Mo 18 Jul 2011
Harald Schumann über die Korruption der deutschen Politik durch die Wirtschaftskonzerne
Erstellt von Ulrich Schulte unter Allgemein , Europa , Gesellschaft , PolitikKeine Kommentare
Mo 18 Jul 2011
Di 7 Jun 2011
Deutlicher kann man es eigentlich nicht mehr auf den Punkt bringen und wenn es nicht offensichtlich wäre, man könnte es kaum glauben. Während die pseudo-demokratischen westlichen Staaten im Lybien gegen den Diktator Gaddafi kämpfen, um angeblich das Volk zu schützen, überlässt man die Syrier ihrem Diktator Assad, der schon über tausend Menschen töten ließ.
Wie kann es sein, dass westliche Bündnisse hier mit zweierlei Maß ans Werk gehen. Wie kann es sein, dass das lybische Volk vor einem Diktator beschützt wird und das syrische Volk im Stich gelassen wird.
Es ist mehr als deutlich, dass in Lybien nur wirtschaftliche Interessen eine Rolle gespielt haben. Den Engländern und Franzosen ging es von Anfang an nur um das Öl des Landes.
Die Weigerung Deutschlands zur militärischen Intervention in Lybien scheint unter diesem Aspekt sogar konsequent. Wenn man hilft, dann sollte man allen helfen und nicht nur den Reichen. Das westliche Bündnis gegen Gaddafi ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Es müssen schnell UNO-Beschlüsse und Sanktionen gegen Syrien her, notfalls auch eine Intervention mit UNO-Mandat.
Di 24 Mai 2011
Die Chinesen sind kein kommunistisches Land mehr, längst sind die einen gleicher als die anderen. Ähnlich wie in Russland, machen sich korrupte Seilschaften die Taschen mit Geld voll und das Volk muss hungern. Trotzdem ist China dank der internationalen Investitionen, vor allem aus Europa und den USA zu einer wirtschaftlichen Weltmacht geworden.
Das dies auf dem Rücken von 100 Millionen chinesischen Arbeitssklaven, den sogenannten Wanderarbeitern, passierte will heute keiner mehr sehen. Die Rückendeckung für Pakistan und die Drohung mit Krieg im Falle einer Intervention sind starker Tobak und zeigen den neuen Frontverlauf eines beginnenden Kalten Krieges.
China unterschätzt die Macht der USA und glaubt mit den Devisenreserven das Land in der Hand zu halten. Doch was würde passieren, wenn die westliche Welt sich aus China zurückzieht und die Produktionsstätten nach Indien verlagert? Was wäre, wenn die USA ihren Dollar, der eigentlich eh nichts mehr wert ist, plötzlich in einer Währungsreform opfern?
Nun, China wäre pleite und würde aggressiv und militärisch vorgehen. Die USA und Europa hätten plötzlich wieder Millionen Arbeitsplätze für ihre eigenen geringqualifizierten Arbeitnehmer, weil Indien und Osteuropa nicht alles abfangen könnten.
Sicherlich ist das alles nur Theorie und ein äußerst negatives Szenario, aber wenn überall aufgrund der Wirtschaftskrise die Nerven blank liegen und im eigenen Land die Unzufriedenheit wächst, dann ist daraus nicht selten ein Krieg erfolgt.
Der Irak-Einsatz ist so gut wie beendet und Afghanistan wird schon sehr bald sich selbst überlassen bleiben. Und was kommt dann?
Mo 23 Mai 2011
Gerade heute wieder, zeigt die Bundesagentur für Arbeit wie sehr ihr die Realität abhanden gekommen ist. Der Vorstand Raimund Becker, welcher bei der Bundesagentur für Arbeit für die regionalen und örtlichen ARGEn zuständig ist fordert einen Zuzug von Millionen von Fachkräften und scheint dabei eher vom BDI bezahlt zu werden, anstatt vom Staat und somit vom Steuerzahler.
Raimund Becker gibt im Interview mit der taz seine These von einem bevorstehenden Fachkräftemangel zum Besten. Dabei verkennt er völlig die Sachverhalte. Doch was soll die Bundesagentur für Arbeit auch machen? Eigentlich hat sie noch nie mit einer zukunftsweisenden Behauptung richtig gelegen, doch das störet anscheinend niemanden, denn irgendwas sagen müssen sie ja und meistens ist es das, was die Arbeitgeber vorgeben.
Wir erinnern uns!?
Noch vor einigen Jahren waren Ingenieure im Überschuss vorhanden. Die Bundesagentur warnte vor einem Studium in diesem Bereich und die Studienanfänger entschieden sich für andere Studiengänge wie BWL, etc. Gleiches bei den Lehrern, die vor einigen Jahren noch Taxi fahren mussten, weil sie nirgendwo benötigt wurden. Heute werden Lehrer händeringend gesucht und ein Bundesland jagt dem anderen mit immer besseren Angeboten das Lehrpersonal ab. Niemand hat diese Entwicklungen vorhergesehen, obwohl sie natürlich logisch erscheinen, denn Studenten studieren das womit sie später auch Geld verdienen, aus diesem Grund gibt es auch einen Run auf Lehramtstudiengänge und Ingenieurwissenschaften. Es ist quasi schon abzusehen, was in ein paar Jahren folgen wird.
