Vorstellungsgespräch


Die Tabellenkalkulation Excel ist ein wirklich gutes Programm für statistische und mathematische Anwendungen. Doch immer mehr wird der Arbeitsablauf und Alltag von Angestellten durch Excel-Tabellen kontrolliert und gesteuert. Für viele Unternehmen der Anfang vom Ende.

Es gibt Mitarbeiter, die können ohne Excel nicht mehr organisiert arbeiten und verkommen fast schon zu Tabellenreitern, mit Bezeichnungen wie Excel-Nerd oder Excel-Hexe. In dieser schönen Excel-Welt ist alles aufgelistet und durchorganisiert, es ist kaum noch Platz zum atmen.

Die Excel-Tabelle im Büro ist der schleichende Eintritt in den Büro-Akkord und somit in den Tod jeder Kreativität. In Werbe-, Presse-, Marketing-, und Vertriebsabteilungen führt diese Arbeitsweise zu dem Verlust von Spontanität und Neuerfindung. Die stupide Arbeitsorganisation und das Zeitmanagement mit einer Tabellenkalkulation mag unter dem Gesichtspunkt des optimalen Einsatzes von Human Kapital sinnvoll erscheinen, doch im Arbeitsalltag ist dieser Weg eher kontraproduktiv.

Der individuelle Einteilung der Arbeitskraft und die Selbstorganisation sind wesentliche Pfeiler einer produktiven Arbeit. So gibt es beispielsweise in der Werbebranche keine festen Arbeitsstrukturen mehr, ist ein Projekt vorbei, kommt das nächste in einem neuen Team, einer neuen Abteilung. Es gibt keine Konstanz mehr im Arbeitsalltag vieler Angestellter. Die Organisation über Tabellen führt weiterhin zu einer mangelnden mündlichen Abstimmung unter Kollegen und somit zu einer Isolierung.

Der Wegfall von notwendigen Ruhephasen, hin zu andauernden Hochphasen und somit der höchsten Ausschöpfung der Arbeitskraft ist der falsche Weg und führt die Arbeitnehmer in die Demotivierung und den Burn-Out als letzte Station.

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Wenn es nach dem Willen der Mafia ginge, wäre nicht öffentlich geworden, dass in Süditalien zig tausend illegale Einwanderer seit Jahren als Arbeitssklaven der Italiener schuften müssen. Gedemütigt und zu Untermenschen degradiert, hausen die Afrikaner im Süden Italiens, doch jetzt begehren sie auf und erwidern Gewalt mit Gegengewalt.

Sie leben im Untergrund, obwohl die Polizei ihren Aufenthaltsort genau kennt. Sie dürfen nicht arbeiten und werden doch von den italienischen Bauern für Hungerlöhne auf den Feldern zur Ernte eingesetzt. Die afrikanischen illegalen Einwanderer, deren Anzahl immer größer wird, haben meistens eine Odysee auf dem Mittelmeer hinter sich und werden jetzt als billige Arbeitssklaven verkauft.

Längst haben kriminielle Elemente wie die süditalienische Mafia das Geschäft mit den Arbeitssklaven für sich entdeckt und beuten gnadenlos aus. Polizisten drücken beide Augen zu und müssen noch nicht einmal geschmiert werden, wozu auch? Die Situation der Afrikaner ist schwierig, sie fallen auf, wollen nicht zurück und können nur illegal arbeiten. Die Polizei weiß nicht was sie mit den Illegalen machen soll.

Nicht nur Italien ist hier ganz groß, auch Spanien, Portugal, oder Griechenland stehen nicht nach.

Abschieben geht nicht, weil die Afrikaner ihre Identität und Staatsangehörigkeit verschweigen und sie hier einfach arbeiten zu lassen und zu integrieren geht auch nicht, weil dann täglich Neue und Mehr kommen. Auffanglager auf afrikanischem Boden, wie es viele Politiker vorschlagen wäre im Prinzip der beste Weg.

Die Illegalen könnten nicht mehr als Arbeitssklaven missbraucht werden und auf der afrikanischen Seite könnten von Schleusern somit nicht mehr falsche Hoffnungen gemacht werden. Doch die Mafia wehrt sich gegen diese Lösung genauso wie Menschenrechtsorganisationen – ungleiche Interessenspartner.

Das afrikanische Problem liegt ursächlich nicht nicht in den illegalen Einwanderern aus Afrika, sondern in den Legalen. Der afrikanische BrainDrain ist das schlimmste was Afrika passiert ist und wird noch immer von den westlichen Staaten gefördert und nicht unterbunden.

Die besten Köpfe Afrikas arbeiten in westlichen Staaten, sie wollen auch ein Stück vom Konsumkuchen, daher zieht sie nichts zurück auf den Mutterkontinent. Die westlichen Staaten freuen sich auf der anderen Seite über die neuen Fachkräfte, die meistens gleich an einer westlichen Uni studiert haben und direkt dort die Arbeitserlaubnis bekommen, denn somit gleichen sie den demografischen Faktor des Kapitalismus aus.

