Opel wird verramscht und der deutsche Steuerzahler zahlt die Zeche. Angela Merkel und ihr Wirtschaftsminister haben nicht erkannt, dass die notwenige Insolvenz von Opel der bessere Weg gewesen wäre. Die machtversessenen Politker haben auf die Strategen gehört, welche es außschließlich auf die Wählerstimmen der Opelaner abgesehen haben. Dabei hätten sie wesentlich mehr Stimmen bekommen, wenn sie Wirtschaftskompetenz bewiesen hätten – Chance vertan!

Die Zeche werden wir noch lange zahlen mit immer neuen Milliarden! Am Ende wird Opel nur der Gang in die Insolvenz bleiben. Die Russen wollen gar keine Opel auf ihren Straßen, sie wollen nur die Technologie billig einkaufen und ihre eigenen Wagen produzieren.

Wie blöd dürfen Politker sein?

Angela Merkel hat es vollbracht, sie hat die Adam Opel AG nach Russland verschenkt. Der Bundeswirtschaftsminister erweist sich in seiner Rolle als Verhandlungsführer jedoch als richtiger Mann an der richtigen Stelle.

Ich hätte nie gedacht, dass ich das sagen muss, aber der Mann, den ich noch letzte Woche als Guttenzwerg abgehandelt habe, zeigt erstmalig Sachverstand. Vermutlich hätte Herr Glos hier einfach Opel an irgendjemanden verscherbelt, so wie es jetzt Angela Merkel getan hat.

Opel wird russisch und wir als Steuerzahler tragen quasi jede zukünftige Verantwortung. Die Russen in Form von der Sberbank und Gaz, mit ihrem trojanischen Pferd Magna, haben die Adam Opel AG auf dem Tablett serviert bekommen. Die Zeche und alle Risiken aus zukünftigen Unternehmensentscheidungen trägt der deutsche Steuerzahler, also wir.

Der einzige, der in diesen Wahlkampfzeiten wirklich die Wahrheit zur Opel-Situation gesagt hat, ist zweifelsfrei der Bundeswirtschaftsminister Guttenberg. Die Insolvenz wäre für uns Deutsche nach wie vor die beste Alternative gewesen, doch Angela Merkel denkt nur an ihre Wählerstimmen der Opelaner.

Jetzt wo die Geld-Schatulle der Steuerzahler erstmal offen ist, werden auch andere Unternehmen wie Arcandor die Hand auf halten. Warum Schaeffler nein und Opel ja? Das verstehe wer will. Jedenfalls muss in der Konsequenz jetzt auch Geld an andere Unternehmen außerhalb des Bankenwesens fließen.

Das deutsche Abenteuer Opel kann für uns Steuerzahler noch richtig teuer werden. Es werden trotz Rettung  massiv Stellen abgebaut werden und ob Opel jetzt irgendwann wieder erfolgreich sein wird ist mehr als fraglich.

Prinzipiell ist nichts gegen eine russische Beteiligung zu sagen, aber die Tatsache, dass es sich um staatliche Unternehmen handelt legt nahe, dass der russische Staat weiterhin massiv in die deutsche Wirtschaft eingreift. Wie das enden kann wissen die osteuropäischen Länder, allen voran die Ukraine ganz genau.

Nun ja, das Abenteuer Opel geht weiter, ob es ein Schrecken ohne Ende wird muss die Zukunft erst noch zeigen. Eine Fortführung des Konzeptes Insignia mit der Übertragung auf andere Modelle könnte sich als richtiger Weg erweisen, aber niemand mag hier eine Prognose zu wagen. Wir dürfen gespannt sein.

Quelle: süddeutsche.de

Der deutsche Wirtschaftsminister Guttenberg fliegt heute in die USA, um dort mit General Motors und der US-Regierung, die ja mittlerweile fast GM besitzt, über die deutsche Tochter Opel zu verhandeln. Allein die Tatsache, dass der Wirtschaftsminister in die USA fliegt und die großen Manager nicht nach Deutschland kommen, zeigt wer hier das Sagen hat.

General Motors hat jahrelang das Traditionsunternehmen Opel ausgebeutet und an den Rande des Ruins betrieben. Jetzt wollen sie sich die Manager ihren Misserfolg auch noch versilbern lassen und der deutsche Steuerzahler muss die Zeche übernehmen die Herr Guttenberg im Auftrag von Frau Merkel aushandelt.

Die Frage ist wirklich, ob es nicht sinnvoll wäre das Unternehmen Opel in eine kontrollierte Insolvenz zu begleiten, so wie es schon tausende große Unternehmen vollzogen haben. Einmal den Reset-Button drücken und neu starten, ohne die amerikanische Inkompetenz.

Die Jobs werden bei Opel so oder so gestrichen, es handelt sich also um einen Tod auf Raten. Natürlich ist es leicht von meinem Standpunkt aus die Insolvenz zu fordern, ich fahre zudem auch keinen Opel (obwohl ich mal einen Kadett Kombi hatte mit dem ich sehr zufrieden war).

Traditionen finden viele Menschen zudem gut und ein Auto ist bei Männern (aber auch einigen Frauen) ein sehr emotionales Produkt. Wenn es zum Beispiel darum ging das Dr. Oetker insolvent wäre und wir dadurch die “tollen” Pizzen und Kuchen nicht mehr essen könnten, dann wäre es den Leuten vermutlich vollkommen egal, die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt wären aber vermutlich dieselben.

Fänden in 2009 keine Wahlen statt, so wäre Opel schon seit Anfang des Jahres in der Insolvenz. Frau Merkel macht den Schröder (Rettung der P. Holzmann AG) und versucht sich die Stimmen der Opelaner zu sichern. Mit Wirtschaftlichkeit hat das nichts zu tun!

All das ist typisches Politik-Gebaren und regt mich nicht besonders auf, was mich allerdings wütend werden lässt, ist die Tatsache, dass jahrzehntelanges Missmanagement der GM-Führung jetzt mit meinen Steuergeldern belohnt werden soll. Vermutlich hat sich Herr Zumwinkel an der GM-Führung orientiert und sich gesagt: “Warum sollen immer nur die Amis die Deutschen schröpfen, das kann ich doch auch!?” Aber das ist noch ein andres Thema …

Jedenfalls möchte ich unserem neuen Wirtschaftsminister noch zurufen: “Bitte nicht um jeden Preis retten!” Meine Kinder brauchen eine Zukunft und Deutschland auch.

Quelle: Spiegel-Online