Seit letzter Woche ist das Update für den Suchalgorithmus von Google online. Das mit dem Namen “Panda” versehene Update sollte die störenden Content-Farmen aus den ersten Seiten der Suchergebnisse fegen, doch ob das wirklich gelungen ist scheint fraglich.

Google hat bewusst Soziale Netzwerke wie Facebook und Verlage/Tageszeitungen höher bewertet. Die Qualität von Facebook in Frage zu stellen scheint mehr als berechtigt.

Meine Tests haben ergeben, dass die Ergebnisse nicht besser geworden sind, eher das Gegenteil ist der Fall. So wurden zum Beispiel im Bereich Bewerbung qualitativ hochwertige Portale wie ulmato.de herabgestuft, während Trash-Content-Portale wie backinjob.de Top-Platzierungen aufweisen. Die Qualitätsoffensive von Google scheint eher ein Rohrkrepierer zu sein und wenig mit Kundennutzen zu tun zu haben.

Dieser Block hat zwar höhere Besucherzahlen seit dem Update, doch ist die Frage nach der Qualität der Besucher mehr als fraglich.

Den ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler zieht es wieder zurück zum Geld. Er wird einen neuen Posten als Experte in Währungsfragen bekleiden. Die Expertenposition ist an seinen früheren Arbeitgeber, den IWF angeleht, hier war Köhler lange Jahre der Direktor.

Das Gremium, in welchem Köhler aktiv wird, geht auf die Initiative der französischen Regierung zuück, welche eine Reform der internationalen Währungssysteme im Rahmen der G20 anstrebt.

Damit ist Horst Köhler wieder drin im ganz großen Rad der Welt, denn ohne Zweifel hat er in seiner jetzigen Position vielleicht mehr Verantwortung als vorher. Angesichts der Weigerung Chinas seine Währung anzupassen, weil die Chinesen diese künstlich hochhalten, droht ein globaler Handelskrieg.

Köhler soll hier als Experte dienen, schließlich war er lange Jahre der Direktor des IWF. Vermutlich brauchte er eigentlich nur wieder einen Job und hat bei seinen alten Kollegen angeheuert. In diesen Kreisen werden keine Stellenangebote ausgeschrieben, hier zählt das Netzwerk.

Hier braucht man auch kein Arbeitszeugnis, hier zählt nur wen du kennst und wen nicht. Bekommt Horst Köhler eigentlich ein Arbeitszeugnis als Bundespräsident? Wohl kaum, denn wer sollte es ausstellen? Die Kanzlerin?

Angenommen Horst Köhler wäre in einem Angestelltenverhältnis aktiv gewesen und müsste von seinem Arbeitgeber (dem Volk) ein Arbeitszeugnis ausgestellt bekommen, wie würden wir ihn wohl bewerten? Ein mögliche Formulierung wäre vielleicht:

“Er hat die ihm gestellten Aufgaben stets zur vollsten Zufriedenheit erfüllt”? Was einer glatten 1 als Note entspricht.

Doch wir erinnern uns … Horst Köhler hat selbst gekündigt und das noch mit sofortiger Wirkung. In einem Arbeitsverhältnis eines Normalsterblichen ist das gar nicht möglich. Nur der Arbeitgeber, also wir das Volk, hätten Horst Köhler fristlos entlassen können- so laut deutschem Arbeitsrecht. Hm, aber das Volk kann seinen Bundespräsidenten gar nicht entlassen, so will es die Verfassung.

Zurück zur Tatsache, das Horst Köhler selbst fristlos gekündigt hat … was schreiben wir da in sein Arbeitszeugnis für den IWF?

“Er bemühte sich stets die ihm übertragenen Aufgaben und den Verantwortungsbereich gerecht zu werden. Ebenso versuchte er loyal, offen und ehrlich gegenüber seinen Mitarbeitern zu sein. Er war bemüht, der ihm übertragenen Verantwortung gerecht zu werden.”

Diese Formulierung trifft es wohl eher, sie steht für eine 4-5 im Arbeitszeugnis, aber sie legt den Sachverhalt seines Abgangs offen. Bekommt man mit so einem Arbeitszeugnis einen Job beim IWF? Nun, anscheinend schon, aber wenn wir uns dort bewerben würden, wäre unsere Bewerbung direkt und ungeöffnet in den Papierkorb geflogen. Tja, so ist das halt im inneren Zirkel der Macht, hier zählt nur das Netzwerk, ein Phänomen, welches dafür verantwortlich ist, dass deutsche Führungskräfte zu den Schlechtesten der Welt zählen.

Naja, Hauptsache Köhlers Horst hat wieder was zu tun … auch wenn er dort in der kurzen Zeit als EXPERTE vermutlich mehr verdienen wird als ich in meinem ganzen Leben.

Quelle: ftd.de

Gilt die Frauenquote eigentlich auch für das Amt des Bundespräsidenten? Egal, ich versuch es trotzdem …

An
Angela Merkel
Kanzleramt 1
Berlin

Sehr geehrte Frau Merkel,

über die Medien bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass Sie die Position des Bundespräsidenten in Deutschland zu vergeben ist. Aus diesem Grund möchte ich initiativ bei Ihnen vorstellig werden.

