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	<title>Maloche blogt &#187; Arbeitsmarkt</title>
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	<description>Der Blog zu Bewerbung, Arbeit und Gesellschaft</description>
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		<title>Wer jetzt von Vollbeschäftigung redet, hat keine Ahnung vom deutschen Arbeitsmarkt</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 07:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.diggler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Da sind sie wieder, die Berufsoptimisten und Schönfärber, die in Deutschland eine Vollbeschäftigung vorhersagen. Doch mit der Realität hat das nichts zu tun, sicherlich sind die Berufsaussichten für Arbeitnehmer in Deutschland aktuell so gut, wie schon lange nicht mehr, jedoch muss man genauer hinschauen.
Die Anzahl der Beschäftigungsverhältnisse ist in Deutschland so hoch wie noch nie. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Da sind sie wieder, die Berufsoptimisten und Schönfärber, die in Deutschland eine Vollbeschäftigung vorhersagen. Doch mit der Realität hat das nichts zu tun, sicherlich sind die Berufsaussichten für Arbeitnehmer in Deutschland aktuell so gut, wie schon lange nicht mehr, jedoch muss man genauer hinschauen.</strong></p>
<p>Die Anzahl der Beschäftigungsverhältnisse ist in Deutschland so hoch wie noch nie. Soweit zum positiven Aspekt, aber wer hinter die Fassade der Zahlen schaut erkennt dramatische Fakten. Noch konnten in Deutschland so wenig Menschen von ihrem verdienten Arbeitslohn leben, wie jetzt. Noch nie war die Zeitarbeit so weit verbreitet wie jetzt, der größte Teil der festen neuen Arbeitsverhältnisse ist ausschließlich in der Zeitarbeit beheimatet. Das bedeutet, die Leute sind zwar weg von der Straße und können nicht mehr demonstrieren, aber sie können von ihrem aktuellen Job nicht leben und zudem wissen sie noch nicht einmal, ob sie in den kommenden Monaten überhaupt noch einen Job haben.</p>
<p>Auch der jetzige Aufschwung kommt nicht bei den Arbeitnehmern an. Große Konzerne wollen zwar Vorbilder sein schenken ihrer Belegschaft mal eben tausende von Euros als Prämie, wovon sich die Regierung eine Kettenreaktion erhofft hat, doch dies bleibt aus.</p>
<p>Selbst die Gewerkschaften können nur Lohnerhöhungen durchdrücken, die gerade einmal die Inflation ausgleichen. Angesichts der Lohnzurückhaltung in den letzten Jahren schwerwiegender Fehler.</p>
<p>Wer in Deutschland von Vollbeschäftigung spricht, der sollte mal in die ostdeutschen Bundesländer fahren. Er wird überrascht sein, wie hoch dort die Arbeitslosigkeit ist. Die Tatsache, dass Millionen von Zeitarbeitern innerhalb kürzester Zeit arbeitslos sein könnten, lässt den zeitlichen Grad zwischen Vollbeschäftigung und Massenarbeitslosigkeit auf wenige Wochen sinken.</p>
<p>Wer langfristigen Aufschwung will, der muss sich endlich von der Zeitarbeit verabschieden.</p>
<p><!--adsense--></p>
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		<title>Witz der Woche kommt vom IAB!</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 06:36:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.diggler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist schon lustig, was sich das IAB da erlaubt, wenn es nicht auf dem Rücken der Arbeitslosen ausgetragen würde. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gibt es derzeit in Deutschland mehr als 1 Million unbesetzte Stellen.
