In Kopenhagen wird dieser Tage eine Geschichte geschrieben, die unsere Welt verändern wird – zum Guten oder zum Schlechten! Der kleine Inselstaat Tuvalu hat sich mit seinem Tod noch nicht abgefunden, den die großen Staaten quasi  beschlossen haben und wehrt sich mit allen Kräften gegen die Opferrolle. Die Welt bekommt davon allerdings kaum was mit.

Der Unterschied zwischen 1,5 Grad Celsius und 2,0 Grad Celsius ist minimal und für einen Menschen fast gar nicht wahrnehmbar. Die Erde in ihrer Ganzheit hingegen, spürt es am ganzen Korpus und für den kleinen Inselstaat Tuvalu bedeuten diese 0,5 Grad Celsius den Tod.

Ja, es gibt sie noch immer, die Industrie-Lobbyisten, die allen Medien, vom TV bis zur Konferenz, versuchen den Klimawandel zu leugnen. Normale Wärmeentwicklung, normale Katastrophen, normaler Lebenszyklus der Erde, sagen sie. Doch mittlerweile nimmt diese Lobbyisten kaum noch jemand Ernst, außer vielleicht ein paar Nerds, die schon seit Jahren den Klimawandel leugnen und aus Gewohnheit ihren Standpunkt beibehalten.

Tuvalu wird zukünftig zu einem Sinnbild des verzweifelten Kampfes gegen den Klimawandel werden und das Bauernopfer sein in einer industrialisierten Welt. Was ist besser, keine Einigung und eine globale Katastrophe oder eine geringe Einigung und ein paar Länder weniger? Die Entscheidung trifft die Welt zur Stunde in Kopenhagen.

Das muss man sich einmal richtig vorstellen, weil sich die großen Staaten aufgrund wirtschaftlicher Interessen nicht bewegen wollen, werden Länder in den nächsten Jahrzehnten untergehen.

Was ist das überhaupt für eine Entscheidung? “Wir einigen uns auf 1,5 oder 2,0 Grad Celsius”. Die Zukunft der Welt ist also verhandelbar und wird gerade verhandelt, doch im Prinzip kann niemand sagen, ob der Effekt überhaupt noch verhandelbar ist oder ob wir uns gerade entscheiden wie groß die Katastrophe sein wird. Der Klimawandel kommt, nur das ist sicher!

Mutmaßungen, Theorien … die wirkliche Wahrheit kennt vermutlich keiner … oder doch? Was wäre, wenn wir sofort auf die Klimakiller verzichten würden? Wären ganze Staaten wie Tuvalu dann noch zu retten?

Die parzifischen Inseln waren die letzten Orte auf diesem Planeten, die der Homo Sapiens erreichte, sie waren die letzten Orte dieses Planeten die kolonisiert wurden, aber sie werden die ersten paradiesischen Orte sein, die durch den Menschen verschwinden werden.

Es ist wie bei einem Patienten, der eine tödliche Diagnose durch den Arzt bekommt, er versucht mit allen Mitteln gegen die Krankheit zu kämpfen und weiß doch, dass sein Ende gekommen ist.

Wir machen uns Sorgen um die Rente, aber was es wirklich bedeutet seine Existenz und Heimat für immer zu verlieren, weil sie nicht mehr existiert, weiß eigentlich niemand. Vertriebene und Flüchtlinge können immer die Hoffnung hegen eines Tages wieder zurück zu kommen. Eventuell hätten es die Bewohner von Pompeji gewusst, aber die sind ebenfalls mit ihrer Stadt untergegangen.

Glaubt eigentlich wirklich jemand, dass die Höhe des zukünftigen Meeresspiegels berechenbar ist? Glaubt wirklich jemand, dass der Klimawandel jetzt kontrolliert werden kann?

Quelle: taz.de

Fast scheint es so, als wäre ein Relikt aus den 70er und 80er Jahren auferstanden, wenn dieser Tage wieder vom “Sauren Regen” in Deutschland die Sprache ist, doch Tatsache ist, der Saure regen war nie weg.

Über den deutschen Wäldern kreisen aktuell die Hubschrauber und verteilen Unmengen von Kalk auf den für “Sauren Regen” anfälligen Flächen. Ähnlich wie bei einem Waldbrand läst der Helikopter seine Ladung über bestimmten Flächen fallen. Fußgänger müssen jedoch keine Angst haben mit Kalk gepudert zu werden, denn die betreffenden Gebiete werden vorher gründlich abgesperrt, Tiere können sich da schon eher ein weißes Fell holen.

Der Saure Regen in Europa ist nach wie vor vorhanden allzeit gegenwärtig, man hat lediglich ein forstwirtschaftliches Mittel gefunden seine Auswirkungen einzudämmen. Im Prinzip also wie beim Arzt, hier werden in der Regel nur Medikamente verschrieben, die Symptome bekämpfen, nicht aber die Ursache. Der Wald bekommt Kalk als Medikament gegen sein Sterben, aber zu Nebenwirkungen kann er nicht den Arzt oder Apotheker fragen.

Die Ursache, nämlich der Saure Regen, ist nach wie vor existent und bekannt, somit könnte man, anders als bei Rheuma, HIV oder MS, die Krankheit verschwinden lassen. Doch auch hier geht es wiedermal um Wirtschaft und Gewinn, genau wie im Gesundheitssystem.

Die Massenkalkung des Waldes findet ca. alle 8-10 Jahre statt, je nach dem Stand des pH-Wertes. Die Kosten für diese Aktion trägt der Bund, also im Prinzip wir Steuerzahler, schließlich ist ihm und seinen Waldbesitzern daran gelegen, dass die Bäume gesund und stark sind.

