Dubai ist fast pleite, im letzten Jahr noch hochgelobt und mit einem Mega-Promi-Feuerwerk noch die Palmeninsel eingeweiht, weiß der der Staatskonzern Dubai World nicht mehr, wie er seine Schuldenlast von über 100 Milliarden noch bezahlen soll.

Das Leben auf Pump war auch in Dubai sehr begehrt, doch wie im Rest der Welt folgt hier ebenso die Katerstimmung, genau wie in Island, Griechenland, Spanien oder anderswo.

Immer größer, immer schöner und immer teurer musste es sein, doch mittlerweile ist Dubai pleite und im Jetset out. Die Bauchlandung ist hart und verlangt nach Schuldenerlass, der vermutlich auch gewährt wird. Die Banken haben eher nichts zu befürchten, die Bauträger und Auftragnehmer von Palmeninsel, Metro, etc. werden jedoch vermutlich auf ihren Forderungen sitzen bleiben.

Quelle: focus.de

Die Ausgaben im Gesundheitssektor explodieren schon seit Jahren, Ärzte, Krankenhäuser und Pharmaindustrie haben die Versicherten voll im Griff und drücken jedes Jahr weitere Erhöhungen durch. Die Krankenkassen haben nun ein Horrorszenario heraufbeschworen, welches ein 11 Milliarden-Defizit für das Jahr 2011 aufzeigt. Dabei könnte alles so einfach sein …

Wer am lautesten stöhnt, bekommt das meiste Geld, so war es schon immer und meistens schafften es die niedergelassenen Ärzte besonders gut zu stöhnen. Sie verdienen mit Abstand am meisten und haben im Vergleich zu den Ausgaben von 1998 ca. 40% mehr an Zuwendungen von den Krankenkassen erhalten.

Grund dafür ist die große Lobby der Ärzte, die in ihren Wartezimmern ordentlich Stimmung gegen bestimmte politische Entscheidungen, Parteien oder Politiker machen. Die Patienten vertrauen ihrem Arzt und nehmen das meistens unkommentiert auf. Ich selbst habe erlebt, wie ein Orthopäde in seinem Wartezimmer selbstbemalte Plakate gegen die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt präsentierte, kurze Zeit später wurde die SPD mit einem Rekordminus abgewählt.

Die Ärzte haben Macht und sie nutzen die Macht schamlos aus, denn sie sind in der Regel privat versichert. Aus diesem Grund wird sich die CDU/FDP-Regierung auch nicht gegen die Ärzte stellen, schon lange nicht mit einem Arzt als Gesundheitsminister.

Es gibt jedoch eine Lösung für steigende Gesundheitskosten, doch die liegen nicht im Gesundheitssystem sondern in anderen Ministerin.

Wir haben erst kürzlich erlebt, wie die Ampelkennzeichnung für Lebensmittel gekippt wurde – in der Folge bleibt es für Verbraucher weiter schwierig ungesunde Produkte zu erkennen. Wir sehen den Erfolg von Rauchverboten in vielen öffentlichen Bereichen – es werden zumindest weniger Zigaretten verkauft. Es gibt viele Bereiche, die dazu beitragen könnten, dass sich der Einzelne, gesünder ernährt, Sport treibt oder bundesweit mehr Menschen gesünder bleiben. Doch das Problem ist das Gleiche wie in der Medizin – es wird nur das Symptom bekämpft, nicht die Ursache.

Quelle: spiegel.de

Wie kann es sein, dass Porsche-Mitarbeiter über den Abgang ihres Chef trauern und wütend sind, obwohl dieser das Unternehmen ruiniert und verzockt hat? Wie kann es sein, dass fast 1 Jahr nach dem merkwürdigen Höhenflug der VW-Aktie die Börsenaufsicht Anklage gegen Ex-Porsche-Chef Wiedeking erhebt? Porsche und Wiedeking sind ein Phänomen und gleichzeitig Musterbeispiel für eine falsche Unternehmenspolitik.

Als der Porsche-Erbe auf der Betriebsversamlung den Rauswurf von Wendelin Wiedeking verkündet ist dieser plötzlich von Tränen erfasst und verliert die Fassung. Die Mitarbeiter lieben Wiedeking und Porsche, und sind ebenso wütend und traurig. Doch wie kann das sein?

