Eine US-Studie vom Hasbro Childrens Hospital in Providence belegt, dass Schüler (9.-12. Klasse) wesentlich besser lernen, wenn sie nur 30 Minuten am Tag länger schlafen. Für die Meisten ist das keine neue Erkenntnis, hierzulande fordern weitsichtige Menschen schon seit Jahren einen späteren Unterrichtsbeginn. Bisher blockt jedoch die Lehrerlobby jegliche Änderung ab, nicht nur beim dreigliedrigen Schulsystem.

Das etwas passieren muss im deutschen Bildungssystem ist allgemein bekannt. Nicht erst seit den PISA-Studien wird deutlich, dass an deutschen Schulen etwas nicht stimmt. Konservativismus und Elitendenken hindern in den Bundesländern an einem Umdenken.

Erste offene Bundesländer wagen jetzt ein Umdenken, meistens jedoch nur, weil sie im Ländervergleich eh den letzten Platz belegen und das bisherige System komplett vor die Wand fahren. Hier folgt man dem Motto: Bevor wir untergehen, fangen wir lieber an zu schwimmen.

Die US-Studie belegt anschaulich, dass eine Verschiebung des Schulbeginns von 8 Uhr auf 8:30 Uhr bereits einen enormen Leistungssteigerungseffekt auf die Schüler hat. Die 201 Probanden waren zudem motivierter und schwänzten seltener.

Schlaf ist wichtig und mit Sprüchen wie: Der frühe Vogel fängt den Wurm, und mit Arbeitszeiten, die meistens zwischen 6 und 8 Uhr beginnen, hat sich dieses Land um viel Potenzial gebracht.

Unternehmen, die kreative und leistungsstarke Angestellte wollen, haben schon seit Jahren die Gleitzeit mit Kernarbeitszeiten eingeführt. Der Grund, warum das deutsche Bildungssystem hier meilenweit hinterher hinkt, liegt an ebenso an den konservativen Bildungseliten und vor allen Dingen an den Widerständen vieler Lehrer. Sie lehnen das Konzept des späteren Unterrichtsstarts oder der Ganztagsschule weitgehend ab.

Diese Studie wurde in einem Fachmagazin für Pädagogen veröffentlicht, ob sie jedoch von deutschen Pädagogen überhaupt beachtet wird bleibt fraglich, dabei unterliegt nichts so sehr der Notwendigkeit zur Veränderung als die Bildung.

rathaus-paderborn

Auf die Paderborner Bürger, vor allem Familien kommen höhere Kosten zu, wenn es nach dem Willen von CDU-Bürgermeister Paus geht. Die Menschen sind entsetzt und verstehen nicht, warum Paus nicht hält, was die Kanzlerin verspricht.

“Bei Bildung soll nicht gekürzt werden”, sagte Angela Merkel, und sorgte gleichzeitig dafür, dass auf kommunaler Ebene ihre eigenen Parteifreunde genau das Gegenteil machen.

Heimlich, still und leise möchte CDU-Bürgermeister Paus am 22. Juni das Sparpaket durchwinken, ohne öffentliche Diskussion. Er nutzt die Fußball-WM scharmlos aus und beweist, dass es der CDU nicht Ernst ist mit der Zukunftsgestaltung des Landes, Nachhaltigkeit ist scheinbar ein Fremdwort in der CDU, besonders auf kommunaler Ebene.

Dabei ist Herr Paus selbst kein Spar-Fuchs und hat mit seinen Prestigeprojekten Stadionbau, Rolandbad, Kammerspiele und MVA, dem Paderborner Bürger etliche Millionen gekostet, die oft auf Inkompetenz zurückzuführen sind.

Das Sparpaket geht übrigens wieder einmal auf eine Unternehmensberatung zurück, die hierfür 200.000 EUR kassiert hat, wobei mittlerweile jeder weiß, dass Unternehmensberatungen nicht viel bringen, außer Arbeit auszulagern.

Größte Kritikpunkte des Sparpaketes sind:

  • Schließung weiter Teile und Nebenstellen der Stadtbibliothek Paderborn
  • Bibliotheksgebühren von 15,- € pro Jahr
  • Anhebung der Zahlungen von Eltern für Kitas und Ganztagsschulen um 33%, bei gleichzeitigem Abbau von Erzieherstellen
  • Einführung der Beiträge für Geschwisterkinder um 50% des Beitrages für das 1. Kind
  • Erhöhung der Kindergartenbeiträge
  • Einsparung bei Spiel- und Bolzplätzen
  • Kürzung der Hilfen in der Erziehung

Auch die FBI zeigt sich hier  nicht gerade kompetent und unterstützt das Sparpaket uneingeschränkt.

Doch Widerstand auf den Seiten der Eltern, die hauptsächlich die Kosten tragen sollen, formiert sich. Allerdings ist die Zeit denkbar knapp bis zum 22. Juni. In der Karlsschule Paderborn um 18 Uhr stellt sich die Stadt Paderborn heute den Bürgern.

