Eine Bank die eigentlich pleite ist und mit Steuerzahlergeld künstlich am Leben gehalten wird, kann doch keine Prämien für ihre Mitarbeiter zahlen, oder doch?

Doch, sie tut es! Fast wähnt man sich in einem schlechten Mafia-Film, doch es ist die Realität. 25 Millionen EUR wurden an 1400 HRE-Mitarbeiter verteilt und ganz Deutschland fragt sich, wie kann das sein, wo kurz zuvor noch bekannt wurde, dass die HRE weitere 40 Milliarden EUR an Garantien benötigt.

Bonuszahlungen sind in den Banken mittlerweile obligatorisch und haben mit wirklich erbrachten Leistungen nicht viel zu tun. Bonuszahlungen werden als zusätzliches Gehalt angesehen, sozusagen als Dankeschön der Bank, um die Leute bei der Stange zu halten.

Fakt ist, im Gegensatz zu anderen Banken sind die Boni der HRE wirkliche Peanuts. So schüttet zum Beispiel Goldman Sachs mehrere Milliarden EUR an die Mitarbeiter aus. Genau hier liegt jedoch das Problem, denn Banker sind gierig, gibt es keine Boni bei der einen Bank gehen sie halt zur Anderen. Sollte die HRE keine Boni bezahlen, wechseln die Mitarbeiter schnell mal die Fronten. In kaum einer anderen Branche sind die Übergänge der Mitarbeiter, von einer Bank zur Nächsten, so häufig. Es gibt regelrechte Headhunter, die sich darauf spezialisiert haben.

Viele Banker träumen davon einmal in den ehrlauchten Mitarbeiterkreis von Goldman Sachs aufgenommen zu werden und auch mal das große Rad zu schwingen und Millionen-Boni zu kassieren. Eine Bank, die keine Boni zahlt, hat oft nur die Mitarbeiter, die sonst keiner haben will. Damit meine ich nicht die Bankkaufleute in den Sparkassen, sondern die Investmentbanker.

Die HRE ist daher gezwungen die Boni zu bezahlen, womit deutlich wird, das Problem liegt im System. Da die Banken jedoch fast frei walten können wie sie wollen, gibt es keine Regelung für Boni. Es gibt einzelne Personen, die sogar Milliarden an Boni bekommen – für nur 1 Geschäftsjahr! Das Boni-System ist auch einer der wichtigsten Gründe, warum die Finanzkrise überhaupt entstehen konnte. Solange es weltweit keine vernünftige Regelung für Boni-Zahlungen von Banken gibt, wird auch Finanzkrisen geben, welche immer die Allgemeinheit treffen.

Quelle: spiegel.de

Es gibt in Deutschland die Kronzeugenregelung, also wenn ein Verbrecher gegen tausende andere Verbrecher aussagt, dann kann er mit Straferlass und einer neuen Existenz rechnen. Das gleiche passiert gerade im Fall der Steuerhinterzieherdaten aus der Schweiz.

Die 2,5 Millionen EUR wird der Datenräuber sicher benötigen. Die Banken werden ihre Häscher losschicken, um den Mann/die Frau mundtot zu machen. Ob die Daten gekauft werden sollen ist eigentlich keine wirkliche Diskussion, natürlich ist es legitim und kein gutes Geschäft für den Staat, sondern gestohlenes Geld wird ihm zurückgegeben.

Wenn überhaupt jemand Schuld hat an der ganzen Misere, dann die Schweizer selbst, die jetzt so bitterlich drohen und klagen. Sie erlauben “bewusst” die Steuerhinterziehung für Ausländer und sind der eigentliche Pate in dem Krimi-Karussel.

Die Schweiz kann man ein wenig vergleichen mit einem Waffenladen, welcher jedem ein Maschinengewehr verkauft und die Position vertritt “Wenn du aus dem Laden gehst hab ich nichts mehr damit zu tun”. Natürlich ist das kriminell und nicht erst seit der Zeit des Nazi-Goldes jenseits von Moral und Gesetz. Doch warum schreien die Schweizer eigentlich so laut, wenn ihnen egal ist was im Ausland passiert?

Ganz einfach, die Schweiz fürchtet eher die Konsequenzen aus dieser Aktion, genau wie damals beim ersten Fall. Zum einen werden kriminelle Steuerhinterzieher (Schweizerdeutsch: Bankkunden) ihr Geld nicht mehr in die Alpen bringen, weil sie Angst haben auf zu fliegen. Zum anderen entwickelt sich der Datenklau durch Nerd-Hacker zu einem lukrativen Geschäft, welches durch den Staatendeal legitimiert wird. Das zieht potenzielle Nachahmer an und könnte die Steueroase und ihre Verbrecher im großen Stil auffliegen lassen. Die Schweiz verliert ihre Steuerhinterzieher und muss zukünftig ehrlicher Arbeit nachgehen.

Die CDU- und FDP-Politiker, die jetzt ihre Moralkeule schwingen haben vielleicht sogar selbst ihre Schäfchen auf einer Schweizer Banken-Alm und fürchten um ihre Karriere. Die meisten werden jedoch vermutlich von der Bankenlobby bezahlt wollen ihre Arbeitgeber nicht enttäuschen.

