Digital Natives! – Die Überflieger am zukünftigen Arbeitsmarkt?

Weißt du was ein „Digital Native“ ist? Nun, ich wusste es nicht, als ich das Wort zum ersten Mal gehört habe. „Digitaler Eingeborener“? Damit konnte ich nichts anfangen und meine erste Überlegung ging in Richtung „Nerd“ (noch so ein tolles Wort!).

Daher möchte ich kurz darlegen was ein „Digital Native“ ist, um zu verhindern, dass es dir genauso geht wie mir. Mit diesem Begriff sind all die Menschen gemeint, die ungefähr Anfang der 80er Jahre geboren wurden, also heute im Prinzip nicht älter als 29 Jahre sein dürften – und das ist auch schon alles! Du kannst also ganz leicht herausfinden, ob du dazu gehörst oder nicht.

Es steckt aber noch ein mehr Intention dahinter, wenn man dabei die gesellschaftliche Entwicklung zu Rate zieht. Der Begriff „Digital Native“ benennt im Prinzip alle kommenden Generationen die bereits im digitalen Zeitalter geboren sind und die nicht so wie ich, zu Beginn der Jahrtausendwende bereits im Erwachsenenalter mit offenem Mund vor dem Bildschirm saßen, weil sie Boris Beckers-Lieblingssatz: „Ich bin drin!“ ausprechen wollten.

Aber warum ist es überhaupt notwendig, eine solche Gruppe zu definieren? Vermutlich ist der Begriff aus einer soziodemographischen Studie hervorgegangen, genaues weiß man nicht. Verwendung findet er heute aber anscheinend vor allem auf dem Arbeitsmarkt und ist im Personalmarkt sogar ein Einstellungskriterium.

Nicht zuletzt ist die Idee, die sich hinter der Klassifizierung verbirgt, eine extreme Fortführung und Erweiterung des Jugendwahns auf dem Arbeitsmarkt der letzten Jahre und hängt direkt mit der Betrachtung der Arbeitnehmer als „Human Capital“ zusammen. Im erweiterten Sinne also auch mit der Bewertung von Unternehmen, der Spekulation an den Börsen und dem Untergang der Weltwirtschaft zum aktuellen Zeitpunkt.

Das dieser Begriff in der aktuellen Zeit jedoch immer häufiger auftritt, zeigt zum einen, dass in den Personalabteilungen der Unternehmen noch immer die „alte“ Denke vom Mensch als Kapital vorherrscht. Vielleicht ist es auch ein wenig zuviel erwartet, aber Personalabteilungen sollten mittlerweile gelernt haben langfristig zu planen. Die globale Weltwirtschaft hat die Folgen von kurzfristiger Monetarisierung und Planung in der Finanzwelt gerade erst schmerzhaft erfahren, den einzelnen Unternehmen und ihren Personalabteilungen steht dieser schmerzhafte Absturz noch bevor, auch wenn er vielleicht noch 10 Jahre auf sich warten lässt.

Quelle: Heise Online

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