Die Geschichte der Porsche-Fehlentscheidungen und des Größenwahns beginnt vor 4 Jahren. Der Porsche-Clan und sein Vorstand mit Wendelin Wiedeking und Holger Härter (die im folgenden nur WW und HH genannt werden) wollen das ganz große Rad schwingen. Vielleicht aus Größenwahn, vielleicht aus einer drogenindizierten Laune heraus oder einfach aus Machtbesessenheit und Geltungssucht – wir wissen es nicht. Jedenfalls entschließen sich die Schwaben zur Übernahme des Weltkonzerns VW.

Im Prinzip gar nichts Ungewöhnliches, die kleine Vodafone hat damals den großen Mannesmann-Konzern übernommen – mit einer ebenso feindlichen Übernahme. Nur … nicht mit so riskanten Mitteln.

Porsche finanziert das Geschäft aus extrem riskanten Optionsgeschäften für die Holger Härter ein Spielerhändchen zu haben scheint. Das muss man sich mal vorstellen, ich habe kein Geld um mir einen Reiterhof zu kaufen und setze daher mein Kapital auf Pferdewetten, in der Hoffnung zu gewinnen! Noch verantwortungsloser kann kein Unternehmenschef mit seiner Firma umgehen.

Und natürlich läuft das Geschäft schief! Porsche verzockt die Milliarden und ist als florierendes Unternehmen mit schwarzen Zahlen in den Büchern pleite! Ein Skandal und Ferdinand Porsche würde sich im Grabe umdrehen, wenn er von den Machenschaften seiner Nachkommen wüsste, denn die haben das ganze ermöglicht und abgesegnet. Wiedeking ist nur das ausführende Organ und der Verantwortliche, aber vielleicht war es ja sogar seine Idee, wir werden es vielleicht nie erfahren. Mit dem Rauswurf von Wiedeking muss dem Porsche-Clan bewusst gewesen sein, dass sie große Scheiße gebaut haben und nun alles vorbei ist, anders sind die Tränen nicht zu erklären.

Aber wie ist es möglich, dass die Mitarbeiter den Clan und Vorstand nicht lynchen? Warum sind sie auf die anderen sauer, wie VW oder Wulff? Nun, dieser Sachverhalt hängt damit zusammen, dass die interne Kommunikation immer die Schuld auf die anderen schiebt und Banken zu diesem Zeitpunkt die idealen Sündenböcke waren. Zudem haben die Porsche-Mitarbeiter jahrelang gut von dem Unternehmen gelebt. Bei Porsche zu arbeiten war eine Ehre, die Marke stand ganz oben, Hochschulabsolventen wollten alle zu Porsche. Der Hauptgrund ist jedoch, das Unternehmen zahlte Löhne und Prämien in einem Jahr, die ein Hartz 4-Empfänger vielleicht in seinem ganzen Leben nicht erhalten wird. Doch damit ist es nun vorbei und Schuld seien angeblich die Banken.

Porsche hat sich unverantwortlich verhalten und das Unternehmen verzockt. Keine Bank hätte Porsche einen Kredit gegeben, wo nicht klar ist, ob in den nächsten Jahren auf dem Automarkt überhaupt wieder ein Aufschwung erfolgt. Doch die Porsche-Mitarbeiter schieben die Schuld einfach zu VW, das ist bequem und einfach. Der Betriebrat glaubt den Aussagen des Vorstands und macht Stimmung gegen VW und Wulff. Vielleicht auch ein Selbstschutz, denn er hätte vielleicht schon eher nachfragen müssen, wie die VW-Übernahme geplant war.

Die Optionsgeschäfte jedenfalls, müssen der Börsenaufsicht jede Menge an Arbeit bereitet haben, wenn sie erst nach fast einem Jahr gegen Wiedeking ein Ermittlungsverfahren einleitet. Wir werden also noch lange von dem Porsche-Größenwahn hören und am Ende wird auch den Mitarbeitern deutlich werden, dass sie auf der Betriebsversammlung den falschen zugejubelt haben und lieber Eier und Tomaten in die hand genommen hätten.