Doch vielleicht bekommt der Wald demnächst Unterstützung. Der Mensch hat erkannt, dass der Klimawandel auch ihn selbst in seiner Existenz bedroht. CO2-Emmissionen in Europa müssen gedrosselt werden und der Straßenverkehr wird sich in den nächsten Jahrzehnten komplett wandeln. Weg vom Verbrennungsmotor, hin zur Nutzung von regenerativen Energien. Das ist zwar alles noch Zukunftsmusik, doch die Umsetzung wird kommen weil sie notwendig ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder der Wald.

Quelle: nw-news.de

In 22 Tagen beginnt in Kopenhagen der nächste Welt-Klimagipfel, doch es besteht wenig Grund zur Hoffnung auf ein positives Ergebnis und wirksame Mittel gegen den kommenden Klimawandel. Umweltschützer werden aktuell wieder als Spinner und Panikmacher abgewiegelt und Schuld daran hat offensichtlich die Weltwirtschaftskrise, denn in Zeiten der Rezession sind sich viele Staaten selbst am Nächsten.

Der Klimawandel kommt und ist auch schon teilweise da, das ist Fakt! Über den ganzen Globus verteilt spüren wir die Auswirkungen, welche an Intensität ungeahnte Ausmaße annehmen wird. Doch genau hier liegt das Problem! Politiker sind einfach gestrikt und keine sich selbst reflektierenden Menschen, wie sie gerne in Filmen von Roland Emmerich und Co. dargestellt werden. In der Wirklichkeit gibt es kein Happy End!

Wir leben halt im Kapitalismus, was zählt ist einfach nur Geld und Konsum. In Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise ist für Umweltschutz und die Sicherung von Lebensgrundlagen kein Platz, dass ist der Preis für ein System, welches ausschließlich durch Wachstum funktioniert.

Wenn schon der konservative neu Umweltminister Röttgen sich zu Wort meldet und vor einem Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen warnt, dann knüpft das genau an die Rede von Angela Merkel an und scheint, als habe die Bundesregierung verstanden worauf es in den nächsten Jahren ankommt. Im Prinzip ist das allerdings an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten, denn die neue Regierung hat die Verlängerung der Reaktorlaufzeiten als Ziel und bremst somit die Entwicklung von besseren regenerativen und emissionslosen Energien. Also Wasser predigen und Wein trinken, ein bekanntes Prinzip.

Freilich gibt man sich öffentlich umweltbewusst, schließlich will die Mehrheit der Deutschen keine Atommeiler und den Klimawandel verhindern. Die CDU befindet sich nämlich in der gleichen Krise wie die SPD, nur konnte sich die CDU noch am Seil festhalten, während bei der SPD das Seil gerissen ist. Daher schiebt Herr Röttgen jetzt den schwarzen Peter zu den USA rüber und vergisst ganz, dass Deutschland selbst viel mehr für den Umweltschutz tun könnte als es  bisher macht. Beispielsweise der heimischen Autoindustrie gesetzliche Auflagen verpassen oder die Energieversorger an die Leine nehmen und für effizientere Heizungsanlagen zu sorgen. Doch man beißt nicht die Hand die einen füttert, dass wissen CDU und FDP zu genau.

Wenigstens die Wissenschaftler sind sich einig. Wenn nicht JETZT ein Umdenken erfolgt, dann wird die Erde in den nächsten Jahren ein neues Gesicht bekommen. Allein die Politiker haben noch nicht verstanden, dass Geld und Wirtschaftskraft hier zweitrangig sind. Das ist der erste große Test für die Weltgemeinschaft des globalisierten Planeten und er droht kläglich zu scheitern, aber vielleicht muss immer erst etwas Schlimmes passieren, damit man sich geschlossen zusammenschließt.

Yann-Arthus Bertrand ist eine begnadeter Fotograf, das er auch Filme macht war mir neu. Nichts desto trotz ist sein Film “Home” eine gewaltiges Bilderfeuerwerk und beeindruckt durch unglaubliche Luftaufnahmen von Landstrichen, Menschen und Naturschauspielen. ECHT SEHENSWERT!

Laut Herrn Bertrand leben wir in einer entscheidenden Zeit, an einem Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit. Der Film skizziert eine einmalige wundervolle Welt in der wir Menschen zuhause sind und mahnt uns gleichzeitig vor den gravierenden Folgen des Klimawandels.

Er berichtet von Wissenschaftlern, die vermutlich berechtigt davon ausgehen, dass wir die Menschheit nur noch eine sehr kurze Zeitspanne haben, um eine katastrophale Entwicklung durch den Klimawandel zu verhindern (er spricht von 10 Jahren).

Der Film jedenfalls ist für den Transport dieser Botschaft das ideale Mittel, obwohl er in Englisch vertont ist und keinen deutschen Untertitel aufweist, ist der Kommentar sehr gut verständlich. Die überzeugende Botschaft liefern jedoch die atemberaubenden Bilder des Films, die vermutlich in jedem Menschen den Wunsch wecken diese Bilder live mit eigenen Augen zu sehen. In diesem Zusammenhang ist der Film wohl eher kontraproduktiv und tourismusfördernd.

Durch den viralen Effekt der kostenlosen Veröffentlichung bei Youtube erreicht der Film ein Millionen-Publikum. Auch wenn die Liste der Sponsoren des Films zu Beginn ein wenig befremdlich scheint, so überzeugt doch der Inhalt.

Zum Film “Home” von Yann-Arthus Bertrand