Gilt die Frauenquote eigentlich auch für das Amt des Bundespräsidenten? Egal, ich versuch es trotzdem …

An
Angela Merkel
Kanzleramt 1
Berlin

Sehr geehrte Frau Merkel,

über die Medien bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass Sie die Position des Bundespräsidenten in Deutschland zu vergeben ist. Aus diesem Grund möchte ich initiativ bei Ihnen vorstellig werden.

Ich verfüge über ein breites Spektrum an Allgemeinwissen und kenne mich mit den Neuen Medien sehr gut aus. Zudem reise ich sehr gerne und könnte beispielsweise bei den vielen Auslandsreisen gleich die Statements über Twitter veröffentlichen, garniert mit schönen Fotos, wie ihre Familienministerin Köhler.

Das inländische und weltpolitische Geschehen verfolge ich begeistert und finde auch Lena Meyer-Landruth gut. Als kommunikativer Mensch werde ich Ihre christdemokratische Politik mit Sicherheit niemals kritisieren, auch nicht, wenn ich das Amt des Bundespräsidenten erst einmal bekleide.

Diese Aufgabe werde ich gewissenhaft und leidenschaftlich erfüllen, weil ich schon immer König von Deutschland sein wollte. Dumme wahrheitsgemäße Äußerungen zu dem wirtschaftlichen Nutzen der deutschen Auslandskriege werden mir nicht über die Lippen kommen, denn ich möchte diesem Land wieder den imperialen Glanz verleihen, den es verdient hat.

Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei den Bezügen meines Vorgängers, weil ich ja in einem Schloss wohnen darf, und auch noch ein Ferienschloss in Bonn beziehe und der dumme Steuerzahler sogar meine Dienstboten bezahlt.

Für diese auf mich zugeschnittene Aufgabe stehe ich Ihnen und der tollen Partei CDU sofort zur Verfügung.

Hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüßen
ihr zukünftiger Bundespräsident

Ein Nachruf:

Die Website bewerbung.net war eine der ersten Webseiten, die für Arbeitssuchende im Internet zur Verfügung stand und umfangreiche Tipps rund um das Thema der Bewerbungen angeboten hat.

Die Macher R.L. Miller und Wolf Dieter Roth standen hinter der Website und haben im Jahr 2000 den Grundstein für kostenlose Informationen zur Bewerbung im Internet gelegt. Mit bewerbung.net haben sie in dieser Zeitspanne bis zur Auflösung vor einigen Monaten millionfach weitergeholfen.

Nach der Veröffentlichung 2000 kam lange nichts und im Jahr 2004 erst die umfassenden Informationen und der Service von ulmato-Bewerbung der Studenten Kornhoff und Schulte.

Nun ist das Projekt bewerbung.net zwar nicht tot, doch zumindest die Gründungsväter haben sich verabschiedet und zuletzt hat W. D. Roth die Website an den SEO-Experten Marcus Tandler verkauft. Hier steht nun eher das Geschäft als die kostenlose Information im Vordergrund, was bleibt ist nur die Domain und das Thema.

Eine Bewerbung besteht immer aus verschiedenen Bewerbungsunterlagen. Die Art der Bewerbung entscheidet dabei auch über den Inhalt und Umfang der Bewerbungsunterlagen, im Prinzip ist jede Bewerbung ein Unikat.

Bewerbungsunterlagen unterscheiden sich nicht nur durch die unterschiedlichen Formen wie Online-Bewerbung, Bewerbungsformular oder Bewerbungsmappe, der Unterschied fängt schon bei der Wahl der Bewerbungsmappe an. Eine Papiermappe zum Aufklappen benötigt in der Regel kein Deckblatt, während bei der Kunststoffmappe fast immer ein Deckblatt sinnvoll ist, um nicht mit dem Lebenslauf ins Haus zu fallen.

