Wer sind Sie? Was haben Sie bisher wo gemacht und passen Ihre erlangten Kenntnisse zu den Anforderungen des Stellenprofils? Welchen Mehrwert bringen Sie mit? Ein tabellarischer Lebenslauf dient dem Unternehmen dazu, sich über Ihre persönlichen, sozialen und vor allem fachlichen Kompetenzen ein Bild zu machen.

Der Lebenslauf enthält eine Fülle von Fakten. Daher ist es nötig, ihn übersichtlich und leserfreundlich zu gestalten. Natürlich ist Ihr Leben individuell, es gibt jedoch ein paar Formalia, die es Ihnen erleichtern, sich entsprechend des Stellenprofils darzustellen. Die Struktur bietet dem Personaler die Möglichkeit, schon beim Querlesen Ihrer Unterlagen alles Wesentliche zu erfassen.

Achten Sie darauf, dass Ihr tabellarischer Lebenslauf lückenlos, prägnant und kurz ist. Er sollte zum Beispiel zwei DIN A4 Seiten nicht überschreiten und zum guten Verständnis, und der Stringenz Ihrer beruflichen Entwicklung, einem “roten Faden” folgen.


Der Lebenslauf der Bewerbung auf ein Stellenangebot kann entweder klassisch-chronolgisch (in der Reihenfolge der Ereignisse) oder themenzentriert gegliedert werden. In Europa wird das Curriculum Vitae meist chronologisch in aufsteigender Reihenfolge (von Geburt bis heute) verfasst, wogegen in den USA die chronologisch absteigende (von heute zurück) Variante bevorzugt wird. Dabei zeigt sich in Deutschland ein Trend zur amerikanischen Form als Vorlage.

Alles was im Lebenslauf aufgeführt wird, sollte sich auch in Form von Zeugnissen belegen lassen. DIeser Sachverhalt erscheint eigentlich logisch, jedoch finden sich immer wieder wichtige Stationen im Curriculum Vitae, die in den Zeugnissen nicht nachzuweisen sind.

Erstellen Sie vorab ein Profil Ihres Lebenslaufes und beruflichen Werdeganges, als eine Art Vorlage oder Muster. Es wird Ihnen so leichter fallen, den „roten Faden“ zu konstruieren und die Listung vollständig zu haben.

Beruflicher Werdegang:
Stelle 1
Zeitliche Daten- Arbeitgeber, Ort, Branche- Ihre Position- Aufgaben und Tätigkeiten

Stelle 2
Zeitliche Daten- Arbeitgeber, Ort, Branche- Ihre Position- Aufgaben und Tätigkeiten

Stelle 3
Zeitliche Daten- Arbeitgeber, Ort, Branche- Ihre Position- Aufgaben und Tätigkeiten

Lebenslauf:

  • Persönliche Daten, Kontaktdaten, Telefonnummern, E-Mai
  • Ausbildung: Schulisch (Name, Ort, Abschlußnote, Leistungskurse / Abiturnote) Beruflich (Name Unternehmen, Ort, Bezeichnung, etc.)
  • Hochschule (Studienzeitraum, Hochschulort, Studienfach mit Schwerpunkten, Vordiplom – Diplomnote, Abschluss)
  • Wissenschaftliche Arbeiten (Zeitraum, Thema, Fachbereich, Art der Arbeit, Bewertung)
  • Berufserfahrung (Zeitraum, Unternehmen, Ort, Art der Anstellung, Funktionsbereich, Tätigkeitsbeschreibung)
  • Auslandsaufenthalte (Zeitraum, Land, Grund des Aufenthalts, Tätigkeit)
  • Engagement (Zeitraum, Ort, Institution, Tätigkeit)
  • Kenntnisse: Sprachkenntnisse (Stufen: Muttersprache / verhandlungssicher / fort­geschritte­ne Kenntnisse / Grundkenntnisse) EDV-Kenntnisse (Stufen: sehr gute- / gute- / Grundkenntnisse)
  • Offizielle Prüfungen (z. B. TOEFL, GMAT usw.)
  • sonstige Qualifikationen
  • Hobbys / Interessen

Folgende Struktur dient als Schema, nachdem sie Ihren Lebenslauf aufbauen können.

1. Persönliche Daten

  • Name
  • Anschrift
  • Telefon
  • Mobil
  • E-mail
  • Geburtsdatum
  • Staatsangehörigkeit
  • Familienstand

Inhalte wie Nationalität, Religions-oder Parteizugehörigkeit werden im Curriculum Vitae nur erwähnt, wenn sie für die angestrebte Stelle eine Rolle spielen. (z.B. Altenpflegerin in einer katholischen Einrichtung). Auch auf die Nennung von Familienmitgliedern, sowie deren Berufen können Sie getrost verzichten, ein tabellarischer Lebenslauf muss diese Informationen nicht enthalten.

