Babypause EU-weit verlängern – Deutschland blockt!

Die Diskussionen in den Talk-Shows fallen munter über das Thema Amoklauf und Prävention her, aber die Diskussionen gehen am Kern vorbei. Prävention ist nicht das Verbot von Ego-Shootern, sondern beginnt bereits beim Mutterschutz.

In der europäischen Union sind die Zeiten für den sogenannten Mutterschutz, also die ersten Wochen nach der Geburt des neuen EU-Bürgers, sehr unterschiedlich geregelt. Sie reichen von 50 Tagen in Schweden bis zu 45 Wochen in Bulgarien. Deutschland liegt mit 14 Wochen an der Spitze hinter Schweden und Malta.

Die ersten Wochen im neuen Leben eines Babys sind prägend für das Ur-Vertrauen des Kindes und bieten den Eltern die berechtigte Gelegenheit, sich mit der neuen Situation vertraut zu machen. Defizite in dieser ersten Lebensphase können langfristige Folgen auf die Charakterbildung oder die Beziehung zu anderen Personen haben. Kann ich anderen Menschen mein Vertrauen geben, oder nicht?

Genau hier kann sich beispeilsweise entscheiden, ob das Kind ein Potenzial zum Amokläufer entwickelt oder ob es die neue „Mutter Theresa“ wird. Daher bedeutet mehr Mutterschutzzeit auch in den meisten Fällen mehr Zeit für das Kind und somit auch mehr Zuwendung. Der europäische Ansatz zu einer Verlängerung, der über die bestehenden 14 Wochen in Deutschland hinausgeht ist vermutlich der wichtigste Schritt in die Prävention von Amokläufen.

Warum will aber unsere Familienministerin Frau von der Leyen dann diese Verlängerung verhindern? Die Antwort ist ganz einfach…

Eine Verlängerung der Mutterschutzzeit bedeutet höhere Kosten für die Arbeitgeber und das ist mit der CDU und den Arbeitgeberverband nicht zu machen. Natürlich wird zukünftig keiner der CDU-Politiker/Arbeitgebervertreter für weitere Amokläufe die Verantwortung übernehmen, lieber schiebt man es dann auf die Symptome wie Computerspiele, Waffenbesitz, etc.

Frau von der Leyen und Co. versuchen sogar die ganz miese Nummer und führen die Gefahr der Gleichstellung von Mann und Frau im Job als Argument ins Feld, was ehrlich gesagt schon eine Dreistigkeit ist, die ihres Gleichen sucht.

Die Kosten für Arbeitgeber durch den Mutterschutz sind für die Frauen kein Nachteil, sondern auch Männer haben das Recht auf diesen Zeitraum, weshalb es eigentlich „Elternschutzzeit“ heißen müsste. Diese habe ich übrigens damals genommen, wobei meine Lebensgefährtin kurz nach der Geburt wieder ins Berufsleben eingestiegen ist.

Hier geht es also nur um Geld auf Kosten einer besseren Erziehung. Winnenden ist nur ein weiterer Stein in den Folgen einer falschen Familienpolitik. Kurzsichtigkeit, Geiz und bewusst in Kauf zu nehmen, das Menschen auf der Strecke bleiben, scheint auch nicht durch Weltwirtschaftskrisen und Amokläufe aus den Köpfen von Politkern und Unternehmern zu gehen. Schade!

Quelle: Spiegel Online

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