Allerdings ist das nur eine Vermutung der IAB, denn nur 39% der zu besetzenden Stellen sind dort angeblich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon lustig, was sich das IAB da erlaubt, wenn es nicht auf dem Rücken der Arbeitslosen ausgetragen würde. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gibt es derzeit in Deutschland mehr als 1 Million unbesetzte Stellen.</p>
<p>Allerdings ist das nur eine Vermutung der IAB, denn nur 39% der zu besetzenden Stellen sind dort angeblich registriert, der Rest ist eigentlich reine Spekulation und nur schwer nachvollziehbar. Die Zahlen des IAB gibt es hier:</p>
<p><a href="http://doku.iab.de/grauepap/2011/os1101.pdf" target="_blank">http://doku.iab.de/grauepap/2011/os1101.pdf</a></p>
<p>Besonders perfide ist der Sachverhalt, dass mittlerweile die Unternehmen teilweise über Jahre hin Stellen ausschreiben, diese aber als sofort zu besetzende Stellen ausschreiben. Diese befinden sich dann einfach nur auf den Webseiten der Unternehmen oder im Job-Portal der Arbeitsagentur und zählen als registrierte Stellen.</p>
<p>Die Unternehmen versuchen sich so die Rosinen heraus zu picken. Sie wollen nicht selbst ausbilden oder weiterbilden und versuchen so günstig das gutqualifizierte Human Kapital einzukaufen. Diese Stellen müssen meist nicht sofort besetzt werden.</p>
<p>Aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland und dem Fehlen von Zuwanderern, weil in Deutschland die Arbeitsverhältnisse schlecht und schlecht bezahlt sind, fahren die geizigen Unternehmen diese Strategie.</p>
<p>Für die Personalabteilungen der Unternehmen steht dieser Sachverhalt wie ein Armutszeugnis, doch meistens werden diese Entscheidungen auf Bereichsleiterebene getroffen.</p>
<p>Die Statistik des IAB spiegelt daher keinesfalls die Realität wieder.</p>
<p>Ein ganz wichtiger anderer Aspekt kommt hier ebenfalls zum Tragen, die Statistik unterscheidet nicht zwischen befristeten und unbefristeten Jobs. Unbefristete Stellen sind heute selten.</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsplaetze112.html" target="_blank">Quelle: tagesschau.de</a></p>
<p><!--adsense--></p>
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		<title>Grenzöffnung für Arbeitskräfte aus Polen ist keine Glaubensfrage</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 16:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.diggler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Grenzöffnung]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit Jahren kommen Arbeitskräfte von Polen nach Deutschland, jeder hochqualifizierte Pole hat bisher unbehelligt in Deutschland arbeiten können. Die Beschränkung bis gestern galt nur für die Masse und die Niedriglöhner.
Fast könnte man meinen, der Wegfall der Beschränkungen für Arbeitskräfte aus Osteuropa sei eine Glaubensfrage. Kommen wirklich Arbeitskräfte? Wenn ja, wieviele mögen es wohl sein? Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Jahren kommen Arbeitskräfte von Polen nach Deutschland, jeder hochqualifizierte Pole hat bisher unbehelligt in Deutschland arbeiten können. Die Beschränkung bis gestern galt nur für die Masse und die Niedriglöhner.</p>
<p>Fast könnte man meinen, der Wegfall der Beschränkungen für Arbeitskräfte aus Osteuropa sei eine Glaubensfrage. Kommen wirklich Arbeitskräfte? Wenn ja, wieviele mögen es wohl sein? Die Einen glauben mindestens an 100.000, die Anderen an 800.000 Arbeitskräfte.</p>
<p><strong>Fakt ist, für den deutschen Arbeitnehmer hat der freie Zugang der osteuropäischen Arbeitskräfte zum deutschen Arbeitsmarkt keinen einzigen Vorteil.</strong> Fakt ist auch, die Löhne werden durch den Zuzug dieser Arbeitskräfte niemals steigen, sondern sinken, das besagt schon das Marktgesetz von Angebot und Nachfrage.</p>
<p>Die Einzigen, die hierzulande wirklich von der Grenzöffnung profitieren sind wiedermal die Arbeitgeber. Sie können die Stundenlöhne nun wieder drücken, oder Stellen gleich mit polnischen Zeitarbeitern besetzen.</p>
<p>Die Debatte der letzten Tage ist wirklich scheinheilig, besonders weil alle so tun, als wüssten sie nicht wie es kommen wird. Die Frage ist nicht, ob die Arbeitskräfte aus Polen die Löhne hierzulande nach unten drücken werden, sondern nur in welchem Umfang.</p>
<p><!--adsense--></p>
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		<title>Bundesagentur für Arbeit und Chef Weise machen sich mit Interview und Studie Perspektive 2025 lächerlich</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 17:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.diggler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Bundesagentur für Arbeit ist vor der Wirtschaftslobby eingeknickt. Mit einer nachweislich in weiten Teilen unlogischen Studie &#8220;Perspektive 2025: Fachkräfte für Deutschland&#8221; wird ein krasser Versuch offenbar dieses Land zu destabilisieren. Mit einer 10-Punkte-Liste des Grauens will sie die deutschen Beschäftigten in ein neues Zeitalter der Sklaverei führen und gleichzeitig deren Lohn drücken.
