Seit letzter Woche ist das Update für den Suchalgorithmus von Google online. Das mit dem Namen “Panda” versehene Update sollte die störenden Content-Farmen aus den ersten Seiten der Suchergebnisse fegen, doch ob das wirklich gelungen ist scheint fraglich.

Google hat bewusst Soziale Netzwerke wie Facebook und Verlage/Tageszeitungen höher bewertet. Die Qualität von Facebook in Frage zu stellen scheint mehr als berechtigt.

Meine Tests haben ergeben, dass die Ergebnisse nicht besser geworden sind, eher das Gegenteil ist der Fall. So wurden zum Beispiel im Bereich Bewerbung qualitativ hochwertige Portale wie ulmato.de herabgestuft, während Trash-Content-Portale wie backinjob.de Top-Platzierungen aufweisen. Die Qualitätsoffensive von Google scheint eher ein Rohrkrepierer zu sein und wenig mit Kundennutzen zu tun zu haben.

Dieser Block hat zwar höhere Besucherzahlen seit dem Update, doch ist die Frage nach der Qualität der Besucher mehr als fraglich.

Für die Arbeitnehmer von Google ist es eine gute Meldung: Google zahlt seinen 23.000 Mitarbeitern durchweg 10% mehr Gehalt und zusätzlich 1000 Dollar Prämie am Ende des Jahres. So etwas hat in Deutschland noch kein Arbeitnehmer erlebt, es sei denn er ist/war vielleicht Banker.

Google geht es gut und dafür tragen die Mitarbeiter die Verantwortung, daher werden sie auch belohnt. Das ist nicht nur fair, es zeigt auch den Weitblick des Unternehmens, welches somit einer Abwanderung zur Konkurrenz eine Abfuhr erteilt. Google investiert in seine Mitarbeiter, für die meisten deutschen Arbeitnehmer ist das neu.

Wenn in Deutschland ein Unternehmen dank seiner Mitarbeiter gut läuft, dann wird es dort keine freiwillige Beteiligung der Mitarbeiter am guten Geschäft geben, erst muss die Gewerkschaft drohen, dann der Warnstreik folgen, bis sich überhaupt einer im Unternehmen bewegt.

Viele deutsche Unternehmen schütten ihre Gewinne lieber an Aktionäre aus, tätigen damit Aquisitionen, oder belohnen nur die Führungsebenen. So haben es die meisten in den letzten 20 Jahren praktiziert. Doch sie werden damit nicht mehr unbedingt gut fahren, denn dank eines guten Arbeitsmarktes wechseln momentan so viele Mitarbeiter in neue und bessere Jobs, dass die Unternehmen schon wieder lauthals den Fachkräftemangel propagieren und nach ausländischen Billigarbeitern rufen.

Nach langer Minuspunkte-Sammlung ein Pluspunkt für Goggle, zumindest für die Arbeitnehmer.

Quelle: PCGH.de

chinesische-fahne

Nachdem Google vor einigen Monaten in Erwägung gezogen hat sich aus China zurückzuziehen, schlägt das Unternehmen mittlerweile ganz andere Töne an. Google will wohl die chinesische Lizenz behalten und es sich nicht mit den Machthabern verderben.

Vor einigen Monaten noch klang es fast wie ein Befreiungsschlag, als Google verlauten ließ, dass es seine chinesische Domain über Hongkong umleiten ließ. Einige vermuteten einen PR-Gag, andere glaubten, dass Google die chinesische Regierung bestrafen wolle für die chinesische Hacker-Attacke auf Googles heiligen Algorythmus. Doch davon ist jetzt keine Rede mehr.

Google möchte seine Lizenz in China nicht verlieren und zeigt, dass es wohl doch eher ein PR-Gag gewesen ist. Schließlich war das Image der Firma vor einigen Monaten auf dem Tiefpunkt, mittlerweile allerdings negativ überholt von Facebook und Apple.

