Deutschland exportiert Atomprotestkultur nach Frankreich

Die Franzosen protestieren zwar auch gerne, doch meistens nur, wenn es ums Essen geht oder ums Geld. Doch das soll sich langfristig ändern, wie der aktuelle Castor-Protest beweist. Deutschland exportiert erfolgreich seine Protestkultur im Anti-AKW-Streit nach Frankreich.

Fast scheint es, als wären die Franzosen durch Fukushima aus einem Dornröschenschlaf erwacht, genauso wie die Japaner. Weltweit nehmen sich neu gegründete Anti-AKW-Bewegungen an der jahrzehntelangen Erfahrung der Deutschen ein Beispiel. Der aktuelle Protest in Frankreich richtet sich dennoch weniger gegen den Castortransport, denn die Franzosen sind natürlich froh das Zeug wieder los zu sein, sie wollen vielmehr im eigenen Land Aufmerksamkeit erregen und dies für den Protest gegen die französischen AKWs nutzen. Frankreich bezieht 80% des Stroms aus Atomkraft, zum Vergleich, in Deutschland sind es nur 22%.

Quelle: taz.de

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