Mai 2011
Monats Archive
Di 31 Mai 2011
Das Elterngeld ist eigentlich eine gute Einrichtung, ermöglicht es doch Eltern eine gewisse finanzielle Rücksicherung für die Elternzeit. Doch der Staat hat eine Falltür eingebaut, in die alle Elterngeldbezieher tappen. Die wenigsten wissen jedoch von Finanzminister Schäubles Falltür und stolpern direkt hinein.
Das Elterngeld ist zwar steuerfrei doch unterliegt es der ungerechten “Kalten Progression”. Für das Elterngeld gilt daher das gleiche wie für das Kindergeld, es fällt unter Progressionsvorbehalt.
Da fast niemand das deutsche Steuerrecht versteht und der einfache Bürger es schon lange nicht mehr durchblicken kann, soll kurz erläutert werden, was das bedeutet:
Angenommen, eine Frau ist vor der Geburt beruftätig und verdient 1800 EUR netto im Monat. Nun ist sie schwanger und bekommt nach der Geburt auf einen Antrag hin ihr zustehendes Elterngeld in Höhe von 1120 EUR. Nun verdiente die Frau bis zur Geburt im Juni ungefähr 21000 EUR brutto, anschließend folgen 2 Monate Mutterschaftsgeld vom Arbeitgeber in Höhe des Lohnes von 1800 EUR netto bis August, welches ebenfalls unter Progressionsvorbehalt fällt. Dann jedoch bekommt die Frau bis zum Ende des Kalenderjahres ihr Elterngeld von 1120 EUR, auch unter Progressionsvorbehalt.
Die Frau hätte also nur 21000 EUR brutto für das Jahr an Lohn zu versteuern, hierauf fallen Sozialabgaben und Lohnsteuer an. Die 3600 EUR Mutterschaftsgeld und die 4480 EUR Elterngeld fallen jedoch unter den Progressionsvorbehalt. Bedeutet, das Finanzamt nimmt die 21000 brutto und packt die 8080 EUR Elterngeld und Mutterschaftsgeld obendrauf, somit muss die Frau für das Jahr 29080 EUR versteuern und nicht die 21000 EUR die sie durch ihr Arbeitsverhältnis verdient hat.
Für die zusätzlichen 8080 EUR fallen zwar nun keine Steuern an, jedoch erhöhen sie Einkommenssteuersatz der Frau. Denn je mehr man verdient, umso mehr Steuern muss man ja bezahlen, dies ist die sogenannte “Kalte Progression”, die dafür sorgt, dass der Staat quasi an jeder Lohnerhöhung mitverdient, bis zur Grenze des Spitzensteuersatzes.
Für die Frau bedeutet das nun, dass sie für ihre Geld aus dem Arbeitsverhältnis, die 21000 EUR mehr Steuern zahlen muss, was sich der Staat durch die Steuernachzahlung im nächsten Jahr mit Sicherheit holt. Im Falle der Frau sind das ca. 700 EUR, die sie dann im Folgejahr an den Staat abführen muss.
Für eine junge Familie ist das ein ganz schöner Hammer, schließlich haben Familien wenig Geld, besonders in der betreuungsintensiven Zeit. Auf diese Weise holt sich der Staat einen Teil des Elterngeldes zurück und was die wenigsten wissen, beim Kindergeld gilt genau das gleiche, nur hier fällt es nicht so auf, weil die Beträge relativ niedrig sind.
Diese staatliche Stolperfalle wird einem weder durch die Behörden im Vorfeld mitgeteilt, noch wird man beim Elterngeld-Antrag darauf hingewiesen. Es ist ein Skandal und ein Schlag ins Gesicht der Familien der endlich beseitigt gehört. Das Elterngeld unter Progressionsvorbehalt zu stellen musste nicht sein, es zeigt nur welche perfiden Gedankengänge unsere regierenden Politker aufweisen, mit Familienpolitik hat das nichts zu tun.
Mo 30 Mai 2011
Die FIFA gilt bei vielen nicht erst seit der Vergabe der Fußball WM 2018 und 2022 als bestechbar, sondern schon lange davor. Was sich jedoch momentan für ein Zickenkrieg in der FIFA abspielt ist mehr als peinlich. Die großen Verbände sollten mit einer neuen Organisation und Organisationsstruktur ihren Willen zu mehr Transparenz und Demokratie durchsetzen.
Franz Beckenbauer hat der FIFA den Rücken gekehrt, denn der Franz hat immer bewiesen, dass er weiß wann man aufhören muss. So hat er auch der FIFA den Rücken gekehrt nachdem die Korruptionsvorwürfe mehr als offensichtlich wurden. Vielleicht wurd ihm auch einfach der Boden zu heiß.