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Es ist schon wieder passiert, 7 tote Kleinkinder und 20 Verletzte. Das ist die gestrige Bilanz des jüngsten chinesischen Amoklaufs. In den letzten zwei Monaten gab es bereits 4 Amokläufer dieser Art. Was ist los mit den Chinesen? Warum werden nur Kinder getötet?

Es scheint fast, als wollten die chinesischen Amokläufer die Überpopulation in China durch Kindsmord selbst lösen. Doch was hier passiert ist bitterer Ernst und seitdem in Belgien im letzten Jahr das gleiche passiert ist und ein als “Joker” verkleideter Amokläufer in einem Kindergarten ein Massaker anrichtete, hat man nichts mehr davon gehört.

Warum werden in China und Belgien etliche Kinder durch Massenmörder getötet? Was treibt diese Menschen dazu, sich an den Schwächsten der Gesellschaft zu vergreifen? Geht es um Rache für eine kaputte Kindheit? Ist es Neid auf die Sorglosigkeit der Kinder? Oder ganz einfach Wahnsinn?

In China gleichen die Kindergärten und Schulen mittlerweile schon fast Festungen, trotzdem gelingt es den Amokläufern immer wieder. Bleibt die Frage, wie groß wäre das Ausmaß, wenn die Kindergärten nicht geschützt wären?

Anscheinend geht es nach einem Bericht der SZ in der Tat meistens um Rache. Rache an der Gesellschaft, weil die Menschen von Beamten aber auch Arbeitgebern drangsaliert und ausgebeutet werden. Sie haben teilweise private Probleme, welche oftmals auch durch gesellschaftliche Kontexte entstehen. Die chinesische Diktatur und Gesellschaft kennt aktuell kein Ventil für Frust und Probleme.


Nach Schätzungen leiden ca. 173 Millionen Chinesen unter massiven psychischen Störungen. Doch nur 10% lassen sich behandeln, oder können sich behandeln lassen. Demnach laufen in China ca. 156 Millionen therapiebedürftige Menschen umher. Im Vergleich zu unerser Bevölkerungszahl stelle man sich vor, 80 Millionen deutsche Psychopathen bestimmen den Alltag.

Doch warum ausgerechnet die Kinder? Nun, Kinder können sich nicht wehren, erzeugen extrem viel Aufmerksamkeit und bedeuten ihren Eltern alles. Die Amokläufer gehen also in der Regel sehr bewusst und berechnend vor. Von Kurzschlusshandlungen oder einer spontanen Aktion kann nicht die Rede sein.

Doch in China wird das Problem nicht untersucht, sondern weitgehend totgeschwiegen. Natürlich will man keine Nachahmer ermutigen, doch die Tatsache, dass trotz Berichterstattungsverbots so viele Fälle auftreten, zeigt das Ausmaß der Problematik.

Der erste Täter wurde bereits hingerichtet – das ist chinesische Problembewältigung.

Quelle: welt.de

Jahrzehntelang gab es in deutschen Schulen einen Einstellungsstopp für Lehrer, auch NRW hat sich hier besonders hervorgetan. Die Auswirkungen dieser absolut inkompetenten Schulpolitik müssen jetzt die Nachfolger und vor allem die Schüler ausbaden. Selbst Schnappsideen mit ausländischen Lehrern kommen mittlerweile auf den Tisch.

Natürlich kann man sagen, da hilft jetzt auch kein Nachtreten mehr, aber die Ursache und die Problematik für den Lehrermangel muss thematisiert werden. Vermutlich wird der gleiche Fehler in Zukunft nochmal begangen, denn in der Politik werden meistens die Fehler von den Nachfolgern im Amt ausgebadet, daher ist die Hemmschwelle für absolut inkompetente Entscheidungen niedrig.

Der jetzige Lehrermangel geht auf das Konto der Landesregierungen, die mit einer völlig unzureichenden Personal- und Schulpolitik in den 90er Jahren dieses Problem heraufbeschworen haben. Zur damaligen Zeit waren die Kassen leer, allerdings bei weitem nicht so leer wie heute. Deutsche Landespolitiker kamen auf die glorreiche Idee mit einem Einstellungsstopp viel Geld zu sparen und einfach keine neuen Lehrer mehr einzustellen. Natürlich sahen viele Experten schon damals das Problem in der Zukunft, aber das Wort der Nachhaltigkeit war bis dato noch nicht bekannt.

Allein solche gravierenden Fehlentscheidungen sind ein Plädoyer für die Abschaffung der Schulpolitik auf Landesebene. Die Länder mit den größten Problemen in der Schule und einem großen Lehrermangel sind jedoch ausgerechnet dagegen, sie klammern sich an ihre Macht.

