Die fehlende Empathie für Familien und Kinder

In Deutschland herrscht Kinderarmut. Genau wie in anderen Ländern auch, gab es in Deutschland einen sogenannten „Pillenknick“ welcher zu Beginn der 70er Jahre die Geburtenzahlen sinken ließ. Dieser Knick passierte weltweit, doch im Gegensatz zu anderen Ländern, sinken die deutschen Geburtenzahlen schneller und rapider.

Eine Folge dieser Entwicklung, die bis dato fast bewusst verschwiegen oder nicht bekannt ist, äußert sich in der gesellschaftlichen Verrohung und Verantwortungslosigkeit. Der Umgang der Menschen miteinander in der Gesellschaft äußert sich nicht nur durch abnehmenden Altruismus, sondern auch durch die Verantwortungslosigkeit beispielsweise im Straßenverkehr oder alltäglichen Situationen.

Damit soll nicht beschrieben werden, dass Menschen ohne Verantwortung für Kinder unbedingt die besseren Menschen sein müssen. Aber es ist augenscheinlich, wer Verantwortung für sein Kind übernimmt, der übernimmt auch Verantwortung für seine Mitmenschen, sei es im Beruf als Chef oder als Autofahrer im Straßenverkehr. Menschen ohne Kinder und Menschen die sich der Verantwortung für ihre eigenen Kinder entziehen, fällt es leichter sich nur auf sich selbst zu konzentrieren, was oftmals mit fehlender Empathie gekoppelt ist.

Natürlich gibt es hier auch vereinzelt überspitzte Gegenbewegungen, besonders bei Frauen die keine Kinder bekommen können. Hier äußert sich nicht selten ein überspitztes Bemutterungsverhalten, welches teilweise dann auf Haustiere überlagert werden kann, zumindest ist das meine Beobachtung.

Fakt ist aber, das die deutschen Haushalte 2008 ca. 4 Milliarden EUR  nur für ihre Haustiere ausgegeben haben. Die Anzahl der Haustiere explodiert quasi, vor allem im Bereich der Katzen gibt es Zuwächse, welche deren Anzahl jedes Jahr um Millionen erhöht (vielleicht sinkt deswegen die Singvogel-Population), Hunde sind nach wie vor die Nummer 1 unter den Haustieren.

Es ist dabei auffällig, dass immer mehr kinderlose Haushalte die Haustiere in die eigenen vier Wände holen. Vielleicht findet hier verstärkt die Kompensation mit dem eigenen Kinderwunsch statt. Hunde können heute vielfach mit an den Arbeitsplatz genommen werden, Kinder dagegen kaum. Katzen kann man mal eben eine Woche in der Wohnung lassen wenn morgens und mittags die Katzensitterin vorbeikommt, mit Kindern geht das nicht. Kranke Tiere können alleine zuhause bleiben bis sie wieder gesund sind, Kinder brauchen viel Zuwendung.

Die Deutschen gewöhnen sich gerade ihre Kinder ab – mit Haustieren und Karriere.

Dieser Sachverhalt wird von Unternehmerseite und Politik sogar gefördert, von nachhaltiger gesellschaftlicher Entwicklung und Verantwortung ist hier keine Spur zu finden.

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