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Das Doping am Arbeitsplatz ist nicht neu, schon seit dem Beginn der Industrialisierung nehmen Menschen verschiedenste Pharmazeutika, um im Berufsleben zu bestehen und Höchstleistungen zu bringen. Der Renner scheint aktuell Ritalin zu sein, welches eigentlich gegen ADHS bei Kindern verschrieben wird.

Englische Premierminister, Soldaten, Manager und Adolf Hitler haben eines gemeinsam – sie nahmen Drogen, um ihre Leistung zu steigern. Damals wie heute waren die Konsumenten relativ unbedarft was die Nebenwirkungen anging, von manisch euphorischen Zuständen über geistige Verwirrtheit bis zu bleibenden Schäden am Nervensystem nahmen und nehmen sie alles in Kauf, nur um im Beruf zu überstehen.

Es sind nicht nur die Leistungssportler, die sich regelmäßig dopen, sondern auch die ganz normalen Angestellten. In der Mehrzahl betrifft es eher die Angestellten in leitenden Funktionen, die unter einem dauernden Leistungsdruck stehen und ihrem Körper und Geist alles abverlangen. Eine Studie der DAK geht von ca. 800.000 Deutschen aus – egal ob Angestellter, Freiberufler oder Unternehmer – die regelmäßig Substanzen zu sich nehmen, damit die Leistung im Job gebracht wird. Hierunter fallen nicht die Nahrungsmittel wie Kaffee oder “mothers little helpers” wie die Rolling Stones einst das beruhigungsmittel Valium besungen haben. Das Marihuana und LSD nicht gerade zum Doping zählt und die Leistung eher in unterirdischen Tiefen verschwindet, mussten die Amerikaner bei ihren Soldaten im Vietnam-Krieg feststellen, die sich das Zeug natürlich illegal besorgten, wahrscheinlich vom Viet-Kong.

Die Kassenschlager der Leistungsteigerung heißen Ritalin und Modafinil, die illegalen Klassiker natürlich Kokain und Speed, wobei bei Kokain auch gleich noch das Selbstbewusstsein gesteigert wird. Wenn ihr Chef also plötzlich so wirkt, als ob man ihm eine Duracel-Batterie in den Allerwertesten geschoben hat, dann ist das vielleicht auf Substanzen zurückzuführen.

Was der Berufstätige oft nicht direkt merkt, er begibt sich in einen Teufelskreis aus “Uppern” und “Downern”, morgens fit für den Job dopen und abends wieder runterkommen zum schlafen. Spätestens nach einigen Monaten sind neben der pysischen und psychischen Sucht auch die bleibenden Schäden an Organen und dem Nervensystem vorhanden.

Hier liegt auch die Gefahr des relativ harmlosen Ritalins, welches nicht unmittelbar zu einer Abhängigkeit führt. Als der Schweizer Leandro Panizzon 1944 das Methylphenidat entdeckte, probierte er es gleich an seiner Frau aus. Diese zeigte plötzlich beim Tennisspiel eine enorme Leistungssteigerung. Seine Frau hieß übrigens Rita, weshalb das Medikament den Namen Ritalin trägt.

Ritalin scheint der perfekte Leistungsbringer zu sein und wird mittlerweile in rauhen Mengen verschrieben. Wir leben heute quasi in einer Ritalin-Gesellschaft, welche die permanente Leistung verlangt, wer nicht mitkommt hat entweder die Wahl des sozialen Abstiegs oder aber er nimmt die Leistungssteiger zu sich, wie es heute bereits viele Kinder täglich vollziehen.

Was passiert eigentlich mit den Kindern die heute permanent unter Ritalin stehen? Werden sie ihren zukünftigen Joballtag ohne Ritalin überstehen?

“Wo Geld fließt, da gibt es auch Betrug”, sagt ein Sprichwort und beweist durch den neuen europäischen Wettskandal im Fußball seine Gültigkeit. Erstaunlich nur, dass der Skandal in Deutschland aufgedeckt wurde, wo so viele Länder betroffen sind und die Mafia im Lande eigentlich ungestört arbeiten kann.

