Geschichte


Sie sind die Stars am Ökonomiehimmel des neuen Jahrtausends und mehrheitlich diktatorisch. Die Rede ist von Staaten wie China, Russland oder den arabischen Ländern, eine Ausnahmen bildet lediglich Indien. Was hat das für unsere Zukunft und die Zukunft der Welt zu bedeuten? Jedenfalls nichts Gutes …

Wir können es nur von außen betrachten, was da auf den internationalen Märkten passiert, doch ändern können wir es nicht und mit unserem Kaufverhalten auch nicht beeinflussen. Es ist nach dem Ende des Kalten Krieges wie eine Nebeldecke über die Welt gekommen, während bei uns der Neo-Liberalismus viel Gutes vernichtet hat und den Staat aushebelte, schwangen sich Staaten wie Russland und China zu neuen wirtschaftlichen Supermächten auf. Wie kann das sein?

Nun, diese Entwicklung ist gewollt gewesen. Der Westen hat genau dieses Szenario im Sinn gehabt, als er mit den Diktaturen seine wirtschaftlichen Beziehungen schloß und in China 100 Millionen Wander-Arbeitssklaven für sich arbeiten ließ. Ziel war es diese Staaten wirtschaftlich zu stabilisieren und eigenen Absatzmärkte zu generieren, dabei war es vordergründig egal, ob dort Sklaven arbeiteten oder nicht. Schließlich hat mit der Leiharbeit die moderne Sklaverei auch ihren Einzug bei uns gefunden.

Dabei haben die westlichen Staaten ihr Verhalten öffentlich damit verkauft, dass in diesen Ländern durch den wirtschaftlichen Fortschritt und Konsum auch automatisch der freiheitliche Gedanke dort eintreffen wird. Allerdings ist weder in China, noch in Russland in den letzten 15-20 Jahren irgendein politisches freiheitliches Instrument entstanden, eher das Gegenteil ist der Fall. Die Menschenrechte werden mit allen modernen und technischen Mitteln und letztendlich mit Gewalt in diesen Ländern effektiver bekämpft als je zuvor.

Die Chance Russlands und Chinas auf Demokratie wäre vielleicht größer gewesen, wenn wir unsere Märkte nicht für die Diktaturen geöffnet hätten. Vielleicht hätten beide Länder dann jetzt schon wesentlich mehr Demokratie als jetzt.

Das große Experiment ist gescheitert, oder war vielleicht von Anfang an nur der Profit das eigentliche Ziel?

Die Beispiele von China und Russland könnten bald schon zum demokratischen Supergau werden. In Deutschland und vielen anderen demokratischen Ländern wächst der Unmut gegen die eigenen politischen Klassen, welche demokratisch legitimiert, doch nur tun, was Wirtschaftslobbyisten wollen. Kommt es soweit, dass wir uns dann selbst an diktatorischen Ländern wie China und Russland orientieren?

Eigentlich haben wir bereits mehr mit diesen Ländern gemeinsam als uns vielleicht bewusst ist. Wir haben ebenfalls Regierungen, die sich nur selbst bereichern und das Volk verdummen wollen. Während in den Diktaturen jeder weiß, dass er als einfacher Bürger nichts zu sagen hat, wird uns noch Demokratie vorgegaukelt.

Wir haben jedoch einen wesentlichen Vorteil, wir dürfen unser Missfallen öffentlich kundtun, wovon die Menschen auch nicht zuletzt wegen der schleichenden Diktatorisierung immer mehr Gebrauch machen. Stuttgart 21 oder Gorleben mögen politisch vielleicht nichts bewegen können, doch sie setzen gesellschaftlich ein Signal der Freiheit und das kann durchaus Hoffnung geben.

2011 wird vielleicht mehr Veränderung bringen als wir jetzt noch erahnen können, vielleicht wird es ein Kampfjahr für Demokratie und Menschenrechte. Wir dürfen auf 2011 gespannt sein.

In diesem Sinne einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011!

Der Fortschritt ist wichtig für die Welt und für jede Gesellschaft, diese Erkenntnis ist nicht neu und schon ewig alt. Befürworter ziehen meistens die Heilung bisher unheilbarer Krankheiten dafür ins Feld oder aber den Wohlstand und das wirtschaftliche Wachstum. Beides ist richtig, beides wichtig.

Doch gehen diese Menschen meistens von ihrer eigenen Gesellschaft aus und schauen nicht über den Tellerrand ihres Lnades oder Kontinents. Was beispielsweise für die deutsche Gesellschaft gut ist, kann in einer anderen Gesellschaft zu einer Katastrophe führen.

Gutes Beispiel dafür ist das Internet. Es kann in einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft eine Erleichterung sein und die Gesellschaft weiter bringen, doch in einem totalitären System kann es auch nur ein weiteres Medium der Manipulation und Zensur sein, welches noch intimere Daten sammelt als es vorher möglich war.

