Mo 18 Jul 2011
Harald Schumann über die Korruption der deutschen Politik durch die Wirtschaftskonzerne
Erstellt von d.diggler unter Allgemein , Europa , Gesellschaft , PolitikKeine Kommentare
Mo 18 Jul 2011
Do 14 Jul 2011
Es dürfte die Welt in eine Krise stürzen, wie sie bisher noch nie erfolgt ist. Der Staatsbankrott der USA wird bedeuten, dass sämtliche Dollars auf der Welt ab sofort nichts mehr wert sind. Für Länder mit einem hohen Dollarbesitz, wie China, Brasilien oder Japan wäre es eine Katastrophe, und natürlich auch für die USA selbst. UNter Bill Clinton gab es noch einen ausgeglichenen Haushalt mit einem Überschuss von 65 Milliarden, heute sind es 14,3 Billionen Dollar Minus.
Die Wellenbewegung würde einen wirtschaftlichen Tsunami über die Welt bringen, in dessen Zuge jedes Land betroffen wäre. Doch wie konnte es soweit kommen?
Nun, wir wissen alle wer die Schulden gemacht hat. Es war George W. Bush und seine republikanische Regierung, die mit dem steigenden Militäretat und Steuersenkungen für Reiche, das Land dort hin brachten, wo es jetzt ist. Die Wirtschaftskrise wurde in dieser Zeit noch einmal enorm verstärkt, denn das Geld, welches die reichen Amerikaner nicht mehr zahlen mussten führte letztlich auch zur größten Finanzkrise aller Zeiten.
Der Rettungsplan von Barack Obama sieht vor, die Steuersenkungen für Reiche rückgängig zu machen, doch die Republikaner wollen ihre Reichenförderung nicht aufgeben. Dabei spielen sie mit dem Feuer, denn ein Staatsbankrott wird alle treffen, egal ob Reiche oder Arme. Natürlich werden die Armen besonders leiden, doch das scheint den Republikanern wieder einmal egal.
Sollte Amerika wirklich pleite gehen, so wäre es die Chance für ein neues System, sowohl wirtschaftlich als auch politisch. Das 2-Parteien-System hat das Land dahin gebracht, wo es jetzt ist, an den Abgrund.
Di 12 Jul 2011
Als im Jahr 2009 die weltweite Finanzkrise ausbrach, schien die Welt am Abgrund zu stehen. Was ist jetzt im Juli 2011? Nun, eigentlich hat sich in den letzten 2 Jahren überhaupt nichts geändert, im Gegenteil, die Staaten haben mehr Schulden als in 2009.
Kaum ein Monat ohne Hiopsbotschaft, Griechenland fast zahlungsunfähig, Amerika vor der Staatsinsolvenz und nun soll es auch noch Italien sein. Ohne Frage, die Probleme sind riesig und fast scheint es, als würde es noch schlimmer kommen als in 2009 prognostiziert.
Das dieses Jahr heftig wird, lies sich schon an der arabischen Revolution erkennen, doch wenn die USA in ein paar Wochen zahlungsunfähig werden oder Italien, dann wird es richtig unangenehm für uns alle. Doch vielleicht ist ein Ende mit Schrecken besser, als ein Schrecken ohne Ende.
Fr 8 Jul 2011
Da sind sie wieder, die Berufsoptimisten und Schönfärber, die in Deutschland eine Vollbeschäftigung vorhersagen. Doch mit der Realität hat das nichts zu tun, sicherlich sind die Berufsaussichten für Arbeitnehmer in Deutschland aktuell so gut, wie schon lange nicht mehr, jedoch muss man genauer hinschauen.