2. Ausbildung
Unter diesem Punkt führen Sie im Lebenslauf den Werdegang Ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung auf. Wichtig ist hierbei, wie bei allen aufgeführten Daten, jede Station mit dem Monats- und Jahresdatum zu versehen. Wann haben Sie die entsprechende Ausbildung begonnen, wann beendet? Als Auszubildender oder Berufsanfänger beginnen Sie mit der Grundschule, als Geselle mit der zuletzt besuchten Schule vor Beginn der Ausbildung und als Hochschulabsolvent mit der Art der Hochschulreife. Dazu benennen Sie den Zeitraum des Besuches, die Schule mit Ort und dem erlangten Abschluß sowie der Abschlußnote. Zivildienst, Bundeswehr oder FSJ, auch Auslandsaufenthalte, Reihen sich chronologisch an, bis schließlich das Studium mit Verweiß auf Zwischenprüfungen, Magister-, Diplom-, oder Doktorarbeit aufgeführt wird. Studienschwerpunkte und Abschlußnote im Lebenslauf nicht vergessen!

3. Berufliche Praxis
Nennen Sie im Curriculum Vitae alle bisherigen Tätigkeiten mit kurzer Positionsbeschreibung. Ein Anhaltspunkt bietet Ihr Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag. Beginnen sie mit dem Namen des Unternehmens oder ehemaligen Arbeitgebers, Rechtsform und Ort. Weiter die Stellenbezeichnung und präsentieren dann bis zu drei Tätigkeitsbereiche, die mit der Position einhergingen. Stellen Sie Ihren Verantwortungsbereich, berufliche Erfolge oder besondere Projekte dar. Berufseinsteiger oder Hochschulabsolventen erwähnen Praktika, Nebenjobs, Ausbildungs- oder Studieninhalte mit Praxisbezug, Projekte oder sonstige berufliche Erfahrungen. Gerade für Einsteiger ist es hier schwer an dieser Stelle im Lebenslauf zu überzeugen, sie sollten dann jedoch keinesfalls ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich zum Beispiel eine Position zur Berufserfahrung ausdenken, denn das könnte sich später rächen.

4. Weiterbildung/ Praktika
Soweit noch nicht unter 3. beschrieben, führen Sie hier, für die angestrebte Position, relevante Seminare und Fortbildungen auf. Beschränken Sie sich auf Schwerpunkte (nicht der zehn Jahre zurückliegende italienisch Kurs) und die neusten Seminare. Inhaltlich bleiben Sie bei der Struktur von Punkt 3. und nehmen diese als Muster (Unternehmen, Ort, Art der Tätigkeit, etc.).

5. Kenntnisse und Fähigkeiten
Geben Sie im Lebenslauf der Bewerbung Ihre Fremdsprachen- und EDV- Kenntnisse an, und benennen Sie den Grad Ihres Wissens, als Vorlage kann die Einteilung von Basis bis zur perfekten Beherrschung dienen. Auch andere Kurse, zum Beispiel bei der VHS finden hier im Curriculum Vitae ihren Raum.


6. Außerberufliches Engagement
Hier können Sie auf Ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen aufmerksam machen. Ein engagierter Mensch mit Interessen außerhalb seines Berufsfeldes wird auch im Job mit Elan zur Sache gehen. Andererseits sollten Sie sich bei der Auflistung auf ein gesundes Maß reduzieren, da zuviel Beschäftigung nebenher auch zum Umkehrschluß führen kann, dass nämlich Ihr Job nur eine untergeordnete Rolle spielt. Andererseits dient ihr außerberufliches Engagement als Beleg und Beispiel für ihre sozialen Kompetenzen, die sie eventuell im Bewerbungsschreiben oder auf einer dritten Seite zur Bewerbung vertiefen.

Geben Sie die Tätigkeit mit Verein, Träger, Ort, Einrichtung und einer Beschreibung an. Sie sollten jedoch Kompetenzen im Hinblick auf die Stelle beinhalten. Hobbys wie lesen, reiten, schwimmen lassen Sie im Lebenslauf zur Bewerbung besser unerwähnt.

Hilfreiche Seiten:
Lebenslauf mit Beispiel, Muster und Vorlage zur Bewerbung — ulmato.de
Bewerbung und Lebenslauf – auch im Ausland — online-bewerbung.org