Google brauchte einen Gegenpart, als in Deutschland und anderen Staaten die Street-View-Skandalwelle rollte, da kam die China-Ente gerade richtig.

Quelle: heise.de

Der türkische Staat hat Internetseiten und Dienste von Google und Facebook zeitweise gesperrt. Anscheinend will der türkische Staat die Unternehmen somit zu einer Niederlassung in der Türkei erpressen, damit Steuereinnahmen fließen. Doch steckt noch mehr dahinter?

Es ist schon ein Hammer und selbst Google-Kritiker fassen sich an den Kopf. Das scheinbar demokratische Land Türkei sperrt Internetseiten ohne Begründung bzw. aus Gründen, die gegen das internationale Wirtschaftsrecht verstoßen. Dabei wollte die Türkei sich doch als aufstrebendes Land für Technologie präsentieren. Ein nicht wieder gutzumachender Imageverlust droht und stellt das Land auf eine Stufe mit dem Iran.

Doch vielleicht steckt ja auch etwas ganz anderes dahinter, vielleicht sind es eher religiöse Motive oder Sachverhalte von denen die Öffentlichkeit gar nichts erfährt?

Erst diese Woche hat Mark Zuckerberg ein Facebook-Illuminaten-Logo enthüllt, welches das Unternehmen mit religiösen-jüdischen Intentionenen und weltherrschaftlichem Charakter in Verbindung bringen kann. Aufgrund der antisemitischen Aktionen der Türkei in den letzten Monaten, liegt der Verdacht nahe, dass es bei der Sperre auch um diese Gründe gehen könnte.

Selbst in Deutschland mehren sich die Stimmen gegen Facebook, welche berechtigterweise Datenschutz fordern, der von Facebook nicht gewährt wird. Anders als die VZ-Gruppe ist Facebook hier eher kriminell unterwegs und speichert sämtliche Daten “dauerhaft”. Einmal veröffentlicht, hat der Nutzer nie wieder die Möglichkeit seine Daten zu löschen. Zudem erlaubt Facebook aktuell seinen Nutzern nicht mehr die Funktion sich überhaupt abzumelden.

Aus diesen Gründen könnte ich ein Abschalten der Webseiten verstehen.

Das Unternehmen Google droht den Chinesen mit einem Rückzug aus dem chinesischen Internetmarkt, wenn die Zensur nicht gelockert wird und staatliche Hacker-Angriffe ausbleiben. Die Luftnummer ist jedoch vermutlich eine reine PR-Kampagne gegen den zunehmenden schlechten Ruf des Unternehmens.

Google gilt vielen Nutzern mittlerweile als Datenkracke und nicht mehr als das Vorzeigeunternehmen zur Verbesserung der Welt. Zugegeben, kein anderes Unternehmen ist in den letzten Jahren so mächtig geworden und so schnell gewachsen. Google ist ein börsennotiertes Unternehmen, da muss man sich nichts vor machen, auch hier zählt zu allererst der wirtschaftliche Erfolg.

Mit der Suche oder Google Maps hat das Unternehmen viel Gutes bewirkt und den Menschen dass Leben oft erleichtert. Den Gang nach China haben viele Menschen dem Unternehmen übel genommen, zurecht! Aber Microsoft, VW, und alle anderen sind dort gewinnbringend aktiv, auch diese haben Deals mit der chinesischen Regierung.

Allein die Tatsache, dass der amerikanische Präsident und der Rest der Welt den Chinesen, wie in Kopenhagen, den Hintern abwischen, jedoch das Unternehmen Google, als einziges auf der Welt den Mut hat dem erwachten Drachen die Stirn zu bieten, muss mit Respekt bedacht werden.

Allerdings dürfte wohl eher der Hackerangriff der chinesischen Regierung für die Konfrontation gesorgt haben, weil hierbei auch Unternehmensgeheimnisse gestohlen wurden. Bisher interessierten die Menschenrechte in China das Unternehmen nicht wirklich.

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