Mai 2010
Monats Archive
Di 25 Mai 2010
Erstellt von d.diggler unter
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Das Organisierte Verbrechen fürchtet nichts mehr als die Öffentlichkeit. Aus diesem Grund kam der heilige Pfingstgeist auf die zwei verfeindeten Rockerclubs Hells Angels und Bandidos nieder und brachte einen brüchigen Frieden.
Die Reviere sind schon lange abgesteckt und “Landgewinn” gab es nur noch durch Konfrontation. Doch diese Konfrontation brachte nicht nur Umsatzsteigerungen im zwielichtigen Gewerbe sondern vor allem ungeliebte Öffentlichkeit. Heute weiß jeder was sich hinter den Begriffen Hells Angels und Bandidos verbirgt.
Doch nichts ist geschäftsschädigender als genau diese Bühne, denn sie zwingt die Politik quasi zum handeln. Somit war ein Verbot der Rockerclubs in greifbarer Nähe, doch eigentlich wollte die Politik dies gar nicht, denn insgeheim ist man ganz glücklich über die deutsche Hoheit im Milieu.
Seit dem Ende des Kalten Krieges haben sich nämlich vor allem die Albaner, Russen, Kroaten, Serben, Türken, Kurden und natürlich Italiener und Chinesen in der deutschen Unterwelt das Sagen. Das weiß natürlich jeder, allerdings ist dies eher ungeachtet von der Öffentlichkeit passiert. Von den Morden im Milieu hat man nur am Rande erfahren, sie waren niemals so präsent wie bei den Rockerclubs.
Es gab in Deutschland vorher keine bundesweit organisierte Kriminalität außerhalb der eher lautlosen italienischen Mafia, die in Deutschland vermutlich mehr Restaurants betreibt als McDonalds.
Doch die Zeiten ändern sich und auch die Geschäfte. Mittlerweile sind die Russen und Italiener nicht mehr im Rotlicht- und Drogenmilieu omnipräsent. Wer soviel Geld verdient, der weiß irgendwann nicht mehr wohin damit. Gewerbe, Müllentsorgung oder Immobilien – die Mafia ist mittlerweile überall im großen Geschäft, nicht zuletzt auch, weil der Staat es zulässt. Der Staat und seine geheimen Organe sind bestens über die Strukturen der Verbrecherorganisationen informiert.
Es gibt geheime Treffen zwischen Staat und Mafia sowie Konsultationen, die einen seit Jahrzehnten bestehenden Status Quo forcieren. Anfang der 90er, im zarten Alter von 16 Jahren durfte ich erleben, wie das sogar der Chef eines deutschen Geheimdienstes in einem öffentlich-rechtlichen Interview zugab, seitdem hat dies kein Beamter mehr getan.
Der Staat glaubt, mit diesem Status Quo die Verbrecher besser leiten zu können, als ihnen den Krieg zu erklären. Das mag auch augenscheinlich funktionieren, doch hat es einen enormen Preis, den niemand sehen will – das soziale Gewissen und die Moral sinken in drastischem Ausmaß. Zudem wächst das organisierte Verbrechen rapide und mittlerweile arbeiten zig tausende von Menschen in Mafia-Unternehmen, ohne es zu wissen.
Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht und Eines steht außer Frage – Mafiosi sind nicht die besseren Arbeitgeber. Doch am allermeisten fürchtet der Staat, dass die Menschen kein Vertrauen mehr in Politik, Wirtschaft und vor allem Gerechtigkeit haben.
Genau das ist aber aktuell der Fall, egal ob mit oder ohne Rockerclubs!
Quelle: stern.de
Fr 21 Mai 2010
Erstellt von d.diggler unter
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Die Demonstranten von Bangkok und Thailand, die sogenannten Rothemden, befinden sich im Recht und werden von einer Militärputsch-Regierung blutig ermordet und verfolgt. Doch der Westen schaut weg!
Kein Obama, keine Merkel und auch kein anderer westlicher Demokratieverteidiger macht den Mund auf und prangert das Vorgehen der Militärdiktatur an. Warum ist das so?
Nun, Thailand und die Eliten des Landes sind dem Westen wohl gesonnen. Sie sind wirtschaftlich offen und international salonfähig, wenn interessiert da schon ein Demokratie-Defizit!
Zudem hatten die Demonstranten das westliche Viertel besetzt, welches Botschaften und Luxushotels beinhaltet. Vielen Diplomaten kommt der Mordeinsatz des thailändischen Militärs da entgegen – jetzt ist man wieder unter sich.
Es wird deutlich, dass sich auf der Welt viele Pseudo-Demokraten tummeln, die den Mund nur aufmachen, wenn es um ihre wirtschaftlichen Interessen geht. Nach der Wahl im Iran waren die Pseudo-Demokraten schnell zur Stelle.
Pervers!