Die Anzahl der Beschäftigungsverhältnisse ist in Deutschland so hoch wie noch nie. Soweit zum positiven Aspekt, aber wer hinter die Fassade der Zahlen schaut erkennt dramatische Fakten. Noch konnten in Deutschland so wenig Menschen von ihrem verdienten Arbeitslohn leben, wie jetzt. Noch nie war die Zeitarbeit so weit verbreitet wie jetzt, der größte Teil der festen neuen Arbeitsverhältnisse ist ausschließlich in der Zeitarbeit beheimatet. Das bedeutet, die Leute sind zwar weg von der Straße und können nicht mehr demonstrieren, aber sie können von ihrem aktuellen Job nicht leben und zudem wissen sie noch nicht einmal, ob sie in den kommenden Monaten überhaupt noch einen Job haben.
Auch der jetzige Aufschwung kommt nicht bei den Arbeitnehmern an. Große Konzerne wollen zwar Vorbilder sein schenken ihrer Belegschaft mal eben tausende von Euros als Prämie, wovon sich die Regierung eine Kettenreaktion erhofft hat, doch dies bleibt aus.
Selbst die Gewerkschaften können nur Lohnerhöhungen durchdrücken, die gerade einmal die Inflation ausgleichen. Angesichts der Lohnzurückhaltung in den letzten Jahren schwerwiegender Fehler.
Wer in Deutschland von Vollbeschäftigung spricht, der sollte mal in die ostdeutschen Bundesländer fahren. Er wird überrascht sein, wie hoch dort die Arbeitslosigkeit ist. Die Tatsache, dass Millionen von Zeitarbeitern innerhalb kürzester Zeit arbeitslos sein könnten, lässt den zeitlichen Grad zwischen Vollbeschäftigung und Massenarbeitslosigkeit auf wenige Wochen sinken.
Wer langfristigen Aufschwung will, der muss sich endlich von der Zeitarbeit verabschieden.
Mi 6 Jul 2011
Die Wirtschaft in Deutschland brummt. Das ist auch die letzten Jahrzehnte schon so, sicherlich mit Unterbrechungen von 1-2 Jahren aber konstant. Die deutsche Gesellschaft hingegen verarmt, der Wohlstand kommt nicht bei ihr an. Erst heute haben die Vereinten Nationen unser Land dafür kritisiert.
Wie kann das sein? Viele Konservative haben immer daran geglaubt, wenn es hieß “Geht es der Wirtschaft gut, geht es auch uns gut”, doch dieser Sachverhalt trifft nun schon seit ungefähr 20 Jahren nicht mehr zu. Mittlerweile glaubt fast niemand mehr an die gerechte Zukunft in diesem Land und schon lange nicht mehr an die gerechte Gegenwart. Die CDU verliert massenhaft Wähler und die FDP versinkt in der Bedeutingslosigkeit. Die Grünen hingegen bekommen ihre Chance sich als Volkspartei zu beweisen, denn sie sind wenigstens noch ehrlich, welche Partei kann das schon von sich behaupten.
Doch auch die Grünen können wenig ausrichten in diesem Land, denn es gehört weder dem Volk noch der Politik, sondern ganz allein der Wirtschaft. Was die Wirtschaft will, das wird auch umgesetzt. Aus diesem Grund steckt Deutschland in einer der größten gesellschaftlichen Krisen anch dem zweiten Weltkrieg. Der Wirtschaft geht es zwar gut, aber der Mittelstand schwindet und immer mehr Menschen leben in Armut.
Es wird deutlich, dass die Politik nicht gewillt ist irgendetwas in diesem Land zu verändern. Grundlegende Reformen gibt es nur dort, wo es der Wirtschaft nützt oder dem Staat, aber nicht dem Bürger. Wohlstand mit ehrlicher Arbeit ist zu einem Privileg geworden, welches immer seltener wird.
Die Gründe dafür liegen in der Globalisierung. Das Geld fließt global, die Arbeitsplätze werden global dorthin verlagert, wo sie am billigsten sind und selbst die Staaten reagieren teilweise machtlos. Längst sagen globale private Unternehmen wo es mit einem Land hingehen soll nicht mehr das Volk des jeweiligen Landes.
Die entscheidende Frage ist: Was können wir ändern?