Leittragender dieser Situation ist Afrika, welches kopflos durch Warlords und Unfähige regiert und ausgebeutet wird.

Man stelle sich vor, die USA hätten im 18. und 19 Jhd. in Europa nicht Werbung gemacht mit “Gebt mir eure Armen und Schwachen”, sondern die Eliten abgezogen. Europa und die Welt sehen heute ganz anders aus, vielleicht hätte es aber sogar keinen Weltkrieg gegeben, vielleicht sogar ein paar Weltkriege mehr, wer weiß.

Quelle: tagesschau.de

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Es gibt hektische Zeiten und es gibt Ruhezeiten im Job, aber in immer mehr Unternehmen und Berufen gibt es keine Arbeitsphasen mehr in denen zum Beispiel der Schreibtisch aufgeräumt werden kann oder einfach nur mal der Small Talk mit Kollegen erfolgt. Die langfristigen Auswirkungen durch den Wegfall der Ruhephasen sind weitreichend und verhängnisvoll – nicht nur für den Arbeitnehmer.

9 to 5 scheint fast schon in vielen Kollegenverhältnissen ein Unwort geworden zu sein und Workaholic fast schon erstrebenswert oder die Voraussetzung für den Job. Was sonst von Führungskräften verlangt wurde wird in immer stärkerem Maße auch von den einfachen Angestellten verlangt, ein Leben jenseits von work-life-balance, nur für das Unternehmen unter Dauerfeuer und Stress.

Wer heute einen Arbeitsvertrag unterschreibt, sollte immer genau prüfen was er da unterzeichnet. Fallen wie “Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten” lauern mittlerweile überall. Nicht selten verlangen Führungskräfte von ihren Mitarbeitern 120% Arbeitsleistung, ohne jegliche Rücksicht auf Konsequenzen.

Seit Jahrzehnten ist der Arbeitsmarkt in Deutschland angespannt und Besserung ist nicht in Sicht, eher das Gegenteil. Seit der Zeit von Helmut Kohl geht das deutsche Schiff langsam aber stetig unter. Hartz 4 als Instrument der Reaktivierung hat funktioniert, drehtt jedoch an diesem Punkt noch zusätzlich die Burn-Out-Schraube.

Die Lösung des Arbeitsmarktproblems  muss im Ganzen gesucht und gesehen werden, vor allen Dingen muss endlich eine Aufarbeitung der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik seit den 70er Jahren erfolgen. Die Tatsache, dass Deutschland seit dieser Zeit fast “wie ein Amerikaner” lebt, der nur durch seine Vielzahl an Kreditkarten sein Leben finanziert, läuft auf einen Staatskollaps hinaus. Die Frage ist nur noch wann.

Dieser Sachverhalt wird die Situation am Arbeitsmarkt noch entschieden verschärfen. Die sinkende Anzahl von Krankmeldungen in einem Jahr mit zusätzlicher sogenannter Pandemie stellt die Tragweite der Folgen gut dar. Niemand kann sich mehr erlauben wegen einer Krankheit daheim zu bleiben, selbst mit bellendem Husten oder Grippe schleppen sich die Mitarbeiter zum Arbeitsplatz, weil sie den Jobverlust einkalkulieren. Nicht selten führt eine solche Aufopferung zum vorzeitigen Burn-out mit schlimmen Konsequenzen für den Mitarbeiter.

Dieser zunehmende Leistungsdruck, der bereits bei den weiterführenden Schulen und auch Grundschulen ansetzt ist mit verantwortlich für eine zunehmende Steigerung von Gewaltdelikten in Gesellschaft und Familie. Nicht selten wird Förderung, auch beim Sport eines Kindes, mit Leistungsdruck verwechselt. Die vierjährigen chinesischen Bodenturnenwunder, welche einem zerstörerischen Leistungsdruck unterliegen, dienen hier als Vorbild.

Doch es gibt auch Lichtblicke in bewussten Gegenbewegungen, allerdings eher in Familienunternehmen und im kleinen Rahmen, die Masse bleibt davon ausgeschlossen.

Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland ist deutlich rückläufig, in den letzten 9 Jahren sind 1.400.000 Vollzeitarbeitsplätze verloren gegangen, trotz der Boomjahre zwischen der Börsenkrise und Wirtschaftskrise. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Minijobber und Teilzeitkräfte um 1.300.000 Millionen gestiegen. Ein Beleg dafür, dass unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem in seiner jetzigen Form nicht mehr funktioniert.

Sicherlich ist es besser einen Minijob ziu haben, als gar keinen Job, auch wenn das Geld für die Arbeit mit dem Arbeitslosengeld 2 verrechnet wird, aber für wie lange? Für 6 Monate, 1 Jahr, 5 Jahre oder 20 Jahre? Je kürzer umso besser, aber mittlerweile kommen die Menschen aus den Minijobs und Teilzeitjobs gar nicht mehr raus. Der Übergang in einen Vollzeitjob findet nicht statt.