Es war zwar nur ein Zufallsfund, der die Lawine des Betrugsfalls ins Rollen brachte, aber immerhin haben die deutschen Behörden ihre internationale und fachliche Kompetenz unter Beweis gestellt. Der reibungslose und effektive Zugriff und die somit notwendige Geheimhaltung im öffentlichen Dienst auf internationaler Ebene verblüffen. Wann hat es so etwas je zuvor gegeben, außer gegen Kinderschänder. Keine Frage, die Polizei lernt dazu, trotzdem sind ihnen die Mafiosi, Triaden und wie sie auch heißen mögen um Lichtjahre voraus.

Was allerdings ein wenig schockiert sind die versnobten Kommentare der DFB-Funktionäre und Vereinsoberen. Diese fühlen sich im Vorfeld zu gering informiert und machen die Staatsanwaltschaft dafür verantwortlich. Die Tatsache, dass es sich um ein laufendes Verfahren handelt in welchem neue Beweise auftauchen können und das die europäische Fußballorganisation UEFA informiert war, wird hier ausgeblendet.

Fast scheint es, als ob einige Funktionäre nicht sehr glücklich über den Fahndungserfolg der Ermittler sind. Ich möchte hier keine Mittäterschaft unterstellen, vermutlich sehen die betreffenden Personen wohl eher den Imageschaden und somit den schnöden Mamon gefährdet.

Der internationale Fußball hat ein gewaltiges Problem und dieses Problem heißt Sportwette.

Die Anbieter von Sportwetten sind in den letzten Jahren gigantisch gewachsen und der internationale Fußball geht einen schmalen Grad zwischen Vorbildfunktion für die Jugend und Spielsuchtförderung durch Anbieter von Sportwetten. Zigaretten dürfen nicht beworben werden aber Sportwetten sind ok. Kaum ein Spiel findet ohne Werbung eines Sportwettenanbieters statt, denn die Werbeeinnahmen sind hoch und die Vereine brauchen das Geld. Doch es offenbart sich immer mehr die Notwendigkeit eines europäischen Sportwettverbotes im Fußball. Der Kampf dagegen dürfte allerdings genauso schwer werden, wie bei den Zigaretten.

Im Fußball ist nicht der Verlust von Geld die schlimmste Folge aus dem Wettskandal, sondern der riesige Vertrauensverlust in das Spiel selbst. Kaum ein Spiel, welches mit kuriosen Wendungen nicht in den Verdacht der Manipulation gerät. Frankreich gegen Irland vor einigen Tagen – die Hand Gottes von Herrn Henry und ein Schiedsrichter der eine riesige Fehlentscheidung trifft. War das Spiel manipuliert?

Nur ein Verbot von Fußballwetten kann hier eine Lösung bringen, andernfalls wird das Spiel mit dem runden Ball gewaltigen langfristigen Schaden nehmen.

Wirtschaftskrise, Werteverfall, soziale Kälte, Jobabbau, Gewinnmaximierung, etc. – alles Begriffe der Gegenwart und Synonyme einer sich ändernden Gesellschaft. Jeder dieser Begriffe steht für einen Messerstich in den Korpus der altruistischen deutschen Gesellschaft und mit jedem neuen Begriff und vor allem der dahinterstehenden Maßnahme,  endet die Ära der altruistischen Gesellschaft.

Ohne den Altruismus der vergangenen Generationen wäre unsere Zivilisation nicht dort, wo sie jetzt steht. Jede Gesellschaft braucht viele Bürger, die mehr geben als sie nehmen, ähnlich dem Prinzip von Jing und Jang – Gut und Böse. Eine Gesellschaft die nur aus Altruisten besteht ist eine Überflussgesellschaft in der es jedem Menschen gut gehen muss. Eine Gesellschaft ohne Altruismus ist vergleichbar mit dem Dritten Reich hoch 10.

Altruismus scheint also die Wurzel zum Glück zu sein, doch man kann ihn nicht aufzwingen. Er ist eine Eigenschaft die im Laufe der Evolution sowohl bei Tieren, als auch bei Pflanzen auftaucht. Bei den Menschen ist es eine Lebenseinstellung und Bewusstseinsentscheidung die jeder selbst treffen muss und für erstrebenswert erachten muss, sonst funktioniert es nicht.

