Genau das passende Weihnachtsgeschenk zur richtigen Zeit. Die alte Pendlerpauschale bleibt für die Jahre 2007 bis 2009, daran lässt sich nun nicht mehr rütteln. Ab dem ersten Kilometer wird also wieder bezahlt und somit natürlich auch die schwächelnde Konjunktur gestützt.
Für mich als Pendler, der jeden Tag 108 Kilometer zum Arbeitsplatz und zurück hinter sich lässt, genau der richtige Weg.

Das Geschenk beinhaltet augenscheinlich Gerechtigkeit wird aber höchstwahrscheinlich nach 2009 für eine Senkung des Kilometersatzes führen, der sich dann für die Fernpendler etwa genauso wie bisher darstellen wird.

Ca. 16 Millionen Arbeitnehmer haben nun rückwirkend einen Anspruch auf eine Pendlerpauschale. Als Arbeitnehmer mit einem gewissen Weg zur Arbeit also ein kleines Konjunkturgeschenk, welches allerdings beispielsweise lediglich die gestiegenen Energiekosten für die Gasheizung in diesem Winter ausgleichen kann.

Immerhin gibt es überhaupt etwas Geld zurück. Die rückwirkenden Auszahlungen wird das Finanzamt vermutlich von Januar bis März auszahlen. Also, in diesem Sinne: “…freut euch ihr Pendler, freutet euch aber nicht zu sehr…”

Mein Vater macht sich gerade noch mal selbständig und es ist spannend, die Schritte zu sehen, die dabei bewältigt werden müssen. Von der Werbung angefangen, bis zum neuen Steuerbüro, Existenzgründerzuschüsse und Businessplan. Was aber noch mehr Energie nimmt, ist der Umstand, dass er seine vorige Stelle nach fast einem viertel Jahrhundert aufgegeben hat, weil er gemobbt wurde. Nach fast einem Jahr sind die Entwürdigungen, Schikanen und nächtlichen Telefonanrufe immer noch Thema und fesseln ihn. Dazu aktuell:
In einer Kolumne der Zeit stellt eine betroffene Leserin die Frage, welche Konsequenzen die Kündigung wegen Mobbings mit sich bringt.

Bis diese Frage gestellt wurde, ist schon eine Menge schief gelaufen. Allein die persönlichen Konsequenzen sind beachtlich: Angst vor dem Büro, vorm nächsten Telefon klingeln, das Gefühl, allein zu kämpfen und die Angst, benachteiligt zu sein und von wichtigen Prozessen abgeschnitten zu werden. Stress vom Schreibtisch, der sich zuhause in der Familie entlädt, Bluthochdruck, Schlafprobleme. Viele Mobbingopfer weisen nach gewisser Zeit eindeutige Symptome einer depressiven Erkrankung auf, die Therapiebedürftig ist.
Auch wirtschaftlicher Schaden droht: Mobbing kann sich kein Unternehmen leisten. Wenn Leistungsträger von Informationen abgehalten werden, drohen teuere Fehlentscheidungen. Für ein Team ist die Situation tödlich, weil Angst herrscht. Sie frisst jede Kommunikation, Vertrauen untereinander, Austausch, Kreativität und Leistungsbereitschaft über den Arbeitsauftrag hinaus.

Also: Wer muss im Vorfeld etwas tun und was bleibt dem Opfer an Möglichkeiten?

