Das Gefangenendilemma im Arbeitsmarkt und warum uns die FDP in die Arbeitssklaverei treibt

Die Peinlichkeiten eines Guido Westerwelle und seine moralisch und wissenschaftlich verwerflichen Taten und Äußerungen sollen bei dieser nüchternen Betrachtung keine Rolle spielen. In diesem Artikel versuche ich lediglich darzustellen, mit welchem volkswirtschaftlichen Blödsinn die FDP dieses Land in den Abgrund treibt.

Das Gefangenendilemma ist eine volkswirtschaftliche Theorie, die jeder Student mit wirtschaftswissenschaftlichem Studienanteil einmal in seinem Leben gehört haben sollte. Sie besagt, dass zwei unter Verdacht stehende Gefangene, die ohne jegliche Kommunikation von einander getrennt sind, am besten fahren, wenn beide schweigen und das Angebot der Staatsanwaltschaft zum Auspacken ablehnen. Im Prinzip ist es eine Spieltheorie, die auf verschiedene Situationen zurückzuführen ist, unter anderem auf den Arbeitsmarkt und seine Personalrekrutierung.

Angenommen die 2 Gefangenen sind Bewerber (was gar nicht so weit hergeholt ist). Der Personalreferent des Unternehmens sagt zu jedem einzeln, dass der andere für die Hälfte des Geldes arbeiten würde und derjenige nur den Job bekommt, der noch billiger ist. Wenn sich einer von beiden auf den Deal einlässt, hat der Personaler gewonnen und einen Dumpinglohn erzielt. Wenn sich jedoch beide auf den Dumpinglohn einlassen, dann geht die Spirale noch weiter nach unten der Personalreferent kann in der nächsten Bewerbungsrunde noch tiefer pokern.

Lehnen jedoch beide Jobsucher das Angebot ab, so sitzt der Personalentscheider ohne einen neuen Arbeitnehmer dar und muss sein Angebot erhöhen, bis eventuell einer von beiden zusagt. Es werden nicht beide den Job bekommen, aber immerhin hat einer einen relativ normal bezahlten Job und der andere muss im Idealfall keine Dumpinglöhne fürchten die eventuell beim nächsten Jobangebot auftauchen.

Wenn jedoch in den Arbeitsmarkt soviel Arbeitskräfte hineingesteckt werden, dass dieser ein riesiges Überangebot liefert, wie zum Beispiel die 100 Millionen chinesischen Wanderarbeiter, dann werden diese leicht  zu Arbeitssklaven mit einer Lohnspirale nach unten. Die Kürzung von Arbeitslosengeld 2 und der erhöhte Druck auf den Arbeitsmarkt, wäre für die Lohnentwicklung in Deutschland eine Katastrophe. Einziges Gegenmittel käme der Mindestlohn n Frage.

Genau diese Richtung hat jetzt auch wieder Guido Westerwelle eingeschlagen, der mit aller Gewalt hunderttausende von Arbeitnehmern in den deutschen Arbeitsmarkt pressen will. Im Prinzip will uns die FDP also einen Arbeitsmarkt a la China bescherren, der wiedermal die Reichen noch reicher macht und die armen noch ärmer. Für Deutschland wäre es ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden, der die Steuereinnahmen langfristig wegbrechen und die Gesellschaft verarmen lässt.

Das weiß die FDP, möchte aber die Unternehmerinteressen durchsetzen, obwohl diese langfristig davon nicht profitieren! Aus diesem Grund spreche ich dieser Partei jede wirtschaftspolitische und gesellschaftliche Kompetenz ab!

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Eine Antwort auf Das Gefangenendilemma im Arbeitsmarkt und warum uns die FDP in die Arbeitssklaverei treibt

  1. Danke sagt:

    danke für den Artikel

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