Die deutsche Krise – nie stand das Land vor einem solchen Scherbenhaufen nach dem zweiten Weltkrieg

Es ist schon bemerkenswert, das Jahr 2010. Noch nie in der deutschen Geschichte waren so viele Eckpfeiler der gesellschaftlichen Stabilität zerstört, angeknackst oder zum Abbruch freigegeben. Nie war das Land so orientierungslos wie heute, nie die Zukunft so ungewiss, doch es nicht nur ein deutsches Phänomen.

Eine stabile Gesellschaft braucht unerschütterliche Eckpfeiler, die das gesellschaftliche Konstrukt stützen. In der Vergangenheit war das meistens die Kirche, wenn zum Beispiel Wirtschaft und Politik verrückt spielten. Während des Kalten Krieges und der 68er Bewegung war es dann die konstant wachsende Wirtschaft, die der Gesellschaft eine gewisse Stabilität verlieh. Zur Zeit der Wende dann war es Helmut Kohl, der einfach immer wieder gewählt wurde, weil er für die politische Konstante stand, die sich nicht änderte.

Heute ist Alles in Bewegung und Alles in der Krise.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung ist gescheitert, bevor sie überhaupt angefangen hat. Die parlamentarische Demokratie verliert an Vertrauen. Der Klimawandel bedroht das Land und die ganze Welt. Die katholische Kirche hat ein Sex- und Imageproblem, die evangelische Kirche ein Alkoholproblem. Die Banken und Politiker haben das Land in den Abgrund gerissen. Der Euro wackelt. Die Reichen werden reicher, die Armen werden mehr. Die Börsen spielen verrückt und zeigen teilweise Kursausschläge von 1000 Punkten. Die Alten werden älter, die Babys und Familien immer weniger. Das Gesundheitssystem kollabiert, ebenso das Rentensystem  und und und …

Ohne Zweifel, es geht an die Substanz der Gesellschaft. In 100 Jahren wird man die Zeit nach der Jahrtausendwende als eine gesellschaftliche Revolution in Deutschland verstehen. Doch nicht nur hier, auch in vielen anderen Ländern passiert momentan Ähnliches.

Hieraus ergibt sich eine gesellschaftliche Verunsicherung, die sich zum Beispiel in Destruktion entladen kann, aber sie kann auch durchaus Positives bewirken. Natürlich ist Fortschritt und Veränderung wichtig, doch braucht der Mensch die Konstanten in seinem Leben. Die Familie hat daher in den letzten Jahren eine neue Bedeutung gewonnen.

Die Anzahl der Eheschließungen ist in den letzten Jahren wieder gestiegen, was die Sehnsucht der Menschen nach Konstanten deutlich macht. Auch die Anzahl der Geburten wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen, das ist zumindest meine Überzeugung, denn wenn alles rund herum zerbricht, bekommt die Familie einen ganz neuen Stellenwert.

Wir dürfen gespannt sein wo uns die allumfassende Krise hinführt, es bleibt nur zu hoffen, dass der Aufschlag auf dem Boden nicht zu hart wird.

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