Wichtige Tipps

Schon Äußerlichkeiten geben dem Personaler Grund zur Spekulation über Ihre Persönlichkeit: Das beginnt bei der Gestaltung der Unterlagen und endet beim Auftritt zum Vorstellungsgespräch. Hier ein paar Tipps, um mit dem ersten Eindruck positiv aufzufallen.

1. Rechtschreibung
Auf keinen Fall dürfen Tippfehler in der Bewerbungsmappe auftauchen. Vier Augen sehen mehr als Zwei, daher sollten Sie alles Korrektur lesen lassen. Auch innerhalb eines Unternehmens wird vor allem der externe Schriftverkehr unter die Fehlerlupe genommen. Wenn Sie sich bei der Grammatik nur auf das Rechtschreibprogramm Ihres Computers verlassen, sind Sie wahrlich verlassen.

2. Sorgfalt
Aus der Nachlässigkeit von schriftlichen Bewerbungen lässt sich prima auf Ihre allgemeine Sorgfalt schließen. Sie repräsentieren sich beim Unternehmen. Ein Eselsohr im Anschreiben, der Duft von Zigaretten, der den Personaler beim Öffnen der Post umströmt, ein schiefer Einzug oder falsch geschriebener Empfängername sind keine gute Visitenkarte, um angenehm im Gedächtnis zu bleiben. Wenn Sie schon so mit sich umgehen, wie dann erst mit Firmeneigentum, Maschinen, Arbeitsaufträgen? Wie mit anderen Menschen? Sie beweisen mit Ihrer Darstellung Sekundärtugenden wie Ordnung, Pflichtbewusstsein, Disziplin oder Gründlichkeit. Fachlich werden alle Bewerber in etwa gleiche Voraussetzungen mitbringen. Sie Punkten durch persönliche und soziale Kompetenzen, die man schon hier, am Anfang der Bewerbung, sehen kann.

3. Form follows Function
Wenn Sie sich nicht gerade für eine Stelle als Layouter vorstellen wollen, ordnen Sie die Form der Funktion unter. Wer einen optischen Budenzauber in der Gestaltung seiner Bewerbungsunterlagen veranstaltet, hat etwas zu verbergen und versucht darüber hinwegzutäuschen. Bleiben Sie beim Inhalt, er zählt mehr als die Verpackung. Eine der Norm gefällige Aufmachung ist zweckmäßig und macht den solidesten Eindruck.

  • Keine bunte Schrift
  • Schrifttyp kann auch gern etwas anderes sein als Times New Roman oder Arial, jedoch nicht verspielt. Aber durchgehend nur eine Schriftart verwenden.
  • Schriftgröße 10-12
  • Bei Überhang von wenigen Zeilen auf der nächsten Seite (Lebenslauf) kleineres Schriftbild probieren (z.B. 11) oder Kürzen
  • Überschriften in 12, fett
  • Bewerbungsmappe, die zum Milieu passt (keine 10€ – Hochglanz – Wasserzeichen – Mappe für eine Tätigkeit im Lager) und nicht in ausfallender Farbe
  • Kopien von allen Bewerbungen mit Datum des Versands erstellen, um bei mehreren Schreiben und schließlichem Vorstellungsgespräch den Überblick zu behalten.

4. Eine Stellenausschreibung – Ein Anschreiben
Jede Ausschreibung bietet individuelle Möglichkeiten, fordert Qualifikationen, die Sie ins rechte Licht rücken. Positionieren Sie sich genau auf die erwünschten Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten.

5. Anschreiben
Das Anschreiben wird nur eingelegt. Vor dem Lebenslauf.

6. Eine Bewerbung – eine Mappe
Das wieder Verwenden von zurückerlangten Unterlagen birgt einfach zu viele Fallen. Auf Prospekthüllen kann man Durchdrücke erkennen. Nehmen Sie ein Blatt, legen es auf eine Prospekthülle, schreiben Sie „abgelehnt“ darauf, sehen Sie sich das Plastik an und stellen sich vor, Ihre nächsten Unterlagen wären mit diesem „Aufdruck“ auf den Weg gegangen..

