Sind Eltern die besseren Mitarbeiter?

In der heutigen Zeit haben es Eltern im Berufsleben schwer. Viele Unternehmen setzen heute auf Junge ledige Singles, weil diese vermeintlich mehr leisten können. Diesen Trugschluß und die falsche Personalpolitik gilt es zu überdenken, denn all diese Unternehmen verlangsamen aktuell ihr Wachstum.

Plötzlich ist eine Mitarbeiterin schwanger und es fängt an mit der Elternzeit. Anschließend steht die Mitarbeiterin nur noch in Teilzeit zur Verfügung und dann muss sie auch noch oft zuhause bleiben, weil das Kind krank ist. Für viele Firmen ist das eine Horrorversion. Es muss gehandelt werden, sie stellen nur noch Ledige mit befristeten Arbeitsverhältnissen ein, sobald jemand schwanger wird läuft der Vertrag aus.

Diese Situation war bis vor 15 Jahren in Deutschland noch undenkbar. Seit der Agenda 2010 gehört sie jedoch zum deutschen Berufsalltag. Berufseinsteiger und Arbeitnehmer unter 40 Jahren bekommen mehrheitlich in Deutschland nur noch befristete Arbeitsverträge. Das gilt für den privaten Sektor und ganz besonders für den öffentlichen Dienst. Beispielsweise werden in den Jobcentern generell nur noch befristete Arbeitsverträge vergeben, die Entfristungen sind eher selten.

Warum ist dieser Sachverhalt kontraproduktiv und zu kurz gedacht? Weiterlesen

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Kurzsichtig: DIHK will Mindestlohn für Flüchtlinge kippen

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer will den geltenden Mindestlohn in Deutschland für Flüchtlinge aushebeln. Aus Sicht dieser Lobbyorganisation ist das verständlich, jedes Unternehmen profitiert von billigen Arbeitskräften. Aus Sicht der Gesellschaft wäre es eine Katastrophe.

Der fehlende Mindestlohn hat die soziale Gerechtigkeit in Deutschland seit der Agenda 2010 nachhaltig untergraben. Mit der Agenda 2010 wurden Millionen Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt gepresst und prekäre Arbeitsverhältnisse geschaffen. Nichts hat Deutschland in den letzten Jahrzehnten mehr verändert als die Agenda 2010. Die soziale Schere wurde radikal geöffnet, die Mittelschicht ist geschrumpft. Einige konnten sich nach oben retten, die meisten Mittelschichtler sind jedoch nach unten abgesunken. Das ist die „Neue Mitte“ welche Gerhard Schröder damals in seinem Wahlkampf propagierte.

Unter den Folgen leiden die deutschen Arbeitnehmer noch heute nachhaltig, zwischen 1990 und 2010 hat sich das Reallohn-Einkommen um halbiert, sprich die Deutschen verdienen 50 % weniger. Die Einführung des Mindestlohns war ein erster Schritt diese Fehler der Schröder-Regierung wieder rückgängig zu machen. Weiterlesen

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Bundesagentur für Arbeit und Migration

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit hat ein neues Amt hinzubekommen und ist nun auch für Migranten und Flüchtlinge in Deutschland zuständig. Offensichtlich schien er mit der Aufgabe unterfordert und hat daher noch ein weiteres Amt hinzubekommen. Generell passt dieser Schritt ins Bild einer rein auf Wirtschaftsinteressen ausgerichteten Politik. Weiterlesen

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Digitale Revolution am Arbeitsmarkt

Die Bundesregierung hat eine Studie* über die Automatisierungswahrscheinlichkeit am deutschen Arbeitsmarkt veröffentlicht und geht von einem Wegfall von ca. 12% der gesamten deutschen Arbeitsplätze in den nächsten 10-20 Jahren aus. Weiterlesen

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Das Märchen vom Fachkräftemangel in Deutschland

Es gibt kaum eine Veranstaltung zum Thema Arbeitsmarkt, wo Politiker und Industrie nicht betonen, dass wir einen Fachkräftemangel haben. Aber stimmt das eigentlich? Die Antwort ist NEIN! Weiterlesen

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