Die Super-Altruisten von Noah über Jesus bis Mutter Theresa gelten noch immer als die Vorbilder, allerdings mit rapide sinkender Identifikationszahl. Sie werden abgelöst von den mächtigen Oligarchen, den Titanen der “aktuellen” Gesellschaft, welche sich als sogenannte Alpha-Tiere outen, aber auch den Popstars und Topmodels, die im Prinzip in Symbiose mit den Titanen leben. Diese “neuen” Vorbilder werden das zukünftige gesellschaftliche Bild bestimmen, etwas anderes deutet sich nicht an.

Doch warum stirbt der Altruismus und wo hat diese Entwicklung ihren Ursprung? Den Ursprung erleben wir tagtäglich und er liegt eigentlich im kapitalistischen System begründet. Wer gibt, dem wird gegeben – diese Weisheit gilt im Kapitalismus nicht, hier zählt eher, wer nimmt bekommt immer mehr. Vor allem seit dem Ende des Kalten Krieges hat sich diese Maxime welteit durchgesetzt.

Der Niedergang des Altruismus ist allerdings an keinem Zeitpunkt richtig festzumachen, es ist eher einer Entwicklung geschuldet, die verschiedene Ursachen hat. Der Wegfall von Kirchen als Wertevermittler zählt dazu, aber vor allem der unglaubliche geselschaftliche Erfolg der Anti-Altruisten. Diese sind in sehr vielen Führungspositionen vertreten und bekommen eine steigende Aufmerksamkeit und Bewunderung. Es gilt heute mehr denn je ein erfolgreicher Mensch zu sein, als ein guter Mensch. Gut-Menschen kommen im Beruf nicht weiter, sie können nicht beißen, nicht hauen oder stechen und sie gehen nicht über Leichen.

Die Kirchen waren viele Jahrhunderte der Hort des propagierten Altruismus, sie sind es heute auch, nur glaubt ihnen niemand mehr, weil die Wirklichkeit sie überholt hat. Denn sie haben es in der Tat immer nur propagiert und nicht selbst gelebt, außerdem lebt es sich ohne Altruismus in dieser Gesellschaft angenehmer. Es gibt aktuell noch kein zeitgemäßes Gegenstück zum kirchenpropagierten Altruismus, nicht nur die rapide sinkende Zahl der Ehrenämter ist hierfür ein Beleg. Organisationen wie Attac oder Wohlfahrtsverbände können hier kaum was bieten.

Allein Maultaschen-Affären oder Getränke-Bon-Skandale zeigen den Menschen, dass heute nur noch der weiter kommt, der an sich selbst denkt. Dieser Sachverhalt ist politisch und wirtschaftlich so gewollt, im Prinzip das amerikanische und puritanische System. Vor Jahren hat sich bereits angedeutet, dass unsere Gesellschaft amerikanisiert wird und wir sind auf dem besten Weg dorthin.

Quelle: spiegel.de

Das deutsche Arbeitsrecht ist schon sehr arbeitgeberfreundlich, das wissen die Deutschen nicht erst seit Maultaschen- und Pfandbon-Skandalen. Was sich jedoch heute bei Daimler an die Öffentlichkeit drängt stellt eine neue Dimension auf dem Arbeitsmarkt dar.

Der Hollywood-Film “Gattaca” spielt in einer futuristischen Welt in ferner Zukunft. Durch die genetische Analyse sind Menschen in identifiziert und klassifiziert, die Horrorversion eines faschistischen Staates. Wenn jedoch der Bericht vom NDR der Wahrheit entspricht, wovon auszugehen ist, dann nimmt der Daimler-Konzern von potenziellen Bewerbern bereits im Bewerbungsprozess eine Blutprobe.

Nach eigener Angabe von Daimler wird von jedem eine Blutprobe verlangt, vom Manager bis zur Sekretärin.