Im Prinzip kann man die Bundesagentur für Arbeit mit einem mächtigen Pferd vergleichen, welches Scheuklappen trägt. Eigentlich sieht dieses starke Tier nur das, was direkt vor seiner Nase ist und wohin es geführt wird. An den Zügeln sind meistens die Politiker mit ihren Parteiinteressen oder den Interessen der Wirtschaft. Genauso fallen auch die Prognosen der BA aus. Die BA hat keinen ganzheitlichen Blick, sie sieht nur das was man ihr zeigt.
Nehmen wir doch das Beispiel des Ärztemangels, wie es Herr Becker in seinem Interview beschreibt. Die Anzahl der Ärzte in Deutschland ist in 10 Jahren von ca. 100.000 auf 150.000 gestiegen. Wir hatten nie so viele Ärzte im Land. Nun gibt es allerdings kaum Ärzte auf dem land, weil sich in der Stadt wesentlich mehr Geld verdienen lässt. Ebenso fehlen die Ärzte in Krankenhäusern, weil dort Schichtarbeit, schlechte Bezahlung, Stress und rauhes Klima herrscht. Am liebsten wäre jeder Arzt ein niedergelassener Arzt mit eigener Praxis und großem Kundenstamm an Privatversichten.
Es ist unwahr, dass es in Deutschland einen Ärztemangel gibt, die Ärzte sind einfach nur schlecht verteilt und niemand will wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in einem Krankenhaus arbeiten. Doch was macht die BA? Anstatt die Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern mit Vorschlägen konstruktiv zu reformieren oder für Anreize bei Landärzten zu plädieren, kommt wieder die plakative Forderung nach billigen Auslandsärzten.
Die Bundesagentur für Arbeit wird wieder einmal ihrem Ruf gerecht.
Di 17 Mai 2011
Nun, so Einiges. Beide waren machthungrige Banker, beide waren Experten ihres Fachs und beide waren in Schlüsselpositionen der Weltwirtschaft. Doch beide haben auch noch eine weitere Gemeinsamkeit, sie wurden in der wichtigsten Situation ihrer Karriere aus dem Weg geräumt und in beiden Fällen ging es um den Schuldenerlass für andere Staaten.
Allerdings ist Strauss Kahn noch lebendig, während Herrhausen am 30.11.1989 sterben musste. Herrhausen wollte damals die Staatsschulden von Mexiko erlassen, die Banker hatten Angst, dass dies eine globale Kettenreaktion auslösen würde. Obwohl nicht bewiesen, gehen viele davon aus, dass die RAF zu diesem Zeitpunkt bereits längst vom Geheimdienst unterwandert war. Aktuelle Prozesse um die RAF beweisen, dass die Terrorgruppe weitreichend mit Staatsorganen zusammen gearbeitet hat.
Laut einem Spiegel-Bericht wollte der IWF mit Strauss Kahn einen Schuldenerlass für Griechenland, was dieser kurze Zeit später allerdings wieder öffentlich dementierte.
Herrhausen und Strauss Kahn haben sich mit den mächtigen Banken angelegt und die Banken regieren die Welt, was nach der letzten Finanzkrise wohl jedem klar sein dürfte. Doch es gibt momentan keine unterwanderte Terrororganisation, die in der Lage wäre Strauss kahn zu beseitigen. Al-Quaida kauft man den Angriff auf den IWF nicht ab und einen Killer zu organisieren wäre nicht in Frage gekommen.
Also, nimmt man einfach den wunden Punkt eines Menschen, um in zu diskreditieren. Jeder hat diesen Punkt und wir können davon ausgehen, dass bestimmte Kreise auch wissen, wie man Angela Merkel oder andere Politiker mit ihrem wunden Punkt treffen und ausschalten könnte, wenn man wollte. Der eine ist ein Kinderschänder, der andere ein Vergewaltiger, Schürzenjäger, Spieler, Raser, Schläger oder irgendwas anderes – kaum ein Machtmensch hat keinen wunden Punkt.
Dominique Strauss Kahn ist ein Vergewaltiger, anscheinend hat er dies auch schon in der Vergangenheit gemacht. Die Vorwürfe sind vermutlich sogar in Teilen war, doch man kann davon ausgehen, dass die aktuellen Ereignisse eine Falle waren, um die Person effektiv auszuschalten.
Fakt ist, der Schuldenerlass für Griechenland ist damit in sehr weite Ferne gerückt. Somit auch für Portugal und Griechenland und alle anderen. Fakt ist auch, die großen Banken haben sich damit gerettet, denn sie wären die Leidtragenden einer Umschuldung gewesen. Griechenland wird den Weg des Staatsbankrotts und EU-Austritts gehen müssen, um sich zu entschulden, ein anderer Weg steht jetzt nicht mehr offen. Die Banken haben wieder einmal gesiegt.