Warum meldet keiner dieser Politiker seine Bedenken an wenn es um Kampfeinsätze in Afghanistan geht? Oder bei der Kürzung von Sozialleistungen?

Im Interview zeigte sich Finanzminister Schäuble gestern sehr verhalten, kein Wunder, die Bankenlobby in seiner Partei ist stark. Der ehemalige Minister Steinbrück hat mit seiner Partei nicht solche tiefen Vernetzungen und freute sich damals “diebisch” über den Deal. Irgendwie vermisse ich Peer Steinbrück und seine Offenheit …

Quelle: tagesschau.de

Ergänzung vom 03.02.10: Ein CDU-Mitglied zeigt seine Parteichefin Angela Merkel wegen Hehlerei an.  Da hat wohl jemandrichtig Angst vor der Steuerfahndung …

Dass Banken und die Mafia teilweise zusammenarbeiten und sich ideologisch nahestehen, weiß mittlerweile wohl fast Jeder. Nicht zuletzt durch die Finanzkrise wurde offenbar, wie im Finanzsystem ähnliche Mentalitäten und Methoden herrschen. Die Tatsache, dass die Welt in der Finanzkrise quasi von der Mafia gerettet wurde müsste einen welterschütternden Skandal lostreten, doch kaum jemand nimmt Notiz.

Warum muss ausgerechnet die UNO die Welt informieren, dass die großen Banken der Welt anscheinend von der Mafia übernommen wurden? Das scheint zunächst unlogisch, ist aber für alle Beteiligten die einzige sichere Variante, um nicht direkt von der Mafia liquidiert zu werden.

Die ONUDC ist die unabhängige Behörde, die sich weltweit mit der Drogen- und Verbrechensbekämpfung  befasst und Berichte erstellt, denn genauso wie bei PISA und Co., kann die UNO nur mit dem Finger auf die Wunde zeigen, nicht jedoch wirklich etwas dagegen tun. Was da der Herr Costa von der ONUDC am Wochenende verkündet hat könnte auch die die Überschrift tragen “Mafia übernimmt Weltherrschaft”!

Mitarbeiter von Geheimdiensten und Banken der Schweiz, Italien, Großbritanien und den USA sind noch nicht ganz moralisch verdorben und haben die Aktionen unter dem Einsatz ihrer eigenen Zukunft an die einzige Stelle gemeldet, der sie scheinbar vertrauen können – der UNO. Ändern wird sich dadurch natürlich nichts!

Plötzlich sind sie wieder da, die Erinnerungen an asiatische Geheimdienstler, die sich dummerweise an der italienisch- schweizerischen Grenze erwischen ließen, im Gepäck hatten sie Milliarden an US-Staatsschuldscheinen. Zusammen mit dem Bericht, dass die weltweite Mafia anscheinend die Banken gerettet hat und plötzlich ihre eigenen Millarden günstig waschen konnte, erscheint dieser Bericht in einem neuen Licht.

Angesichts solcher Tatsachen stellt sich die Frage nach der Gerechtigkeit und Wahrheit in marktwirtschaftlichen Gesellschaft. Banken diktieren mittlerweile den Regierungen das Vorgehen und sind die eigentlichen Machthaber in fast allen Ländern dieser Welt. Gehören die Banken jetzt der Mafia? Oder ist das Bankensystem jetzt gar die Mafia? Wenn ja, bedeutet diese Situation nicht, dass die organisierte Kriminalität indirekt eine Art der Weltherrschaft übernommen hat?

Quelle: spiegel.de

Wohl kaum ein anderer Name steht für die Weltwirtschaftskrise, wohl kaum ein anderer Betrüger hat Anlager je um soviel Geld gebracht, wohl kaum ein anderer Betrüger wurde je so extrem dafür bestraft, wie Bernard Madoff. Allerdings ist er bur der Sündenbock für eine geldgierige Gesellschaft.

Als gestern Bernard Madoff zu der unglaublichen Freiheitsstrafe von 150 Jahren für ein Betrugsdelikt verurteilt worden ist, da konnte man kurzzeitig die Stützen und Pfleiler des amerikanischen Rechtssystems knacken hören. Nebenbei bemerkt, der Mann ist 71 jahre alt.

Madoff ist ein Betrüger, ohne Zweifel, es gibt tausende von Madoffs die bereits in amerikanischen Gefängnissen sitzen, genauso wie in Deutschland auch. Zum Vergleich, Charles Manson, der bestialische Mörder und Inbegriff für das Böse in den USA, hat nur lebenslänglich bekommen und schreibt schon seit Jahren fleißig Bewährungsgesuche. Aber bei Geld verstehen die Amis keinen Spaß.