Ich verfüge über ein breites Spektrum an Allgemeinwissen und kenne mich mit den Neuen Medien sehr gut aus. Zudem reise ich sehr gerne und könnte beispielsweise bei den vielen Auslandsreisen gleich die Statements über Twitter veröffentlichen, garniert mit schönen Fotos, wie ihre Familienministerin Köhler.

Das inländische und weltpolitische Geschehen verfolge ich begeistert und finde auch Lena Meyer-Landruth gut. Als kommunikativer Mensch werde ich Ihre christdemokratische Politik mit Sicherheit niemals kritisieren, auch nicht, wenn ich das Amt des Bundespräsidenten erst einmal bekleide.

Diese Aufgabe werde ich gewissenhaft und leidenschaftlich erfüllen, weil ich schon immer König von Deutschland sein wollte. Dumme wahrheitsgemäße Äußerungen zu dem wirtschaftlichen Nutzen der deutschen Auslandskriege werden mir nicht über die Lippen kommen, denn ich möchte diesem Land wieder den imperialen Glanz verleihen, den es verdient hat.

Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei den Bezügen meines Vorgängers, weil ich ja in einem Schloss wohnen darf, und auch noch ein Ferienschloss in Bonn beziehe und der dumme Steuerzahler sogar meine Dienstboten bezahlt.

Für diese auf mich zugeschnittene Aufgabe stehe ich Ihnen und der tollen Partei CDU sofort zur Verfügung.

Hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüßen
ihr zukünftiger Bundespräsident

Ein Nachruf:

Die Website bewerbung.net war eine der ersten Webseiten, die für Arbeitssuchende im Internet zur Verfügung stand und umfangreiche Tipps rund um das Thema der Bewerbungen angeboten hat.

Die Macher R.L. Miller und Wolf Dieter Roth standen hinter der Website und haben im Jahr 2000 den Grundstein für kostenlose Informationen zur Bewerbung im Internet gelegt. Mit bewerbung.net haben sie in dieser Zeitspanne bis zur Auflösung vor einigen Monaten millionfach weitergeholfen.

Nach der Veröffentlichung 2000 kam lange nichts und im Jahr 2004 erst die umfassenden Informationen und der Service von ulmato-Bewerbung der Studenten Kornhoff und Schulte.

Nun ist das Projekt bewerbung.net zwar nicht tot, doch zumindest die Gründungsväter haben sich verabschiedet und zuletzt hat W. D. Roth die Website an den SEO-Experten Marcus Tandler verkauft. Hier steht nun eher das Geschäft als die kostenlose Information im Vordergrund, was bleibt ist nur die Domain und das Thema.

Eine Bewerbung besteht immer aus verschiedenen Bewerbungsunterlagen. Die Art der Bewerbung entscheidet dabei auch über den Inhalt und Umfang der Bewerbungsunterlagen, im Prinzip ist jede Bewerbung ein Unikat.

Bewerbungsunterlagen unterscheiden sich nicht nur durch die unterschiedlichen Formen wie Online-Bewerbung, Bewerbungsformular oder Bewerbungsmappe, der Unterschied fängt schon bei der Wahl der Bewerbungsmappe an. Eine Papiermappe zum Aufklappen benötigt in der Regel kein Deckblatt, während bei der Kunststoffmappe fast immer ein Deckblatt sinnvoll ist, um nicht mit dem Lebenslauf ins Haus zu fallen.

Inhaltlich besteht die Bewerbungsunterlage immer aus einem Anschreiben oder Bewerbungsschreiben, welches bei der schriftlichen Bewerbungsmappe oben auf liegt. Natürlich ist der Lebenslauf ebenfalls ein wesentliches Element und bildet das Herzstück der Bewerbung, obwohl das Anschreiben im Entscheidungsprozess vielleicht sogar noch wichtiger ist. Wenn dem Lebenslauf kein Bewerbungsfoto beigefügt ist, dann sollte das Foto auf einem Deckblatt platziert werden. Bewerbungsunterlagen ohne Foto haben kaum Aussicht auf Erfolg.  Desweiteren gehören die beglaubigten Zeugniskopien ebenfalls zu den Unterlagen.

Teilweise werden die Bewerbungsunterlagen jedoch noch ergänzt, beispielsweise durch das bereits erwähnte Deckblatt oder die sogenannte “Dritte Seite” der Bewerbung. Diese sind jedoch nicht Pflicht, können aber sinnvoll sein.

Inhaltlich empfiehlt sich für sämtliche Elemente der Bewerbungsunterlagen nicht auf kostenlose Vorlagen oder Muster zurückzugreifen und diese dann wörtlich zu übernehmen. Natürlich ist es sinnvoll für die Gestaltung einer Bewerbung für Ausbildung, Praktikum oder Job, gelungene Bewerbungsmappen zu Rate zu ziehen, damit Bewerber ohne Vorkenntnisse nicht ins kalte Wasser geschmießen werden. Formulierungen aus einer kostenlosen oder kostenpflichtigen Vorlage sind Entscheidern aus Personalabteilungen oftmals bekannt und werden negativ bewertet, wenn sie in der eigenen Bewerbung auftauchen.

Tipp zu Bewerbungsunterlagen: Niemals Vorlagen wörtlich übernehmen und Inhalte, besonders im Anschreiben, immer mit den eigenen Worten wiedergeben.

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