Erst gestern äußerte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Bundesagentur für Arbeit ist vor der Wirtschaftslobby eingeknickt. Mit einer nachweislich in weiten Teilen unlogischen Studie &#8220;Perspektive 2025: Fachkräfte für Deutschland&#8221; wird ein krasser Versuch offenbar dieses Land zu destabilisieren. Mit einer 10-Punkte-Liste des Grauens will sie die deutschen Beschäftigten in ein neues Zeitalter der Sklaverei führen und gleichzeitig deren Lohn drücken.</strong></p>
<p>Erst gestern äußerte sich der Chef  Frank-Jürgen Weise zum zukünftigen Arbeitsmarkt in Deutschland in einem Spiegel-Interview. Dort malte er ein düsteres Bild für die deutschen Arbeitnehmer. Weniger Jobs, in Deutschland und weniger Lohn für mehr Arbeit. Es ist zudem ein krasser Gegensatz zu den Äußerungen der aktuellen Bundesregierung, die uns das blaue vom Himmel lügt.  <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,740172,00.html" target="_self">Quelle: Spiegel.de </a></p>
<p>Im krassen Gegensatz zu seinen gestrigen Äußerungen steht die Vorstellung des 10-Punkte-Plan des Grauens, mit welchem die Bundesagentur für Arbeit auf den &#8220;angeblichen Fachkräftemangel&#8221; eingeht. Die <a href="http://www.arbeitsagentur.de/nn_27908/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Allgemein/Perspektive-2025.html" target="_blank">Studie &#8220;Perspektive 2025: Fachkräfte für Deutschland&#8221;</a> (mit PDF-Download) ist eine Kampfansage an die deutschen Arbeitnehmer und wird diese in ein neues Zeitalter der wirtschaftlichen Ausbeutung führen, wenn er wirklich umgesetzt wird. Geschickt werden krasse unnütze Einschnitte mit sinnvollen Maßnahmen, zum Beispiel bei der Bildung und Weiterbildung, verstrickt.</p>
<p>Gestern noch ging Weise von einer Stagnation, ja sogar vom Wegfall von Jobs in der Zukunft aus, heute gauckelt er uns ein nicht nachvollziehbarer Bericht das Fehlen von Arbeitskräften vor.</p>
<p><strong>Gehen wir doch mal ins Detail &#8230;</strong></p>
<p>Nehmen wir zum Beispiel mal den <strong>Punkt 6 der Studie</strong>, dort wir dauf die qualifizierte Zuwanderung eingegangen und die aktuelle Abwanderung mit der Zuwanderung verglichen. In einer anschaulichen Grafik ist zu erkennen, dass seit 2008 erstmals mehr Menschen wegziehen als zuziehen. Besonders dramatisch ist, dass es hauptsächlich junge und qualifizierte Menschen in andere Länder zieht. Dort angegeben ist auch der Grund für diese Abwanderungstendenz: <strong>die schlechte deutsche Berufs- und Einkommensentwicklung</strong>.</p>
<p>Ergo, die Menschen ziehen aus Deutschland weg, weil sie im Ausland bessere Arbeitsverhältnisse vorfinden und vor allem ein höheres Einkommen erzielen können. Doch darauf geht die Bundesagentur bei ihren folgenden Lösungsansätzen gar nicht erst ein, hier werden lediglich Verbesserungen bei der Zuwanderungsregelung angemahnt und eine gesellschaftliche Willkommenskultur gefordert. Doch was soll das dann bringen?</p>
<p><!--adsense--></p>
<p>Wie kann es sein, dass die Menschen nachweislich nicht zu uns kommen, ja sogar wegziehen, weil sie keine guten Arbeitsverhältnisse vorfinden und viel zu wenig verdienen und die Bundesagentur sieht in der Änderung der Zuwanderungsregelungen die Lösung? Das ist nicht nur extrem unlogisch, sondern auch inkompetent, denn die Bundesagentur müsste eigentlich deutlich höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen fordern, anstatt so einen Blödsinn zu schreiben.</p>