Welche Auswirkungen dieser Einstellungsstopp in den 90er Jahren hatte, kann teilweise noch heute in den Arbeitslosenstatistiken abgelesen werden. Tausende von angehenden Lehrern standen motiviert und hochqualifiziert auf der Straße und mussten sich nach Alternativen umsehen, wie beispielsweise Taxifahren oder Nachhilfe geben.

Die Tatsache, dass jetzt sogar der Bodensatz der Lehrer einen Job bekommt ist eigentlich nicht zu tolerieren, wenn man an die steigenden Anforderungen an Schüler und deren Zukunft denkt. Allerdings ist es vermutlich der einzige kurzfristige Weg.

Quelle: tagesschau.de

Man, bin ich Wochenend-verdient. Ich komme aus einer Hauptschule, in der ich eine Woche lang, sechs Stunden am Tag, fünf Klassen in den Beruf orientiert habe. Hauptschule, uih.
Messer, und schiefe Baseballcaps und viele Ausländer, viel zu junge Mädels in viel zu kurzen Röcken und alle können so gerade ihren eigenen Namen richtig schreiben.

Teils-teils.

Die Einen sind sehr engagiert, haben in drei Schulpraktika schon eine Berufsrichtung gefunden und verfolgen die Schulzeit mit der Motivation: bloß fertig werden damit- danach wird alles besser. Die Anderen (ca. ein Drittel) haben trotz Praktika immer noch keine Ahnung, wo’s mal hingehen soll. Und das fand ich wirklich erschreckend. Nachbereitung der Schule? Null. Austausch mit Lehrern über eigene Stärken und Schwächen? Null. Dann ist da noch ein kleiner Rest von Utopiern. Berufswusch: Schauspielerin, Pilot, Arzt, Politiker, Rapper, Richter (läuft die „Salesch“ eigentlich noch?). Großes Erstaunen wenn klar wird, welche Qualifikationen gebraucht werden. Noch eine bittere Erkenntnis: der Beruf Arzthelferin hat zwar was mit Arzt zu tun, wird aber nicht ansatzweise so gut bezahlt. Aaach?!?

Wirklich überrascht hat mich aber eine junge Frau, die gut eine Stunde zu spät kam, die Lehrerin saß kommentarlos hinten in der Klasse, und auf mein „Guten Morgen“ kam keine Antwort, was nur mich verdutzte, aber niemanden sonst. Auf meinem fragenden Gesichtsausdruck reagierend meinte die Lehrbeauftragte: „die kommt aus Polen und versteht Sie nicht. Können Sie vergessen. Lassen Sie sie einfach da sitzen.“ Bitte was? Und das war nicht der einzige Fall. Wie groß ist denn der Teil von Schülern, die da einfach mitgeschliffen werden, keinen qualifizierten Abschluss machen und an die nächste Schulform überwiesen werden? Sollen die sich doch damit rumquälen!“

Die schlimmste Zeit waren übrigens die Pausen im Lehrerzimmer. Sowas an Frust, Resignation und Front gegen Schüler hab ich noch nicht erlebt. Offene Freude über schlechte Noten Einzelner , Unheimlichen Vorwarnungen („bei dem müssen sie gleich aufpassen, der fackelt nicht lange“) und Gemecker an allen Ecken und Enden. Hallo?? Das ist doch genau Euer Job! Eure Klientel. Und wer das nicht begreift und umsetzen kann, motivierend, unterstützend, begleitend, schwänzt einen anderen Beruf. Da kann ich viel Berufsorientierung machen wenn die Lehrer schon bewußtlos-orientierungslos sind. Zum Glück gibt es auch andere: Samt und Sonders jung oder ganz klar mit Visionen aus einem anderen Beruf gewechselt. Doch das sind wenige.

Und die Rowdys, denen ich aus dem Weg gehen sollte, waren absolut handzahm, weil ich ihnen mit Respekt begegnet bin. Die waren fit, auch emotional und sozial. Die haben sich einfach nicht alles gefallen lassen. Aber wer einmal in der Schublade sitzt, kann am Ende bei allen Anschuldigungen, aus Frust nur noch so werden wie das Klischee. Aber das ist schulgemacht.

Da ist bildungspolitisch das Schulboot dermaßen in Schieflage geraten, dass mir Diskussionen um Elite-Universitäten immer unmenschlicher vorkommen. Das System hat aufgegeben und sich damit abgefunden, Looser zu produzieren und zu verwalten. Oder brauchen wir dieses Kastenwesen? Für gestiegene Ansprüche? Die Zahl der Hilfsjobs wird steigen. Service und geringe Dienstleistungen werden die Tätigkeiten sein, die Menschen ohne Qualifizierung den Broterwerb sichern werden. Für mehr wird es nicht reichen. Flaschen einsortieren im Getränkemarkt. Glück hat, wem mangels Intelligenz die Monotonie nicht auffällt. Aber viele werden sich 11000 Tage lang quälen, weil sie nicht entsprechend ihrer Schwächen unterstützt und Potentiale gefördert wurden. Und das ist viel mehr als Unglück..

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