Entscheidet der Verlauf der Wirtschaftskrise über das Schicksal der Erde?

In 22 Tagen beginnt in Kopenhagen der nächste Welt-Klimagipfel, doch es besteht wenig Grund zur Hoffnung auf ein positives Ergebnis und wirksame Mittel gegen den kommenden Klimawandel. Umweltschützer werden aktuell wieder als Spinner und Panikmacher abgewiegelt und Schuld daran hat offensichtlich die Weltwirtschaftskrise, denn in Zeiten der Rezession sind sich viele Staaten selbst am Nächsten.

Der Klimawandel kommt und ist auch schon teilweise da, das ist Fakt! Über den ganzen Globus verteilt spüren wir die Auswirkungen, welche an Intensität ungeahnte Ausmaße annehmen wird. Doch genau hier liegt das Problem! Politiker sind einfach gestrikt und keine sich selbst reflektierenden Menschen, wie sie gerne in Filmen von Roland Emmerich und Co. dargestellt werden. In der Wirklichkeit gibt es kein Happy End!

Wir leben halt im Kapitalismus, was zählt ist einfach nur Geld und Konsum. In Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise ist für Umweltschutz und die Sicherung von Lebensgrundlagen kein Platz, dass ist der Preis für ein System, welches ausschließlich durch Wachstum funktioniert.

Wenn schon der konservative neu Umweltminister Röttgen sich zu Wort meldet und vor einem Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen warnt, dann knüpft das genau an die Rede von Angela Merkel an und scheint, als habe die Bundesregierung verstanden worauf es in den nächsten Jahren ankommt. Im Prinzip ist das allerdings an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten, denn die neue Regierung hat die Verlängerung der Reaktorlaufzeiten als Ziel und bremst somit die Entwicklung von besseren regenerativen und emissionslosen Energien. Also Wasser predigen und Wein trinken, ein bekanntes Prinzip.

Freilich gibt man sich öffentlich umweltbewusst, schließlich will die Mehrheit der Deutschen keine Atommeiler und den Klimawandel verhindern. Die CDU befindet sich nämlich in der gleichen Krise wie die SPD, nur konnte sich die CDU noch am Seil festhalten, während bei der SPD das Seil gerissen ist. Daher schiebt Herr Röttgen jetzt den schwarzen Peter zu den USA rüber und vergisst ganz, dass Deutschland selbst viel mehr für den Umweltschutz tun könnte als es  bisher macht. Beispielsweise der heimischen Autoindustrie gesetzliche Auflagen verpassen oder die Energieversorger an die Leine nehmen und für effizientere Heizungsanlagen zu sorgen. Doch man beißt nicht die Hand die einen füttert, dass wissen CDU und FDP zu genau.

Wenigstens die Wissenschaftler sind sich einig. Wenn nicht JETZT ein Umdenken erfolgt, dann wird die Erde in den nächsten Jahren ein neues Gesicht bekommen. Allein die Politiker haben noch nicht verstanden, dass Geld und Wirtschaftskraft hier zweitrangig sind. Das ist der erste große Test für die Weltgemeinschaft des globalisierten Planeten und er droht kläglich zu scheitern, aber vielleicht muss immer erst etwas Schlimmes passieren, damit man sich geschlossen zusammenschließt.

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