FC Bayern hat Überwachungskameras in Mitarbeiterumkleide

Eigentlich sollte es Karl Heinz Rummenigge doch besser wissen, seine Familie hat immerhin ihrem Wohlstand einem Lippstädter Sportbekleidungsgeschäft zu verdanken, doch was sich da im neuen Centro-Shop des FC Bayern zugetragen haben soll und aufgedeckt wurde, ist schon beschämend. Den Verein dürfte das mehr als nur einige Fans kosten.

Was genau ist passiert? Es stehen 2 Vorwürfe im Raum, wegen derer der FC Bayern vor das Arbeitsgericht in Oberhausen muss. Zum einen hat der FC Bayern den Filialleiter fristlos entlassen, kurz nachdem dieser einen Brandbrief an den Verein geschrieben hatte, in welchem er vorschlägt einen Betriebsrat zu gründen.

Der andere Vorwurf basiert auf der Klage einer Kassiererin des Fan-Shops, die sich von ihrem Arbeitgeber belästigt fühlt. Die Mitarbeiterin berichtet, dass der FC Bayern München in den Sozialräumen, welche auch als Mitarbeiter-Umkleideräume dienen, Kameras installiert sind. Diese Kameras senden wohl direkt in die Vereinszentrale. Theoretisch ist es also möglich, dass Rummenigge, Sammer und Co in München vor den Bildschirmen mitverfolgen können, was sich so alles Schlüpfriges in den Sozialräumen abspielt. Die Kassiererin fordert die Löschung sämtlicher Aufzeichnungen und ein Schmerzensgeld von 15.000 EUR. Die Frau bekam bereits vor Gericht ihr Recht, der FC bayern legte jedoch Revision gegen das Urteil ein.

Dass der FC Bayern München keine Betriebsräte mag, dürfte die wenigsten überraschen, schließlich hat der Verein bundesweit eher ein negatives Image, wenn es um Geld und gesellschaftliche Verantwortung geht. Die öffentlich gewordene Überwachung der Sozialräume in Oberhausen durch die Zentrale in München ist jedoch ein Sachverhalt, welcher äußerst kritisch zu hinterfragen ist. Offensichtlich hat das Vorbild Ulli Hoeneß seine Spuren bei der Vereinsführung hinterlassen, oder aber die Vereinsführung war schon immer so und es kommt jetzt erst ans Licht.

Wer sich jetzt noch immer als Bayern-Fan fühlt, sollte keine Angst haben eine Umkleidekabine in irgendeinem FC Bayern München Fan-Shop zu betreten, diese dürften vermutlich nicht überwacht werden. 😉

Quelle: wdr.de

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