Sport


Wenn jemand weiß, wann es Zeit ist zu gehen, dann ist es Franz Beckenbauer, deshalb ist ihm zum Beispiel so ein peinliches Comeback wie von Michael Schumacher erspart geblieben. So weiß der Franz auch, dass die goldenen Zeiten der FIFA vorbei sind, schließlich weiß mittlerweile auch jeder kleine E-Jugendkicker, dass bei der FIFA etwas ganz gewaltig stinkt.

Deshlab hat sich der Franz auch von der FIFA schnell verabschiedet und zum Abschied aus seinem Posten als FIFA-Exekutivmitglied auch schnell Kritik an der Veröffentlichung der Wahlergebnisse kund getan. Denn so wurde schnell deutlich, dass fast keiner für England gestimmt hatte.

Jetzt wird die FIFA jedoch langsam nervös, denn Günter Hirsch ist ebenfalls aus der FIFA ausgetreten und hat deren Ethikkomission verlassen. Mit einem Brief an die FIFA hat Hirsch die Vergabe der WM 2018 und 2022 kritisiert und der FIFA unterstellt sich nicht an ethische Regeln zu halten. Für uns nichts Neues, doch ist es schon deutlich, wenn sich jemand aus den eigenen Reihen mit so deutlichen Worten verabschiedet.

Diese Mitglieder dürften nicht die letzten sein, die noch schnell abspringen, bevor die FIFA aus dem Gleis springt. Das Ende der FIFA scheint eingeläutet zu sein, nationale und internationale Sportfunktionäre sprechen bereits offen von einer alternativen Organisation zur FIFA. Sollten sich einige große Verbände für eine neue weltweite Organisation zusammenschließen, zum Beispiel die von der FIFA düperten Engländer, zusammen mit den Deutschen, Spaniern und Franzosen, wäre der Flächenbrand ausgelöst und spätestens 1 Jahr später wären alle größeren Verbände gewechselt.

So kann es jedenfalls nicht weitergehen und eine grundlegende wirkliche Reform der FIFA scheint momentan ausgeschlossen. Wir dürfen auf die nächsten Monate gespannt sein. Auch bei der FIFA selbst scheint ein wenig Panik aufzukommen, mit einem Frontalangriff auf das IOC wird versucht selbst aus der Schusslinie zu geraten, jedoch mit wenig Erfolg.

Quelle: zeit.de

Den FC Bayern mag niemand, schon immer war er ein Bonzenverein, der sich wenn nötig den Sieg erkaufte. Anders war das beim FC Barcelona, kaum ein anderer Verein auf der Welt genoß einen so guten Ruf. Nicht nur spielerisch, sondern auch die Philosophie des Vereins überzeugte Fans auf der ganzen Welt und ließ Katalonien zu einem Begriff werden.
Damit ist es nun vorbei … Barcelona vollzieht ein Meisterstück der Selbstmontage.

Ausgerechnet den ganz offensichtlich gekauften WM-Ausrichter Katar packt der FC Barcelona zukünftig auf seine Trikots, für satte 165 Millionen EUR. Damit hat der Verein sein Ideal verkauft und jede Menge Fans verloren, vor allem international.

Schade, der sprichwörtliche Leuchtturm ist eingestürzt …

Und wie geht es jetzt weiter? Die korrupte FIFA wird weitermachen wie bisher, die Mitglieder haben nichts zu befürchten, ihr Ruf ist eh schon ruiniert, Katar wird eine der pompösesten WMs ausrichten und riesige Fußball-Tempel bauen. Doch Unrecht von einem undemokratischen und dikatorischen Regime wird diese WM in Nirvana stürzen und die FIFA gleich mit. Der FC Barcelona wird sich von diesem Schock nie wieder erholen, ein Mythos ist gefallen, die Jungfrau hat ihre Unschuld verloren. Der Verein wird zukünftig nur einer unter vielen sein.

Vielleicht erleben wir auch gerade den Anfang vom Ende des Fußballs, wer weiß …

Quelle: zeit.de

Der Deutsche Fußball Bund hat viel in die deutsche Nationalmannschaft investiert. Mit einem Mitarbeiterstab von 38 Personen, ohne Spieler, ist es ein riesiger und nicht ganz billiger Tross. Doch die Investition zahlt sich jetzt schon aus.

Bei der WM 2006 in Deutschland hat Adidas nur 3 Millionen der begehrten DFB-Trikots verkauft, allein bis jetzt sind es schon 6,5 Millionen. Die schwarzen Auswärtstrikots sind der absolute Renner und schon fast ausverkauft. Bei einem sehr stolzen Preis von ca. 70 EUR für die Erwachsenengrößen und ca. 55 EUR für die Trikots in Kindergröße gehen die Identifikationsschaffer weg wie warme Semmeln. Theo Zwanziger reibt sich schon jetzt erfreut die Hände, doch auch Adidas macht richtig Kasse.

Der deutsche Fuball erstaunt auch die Welt und auch diese lechzen nach den deutschen Trikots, weshalb man bei zukünftigen Urlauben wohl des öfteren auf die DFB-Leibchen stoßen wird. Das gab es bis jetzt noch nicht, deutscher Fußball wird zum Exportschlager und erobert die Welt. Der Dank des DFB dürfte Jogi Löw gewiss sein, ebenso natürlich der Mannschaft.