<p>Erst kurz zuvor richtet sich dann noch Herr Weise im Interview an das Land und prophezeit sinkende Löhne und Mehrarbeit.</p>
<p>Im Umkehrschluss bedeutet dies ja, dass die Bundesagentur davon ausgeht, dass die Abwanderung in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen wird, doch das steht nicht in diesem Bericht zum zukünftigen Arbeitsmarkt. Im Prinzip lässt das nur einen Schluss zu, diese schöne Studie ist eigentlich nur ein Propagandawerk der Industrie.</p>
<p>Weitere irrwitzige Forderungen wie zum Beispiel die Forderung mehr Frauen in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder die Anzahl der jetzt schon dramatischen Überstunden deutlich zu erhöhen, verschweigen völlig, dass es im Umkehrschluss auch zu weniger Geburten und somit zu einer Verstärkung des Effekts kommen wird.</p>
<p>Sorry, aber wenn das die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes sein soll, dann ist unser Land besser dran, wenn der Plan gleich im Mülleimer verschwindet.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EB0AFF55992BD41E3ABC47B1282CFFA3E~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">Quelle: faz.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>20 Jahre Wiedervereinigung &#8211; was bedeutet das für den Arbeitsmarkt</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 07:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.diggler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aktuell kann man fast auf keinen Fernsehsender zappen, der nicht eine Talkshow oder Dokumentaion zum Thema Wiedervereinigung sendet. 20 Jahre ist es her, dass der Osten die blühenden Landschaften von Helmut Kohl sehen wollte. Doch die blühende Landschaft wurde schon kurz nach der Wende durch die Treuhand abgmäht und verkauft mit schwerwiegenden Folgen für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aktuell kann man fast auf keinen Fernsehsender zappen, der nicht eine Talkshow oder Dokumentaion zum Thema Wiedervereinigung sendet. 20 Jahre ist es her, dass der Osten die blühenden Landschaften von Helmut Kohl sehen wollte. Doch die blühende Landschaft wurde schon kurz nach der Wende durch die Treuhand abgmäht und verkauft mit schwerwiegenden Folgen für den heutigen Arbeitsmarkt.<br />
</strong></p>
<p>Die Dokumentation &#8220;Beutezug Ost&#8221; erinnert vom Titel her an das Dritte Reich und den Russlandfeldzug, doch bezieht sie sich ausschließlich die Zeit nach der Wiedervereinigung. Überforderte Treuhand-Manager und inkompetente Politiker sorgten für den Ramschverkauf der DDR, anstatt der erwarteten 250 Mrd. EUR Plus, steht am Ende der Treuhand ein Minus von 650 Mrd. EUR. Allein diese Tatsache suggeriert schon, dass dort fast Alles falsch gelaufen ist.</p>
<p>Doch das Schlimmste ist, die Folgen zeigen bis heute ihre Wirkung, besonders auf dem Arbeitsmarkt, und ein Ende ist nicht in Sicht.</p>
