Mi 28 Okt 2009
Daimler untersucht das Blut der Bewerber
Erstellt von d.diggler unter Allgemein , Arbeit , Arbeitsagentur , Bewerbung , Freizeit , Geschichte , Gesellschaft , Jobbörsen , Online Bewerbung , Praktikum , Sport , Vorstellungsgespräch , Wissenschaft1 Kommentar
Das deutsche Arbeitsrecht ist schon sehr arbeitgeberfreundlich, das wissen die Deutschen nicht erst seit Maultaschen- und Pfandbon-Skandalen. Was sich jedoch heute bei Daimler an die Öffentlichkeit drängt stellt eine neue Dimension auf dem Arbeitsmarkt dar.
Der Hollywood-Film “Gattaca” spielt in einer futuristischen Welt in ferner Zukunft. Durch die genetische Analyse sind Menschen in identifiziert und klassifiziert, die Horrorversion eines faschistischen Staates. Wenn jedoch der Bericht vom NDR der Wahrheit entspricht, wovon auszugehen ist, dann nimmt der Daimler-Konzern von potenziellen Bewerbern bereits im Bewerbungsprozess eine Blutprobe.
Nach eigener Angabe von Daimler wird von jedem eine Blutprobe verlangt, vom Manager bis zur Sekretärin.
Die Brisanz dieser Tatsache liegt auf der Hand. das Unternehmen kann feststellen, ob die Bewerberin schwanger ist, obwohl sie es nicht angeben muss. Es kann feststellen, ob eine genetische Erkrankung vorliegt, die vielleicht in 10 oder 15 Jahren ausbrechen kann. Vielleicht trinkt der Bewerber gerne mal am abend ein Bierchen, auch das lässt sich am Blutwert feststellen. Was hier stattfindet ist ein Skandal der das Schwabenland in seinen Grundfesten erschüttert.
Natürlich werden die Bewerber nicht zum Bluttest gezwungen, wer sich weigert bekommt halt einfach den Job nicht. Diese subtile Drohung wird nicht ausgesprochen, liegt aber eindeutig auf der Hand.
Hier ist das Eingreifen des Staates durch die Gesetzgebung schnell erforderlich, damit dieser unhaltbare Zustand abgeschafft wird. Daimler überschreitet hier eine moralische Grenze, die den Glanz des Sternes verblassen lässt.
Mai 6th, 2010 at 08:46
[...] Skandal verbreitet sich jedenfalls wie ein Lauffeuer und erinnert an die Daimler-Benz-Blut-Affäre. Es wird deutlich, dass mittlerweile massiv persönliche Daten von Arbeitgebern eingefordert [...]