Hella spielt in Paderborn den fiesen Kapitalisten – die Hella-Leuchten gehen aus.

Die Hella KGaA Hueck & Co. wird ihr großes Werk in Paderborn schließen, das erst 2000 enstandene Werk wird in geringen Teilen nach Lippstadt verlagert und weite Teile der Produktion werden nach Slowenien verlegt. Der Autoleuchtenhersteller, der zum Beispiel auch die Blaulichter von Polizei und Rettungswagen herstellt, wird jedoch vermutlich in 2010 das beste Geschäftsjahr seit Firmengründung einfahren. Ein Skandal a la Nokia/Bochum.

Wer  erinnert sich nicht an die Standortverlagerung von Nokia aus Bochum nach Rumänien. Erst mit Millionen von Steuergeldern ein Werk bauen lassen und dann die Produktion verlagern, weil sie mit EU-Mitteln in andere Länder geködert wird. Das Unternehmen Hella reiht sich in diesen Reigen unverantwortlicher Unternehmenskultur ein und wird ebenso seine Quittung bekommen wie Nokia, die durch den Imageverlust Millionen an Kunden verloren haben. Hella kann man nicht direkt boykottieren wie Nokia, weil sie kein Einzelhandelsgeschäft haben, bzw. nur in geringem Umfang. Beim Kauf der Autos können Kunden allerdings darauf achten, ob die Leuchten der Firma vorhanden sind oder nicht.

Es war ein kurzes Intermezzo in Paderborn und die Stadt hat dies sogar mit Zuschüssen aus dem Steuersäckel bezuschusst. Bleibt die Frage, wann Politik endlich erkennt, dass sie sich auf Unternehmen nicht verlassen kann. In Paderborn dürfte für Hella zumindest  jahrzehntelang nichts mehr zu holen sein, kein wirklicher Trost für die 700 Arbeitnehmer. Allerdings hat das Unternehmen dies auch nicht nötig, denn das vergangene Geschäftsjahr dürfte dem Unternehmen einen Rekordgewinn beschert haben. Die Gier hat wiedermal gesiegt.

Quelle: nw-news.de

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