<p>Die ostdeutschen Bundesländer erleben einen Brain-Drain, oder eher einen Youth-Drain, welcher die Folge des Handelns von Treuhand und Politik darstellt. Durch den Verkauf von DDR-Inventar und Unternehmen an westdeutsche bzw. ausländische Unternehmen, sind in Ostdeutschland keine souveränen Unternehmen entstanden, sondern lediglich Niederlassungen. Das macht sich bis heute bemerkbar und ist mitverantwortlich für die Abwanderung ganzer Generationen in die westdeutschen Bundesländer.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p>Während die Zukunftschancen in Ostdeutschland überschaubar sind, mit Ausnahme von Berlin und Brandenburg, bietet der Arbeitsplatz in Westdeutschland, doch Einiges mehr. Wer kann, verlässt die chancenlosen Bundesländer, die noch immer mit dem Solidaritätsbeitrag am Leben erhalten werden.</p>
<p>Solange sich dies nicht ändert, haben diese Bundesländer keine Chance auf eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung mit Zukunft. Wer über ostdeutsche Nazis lästert, der muss auch wissen wo die Ursache liegt und wer dafür die Verantwortung trägt.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/zukunft/bildung/artikel/1/der-osten-bildet-fuer-den-westen-aus/" target="_blank">Quelle: taz.de</a></p>
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		<title>Die Agenda 2010 &#8211; ein Resümee</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 11:41:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.diggler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir schreiben das Jahr 2010. SPD und Grüne brachten im Jahre 2003  die Agenda 2010 zur Umsetzung, welche eine radikale Reform fast aller  Bereiche der deutschen Gesellschaft zum Ziel hatte.
Das Ziel  der Agenda war augenscheinlich ein Kräftigung der Wettbewerbsfähigkeit  und die Gründung einer neuen Wissensgesellschaft. Doch hat die Agenda  ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir schreiben das Jahr 2010. SPD und Grüne brachten im Jahre 2003  die Agenda 2010 zur Umsetzung, welche eine radikale Reform fast aller  Bereiche der deutschen Gesellschaft zum Ziel hatte.</strong></p>
<p>Das Ziel  der Agenda war augenscheinlich ein Kräftigung der Wettbewerbsfähigkeit  und die Gründung einer neuen Wissensgesellschaft. Doch hat die Agenda  ihr Ziel erreicht? War sie gut für dieses Land oder hat sie eher den  Eliten geholfen? In wie weit ist die aktuelle Finanzkrise Folge der Agenda 2010?</p>
<p>Die Agenda ist ein Konzept der Bertelsmann Stiftung von Liz Mohn und wurde in weiten Teilen quasi direkt von der Regierung übernommen, also quasi der erste große Sündenfall der Lobby-Politik nach der Jahrtausendwende. Doch die Agenda war fruchtbar und umfasste schließlich den gesamten EU-Raum mit einem einheitlichen Ziel, dank den Trojanern Blair und Schröder.</p>
<p>Schauen wir zunächst auf den <strong>Bereich Wirtschaft</strong>. Hier setzte die Agenda hohe Ziele in der Förderung des Mittelstandes und der Lockerung des Kündigungsschutzes, zudem sollten die Lohnnebenkosten für &#8220;Arbeitgeber&#8221; gesenkt werden. Der Mittelstand ist sich heute keiner großen Hilfe bewusst, lediglich die Konzerne wurden mit Milliarden beschenkt und dankten es mit den tausenden von Stellenstreichungen und Verlagerungen. Der Kündigungsschutz ist gelockert und hat nebenbei den Sklavenmarkt der Leiharbeit geschaffen, welcher heute den ersten Arbeitsmarkt verdrängt. Die Lohnnebenkosten für Unternehmen wurden minimal gesenkt und auf den Beschäftigten umgelegt. Fazit: Einige Ziele wurden erreicht, haben der Gesellschaft aber mehr geschadet als genutzt und gehören teilweise wieder abgeschafft. Note: 5+</p>
