Basel III kann die kommenden Krisen nicht verhindern

Das sogenannte Basel III-Abkommen, welches am vergangenen Wochenende von dem Baseler Ausschuss, einem Zusammenschluss von wichtigen internationalen Ländern und Notenbanken, quasi genehmigt wurde, wird als Heilmittel gegen die nächste Wirtschaftskrise verkauft. In Wirklichkeit wird hier jedoch nicht die nächste Krise verhindert, sondern es wird versucht deren Folgen für den Steuerzahler erträglicher zu machen.

Mit der Steigerung der Eigenkapitalquote von 2% auf insgesamt 7%, werden die Banken gezwungen, für ihre riskanten Deals auch Rücklagen zu bilden. Doch was hätte das zum Beispiel an der aktuellen Krise geändert?

Nehmen wir das Beispiel Hypo Real Estate, hätte eine höhere Eigenkapitalquote von 7% hier etwas ausgerichtet? Nein, der Steuerzahler hätte lediglich ein paar Milliarden EUR weniger zahlen müssen, aber bei Garantien von 102 Milliarden EUR sind das wohl eher „Peanuts“.

Die Krise wäre in gleicher Art und Weise eingetreten, wie es im Jahre 2007 passierte. Doch was ist dann Basel III eigentlich? Nun, die Regelung ist der internationale kleinste gemeinsame Nenner, auf welchen man sich verständigen konnte und soll den Menschen suggerieren, dass etwas gegen die Bankenkrise getan wird. In Wirklichkeit ist jedoch schon wieder „business as usual“ eingekehrt, und es sind bereits neue Krisen in Sichtweite.

Quelle: handelsblatt.com

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