In einer Broschüre der Bundesagentur für Arbeit und Soziales heisst es: „Der Arbeitgeber hat die Pflicht, das Persönlichkeitsrecht und die Gesundheit seiner Arbeitnehmer zu schützen. Er muss daher Mobbing unterbinden, gegen mobbende Arbeitnehmer vorgehen und alles tun, um Mobbing in seinem Unternehmen zu verhindern.“ Aus meiner Sicht und aus Erfahrungen meines Bekanntenkreises scheint allein schon dieser Auftrag fragwürdig ausgeführt zu werden. Ich kenne viele Vorgesetzte, die sich nicht die Finger schmutzig machen wollen, oder denen die Kompetenz fehlt, um auf die Missstände einzugehen. Die Unternehmen selbst sind gefragt: Nicht nur die Personal- und Organisationsverantwortlichen müssen für das Thema sensibilisiert und geschult sein, um möglichst frühzeitig und präventiv einzugreifen. Die gesamte Belegschaft braucht umfassende Informationen. Es muss klar sein, dass Mobbing kein Kavaliersdelikt ist und von Seiten der Arbeitgeber nicht geduldet wird. Eine offene Struktur, in der jeder die Möglichkeit hat, sich auszutauschen, Kommunikation gefördert wird kann verhindern, dass aus alltäglichen Konflikten Mobbing-Fälle werden.

Das Universitätsklinikum Heidelberg, Sektion Psychotraumatologie, hat eine Onlineumfrage gestartet, die klären soll, inwieweit Erfahrungen aus früheren Lebensphasen (Kindheit, Adoleszenz) die Wahrscheinlichkeit erhöhen, später ein Mobbing-Opfer zu werden. Die Fragen werden anonym behandelt und machen die Reichweite und den Blick klar, was unter Mobbing fällt und man selbst schon ein Opfer ist.

Und als Opfer? Nicht jedem ist die Kompetenz gegeben, Mobbing direkt anzusprechen. Holen Sie sich Unterstützung bei Kollegen, Ihrem Vorgesetzten oder der nächst höheren Hirarchieebene. Auch der Betriebs- oder Personalrat ist eine Anlaufstation. Versuchen sie nicht, die Anfeindungen auszusitzen: die täglichen Beeinträchtigungen im Privat- und Arbeitsbereich sind es nicht wert. Erste Hilfe und weitere Anlaufstationen finden Sie in der erwähnten Broschüre der Bundesagentur für Arbeit und Soziales.

Bundesagentur für Arbeit und Soziales: Mobbing
Bürgerinitiative gegen Mobbing
Schüler-Mobbing
Die Zeit- Kolumne zum Arbeitsrecht

Wer hat im Job nicht schon ein Motivationstief erlebt? Das Aufstehen fällt schwer, wichtige Arbeit stapelt sich auf dem Schreibtisch, weil man/frau sie vor sich herträgt, und der Tag will einfach nicht enden. Dazu noch die Fragen, die immer öfter in Schleifen durch den Kopf gehen: warum mache ich das hier eigentlich noch, ist es das, was ich wollte, und wo bliebe ich bei dem Ganzen?

Um seine Zufriedenheit am Arbeitsplatz (wieder)- zu finden, sollte man/frau zuerst die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und befriedigen.

1. Arbeit braucht neben der Anerkennung durch Lohn auch eine persönliche Komponente. Oft beschwingt ein Lob für eine erledigte Aufgabe schon unsere Bereitschaft, weiterzumachen. (siehe auch Artikel „Von großen und kleinen Affen). Das Belohnungszentrum im Gehirn (Nucleus Accumbens, medialer präfrontaler Cortex, medialer orbitofrontaler Cortex und ventrales Tegmentum) reagiert vor allem auf Emotionen, die eher durch ein persönliches Wort als der Vorstellung, sich vom Gehalt, als Belohnung, etwas zu gönnen, genährt wird.

Fehlende Wertschätzung im Beruf kann zu emotionaler Erschöpfung führen, bei der langfristig auch keine Auszeit in Form von Urlaub hilft. Dabei können Sie selbst den ersten Schritt tun: würdigen Sie sich! Schauen Sie sich ihre Arbeit in den letzten Wochen, Monaten oder gar Jahren wohlwollend an, ohne die „das war doch nichts“ oder „das haben andere auch gemacht“ Abwertung. Sehen Sie sich wie einen guten Freund. Reflektieren Sie den Tag und machen Sie sich klar, welche Prozesse Sie heute gesehen, gesteuert und gelöst haben. Was waren neue Aufgaben, die Sie bewältigt haben, und was haben Sie gelernt. In welches „Fettnäpfchen“ sind Sie nicht mehr getreten? Wenn Sie selbst stolz auf Ihre Leistung sind, öffenen Sie auch den Weg, damit wahrgenommen zu werden und sich zu loben ohne das für aufgesetzt zu halten. Geben Sie den Menschen Ihrer Umgebung auch eine Möglichkeit zu loben.
Ein Satz von der Theaterbühne: If you don`t shows it, nobody knows it.“