Quelle: zeit.de

Der Gouvernator schlägt zurück! Für Arnold Schwazenegger wird die Wirtschaftskrise vermutlich zum größten Desaster seiner Karriere. Politisch heißt es vermutlich sehr bald für den Ex-Terminator “Hasta la Fista, Baby”! Der US-Bundesstaat Kalifornien ist so gut wie pleite, obwohl die Volkswirtschaft von Kalifornien weltweit auf Platz 8 liegt.

Das süße kalifornische Leben dürfte der Vergangenheit angehören, vielleicht lernt Arnold dann von Klaus Wowereit, dann heißt es “arm aber sexy”. Der Bundesstaat Kalifornien hat kein Geld mehr und muss neue Schulden in Höhe von 26 Milliarden Euro machen. Ohne das Silicon Valley wäre dort wahrscheinlich schon lange das Licht aus. Die Sunny-Boys haben über ihre Verhältnisse gelebt und die Wirtschaftskrise hat sie zudem voll erwischt.

Arnold Schwarzenegger muss und will radikal sparen. Staatsdiener gehen in unbezahlten Urlaub, das Gesundheitssystem wird komplett zusammengestrichen (obwohl Obama genau das Gegenteil will) und die Ärmsten wird es besonders treffen, weil die Sozialhilfe gekürzt wird. Was Arnold Schwarzenegger da umsetzt ist gesellschaftlicher Sprengstoff, der ihn vermutlich vom Thron stürzen wird. Dem Hotel California droht die Verarmung mit all ihren schlimmen Folgen – Gewalt, Verbrechen und Verelendung.

Aber Kalifornien ist nur der Anfang einer gewaltigen Umwälzung im Land. Im Prinzip steht ganz Amerika vor gravierenden Problemen. Was der Gouvernator jetzt umsetzt erinnert an die Maßnahmen der Weimarer Republik gegen die Wirtschaftskrise – Sparkurs und Gelddrucken – wohin das führte wissen wir alle.

Die Amerikaner in Form von GM und US-Regierung scheinen dem Poker-Wahn verfallen zu sein. Es besteht die Gefahr, dass sie sich mit immer neuen und höheren Forderungen verzocken. Erstaunlich aber wahr, Gutenzwerg hat Recht: Die kontrollierte Insolvenz wäre für Deutschland vermutlich der beste Weg. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Es ist schon sehr frech und dreist, was sich die amerikanischen Verhandlungsführer bei ihrem gestrigen Gipfel herausgenommen haben. In letzter Minute bewusst den Rettungsgipfel mit einer neuen Forderung scheitern zu lassen zeugt weder von gutem Benehmen noch von Stil, aber so sind sie halt die Amis.

Dabei ist den Amerikanern durchaus ebenfalls bewusst, dass in Deutschland der blanke Wahlkampf herrscht. SPD und Roland Koch versuchen sich für die Wähler zu profilieren und schaden damit nicht nur den Verhandlungen, sondern indirekt auch dem deutschen Staat, also uns.

Opel droht im laufenden Jahr ein enormer Verlust von 3 Milliarden Euro, wenn das Treuhand-Model durchgeführt wird, dann steht der Staat mit seinen Kreditzusagen in der Verantwortung, also wir. Daher ist GM auch überhaupt bereit Opel nach 80 Jahren abzutreten. Jetzt pockern die Amerikaner um jede Million, gestern waren es dann gleich 300 Millionen mehr.

Die kontrollierte Insolvenz wäre für das Traditionsunternehmen Opel der vermutlich schlechteste Weg, für uns als Zechezahler aber der Beste. Kontrollierte Insolvenz heißt nämlich nicht, alles geht vor die Hunde, wie viele Laien vermuten. Die kontrollierte Insolvenz bietet die Chance zu einem Neuanfang. Opel könnte wieder wettbewerbsfähig gemacht werden.

Die Kosten jedenfalls wären bei einem Gang der Opel-Mitarbeiter in die vorübergehende Arbeitslosigkeit geringer, als die Kreditzusagen und Bürgschaften des deutschen Staates. Natürlich gibt es hier eine mentale Hindernisgrenze, die auf der Tradition des Unternehmens beruht. Wäre SAP kurz vor der Pleite, dann hätten alle den Insolvenzplan schon längst durchgewunken. Verrückte Welt – der Wahlkampf machts möglich!

Quelle: ftd.de