Grund für diese Entwicklung ist der enorme Machtgewinn der Wirtschaft in Deutschland und die Welteroberungsambitionen der Unternehmen. Konsolidierung, Rationalisierung oder Synergieeffekte nutzen, alles tolle Begriffe und Methoden, die letztlich eines beschreiben – die Umwandlung des Arbeitnehmers in Human Kapital, aber auch den Wegfall von Humanen Arbeitskräften.

Der Stellenabbau wird gerne auf die Globalisierung geschoben, aber letztlich ist es doch der Fortschritt, der irgendwann die nette Stimme am Telefon durch eine Computerstimme mit der Frage “Sie wollen Bananen?” ersetzt. Diese Revolution findet gerade ihren Eingang und der Höhepunkt ist nicht in Sicht, aber trotzdem muss man die Frage stellen: Was steht am Ende dieser Entwicklung?

Wird irgendwann das system kippen oder wird irgendwann die Hälfte der Deutschen von Sozialleistungen leben, während die andere Hälfte noch arbeiten gehen darf? Kann der Zukunftsmarkt “Regenerative Energien” das Land retten oder ist das eher eine Luftnummer mit Strohfeuer-Charakter?

Quelle: welt.de

Das Doping am Arbeitsplatz ist nicht neu, schon seit dem Beginn der Industrialisierung nehmen Menschen verschiedenste Pharmazeutika, um im Berufsleben zu bestehen und Höchstleistungen zu bringen. Der Renner scheint aktuell Ritalin zu sein, welches eigentlich gegen ADHS bei Kindern verschrieben wird.

Englische Premierminister, Soldaten, Manager und Adolf Hitler haben eines gemeinsam – sie nahmen Drogen, um ihre Leistung zu steigern. Damals wie heute waren die Konsumenten relativ unbedarft was die Nebenwirkungen anging, von manisch euphorischen Zuständen über geistige Verwirrtheit bis zu bleibenden Schäden am Nervensystem nahmen und nehmen sie alles in Kauf, nur um im Beruf zu überstehen.

Es sind nicht nur die Leistungssportler, die sich regelmäßig dopen, sondern auch die ganz normalen Angestellten. In der Mehrzahl betrifft es eher die Angestellten in leitenden Funktionen, die unter einem dauernden Leistungsdruck stehen und ihrem Körper und Geist alles abverlangen. Eine Studie der DAK geht von ca. 800.000 Deutschen aus – egal ob Angestellter, Freiberufler oder Unternehmer – die regelmäßig Substanzen zu sich nehmen, damit die Leistung im Job gebracht wird. Hierunter fallen nicht die Nahrungsmittel wie Kaffee oder “mothers little helpers” wie die Rolling Stones einst das beruhigungsmittel Valium besungen haben. Das Marihuana und LSD nicht gerade zum Doping zählt und die Leistung eher in unterirdischen Tiefen verschwindet, mussten die Amerikaner bei ihren Soldaten im Vietnam-Krieg feststellen, die sich das Zeug natürlich illegal besorgten, wahrscheinlich vom Viet-Kong.

Die Kassenschlager der Leistungsteigerung heißen Ritalin und Modafinil, die illegalen Klassiker natürlich Kokain und Speed, wobei bei Kokain auch gleich noch das Selbstbewusstsein gesteigert wird. Wenn ihr Chef also plötzlich so wirkt, als ob man ihm eine Duracel-Batterie in den Allerwertesten geschoben hat, dann ist das vielleicht auf Substanzen zurückzuführen.

Was der Berufstätige oft nicht direkt merkt, er begibt sich in einen Teufelskreis aus “Uppern” und “Downern”, morgens fit für den Job dopen und abends wieder runterkommen zum schlafen. Spätestens nach einigen Monaten sind neben der pysischen und psychischen Sucht auch die bleibenden Schäden an Organen und dem Nervensystem vorhanden.

Hier liegt auch die Gefahr des relativ harmlosen Ritalins, welches nicht unmittelbar zu einer Abhängigkeit führt. Als der Schweizer Leandro Panizzon 1944 das Methylphenidat entdeckte, probierte er es gleich an seiner Frau aus. Diese zeigte plötzlich beim Tennisspiel eine enorme Leistungssteigerung. Seine Frau hieß übrigens Rita, weshalb das Medikament den Namen Ritalin trägt.

Ritalin scheint der perfekte Leistungsbringer zu sein und wird mittlerweile in rauhen Mengen verschrieben. Wir leben heute quasi in einer Ritalin-Gesellschaft, welche die permanente Leistung verlangt, wer nicht mitkommt hat entweder die Wahl des sozialen Abstiegs oder aber er nimmt die Leistungssteiger zu sich, wie es heute bereits viele Kinder täglich vollziehen.

Was passiert eigentlich mit den Kindern die heute permanent unter Ritalin stehen? Werden sie ihren zukünftigen Joballtag ohne Ritalin überstehen?

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