7. Das Deckblatt
Gutes Omen oder Menetekel? Extra Raum zur Selbstdarstellung nutzen oder nur soviel Information wie nötig geben? Zwei Gedanken aus meiner Sicht (und die anderer Personaler): für jedes Blatt stirbt ein Baum. Und stellen Sie sich einmal den Auswahlprozess vor: Sie legen die interessantesten Mappen mit dem Lebenslauf nebeneinander, um sie zu vergleichen. Also Anschreiben zur Seite (s. 5.) und.. geht nicht, weil da ein Deckblatt vor dem LL klemmt. Als kreativer Personaler haben sie Übung im Beschweren der zuschlagenden Mappe mit Kaffeetassen und Tesafilmrollern und es macht Ihnen überhaupt nichts aus. Es geht hier nicht um Vorschriften sondern um ein entgegenkommen zu Menschen, die viele hundert Bewerbungen sichten müssen. Zu guter Letzt prangt auf dem Deckblatt meist nur das Foto. Und weil es mit keinen relevanten Daten verbunden ist, wird es schnell zur Seite gelegt. Und Sie und Ihr sympathisches Konterfei, Ihre Stütze ins Auswahl-Gedächtnis, verschwindet, zur Seite geklappt, unter einer Tasse Kaffee.

8. Passendes Foto
Ausführliche Do`s und Don`ts finden Sie in der Menüleiste unter „Bewerbungsfoto“.

9. Prospekthüllen?
Nein! Warum? Wieder ein Beispiel aus der Praxis: Sie sichten 50 Bewerbungen, mit jeweils 15 Seiten, die alle in Prospekthüllen stecken. Während Ihrer Auswahl möchte Ihr Chef sich ein Bild über die Resonanz machen und bittet Sie um die Zusendung aller Unterlagen. Sie müssen jedoch weiter daran arbeiten. Lösung: Sie kopieren. Einzeln. Per Hand. Weil der Papiereinzug des Kopierers keine Prospekthüllen mag. Prospekthüllen: Nein!

10. Der Postweg
Bewerbung nicht per Einschreiben schicken. Oder würden sie jeden Tag beim Postboten gegenzeichnen müssen? Für X Zusendungen am Tag..

11. Thema Porto
Wenn keine zusätzlichen Arbeitsproben verlangt werden, sind 1,45€ der Rahmen, den Ihre Bewerbung kosten sollte. Wer einen Maxibrief benötigt, hat was falsch gemacht. Legen sie nur die aussagekräftigen Zertifikate bei.

12. Bewerbung kostenlos, bezahlt von der Arbeitsagentur
Voraussetzung die vorherige Absprache mit einem Arbeitsberater. Melden Sie sich arbeitslos,- suchend. Stellen Sie einen Antrag auf Erstattung der Bewerbungskosten und reichen sie die gesammelten Quittungen ein. Sie können auch über Ihre nächste Lohn- und Einkommenserklärung alle Bewerbungskosten absetzen, soweit sie belegbar sind (Quittungen!). So lassen sich auch hochwertige Investitionen (gute Fotos aus dem Studio) tragen.

13. Fragen Sie nach
Haben sie in ca. drei bis vier Wochen noch keine Resonanz erhalten, fragen Sie telefonisch nach, ob Ihre Unterlagen eingegangen sind und wie der aktuelle Stand bezüglich der Entscheidung ist. Bereiten Sie sich mit schriftlichen Notizen vor: mit dem Anschreiben und der Stellenanzeige an Ihrer Seite wirken Sie strukturiert und „am Ball“.

14. Üben Sie ein authentisches Lächeln vor dem Spiegel
Es lohnt sich, auf dem Foto und im Vorstellungsgespräch offen, präsent und motiviert zu wirken. Der natürliche Umgang mit seiner Schokoladenseite lässt sich lernen. Wenn das Lächeln richtig ist, werden Sie es merken. Es kommt von innen…

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