2. Akzeptieren Sie Ihre Schwäche. Niemand kann jeden Tag 100% Leistung bringen. Dazu ist die Maschine Mensch allein schon zu komplex. Unsere Motivationskurve sieht so aus:
Steiler Anstieg mit der neuen Aufgabe, ein Punkt der Sättigung, wir scheinen nicht weiter zu kommen, die Arbeit wird zäh, geht nicht mehr so leicht von der Hand, schlimmer noch: wir werden langsamer, brauchen mehr Zeit, verzetteln uns in zu vielen Informationen, die wir gesammelt haben, um weiterzugehen. Die Kurve fällt, in das „Tal der Tränen“, wie es Psychologen nennen. Das ergeht jedem so, ohne Ausnahme. Wenn Sie Biographien von erfolgreichen Menschen aufmerksam lesen, werden Sie auf dieselbe Kurve und auch eine Er-Lösung treffen: Dranbleiben! Weitermachen- auch wenn`s schwer fällt und eine Weile die Leistung nicht zu erhöhen ist. Wie leicht war das noch, wieder mit dem Sport zu beginnen, die ersten 5 Kilometer nach einem Monat durchzulaufen, und wie schwer waren die letzten Laufeinheiten bis zum Marathon. Genau so ist der Weg. Das Gute: nach dem Tal kommt ein neuer Berg, die Kraft bündelt sich und sie überholen sogar noch das Topniveau, das sie vor der ersten Krise erreicht hatten. .. Bis zum nächsten Tal, aber das Prozedere kennen Sie ja schon und lassen sich nicht weiter verunsichern.

3. Suchen Sie sich Rückenstärkung. Der Partner erfüllt eine wichtige Position: er ist Vertrauensperson. Er liebt, uneingeschränkt, und er kennt uns. Darf hinsehen- in Stärke und in Schwäche. Anteilnehmen und kritisieren, wenn wir uns verrannt und den Überblick verloren haben. Freunde können ähnliche Ressourcen bereithalten. Eventuell Kollegen. Aber Vorsicht: wählen Sie die Personen sorgfältig aus. Nicht jeder geht mit Ihrer Situation verantwortungsvoll um und kann Informationen in Konkurrenzkämpfen missbrauchen.

4. Bilden Sie Netzwerke und gute soziale Bindungen. Je mehr Verantwortung wir im Beruf tragen, desto mehr laufen wir Gefahr, uns zu isolieren und im Elfenbeinturm einzuschließen. Wir analysieren, entscheiden und setzen selbst durch, bekommen keinen Anregungen von außen mehr und schränken damit unsere Weiterentwicklung ein. Was bliebt sind energiefressende Alleingänge und die Kraft dafür kommt hauptsächlich aus uns selbst.

Zu Guter Letzt: Haben sie Geduld und ein „liebendes Auge“ auf sich. Wir sind zu oft unseren Ansprüchen ausgeliefert und kompromisslos Verurteilter, Richter und Henker in einer Person. Da gibt es kaum eine Rettung. Was an emotionaler Leere über einen langen Zeitraum angewachsen ist, braucht auch Zeit sich zu verändern und zu verschwinden. Was wartet ist ein neues Wohlbefinden, dass Arbeit erleichtert und nicht mehr eigene Ressourcen verbraucht. Eine andere Form des „Homo Oeconomicus“.