Inhaltlich besteht die Bewerbungsunterlage immer aus einem Anschreiben oder Bewerbungsschreiben, welches bei der schriftlichen Bewerbungsmappe oben auf liegt. Natürlich ist der Lebenslauf ebenfalls ein wesentliches Element und bildet das Herzstück der Bewerbung, obwohl das Anschreiben im Entscheidungsprozess vielleicht sogar noch wichtiger ist. Wenn dem Lebenslauf kein Bewerbungsfoto beigefügt ist, dann sollte das Foto auf einem Deckblatt platziert werden. Bewerbungsunterlagen ohne Foto haben kaum Aussicht auf Erfolg.  Desweiteren gehören die beglaubigten Zeugniskopien ebenfalls zu den Unterlagen.

Teilweise werden die Bewerbungsunterlagen jedoch noch ergänzt, beispielsweise durch das bereits erwähnte Deckblatt oder die sogenannte “Dritte Seite” der Bewerbung. Diese sind jedoch nicht Pflicht, können aber sinnvoll sein.

Inhaltlich empfiehlt sich für sämtliche Elemente der Bewerbungsunterlagen nicht auf kostenlose Vorlagen oder Muster zurückzugreifen und diese dann wörtlich zu übernehmen. Natürlich ist es sinnvoll für die Gestaltung einer Bewerbung für Ausbildung, Praktikum oder Job, gelungene Bewerbungsmappen zu Rate zu ziehen, damit Bewerber ohne Vorkenntnisse nicht ins kalte Wasser geschmießen werden. Formulierungen aus einer kostenlosen oder kostenpflichtigen Vorlage sind Entscheidern aus Personalabteilungen oftmals bekannt und werden negativ bewertet, wenn sie in der eigenen Bewerbung auftauchen.

Tipp zu Bewerbungsunterlagen: Niemals Vorlagen wörtlich übernehmen und Inhalte, besonders im Anschreiben, immer mit den eigenen Worten wiedergeben.

Die Bewerbung für einen Job steht in der aktuellen Zeit wieder im Vordergrund. Mit dem Rückgang der Arbeitslosenzahlen in 2007 und 2008 war es ein wenig ruhiger geworden auf dem Markt der Bewerbungen. Durch die Wirtschaftskrise ist die Jobbewerbung seit einem Jahr jedoch wieder sehr wichtig geworden.

Viele Arbeitnehmer haben Angst um ihren Arbeitsplatz, viele sind bereits arbeitslos und Konzerne wie Metro bauen tausende Stellen ab, obwohl sie von der Wirtschaftskrise gar nichts spüren. Bewerbungen schreiben ist wieder In und Musterbewerbungen dienen vielen Jobsuchenden als Orientierung bei der Anfertigung ihrer Bewerbungsunterlagen.

Wer seit vielen Jahren im Beruf steht und sich plötzlich einen neuen Arbeitsplatz suchen muss, der in der Regel vor der Herausforderung, dass er gar nicht mehr weiß, wie eine Bewerbung überhaupt aussieht, geschweige denn welche Inhalte wichtig sind. Oftmals wird dann die Musterbewerbung zu Rate gezogen.

Doch die Musterbewerbung hat so ihre Tücken, denn zum einen kann sie jeder ins Internet stellen und zum anderen übernimmt man gerne Formulierungen und Inhalte unreflektiert, weil es so schön einfach ist. Wer es sich allerdings bei der Bewerbung einfach machen möchte, der hat von Anfang an keine Chance auf einen der begeehrten Jobs. Heute einen Job zu bekommen ist schwierig, selbst für hochqualifizierte Facharbeiter. Die Bewerbung hat sich gewandelt und der Druck auf dem Arbeitsmarkt ist enorm gewachsen.

Die Mitarbeiter der Personalabteilungen haben schon tausende von Bewerbungen gelesen, sie kennen alle gängigen Formulierungen und entdecken übernommene Formulierungen sofort.

Die Musterbewerbungen sind allerdings wichtig und auch sinnvoll, nur das Bewusstsein für die Problematiken mit Musterbewerbungen sollte bei jedem Nutzer vorhanden sein.

Seit einigen Monaten ist in der deutschen Industrie ein Trend zu verzeichnen, der nochmals deutlich macht, dass es den Unternehmen in Deutschland nicht gut geht und jeder Euro zählt. Die Personalabteilungen haben das Telefoninterview für sich entdeckt, die telefonische Bewerbung ist auf dem Vormarsch.