Oder nehmen wir das Beispiel Pakistan, ein Land, welches in weiten Teilen noch ähnlich dem europäischen Mittelalter lebt. Dieses Land besitzt Atombomben und High-Tech. Für mich ein beängstigender Zustand, welcher dem Sachverhalt geschuldet ist, dass rückständige Gesellschaften sich Technologie einfach erkaufen oder stehlen können.

Man stelle sich vor, die katholische Inquisition hätte die heutigen technischen Möglichkeiten für ihr schändliches Treiben gehabt … oder besser nicht vorstellen.

Jede Gesellschaft muss sich erst aus sich selbst heraus entwickeln können. Die Praxis der Industriestaaten ihre Technologie und Produkte zu verkaufen, ohne den Ländern auch in gesellschaftlichen Fragen ins 21. Jhd. zu helfen ist das Grundproblem fast aller Konflikte auf diesem Planeten. Nur ein globaler Mentalitätswandel kann dieses Problem überhaupt lösen, doch der ist leider nirgendwo in Sicht.

Aktuell kann man fast auf keinen Fernsehsender zappen, der nicht eine Talkshow oder Dokumentaion zum Thema Wiedervereinigung sendet. 20 Jahre ist es her, dass der Osten die blühenden Landschaften von Helmut Kohl sehen wollte. Doch die blühende Landschaft wurde schon kurz nach der Wende durch die Treuhand abgmäht und verkauft mit schwerwiegenden Folgen für den heutigen Arbeitsmarkt.

Die Dokumentation “Beutezug Ost” erinnert vom Titel her an das Dritte Reich und den Russlandfeldzug, doch bezieht sie sich ausschließlich die Zeit nach der Wiedervereinigung. Überforderte Treuhand-Manager und inkompetente Politiker sorgten für den Ramschverkauf der DDR, anstatt der erwarteten 250 Mrd. EUR Plus, steht am Ende der Treuhand ein Minus von 650 Mrd. EUR. Allein diese Tatsache suggeriert schon, dass dort fast Alles falsch gelaufen ist.

Doch das Schlimmste ist, die Folgen zeigen bis heute ihre Wirkung, besonders auf dem Arbeitsmarkt, und ein Ende ist nicht in Sicht.

Die ostdeutschen Bundesländer erleben einen Brain-Drain, oder eher einen Youth-Drain, welcher die Folge des Handelns von Treuhand und Politik darstellt. Durch den Verkauf von DDR-Inventar und Unternehmen an westdeutsche bzw. ausländische Unternehmen, sind in Ostdeutschland keine souveränen Unternehmen entstanden, sondern lediglich Niederlassungen. Das macht sich bis heute bemerkbar und ist mitverantwortlich für die Abwanderung ganzer Generationen in die westdeutschen Bundesländer.

Während die Zukunftschancen in Ostdeutschland überschaubar sind, mit Ausnahme von Berlin und Brandenburg, bietet der Arbeitsplatz in Westdeutschland, doch Einiges mehr. Wer kann, verlässt die chancenlosen Bundesländer, die noch immer mit dem Solidaritätsbeitrag am Leben erhalten werden.

Solange sich dies nicht ändert, haben diese Bundesländer keine Chance auf eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung mit Zukunft. Wer über ostdeutsche Nazis lästert, der muss auch wissen wo die Ursache liegt und wer dafür die Verantwortung trägt.

Quelle: taz.de

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Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ist ein Glücksfall für die deutsche Integrationspolitik und wird die integrationsunwilligen Türken und Russenlanddeutschen mehr an das Land binden als jede Islamkonferenz oder Maßnahme.

Der übersteigerte Patriotismus dieser Tage scheint vielen auf die Nerven zu gehen, besonders die passionierten Anti-Patrioten a la Slime, die noch heute singen “Deutschland verrecke, damit wir leben können”, kommen damit nicht klar und sehen Patriotismus = Faschismus.

Flagge zu zeigen war für viele Deutsche vor 10-20 Jahren noch ein klarer Beleg für rechtes Gedankengut, doch Schwarz-Rot-Gold hat sich seit der WM 2006 als Popkultur fest etabliert. Die EM 2008 hat hier angeknüpft und den Türken und Russlanddeutschen gleiches offenbart. Fast kein Abend ohne Autokorso von Italienern, Türken, Russen, nur die Polen haben in der Gruppe mit Deutschland keinen Grund zum Autokorso bekommen.

Doch bei der WM 2010 ist nur Deutschland das Bindeglied in der Gruppe und vereint somit die Migranten, unterschiedlichster Nationalität zur Gemeinschaft. Plötzlich sieht man mehr südländisch erscheinende Menschen mit beflaggten Autos auf den Straßen, denn das Heimatland ist bei der WM nicht dabei. Zudem bieten Identitätsstifter wie Mesut Özil, Klose, Gomez usw. ein Vorbild, denn sie haben sich integriert und Farbe bekannt, sie stehen zu Deutschland und zwar als Team.