<p>Der <strong>Bereich Arbeitsmarkt</strong> stellt wohl mit der Hartz 4-Reform die größte Veränderung in der Gesellschaft dar und ist bis heute heftig umstritten. Die Besserstellung von Sozialhilfeempfängern und die Schlechterstellung von Arbeitlosenhilfeempfängern mit dem Ziel &#8220;fördern und fordern&#8221;, hat die ganz armen ein wenig höher gestellt, die Langzeitarbeitslosen jedoch abrutschen lassen. Intention war eine Aktivierung von Millionen neuen Beschäftigten in den Arbeitsmarkt, welche in den letzten Jahren vor der Wirtschaftskrise positive Effekte auf dem Arbeitsmarkt zeigte. Jedoch zu einer gesellschaftlichen Förderung der Armut wurde. Fazit: Gute langfristige Ansätze, die jedoch durch die Finanzkrise abgewürgt wurden und im Prinzip nur die Reichen reicher und die Armen ärmer gemacht hat. Note: 4-</p>
<p>Die <strong>Bereiche Bildung und Ausbildung</strong> sollten zum Zugpferd der nächsten Generation werden. Bologna-Prozess, Studiengebühren und BAFöG-Reform waren die Folge im Studium. Der Bologna-Prozess ist eine reine Katastrophe und führt die deutsche Bildungsgesellschaft zu Fachidiotentum und mit dem Gymnasium nach 12 Jahren werden bereits die Studenten mit 25 Jahren unter dem Burn-Out-Syndrom leiden. Die Studiengebühren sorgen dafür, dass die Studenten den Hochschulapparat refinanzieren, aber selten besser Bildung genießen, zudem wird hier die Mittelschicht aus der akademischen System gedrängt. Lediglich mit der BAFöG-Erhöhung um ein bisschen mehr als 100 EUR werden mehr Unterschichtkinder in die Wissensgesellschaft integriert. Doch wenn diese nach dem Studium ohne Job darstehen wie heute, bleiben ihnen enorme Schulden an das Bundesverwaltungsamt. In der Berufsausbildung hat sich fast gar nichts getan außer einer Intensivierung der Förderungsmaßnahmen nach dem Verlassen der weiterführenden Schulen. Fazit: Enorme Leistungsanforderungen an die kommende Generation, bei intensiverer Selektion und Verschlechterung der Bildung bewirken keine positiven Effekte. Die Zahl der Unternehmensgründungen belegt diesen Sachverhalt. Note: 5</p>
<p>Im <strong>Bereich Rentenversicherung</strong> wurde mit der Riester-Rente und der Rürup-Rente eine staatlich geförderte Kapitalfinanzierung der Rentner in die Wege geleitet, welche eine Deckelung der Rentensätze bei 19,5% gewährleistet. Es sit also Fakt, zukünftig wird es keine Rentensenkungen geben, aber auch keine großen Steigerungen, den Rest besorgt die Inflation. Das hat zur Folge, dass heutige Arbeitnehmer mindestens ca. 10% ihres Netto-Einkommes für die spätere Rente zurücklegen müssen, um damit &#8220;mindestens&#8221; zukünftiges Hartz4-Niveau halten zu können. Besonders die jetzigen Arbeitnehmer zwischen 25 und 45 werden als Melkkühe ausgenutzt, weil sie komplett in die Rente einzahlen und gleichzeitig privat vorsorgen müssen. Die staatlichen Sätze für die private Vorsorge werden jährlich minimal angepasst. Das Geld für die private Vorsorge fehlt zudem in der aktuellen Binnenkonjunktur und wird erst in Jahrzehnten den Konsum ankurbeln. Von der privaten Entwicklung profitieren eigentlich nur die Versicherungen und Banken, welche private Vorsorge anbieten. Fazit: Die Zukunft der Arbeitnehmer ist nicht gesichert, es wird in einigen Jahrzehnten hohe Altersarmut geben und besonders ungerecht ist das System für die jetzigen Lesitungsträger. Note: 5-</p>
