Vorstellungsgespräch als Auslaufmodell? Wohl eher nicht.

Das Magazin t3n sieht das Vorstellungsgespräch als Auslaufmodell, weil der Stress für die Bewerber zu groß und unangenehm ist. Das mag sein und ist mit Sicherheit auch so gewollt, daher wird sich wohl nichts am System ändern.

Als Beispiel wird ein Unternehmen angeführt welches statt des Vorstellungsgespräches eine Art Online-Assessmentcenter anbietet. Für den Bereich der IT und Informatik ist so ein System vielleicht sinnvoll, weil die Hemmschwelle der Nerds mit starken Sozialphobien dadurch sinkt. Allerdings stellt sich die Frage, ob der hierdurch gefundene Mitarbeiter dann mittelfristig wirklich die beste Wahl war.

In einem Arbeitsmarktsegment mit hohem Fachkräftemangel, wie der IT, mag man damit sicherlich einen Schritt auf die Fachkräfte zugehen und vielleicht gegenüber anderen Firmen einen Wettbewerbsvorteil haben, außerhalb dieses Segmentes wird es ohne ein Vorstellungsgespräch allerdings auch Zukunft nicht funktionieren.

Quelle: t3n.de

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Die Scheinheiligen – Deutschland und die Flüchtlinge

Hat Angela Merkel die Flüchtlinge eingeladen zu uns nach Deutschland zu kommen? Ja und nein. Sie hat nur die syrischen Flüchtlinge eingeladen nach Deutschland zu kommen, nicht die Iraker oder die Afghanen, auch nicht die Flüchtlinge aus den Maghreb-Ländern oder Zentralafrika. Nein, Angela Merkel möchte nur den syrischen Flüchtlingen helfen und genau hier liegt das Problem.

2015 war für Angela Merkel ein aufregendes Jahr. Sie wurde vom TIME-Magazin zur Person des Jahres gewählt, und irgendwie schwebte sie fast über den Dingen, wie eine Art Mutter Theresa. Anfang des Jahres traute sich die SPD noch nicht einmal einen Gegenkandidaten für die kommende Bundestagswahl aufzustellen, denn es galt als sicher, dass Merkel wieder gewählt würde.

Heute, glaubt niemand mehr an ihre Wiederwahl, die Umfragewerte sind deutlich im Keller und das Land ist tief gespalten. Was ist passiert? Weiterlesen

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Jeder 2. Arbeitnehmer unter 25 Jahren arbeitet in Minijob, Zeitarbeit oder Teilzeit

Nach einer Umfrage im Auftrag des  Deutsche Gewerkschaftsbundes DGB zu den Beschäftigungsverhältnissen und Einkommensverhältnissen sollten in Deutschland die Alarmglocken läuten. Bundesagentur für Arbeit und die deutsche Politik quer durch die Regierungsparteien betreiben eine Augenwischerei.

Es sind Zahlen die alamieren. Jeder vierte Arbeitnehmer unter 35 Jahren arbeitet atypisch, sprich in einem Minijob, in Zeitarbeit oder in Teilzeit. Zudem arbeiten 16,2 % der unter 35-Jährigen in befristeten Arbeitsverhältnissen.

Bei den Arbeitnehmern unter 25 Jahren sind die Zahlen noch viel alamierender, hier arbeiten 46,4% in einem Minijob, Zeitarbeit oder Teilzeit.

Quelle: westfalen-blatt.de

Diese Zahlen zeigen auf, dass sich in Deutschland in den letzten 10 Jahren auf dem Arbeitsmarkt vieles in eine negative Richtung entwickelt hat. Junde Erwachsene arbeiten sehr oft befristet in unsicheren Arbeitsverhältnissen und können kaum langfristig planen.

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Sind Eltern die besseren Mitarbeiter?

In der heutigen Zeit haben es Eltern im Berufsleben schwer. Viele Unternehmen setzen heute auf Junge ledige Singles, weil diese vermeintlich mehr leisten können. Diesen Trugschluß und die falsche Personalpolitik gilt es zu überdenken, denn all diese Unternehmen verlangsamen aktuell ihr Wachstum.

Plötzlich ist eine Mitarbeiterin schwanger und es fängt an mit der Elternzeit. Anschließend steht die Mitarbeiterin nur noch in Teilzeit zur Verfügung und dann muss sie auch noch oft zuhause bleiben, weil das Kind krank ist. Für viele Firmen ist das eine Horrorversion. Es muss gehandelt werden, sie stellen nur noch Ledige mit befristeten Arbeitsverhältnissen ein, sobald jemand schwanger wird läuft der Vertrag aus.

Diese Situation war bis vor 15 Jahren in Deutschland noch undenkbar. Seit der Agenda 2010 gehört sie jedoch zum deutschen Berufsalltag. Berufseinsteiger und Arbeitnehmer unter 40 Jahren bekommen mehrheitlich in Deutschland nur noch befristete Arbeitsverträge. Das gilt für den privaten Sektor und ganz besonders für den öffentlichen Dienst. Beispielsweise werden in den Jobcentern generell nur noch befristete Arbeitsverträge vergeben, die Entfristungen sind eher selten.

Warum ist dieser Sachverhalt kontraproduktiv und zu kurz gedacht? Weiterlesen

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Kurzsichtig: DIHK will Mindestlohn für Flüchtlinge kippen

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer will den geltenden Mindestlohn in Deutschland für Flüchtlinge aushebeln. Aus Sicht dieser Lobbyorganisation ist das verständlich, jedes Unternehmen profitiert von billigen Arbeitskräften. Aus Sicht der Gesellschaft wäre es eine Katastrophe.

Der fehlende Mindestlohn hat die soziale Gerechtigkeit in Deutschland seit der Agenda 2010 nachhaltig untergraben. Mit der Agenda 2010 wurden Millionen Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt gepresst und prekäre Arbeitsverhältnisse geschaffen. Nichts hat Deutschland in den letzten Jahrzehnten mehr verändert als die Agenda 2010. Die soziale Schere wurde radikal geöffnet, die Mittelschicht ist geschrumpft. Einige konnten sich nach oben retten, die meisten Mittelschichtler sind jedoch nach unten abgesunken. Das ist die „Neue Mitte“ welche Gerhard Schröder damals in seinem Wahlkampf propagierte.

Unter den Folgen leiden die deutschen Arbeitnehmer noch heute nachhaltig, zwischen 1990 und 2010 hat sich das Reallohn-Einkommen um halbiert, sprich die Deutschen verdienen 50 % weniger. Die Einführung des Mindestlohns war ein erster Schritt diese Fehler der Schröder-Regierung wieder rückgängig zu machen. Weiterlesen

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