Di 16 Feb 2010
Film “Up in the air” stellt eine neue Spezies von Arbeitnehmern dar und entlarvt gleichzeitig das Kartenhaus
Erstellt von d.diggler unter Allgemein , Arbeit , Freizeit , Gesellschaft1 Kommentar
Der amerikanische Film “Up in the air” ist eine gelungene sozialkritische Reflexion eines globalen Arbeitsmarktes und von Menschen, die in diesem Hamsterrad ihre Wurzeln, ihre Heimat und ihren Lebenssinn verlieren können. Gleichzeitig bietet der Film jedoch keine Lösung des Problems und auch kein Happy End.
George Clooney ist einer der wenigen Hollywood-Schauspieler, die sich wirklich in Politik einmischen und aktiv vorhandene Mängel und gesellschaftliche Entwicklungen durchleuchten. Im Film “Up in the air” spielt Clooney einen personalwirtschaftlichen Unternehmensberater der jegliche soziale Bindung durch seinen 24-Stunden-Job verloren hat. Der durch die Welt reist und Arbeitnehmern im großen Stil kündigt, weil ihre Chefs zu feige sind.
Dabei fühlt er sich gut und nach Jahrzehnten in dem Beruf nur noch in der Luft im Flugzeug zuhause. Einziger Lebenssinn scheint der Stolz auf die eigene Leistung und die kleinen Privilegien in Hotels, Autovermietungen und Hotels zu sein.
Erst die Bekanntschaft zu einer Gleichgesinnten in der globalisierten Welt lässt bei dem bindungsunfähigen Psychologen, seine durch den Beruf erkaltete Gefühlswelt schmilzen. Doch die Landung in der Realität ist hart!
Der Film spiegelt so vielschichtig und facettenreich, die Realität der Berufswelt wieder und bedient dabei jedoch so viele Klischees, dass er fast schon wieder als Komödie durchgeht. Trotzdem bleibt er weitgehend ernsthaft und stellt mit der Überspitzung die eigentlichen Probleme anschaulich in den Vordergrund.
Wenn es etwas gibt, dass der Zuschauer als Arbeitnehmer aus dem Film mitnehmen kann, dann sind es folgende Intentionen:
1. Lebe niemals für dein Unternehmen, denn am Ende stehst du alleine dar.
2. Stelle niemals beruflichen Erfolg über das persönliche Glück.
und 3. Wenn du merkst, dass dein Job deine Prinzipien verrät, dann ist es Zeit zu wechseln, andernfalls ändert dein Job dich und deine Persönlichkeit.

Februar 16th, 2010 at 21:26
http://nixzen.wordpress.com/2010/02/16/die-party-ist-abgefeiert-was-uns-westerwelle-eigentlich-sagen-wollte/