sicherheitsvorkehrung richtet sich vor allem gegen den örtlichen Diebstall von Hardware wie Computern und Beamern aus Seminarräumen, gegen Spionage scheint die Uni fast blind.

Besonders sensibel, war beispielhaft die Entwicklung eines alternativen Schienenantriebs zum Transrapid. Wo die Chinesen bereits den Transparid auseinander genommen und kopiert haben wurden hier Chinesen direkt mit in das Entwicklungsteam genommen.

Wer hats erfunden? fragen die Schweizer. Jedenfalls nicht die Chinesen, wissen die meisten. Der volkswirtschaftliche Schaden durch die Spionage ist riesig. Die Bundesregierung setzt allein auf Bildung und Fortschritt für eine wirtschaftliche Zukunft, doch was ist, wenn der Fortschritt geklaut wird. Die Zeche für diese Naivität zahlt der Steuerzahler und indirekt wird damit die Arbeitssklaverei in China unterstützt.

Wie lange will die Politik diesem Treiben noch zusehen?

Selbst wenn ein Spion auf frischer Tat ertappt wird, kommt er meistens mit einer kleinen Geldstrafe davon und muss daher noch nicht einmal die deutsche Strafverfolgung fürchten.

Quelle: focus.de

(Wahlplakat an der Uni Paderborn im Semester 07/08)

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Der Bologna-Prozess, mit seiner radikalen Umgestaltung der deutschen Hochschulbildung hat die Erwartungen erfüllt und ist zum Rohrkrepierer geworden. Zu Recht gehen die Studenten heute für ihre Bildung demonstrieren, allerdings offenbart sich auch der Wandel in der Studentenschaft, den studentische Massenproteste gibt es nicht mehr.

Die Hochschulrektorenkonferenz hat zugegeben, dass der Bologna-Prozess in seiner jetzigen Form gescheitert ist. Einziges Ziel scheint zu sein die Studienzeiten um jeden Preis zu drücken, damit die Jugend schneller in die Jobs kommt und dem demografischen Wandel entgegenwirkt. Der Bologna-Prozess diente offensichtlich nur der Wirtschaft, den Hochschulen und dem Staat, alle anderen gehen leer aus.

Die Firmen profitieren vom Bologna-Prozess, weil hiermit die Wissenschaft an der Hochschule einer praxisorientierten Ausbildung das Feld räumen musste. Die Unternehmen bekommen also besser zugeschnittenes Human Kapital für ihre Arbeitsplätze und dadurch, dass die Studenten jünger sind, wird auch der Jugendwahn der Wirtschaft bedient. Jugendliche bringen sich halt mehr in Unternehmen ein als ältere Arbeitnehmer und erwirtschaften bis zum ersten Burn-Out mehr Geld.

Der Staat profitiert vom Bologna-Prozess durch Kosteneinsparung aufgrund kürzerer Studienzeiten und die höhere Wirtschaftsleistung bzw. Lohnsteuer, etc., weil die Absolventen schneller das Geld in die Kassen spülen. Die Hochschulen wurden mit der Einführung von Studiengebühren ruhig gestellt, die sie jetzt im Rahmen von 300-500 EUR pro Semester von den Studenten abverlangen.

Komplett versagt hat der Bologna-Prozess bei der Internationalisierung der Hochschulbildung, denn die Studenten haben überhaupt keine Zeit mehr für die Teilnahme an Auslandsemestern a la Erasmus-Programm. Die Dichte und Kanalisierung der Wissenschaft in Deutschland bringt daher nationale Fachidioten hervor, die keinen interdisziplinären Ansatz aufweisen.

Im Prinzip ist der Bologna-Prozess zwar eine nette Idee, allerdings verkennt er die Existenz des Gefangenendilemmas, welches besagt, dass Partner die untereinander in Konkurrenz stehen, immer besser sein müssen als der andere. Unter sozialistischen Gesichtspunkten ist der Bologna-Prozess daher richtig, allerdings verkennt er total den Sachverhalt, dass wir in einer kapitalistischen Marktwirtschaft leben. Die deutschen Studenten müssen besser sein als ihre ausländischen Kollegen.

Die Zeche zum Schluß zahlen wir alle.

In diesen Zeiten der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung werden Zusatzqualifikationen immer wichtiger. Sei es zur Berufssicherung, zum Aufstieg in einem Unternehmen oder Selbstständigkeit, die akademische Weiterbildung bietet zahlreiche Karrierechancen.

Die Zulassung wird meist an einem abgeschlossenen Fachhochschul- oder Universitätsstudium festgemacht. Aber auch qualifizierte Berufstätige können durch eine Eignungsprüfung zugelassen werden. Der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf plus Berufserfahrung gelten dann als Mindestvoraussetzung. Ein berufsbegleitendes Zertifikationsstudium kann ohne Hochschulabschluss aufgenommen werden.

Den Weg zum Studium neben dem Beruf beginnen Sie am Besten bei den Unis selbst. Suchmaschine, Uni-Namen und einen größeren Ort in der Umgebung eingeben, und schon landen Sie beim Online-Auftritt verschiedener Hochschulen.

Das Menü, bzw. die interne Suchmaschine, leitet Sie durch die Eingabe von „Weiterbildung“ zu entsprechenden Programmen weiter. Sie finden dort Informationen über Inhalte berufsbegleitender Studiengänge und Ansprechpartner , sollten aber auch bei Ihrem eigenen Arbeitgeber herausfinden, ob er schon mit einer Hochschule kooperiert hat und regelmäßig Teilnehmer entsendet.

In der Regel dauert ein Studium zwischen zwei und zweieinhalb Jahren und teilt sich an einer Hochschule in Präsenz und Selbstlernphasen. Während in Präsenzphasen (Veranstaltungen am Wochenende) kompakt Wissen vermittelt wird, dass typische Problemstellungen und Entwicklungsfragen aus dem beruflichen Alltag aufgreift, bezieht sich die Selbstlernphase auf das Anlesen von relevanten Inhalten zuhause und dient als Grundgerüst für die Präsenzzeit. Im Selbststudium können die erworbenen Kenntnisse direkt im Unternehmen angewandt und vertieft werden. Frau/Mann bleibt also die ganze Zeit am Ball und kann auch gleich in der Praxis „üben“.
Eine weitere Variante bietet das Fernstudium. Das Studium dauert genau so lange, kann aber flexibler gestaltet werden. Je nach Terminplan eignet man sich das Wissen in interaktiven Internetkursen, per CD-Rom oder DVD an. Selbst mündliche Prüfungen können durch Videokonferenz abgenommen werden. Lediglich das Schreiben von Klausuren bedingt eine Reise in eines der 60 Studienzentren. Ein Fernstudium an der Uni Hagen schlägt etwas mit 200 Euro pro Semester zu buche und ist damit günstiger, als ein derzeitiges Hauptstudium.

Apropo Kosten: Was kostet der Spaß? Für ein zweieinhalbjähriges Weiterbildungsstudium muss man mit ca. 20.000 Euro rechnen. Dabei gibt es bei Absprache mit dem Arbeitgeber die Möglichkeit, die Summe zu teilen. Andernfalls bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (Bafög, Stipendium) oder die Studienberatung Unterstützung.

Weiterbilder sind gerngesehen, da sie oft kritischer, berufserfahren und anspruchsvoller sind als junge Studenten. Sie bereichern mit Ihrem Praxisbezug und bringen Beispiele aus dem Alltag. Eine Herausforderung für jeden Professor.