Mobbing am Arbeitsplatz ist in der Arbeitswelt keine Ausnahme mehr: jeder achte Beschäftigte hat bei seinem derzeitigen Arbeitgeber bereits damit Erfahrung machen müssen. Damit sind von den 31,7 Millionen Erwerbstätigen ab 18 Jahren (ohne Selbständige und mithelfende Familienangehörige) in Deutschland 3,8 Millionen Mobbing-Opfer (bezogen auf den aktuellen Arbeitgeber). Dies ist das Ergebnis einer bundesweiten bevölkerungsrepräsentativen Befragung des IFAK Instituts unter rund 2000 Erwerbstätigen ab 18 Jahren.

12 Prozent der Befragten wurden bereits schon einmal bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber gemobbt; dabei gibt es keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Nach Altersgruppen differenziert, zeigt sich jedoch ein deutlicher Unterschied: während von Mobbing-Erfahrung 16 Prozent der 50-Jährigen und älteren berichten, sind es bei den 18- bis 29-Jährigen nur 8 Prozent.

Nicht am eigenen Leibe zwar, aber im Team hat fast jeder Dritte (29 Prozent) schon Mobbing erlebt. Auch hier sind es die Älteren, die häufiger Zeugen von Schikanen gegenüber einem Kollegen oder einer Kollegin wurden.

(Quelle: www.ifak.com)

Am 12. Februar sind in Berlin die 100 Besten Arbeitgeber Deutschlands 2008 ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb wurde von dem Forschungs- und Beratungsunternehmen Great Place to Work® Institute Deutschland, in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut psychonomics AG, der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und dem Wirtschaftsmagazin “Capital”, prämiert.

Allein 35 Auszeichnungen gingen an Unternehmen in Bayern, die damit die meisten Besten Arbeitgeber zählen.

Die ersten Plätze des Gesamtrankings konnten das IT-Beratungshaus ConSol Software (Wettbeberbssieger), der Netzwerkspezialist Cisco Systems (Platz 2), das Logistik-Beratungsunternehmen 4flow (3), der Technologiekonzern 3M (4) und der Personaldienstleister Vedior (5) einnehmen.

Zusätzlich wurden fünf Sonderpreise für besondere Leistungen in einzelnen Bereichen der Arbeitsplatzkultur vergeben: Microsoft Deutschland erhielt den Sonderpreis für “Chancengleichheit der Geschlechter”, die E.ON Führungsgesellschaften (E.ON AG, E.ON Energie AG, E.ON Ruhrgas AG) für “Gesundheitsförderung”, die SICK AG für die “Förderung älterer Arbeitnehmer”, Dow Deutschland für “Diversity” (kulturelle Vielfalt) und das Vier-Sterne-Tagungshotel Schindlerhof für “Lebenslanges Lernen”.

Für die Qualität und Attraktivität der Unternehmen als Arbeitgeber war das Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Führungskräften, die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrer Arbeitstätigkeit und dem Unternehmen insgesamt sowie mit der Atmosphäre am Arbeitsplatz Maßstab der Erhebung. In einer schriftlichen Mitarbeiterbefragung wurden Faktoren wie Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Team ermittelt. Personalverantwortliche gaben extra Auskunft zu Maßnahmen und Konzepten der Personalpolitik. Befragt wurden rund 45.000 Mitarbeiter von insgesamt 252 Unternehmen.

Größenklassengewinner
Unternehmen über 5.000 Mitarbeiter
Platz 1 SAP
Platz 2 Dow Deutschland
Platz 3 Techniker Krankenkasse

Unternehmen von 501 bis 5.000 Mitarbeiter
Platz 1 Cisco Systems
Platz 2 3M Deutschland
Platz 3 impuls Finanzmanagement

Unternehmen bis 500 Mitarbeiter
Platz 1 ConSol* Software
Platz 2 4flow
Platz 3 Vedior Personaldienstleistungen

www.greatplacetowork.de
Deutschlands beste Arbeitgeber

« Vorherige Seite