Die FIFA hat zuviel Geld und somit zuviel Macht und darum wird gerade bitterlich gekämpft. Hier geht es schon lange nicht mehr um Fußball, das einzige was bei der FIFA zählt ist das Geld. Sollte Blatter von seinen elitären Gönnern wieder gewählt werden, droht der FIFA eine Zerreißprobe und es ist durchaus wahrscheinlich, dass einige Länder sich zu einer neuen Organisation zusammenschließen könnten, wo der Sport wieder im Vordergrund steht.
Di 24 Mai 2011
Die Chinesen sind kein kommunistisches Land mehr, längst sind die einen gleicher als die anderen. Ähnlich wie in Russland, machen sich korrupte Seilschaften die Taschen mit Geld voll und das Volk muss hungern. Trotzdem ist China dank der internationalen Investitionen, vor allem aus Europa und den USA zu einer wirtschaftlichen Weltmacht geworden.
Das dies auf dem Rücken von 100 Millionen chinesischen Arbeitssklaven, den sogenannten Wanderarbeitern, passierte will heute keiner mehr sehen. Die Rückendeckung für Pakistan und die Drohung mit Krieg im Falle einer Intervention sind starker Tobak und zeigen den neuen Frontverlauf eines beginnenden Kalten Krieges.
China unterschätzt die Macht der USA und glaubt mit den Devisenreserven das Land in der Hand zu halten. Doch was würde passieren, wenn die westliche Welt sich aus China zurückzieht und die Produktionsstätten nach Indien verlagert? Was wäre, wenn die USA ihren Dollar, der eigentlich eh nichts mehr wert ist, plötzlich in einer Währungsreform opfern?
Nun, China wäre pleite und würde aggressiv und militärisch vorgehen. Die USA und Europa hätten plötzlich wieder Millionen Arbeitsplätze für ihre eigenen geringqualifizierten Arbeitnehmer, weil Indien und Osteuropa nicht alles abfangen könnten.
Sicherlich ist das alles nur Theorie und ein äußerst negatives Szenario, aber wenn überall aufgrund der Wirtschaftskrise die Nerven blank liegen und im eigenen Land die Unzufriedenheit wächst, dann ist daraus nicht selten ein Krieg erfolgt.
Der Irak-Einsatz ist so gut wie beendet und Afghanistan wird schon sehr bald sich selbst überlassen bleiben. Und was kommt dann?
Quelle: spiegel.de
Mo 23 Mai 2011
Gerade heute wieder, zeigt die Bundesagentur für Arbeit wie sehr ihr die Realität abhanden gekommen ist. Der Vorstand Raimund Becker, welcher bei der Bundesagentur für Arbeit für die regionalen und örtlichen ARGEn zuständig ist fordert einen Zuzug von Millionen von Fachkräften und scheint dabei eher vom BDI bezahlt zu werden, anstatt vom Staat und somit vom Steuerzahler.
Raimund Becker gibt im Interview mit der taz seine These von einem bevorstehenden Fachkräftemangel zum Besten. Dabei verkennt er völlig die Sachverhalte. Doch was soll die Bundesagentur für Arbeit auch machen? Eigentlich hat sie noch nie mit einer zukunftsweisenden Behauptung richtig gelegen, doch das störet anscheinend niemanden, denn irgendwas sagen müssen sie ja und meistens ist es das, was die Arbeitgeber vorgeben.
Wir erinnern uns!?
Noch vor einigen Jahren waren Ingenieure im Überschuss vorhanden. Die Bundesagentur warnte vor einem Studium in diesem Bereich und die Studienanfänger entschieden sich für andere Studiengänge wie BWL, etc. Gleiches bei den Lehrern, die vor einigen Jahren noch Taxi fahren mussten, weil sie nirgendwo benötigt wurden. Heute werden Lehrer händeringend gesucht und ein Bundesland jagt dem anderen mit immer besseren Angeboten das Lehrpersonal ab. Niemand hat diese Entwicklungen vorhergesehen, obwohl sie natürlich logisch erscheinen, denn Studenten studieren das womit sie später auch Geld verdienen, aus diesem Grund gibt es auch einen Run auf Lehramtstudiengänge und Ingenieurwissenschaften. Es ist quasi schon abzusehen, was in ein paar Jahren folgen wird.