Fußball sales!

fussball-spielerberater

Überall wo das große Geld lockt sind sie mit dabei und da besonders im Fußball hierzulande wahnsinnige Summen gezahlt werden, gibt es hier eine riesige Menge der Spielerberater. Doch den meisten geht es nur um den Eigennutz, die Spieler sind ihnen dabei egal, sie sind nur Ware.

Die meiste Kohle im deutschen Sportgeschehen hat wohl der Berater von Michael Schumacher an die Seite gescheffelt, aber Fußball ist jetzt nun einmal hierzulande sie Sportart, wo am das ganz große Geld fließt, die Formel 1 nur noch ein Schatten seiner selbst.

Michael Schumacher verdiente nicht schlecht und sein Manager ebenso. Obwohl Schumacher seinen Wohnsitz in die Schweiz wechselte, als das große Geld floß, haben ihm die Fans das nicht übel genommen. Damals galt Steuerflucht noch als Kavaliersdelikt, heute ist das anders und wird mit Schelte bestraft. Wenn verwundert da die Verfall der gesellschaftlichen Werte, wenn Menschen wie Michael Schumacher als Vorbild dienen.

Doch Michael Schumacher war gestern, heute ist Fußball das Big Business und Spielerberater tummeln sich in den Stadien der der großen und guten  A- und B-Jugendclubs, ja sogar in der C-Jugend werfen sie ihre Angelrute aus. So geschehen vor einigen Tagen beim U 17-Spiel Eintracht Frankfurt gegen Bayer Leverkusen.

Knapp 250 von der FIFA “lizensierte” Spielerberater gibt es allein in Deutschland und mindestens genauso viele Spielerberater ohne Lizenz, die keinerlei Berechtigung haben, aber dennoch dick im Geschäft sind. Viele dieser Spielerberater tummelten sich bei der U 17-Begegnung, denn es gab Aussicht auf weitere dicke Geschäfte.

Unter den Talenten von morgen sind einige auf die Spielerberater ein ganz besonderes Auge geworfen haben. Für die Eltern und Spieler ist das oftmals wie ein Spießrutenlauf und talentierte Spieler werden solange belagert und belabbert, bis sie unterschreiben, teilweise sogar Generalvollmachten mit fatalen Folgen für die Spieler.

Im Prinzip ist das eine Art von Goldrausch der hier stattfindet, denn die Spielerberater hoffen auf den dicken Fisch, einen Spieler, der es bis in die großen Clubs schafft, wo sie dann prozentual mitverdienen, nicht nur bei den Transfersummen.

Hier geht es um Millionen und dafür biegen die Spielerberater schonmal das gültige Recht, denn egal wie, Hauptsache der Junge und seine Eltern unterschreiben. Telefonterror ist da noch die harmlose Variante, um die Eltern der Minderjährigen zu überzeugen, werden da schonmal komplette Strategien entwickelt, die mit sämtlichen psychologischen Tricks versehen sind.

In erster Linie zählen hier jedoch die Erfahrungswerte. Spielerberater haben individuell einen bestimmten Ruf, wer bereits einige dutzend Spieler in der 1. Bundesliga beraten hat, der ist bekannt und kann sich keine Abzocke leisten. Verantwortungsvolle Eltern machen sich hier erst mal in der ganzen Branche schlau, bevor sie irgendwas unterschreiben.

Doch das ist nicht immer so, teilweise werden Eltern und Jungen mit Luftschlössern geködert und wenn es dann nach der A-Jugend nichts wird mit der Bundesliga, fallen viele tief, denn nicht selten wird auf eine alternative Ausbildung in der Arbeitswelt keinen Wert gelegt.

Die Vereine und Trainer sind hier machtlos, sie können den Spielern nur ins Gewissen reden, sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen. Nicht selten werden den Trainern bei kleinen Clubs aber auch hübsche Sümmchen von einem Spielerberater geboten, wenn dieser bei Eltern und Spieler ein gutes Wort einlegt und es zu einem Vertragsabschluss kommt.

Den DFB interessiert hierbei lediglich der Mitverdienst und das die Talente irgendwann in der Liga oder zumindest der Nationamannschaft spielen.

Robert Emke und die Lehre aus dem Fußball-Leistungsdruck scheint bereits jetzt vergessen.

Gerade hat die Bundesregierung die Steuersenkung beschlossen, da kündigt Finanzminister Schäuble schonmal nach der NRW-Wahl Einsparungen an. Vielleicht trägt diese Einsparung dann den Titel “Wachstumsbegrenzungsgesetz.

Nach dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz kommt direkt das Wachstumsbegrenzungsgesetz in vermutlich größerem Umfang als die mikrigen 8,5 Milliarden an Wachstumsbeschleunigern.

Einsparungen müssen sein und sind schon seit Jahren überfällig. Schwarz-Gelb der 90er Jahre, Rot-Grün und Schwarz-Rot haben bis dato nie gespart. Die deutschen Politiker kennen das Wort sparen wohl nur aus dem Schuldenbegrenzungsgesetz und müssen sich jetzt erstmalig damit auseinandersetzen. Wir dürfen gespannt sein wo gespart wird.

Quelle: spiegel.de

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