Die Identifikation für Migranten mit Deutschland erfolgt daher nicht selten während der WM 2010. Es ist ein Glücksfall, dass die Türkei oder Russland nicht dabei sind. Zwar können knapp 4 Wochen Ausnahmezustand nicht den Rest des Jahres ersetzen, doch wird hier die Hand ausgestreckt und auch gerne genommen. Auch wenn Deutschland ausscheidet, so bleibt doch der Moment der Identifikation verhaftet, denn bevor jemand für ein Land die Flagge zeigt, muss er eine innerliche Akzeptanz hierfür aufbringen, die bleibende Effekte nach sich zieht.

lebensmittel-ampel

Sie hätte etwas Gewaltiges bewirken können – die Ampelkennzeichnung für Lebensmittel – doch letztendlich erliegen die EU-Politiker dem Lobbyismus und alles bleibt wie es ist. Den volkswirtschaftlichen Schaden tragen die Verbraucher über die Krankenkassen und fehlende Arbeitskräfte.

Als 1783 der “Alte Fritz” in Preußen die Kartoffel einführte, da erlebte das Land eine gesellschaftliche Revolution. Vorbei war die Hungerleiderei, denn die Knolle machte die Menschen nicht nur satt, sondern sie war auch noch gesund und sorgte so für weniger Krankheiten in der Bevölkerung. Allerdings wollten die Bürger die Knolle nicht essen, denn sie galt als Dreck und ungenießbar.

Daher griff der Alte Fritz auf einen Trick zurück: Er ließ die Felder auf denen Kartoffeln angebaut wurden bewachen, somit galt die Kartoffel auf einmal als wertvoll. Plötzlich begaben sich die Menschen des Nachts auf die Felder und versuchten die Kartoffeln zu stehlen, die Soldaten sollten so tun, als würden sie nichts merken. Zusätzlich begab sich der König von Preußen zu seinem Volk und speiste in der Öffentlichkeit eine leckere Kartoffelsuppe. Von da an stand der Verzehr der Kartoffel nichts mehr im Weg.

Heute ist es umgekehrt, es gibt keinen König mehr (Gott sei dank!), der sich für das Wohl des Volkes einsetzt. Heute ist es umgekehrt! Zwar werden Tricks in großer Anzahl angewandt, um das Volk zu bewegen bestimmte Dinge zu essen, aber diese Dinge sind nicht gesund, sondern machen krank. Lediglich einer profitiert davon und das ist die allmächtige Lebensmittelindustrie mit Milliarden-Euro-Gewinnen.

Die Folgen und die Kosten, die ungesunde Lebensmittel verursachen, muss der Bürger zahlen. Steigende Krankenkassenbeiträge, Zusatzbeiträge, eventuelle Kopfpauschalen, all das ist ursächlich auf steigende falsche Ernährung der Bürger zurückzuführen.

Die Lebensmittelindustrie hat die Menschen mit Zucker, Salz und Fetten “scheinbar” für den Moment glücklich gemacht, doch Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergien und so weiter … belasten die Gesellschaft mit riesigen Kostenexplosionen in den nächsten Jahren.

Das EU-Parlament hätte nun die Möglichkeit gehabt seine Bürger ein wenig besser zu schützen, indem sie sich für die Ampel-Kennzeichnung für Lebensmittel ausgesprochen hätte. Wohl gemerkt, hier ging es nicht um ein Verbot der teilweise sehr gefährlich E-Zusatzstoffe, sondern lediglich um eine verbraucherfreundliche Kennzeichnung der Inhalte! Doch die EU erliegt der Lobby der Lebensmittelverbände, von denen es rund um das Brüsseler Parlament etliche gibt.

Man muss sich das wirklich bildlich vorstellen, den es ist in der Tat so:

Die unterschiedlichen Lebensmittelverbände mieten oder kaufen rund um das EU-Parlament Immobilien. Dort werden Key Account-Lobbyisten platziert, welche bestimmte Politiker, die für bestimmte Gebiete zuständig sind fast “täglich” besuchen. Teilweise bilden sich Freundschaften zwischen Politiker und Lobbyist, teilweise fängt der Politiker nach seinem Ausscheiden aus der Politik dann bei einem dieser Verbände oder Unternehmen als Mitarbeiter an. Teilweise arbeiten die Unternehmen sogar an den Gesetzen mit, die sie selbst beschränken sollen. Das ist der tägliche Wahnsinn, nicht nur im EU-Parlament, auch in Berlin.

Was kann man tun, um diesem Phänomen etwas entgegen zu setzen?

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