Im Prinzip kann man die Bundesagentur für Arbeit mit einem mächtigen Pferd vergleichen, welches Scheuklappen trägt. Eigentlich sieht dieses starke Tier nur das, was direkt vor seiner Nase ist und wohin es geführt wird. An den Zügeln sind meistens die Politiker mit ihren Parteiinteressen oder den Interessen der Wirtschaft. Genauso fallen auch die Prognosen der BA aus. Die BA hat keinen ganzheitlichen Blick, sie sieht nur das was man ihr zeigt.
Nehmen wir doch das Beispiel des Ärztemangels, wie es Herr Becker in seinem Interview beschreibt. Die Anzahl der Ärzte in Deutschland ist in 10 Jahren von ca. 100.000 auf 150.000 gestiegen. Wir hatten nie so viele Ärzte im Land. Nun gibt es allerdings kaum Ärzte auf dem land, weil sich in der Stadt wesentlich mehr Geld verdienen lässt. Ebenso fehlen die Ärzte in Krankenhäusern, weil dort Schichtarbeit, schlechte Bezahlung, Stress und rauhes Klima herrscht. Am liebsten wäre jeder Arzt ein niedergelassener Arzt mit eigener Praxis und großem Kundenstamm an Privatversichten.
Es ist unwahr, dass es in Deutschland einen Ärztemangel gibt, die Ärzte sind einfach nur schlecht verteilt und niemand will wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in einem Krankenhaus arbeiten. Doch was macht die BA? Anstatt die Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern mit Vorschlägen konstruktiv zu reformieren oder für Anreize bei Landärzten zu plädieren, kommt wieder die plakative Forderung nach billigen Auslandsärzten.
Die Bundesagentur für Arbeit wird wieder einmal ihrem Ruf gerecht.
Quelle: taz.de
Di 17 Mai 2011
Nun, so Einiges. Beide waren machthungrige Banker, beide waren Experten ihres Fachs und beide waren in Schlüsselpositionen der Weltwirtschaft. Doch beide haben auch noch eine weitere Gemeinsamkeit, sie wurden in der wichtigsten Situation ihrer Karriere aus dem Weg geräumt und in beiden Fällen ging es um den Schuldenerlass für andere Staaten.
Allerdings ist Strauss Kahn noch lebendig, während Herrhausen am 30.11.1989 sterben musste. Herrhausen wollte damals die Staatsschulden von Mexiko erlassen, die Banker hatten Angst, dass dies eine globale Kettenreaktion auslösen würde. Obwohl nicht bewiesen, gehen viele davon aus, dass die RAF zu diesem Zeitpunkt bereits längst vom Geheimdienst unterwandert war. Aktuelle Prozesse um die RAF beweisen, dass die Terrorgruppe weitreichend mit Staatsorganen zusammen gearbeitet hat.
Laut einem Spiegel-Bericht wollte der IWF mit Strauss Kahn einen Schuldenerlass für Griechenland, was dieser kurze Zeit später allerdings wieder öffentlich dementierte.
Herrhausen und Strauss Kahn haben sich mit den mächtigen Banken angelegt und die Banken regieren die Welt, was nach der letzten Finanzkrise wohl jedem klar sein dürfte. Doch es gibt momentan keine unterwanderte Terrororganisation, die in der Lage wäre Strauss kahn zu beseitigen. Al-Quaida kauft man den Angriff auf den IWF nicht ab und einen Killer zu organisieren wäre nicht in Frage gekommen.
Also, nimmt man einfach den wunden Punkt eines Menschen, um in zu diskreditieren. Jeder hat diesen Punkt und wir können davon ausgehen, dass bestimmte Kreise auch wissen, wie man Angela Merkel oder andere Politiker mit ihrem wunden Punkt treffen und ausschalten könnte, wenn man wollte. Der eine ist ein Kinderschänder, der andere ein Vergewaltiger, Schürzenjäger, Spieler, Raser, Schläger oder irgendwas anderes – kaum ein Machtmensch hat keinen wunden Punkt.
Dominique Strauss Kahn ist ein Vergewaltiger, anscheinend hat er dies auch schon in der Vergangenheit gemacht. Die Vorwürfe sind vermutlich sogar in Teilen war, doch man kann davon ausgehen, dass die aktuellen Ereignisse eine Falle waren, um die Person effektiv auszuschalten.
Fakt ist, der Schuldenerlass für Griechenland ist damit in sehr weite Ferne gerückt. Somit auch für Portugal und Griechenland und alle anderen. Fakt ist auch, die großen Banken haben sich damit gerettet, denn sie wären die Leidtragenden einer Umschuldung gewesen. Griechenland wird den Weg des Staatsbankrotts und EU-Austritts gehen müssen, um sich zu entschulden, ein anderer Weg steht jetzt nicht mehr offen. Die Banken haben wieder einmal gesiegt.
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