Die Brisanz dieser Tatsache liegt auf der Hand. das Unternehmen kann feststellen, ob die Bewerberin schwanger ist, obwohl sie es nicht angeben muss. Es kann feststellen, ob eine genetische Erkrankung vorliegt, die vielleicht in 10 oder 15 Jahren ausbrechen kann. Vielleicht trinkt der Bewerber gerne mal am abend ein Bierchen, auch das lässt sich am Blutwert feststellen. Was hier stattfindet ist ein Skandal der das Schwabenland in seinen Grundfesten erschüttert.

Natürlich werden die Bewerber nicht zum Bluttest gezwungen, wer sich weigert bekommt halt einfach den Job nicht. Diese subtile Drohung wird nicht ausgesprochen, liegt aber eindeutig auf der Hand.

Hier ist das Eingreifen des Staates durch die Gesetzgebung schnell erforderlich, damit dieser unhaltbare Zustand abgeschafft wird. Daimler überschreitet hier eine moralische Grenze, die den Glanz des Sternes verblassen lässt.

Quelle: ndr.de

Der DFB baut seit Herbst 2007 bis heute 1000 Bolzplätze für Kinder. Im Zuge der Fußballweltmeisterschaft sollte etwas für die Jugendförderung getan werden. Die Kids sollten für die Vereine motiviert und aktiviert werden, schließlich verdient der DFB schon in der Jugend Millionen an seinen kleinen Kickern, alleine durch die Fußballsammelbilder. Doch aus gesundheitlicher Sicht erwartet die Minikicker in älteren Jahren eine orthopädische Katastrophe.

21 Millionen Euro stehen für die 1000 Bolzplätze bereit und die meisten sind schon längst gebaut. In Dörfern des ganzen Landes stehen die Bolzplätze und erfreuen Kinderherzen, wie es Eltern nur selten schaffen. Der DFB ist zufrieden mit seiner Jugendförderung, der Verein ist glücklich das die Kinder jetzt nicht mehr auf dem heiligen Rasen spielen und die Kinder haben endlich einen Platz an dem sie kicken können ohne sich mit dem Platzwart anzulegen. Alles scheint glücklich.

Doch was viele Eltern dieser Kinder gar nicht wissen, der Rasen auf dem Bolzplatz des DFB ist das ganze Jahr über grün. Es handelt sich um den pflegeleichten Kunstrasen, der in den 70er Jahren seine Blüte erlebte und heute wieder aktiv verbaut wird. Selbst die deutsche Nationalmannschaft muss bei der WM-Qualifikation in Russland auf Kunstrasen spielen. Jedoch hat dieser unverwüstliche Bodenbelag ein Problem, er ist der Tod aller Bänder und Sehnen und spätestens bei einem Wechsel in die Herren-Mannschaft, werden die kleinen Bolzplatzkicker von damals ihre ersten Bänder- und Sehnenrisse erleben. Die Folgekosten dürften in die Milliarden gehen, doch die trägt ja nicht DFB sondern das Gesundheitssystem, also warum sollte sich der DFB darum kümmern?

Ich persönlich war seit der E-Jugend leidenschaftlicher Fußballspieler, bis ich zum ersten Mal als Erwachsener auf einem Kunstrasen gespielt habe. Nach 10 Minuten hörte ich im Sprint einen lauten Knall und verspürte einen stechenden Schmerz. Ich dachte, dass mir jemand von hinten in die Beine getreten hat, doch dort war niemand. Meine Achillessehne war gerissen und das Thema aktiv Fußball zu spielen hatte sich für mich erledigt. Den Kunstrasen habe ich also nur einmal betreten, aber dies wird vermutlich auch das letzte Mal gewesen sein.

Die Medizin weiß um die Folgen der Kunstrasenverbreitung und schlägt schon seit längerem Alarm. Allerdings werden die bedenken immer mit einem Abwinken ignoriert oder gar die Unterstellung der Spaßbremse wird laut. Ein fataler Fehler mit ungeahnten Folgen für alle Kinder, die jetzt auf den DFB-Bolzplätzen toben. Das Motto der DFB-Bolzplätze “Fußball ist Zukunft”, scheint in diesem Zusammenhang eher wie pure Satire.

Quelle: dfb.de

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