Immer mehr Bewerber berichten in der letzten Zeit über Termine für ein Telefoninterview. Sie fragen nach Tipps und wollen wissen, was sie in diesem Telefongespräch erwartet. Es gibt hier jedoch keine Standards. Im Prinzip ist das Telefoninterview die günstige Alternative zum Vorstellungsgespräch.

Viele Unternehmen gehen mittlerweile dazu über das Bewerbungsgespräch am Telefon abzuwickeln. Dies spart das Geld für Kostenerstattung zur Anreise der Bewerber und genaue Zeitrahmen lassen sich besser einhalten.

Sehr viele Unternehmen stellen neue Mitarbeiter mittlerweile nicht mehr direkt nach einem Vorstellungsgespräch ein, sondern erst nach einem zweiten oder gar dritten Gespräch. Aus diesen Gründen wird die Vorauswahl durch das erste Vorstellungsgespräch auf die telefonische Bewerbung mit Interview abgewandelt.

Wie läuft das Telefoninterview als Vorstellungsgespräch ab?

Nun, Bewerber sollten sich auf folgende Schverhalte einstellen:

  • Es ist durchaus möglich, dass bei diesen Telefoninterviews auf der Unternehmensseite mehr als eine Person an dem Gespräch teilnehmen, oftmals ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung und ein Mitarbeiter aus der Fachabteilung für den ausgeschriebenen Job.
  • In der Regel wird eine telefonische Bewerbung einige Tage im Vorfeld terminlich abgesprochen. Es wird eine Uhrzeit und ein Datum für das Interview vereinbart.
  • Da es sich um ein Telefoninterview handelt werden sie in der regel angerufen, nicht umgekehrt.
  • Inhaltlich sollten sie sich bei der Telefonbewerbung darauf einstellen, dass ähnliche Fragen wie in einem Vorstellungsgespräch auftauchen werden. Fragen nach der Person (Welche Eigenschaften würden Freunde ihnen zuschreiben?) genauso wie Fragen nach der Qualifiaktion. Die Vorbereitung auf ein telefonisches Bewerbungsgespräch sollte daher genauso sein, wie bei einem Face-to-Face-Vorstellungsgespräch.

Es ist richtig, dass die Verlagerung auf die telefonische Bewerbung dem Unternehmen kurzfristig einige Kosten erspart. Jedoch sehe ich das Telefoninterview nicht als “gute” Bewerbungsform für ein etabliertes Unternehmen. Die Nachteile überwiegen überwiegen.

Die Telefon-Bewerbung ist sicherlich ein effektives Mittel, um Bewerber anhand ihrer Telefonantworten zu selektieren, bei einer großen Anzahl an potenziellen  Bewerbern sind Telefoninterviews im Vorfeld von Bewerbungsgesprächen vor Ort daher sinnvoll. Wer allerdings glaubt, dass er mit einer Selektion am Telefon das Vorstellungsgespräch ersetzen kann, der irrt sich. Niemand sollte so naiv sein und einen Mitarbeiter aufgrund eines Telefonates einstellen.

Im Prinzip ist das Telefoninterview aber überflüssig, wenn im Vorfeld eine intensive Auseinandersetzung mit den Unterlagen der Bewerbung stattfindet. Wer gute Unterlagen einreicht und vielleicht nicht gerade zu den guten Telefonisten zählt, der sollte die Chance auf ein persönliches Vorstellungsgespräch bekommen. Die visuelle Kommunikation ist halt nicht vorhanden. Hier gehen wichtige Informationen zur Personalentscheidung verloren. Nicht umsonst heißt es: “Ein Blick sagt mehr als tausend Worte”.

Besonders für Berufseinsteiger oder Wiedereinsteiger ist das Telefoninterview mit Konfernzschaltung ein absolut unbekanntes Gebiet. Mitarbeiter, die jeden Tag auf diesem Wege kommunizieren und Entscheidungen treffen, verstehen daher oft nicht warum der Bewerber am Telefon extrem nervös ist. Von Vorteil ist die telefonische Bewerbung für die Selbstdarsteller und Verkäufer, die es gewohnt sind am Telefon zu verkaufen und es vielleicht auch dort öfter mal nicht so genau nehmen mit der Wahrheit.

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