1341 Opfer hat Madoff betrogen und viele waren gestern vor ort beim Gericht und haben Herrn Madoff ihre Wut entgegen geschriehen. Anwesend waren nicht die Millionäre, die Madoff ihr Geld gegeben haben, denn die haben ihren Verlust schon steuerlich abgeschrieben und sind um eine Erfahrung reicher! Wer bei Madoff einsteigen wollte, der musste MINDESTENS 500.000 Dollar mitbringen und einen Fürsprecher aufweisen. Eine verschworene Gemeinde also, und genau das macht die Anleger ja so wütend. Sie dachten er wäre einer von ihnen, ein geldgieriger Banker – nun geldgierig war er auch …

Niemand von uns kann wirklich Mitleid mit den Opfern haben, sie haben. Die Menschen, die ihre Wut hinausschreien waren mehr als dumm und haben es im Prinzip sogar verdient auf die Schnauze zu fallen. Da ist zum Beispiel die Rentnerin die jetzt im Müll nach Essensresten sucht, oder die jüdische Buchhalterin die von einem Glaubensbruder soetwas nicht erwartet hätte oder der pensionierte Strafvollzugsbeamte der jetzt sein Haus verkaufen muss. Sie alle waren gierig und haben sich für das Investment bei Madoff sogar verschuldet! Das muss man sich einmal vorstellen – die Madoff-Anleger haben sich bei den Banken billiges Geld geliehen, weil die FED den Markt mit billigem Geld geflutet hat und haben dieses dann Herrn Madoff anvertraut. Im Prinzip haben die meisten Anleger selbst die Bank gespielt. Das ist der amerikanische Investment-Traum, leihe dir Geld und verleihe es weiter und siehe da, du zahlst den Kredit ab und kriegst noch eine fette Rendite. Unvorstellbar aber wahr!

Die Tatsache, dass Menschen einem anderen Menschen soviel Geld anvertrauen, ohne irgendeine Sicherheit ist entweder absolut dumm oder fußt auf einem unvorstellbaren Vertrauen, welches allerdings viele Menschen noch nicht einmal ihrer Familie entgegen bringen.

Das besonders lustige an diesem Sachverhalt ist jedoch, ohne die Wirtschaftskrise wäre der Betrug von Herrn Madoff nicht aufgeflogen und er könnte noch heute den Schneeball rollen lassen. Jedenfalls haben wir ihm auch eine neue Wortschöpfung zu verdanken, ab sofort gibt es “Megabetrüger”!

Die deutschen Banken bereichern sich aktuell auf Kosten der Steuerzahler. Der Staat gibt den Banken günstiges Geld zur Kreditvergabe, die Banken jedoch geben diese günstigen Konditionen nicht an den Verbraucher weiter. Ähnlich wie auf dem Kraftstoffmarkt, auf dem Energiemarkt und anderen Märkten, zeigt sich, dass der Wettbewerb nicht mehr funktioniert. Stellt sich die Systemfrage wie in den 30er Jahren?

Die Marktwirtschaft baut auf den Feilern des Wettbewerbs, ohne Wettbewerb und freie Märkte funktioniert das System nicht und ähnelt einer monopolistischen Ausbeutung. Immer mehr Branchen zeigen sich wettbewerbsresistent, das System wird aber erst kollabieren, wenn der Punkt erreicht ist, an dem eine kritische Masse von mündigen Bürgern entsteht, die nicht mehr bereit ist diesen Monopolismus zu bedienen. Doch wann ist dieser Punkt erreicht?

Die deutschen Banken leihen sich von der EZB momentan günstiges Geld für 1% Verzinsung, weil die EZB seit letztem Herbst die Zinsen rapide gesenkt hat. Die Banken verleihen das Geld an Unternehmen und Kunden jedoch auf dem gleichen Niveau wie vor der Krise und machen somit ein dickes Geschäft. Der Kunde hat keine andere Wahl, an den Banken führt kein Weg vorbei, er darf sich das Geld nicht selbst von der EZB leihen. Die Frage ist nur, warum eigentlich nicht? Welche Funktion haben die Banken, wenn sie kein Geld mehr verleihen oder dies überteuert tun.

Im Prinzip ist eine Bank wie ein Einzelhandelsgeschäft, sie erhält vom Unternehmen (in diesem Fall EZB) die Ware und verkauft diese an den Kunden mit einem ordentlichen Aufschlag weiter. Nun stelle man sich mal vor, die Einzelhändler kaufen sehr billig Äpfel ein, weil es im Sommer plötzlich eine Jahrhunderternte gegeben hat. Einvernehmlich lassen die Einzelhändler die Verkaufspreise für Äpfel jedoch gleich, weil sie genau wissen, dass der Kunde nirgendwo anders Äpfel kaufen kann. Damit haben quasi nichts Illegales getan, jedoch ist es moralisch verwerflich und spricht gegen das System der Marktwirtschaft.

Hier ist dann der Gesetzgeber gefragt! Die Politik ist verpflichtet, diesen Monopolismus zu brechen und das System des Wettbewerbs wieder zu ermöglichen. Allerdings genau das ist der Knackpunkt! Die Politik ist unfähig dazu, wie sie es bereits seit Jahren bei den monopolistischen Energiekonzernen beweist. Stellt sich die Systemfrage?

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