<p>Über den <strong>Bereich der Krankenversicherung </strong>brauchen wir vermutlich nicht zu reden.Fazit: Lobbyismus von Ärzten und Pharmakonzernen hat gesiegt. Arbeitnehmer übernehmen immer mehr Kosten. Leistungen werden massiv gestrichen. Lediglich die Basisversorgung steht. Note: 6-</p>
<p>Alles zusammen genommen hat die Agenda 2010 komplett versagt, und die Gesellschaft an den Rand der sozialen Kälte und des Raubtier-Kapitalismus geführt. Die Gesamtnote 5 ist gerechtfertigt und zeigt eine Tendenz nach unten.</p>
<p>Aktuelle Hass-Tiraden und Aktionen gegen Hartz4-Empfänger zeigen, dass die schwarz-gelbe Regierung die Probleme eher verschlimmbessern wird. Die Agenda 2010 wird in die deutsche Geschichte als eine der größten Fehlentwicklungen eingehen, welche aber letztendlich zu einem Systemwechsel geführt hat, weil Politikverdrossenheit ebenso zu den Folgen der Entwicklung zählt.</p>
<p>Danke Rot-Grün, danke Schwarz-Rot und danke Schwarz-Gelb!</p>
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		<title>Arbeitslosenzahlen steigen nur leicht &#8211; Kurzarbeitergeld läuft jedoch bald aus</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 11:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.diggler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war erwartet worden und wird trotzdem als positives Zeichen gewertet. Die Arbeitslosenzahlen im Januar sind nur leicht gestiegen im Vergleich zu den Vorjahren. Allerdings verliert die Zeitarbeit gerade den Boden unter den Füßen.
Für 18 Monate zahlt der Staat den Unternehmen ihre Mitarbeiter, wenn sie Kurzarbeit beantragen müssen. Ende 2008, als die Banken-Blase bereits längst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es war erwartet worden und wird trotzdem als positives Zeichen gewertet. Die Arbeitslosenzahlen im Januar sind nur leicht gestiegen im Vergleich zu den Vorjahren. Allerdings verliert die Zeitarbeit gerade den Boden unter den Füßen.</strong></p>
<p>Für 18 Monate zahlt der Staat den Unternehmen ihre Mitarbeiter, wenn sie Kurzarbeit beantragen müssen. Ende 2008, als die Banken-Blase bereits längst geplatzt und die Krise bereits verkündet war, haben die ersten Unternehmen das Kurzarbeitergeld beantragt. Nach der Bewilligung haben sie dann 18 Monate lang geförderte Arbeitsplätze, doch was passiert wenn die Förderung ausläuft?</p>
<p>Diese Frage kann nur der Unternehmer beantworten, jedoch ist zu vermuten, dass die ersten Entlassungswellen im kommenden Frühjahr 2010 zu erwarten sind. Schönrederei hin und Pessimismus her, die konjunturellen Zeichen sind nicht unbedingt positiv zu sehen.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p>Die Zeitarbeit, der einzige erreichbare Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose ist so gut wie tot. Hier wird fast ausschließlich über Kurzarbeit finanziert. Momentan werden fast keine Zeitarbeiter von den ARGEn vermittelt und die Aktivierung läuft nur noch über Maßnahmen.</p>
<p><a href="http://www.arbeitsagentur.de/nn_27030/zentraler-Content/Pressemeldungen/2010/Presse-10-006.html" target="_blank">Quelle: arbeitsagentur.de</a></p>
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