Quelle: zeit.de
Do 20 Mai 2010
Erstellt von d.diggler unter
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Die Firma Strathmann aus Bestwig im Sauerland will im Auftrag von E.ON und anderen Unternehmen in Paderborn eine Müllverbrennungsanlage mit schlechter Filterung bauen. Am massiven Protest der Paderborner Bürger und der Stadtverwaltung ist es bis jetzt gescheitert.
Aktuell ist noch ein Gerichtsverfahren anhängig, welches entscheiden soll, ob die von der Stadt Paderborn verhängte Bebauungsveränderungssperre rechtens ist. Die Stadt Paderborn und die Firma Strathmann sind jedoch an einer außergerichtlichen Vereinbarung interessiert und feilen aktuell an einem Vertrag.
Dieser Vertrag sieht vor, dass die Firma Strathmann im Kreis Paderborn keine Müllverbrennungsanlage mehr bauen darf, dafür fordert das Müllentsorgungsunternehmen jedoch 5,3 Millionen EUR, angeblich für Planungskosten. Abgesehen vom Imageverlust der Firma Strathmann, der FDP-Bezirksregierung (welche das Projekt vermutlich heimlich unterstützte) und der Firmen E.ON und Stute, deren Ruf eh schon ruiniert war, haben die Beteiligten somit keinerlei Ausgaben zu beklagen.
Die Stadt Paderborn und ihre Bürger haben dann jedoch enorme Ausgaben zu tragen! Für die Rechtsanwälte und Info-Material wurden eifrig Spenden gesammelt und jetzt soll auch noch der Bürger die Kosten von 5,3 Millionen EUR tragen. Umgerechnet auf jeden Bürger in Kreis und Stadt Paderborn wären das ca. 18 EUR. Das erscheint nicht viel und den Preis für eine saubere und gesunde Luft wert, doch grenzt es schon an Erpressung, wenn jemand sagt “gebt uns 5,3 Millionen oder wir bauen euch eine Müllverbrennungsanlage”.
Ich sage, die Stadt soll nicht zahlen! Sollen sie doch versuchen die Müllverbrennungsanlage zu bauen, dann wird Paderborn zu einem zweiten Brokdorf, diesmal allerdings mit Happy End!
Quelle: nw-news.de
Do 20 Mai 2010

Das Beamte in einer anderen Welt leben als der Rest der Gesellschaft ist den meisten bekannt. Während der Nettoverdienst deutscher Arbeitnehmer in den letzten 20 Jahren fast nicht gestiegen ist, genehmigen sich die Beamten immer einen kräftigen Schluck aus der Steuergeldpulle.
Ausgerechnet im Jahr der höchsten Haushaltsschulden will sich die Bundesregierung (Kanzler, Minister und Staatssekretäre) nicht länger ausschließen, schließlich haben sie es ja verdient.
Anstatt die Beamtengehälter und Pensionen endlich zu kürzen, gibt es in 2010 sogar eine Erhöhung der Bundesbeamtenbezüge. Wie geht das zusammen?
Während alle Welt und viele Beamte darüber schimpfen, dass die FDP endlich mal die Leistungsträger in der Gesellschaft mit minimalen Steuervergünstigungen ein bisschen gerechter entlohnen möchte, stehen die Beamten und Regierungsmitglieder anscheinend über allem. Es wird deutlich, dass sich der 1.700.000.000.000 EUR Schuldenberg nicht grundlos über das Land ergossen hat.
Das Land steht vor der Pleite und wird in den nächsten Jahren, zusätzlich zu allen Kürzungen (Reformen) der letzten Jahre, eine enorme Einsparung in Kauf nehmen, da gehen die Regierungsmitglieder mit gutem Beispiel voran und verabreichen sich höhere Bezüge.
Wäre dieser Sachverhalt nicht so bitter ernst, man müsste sich totlachen. Hier bekommt der Begriff “Fremdschämen” eine neue Bedeutung.
Quelle: zeit.de
Mi 19 Mai 2010
Erstellt von d.diggler unter
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Endlich beweist Angela Merkel, dass sie nicht nur abwarten und reden kann, sondern auch handeln. Das Verbot von Leerverkäufen in Deutschland ist absolut positiv zu bewerten. Damit setzt das Land ein deutliches Signal in der Welt und geht als Vorreiter für die gute Sache voran.
Natürlich hat dies eher eine symbolische Wirkung, weil Deutschland für den Handel mit den Zockerkäufen eher ein Nebenschauplatz ist, doch wie wichtig dieser Schritt war, machen die Reaktionen der Finanzlobbyisten deutlich. Sie sind erschreckt von der Schnelligkeit, langfristig damit gerechnet haben allerdings die meisten.
Wenn Schwarz-Gelb den Mut hat hier ein Zeichen zu setzen, dann ist das sehr lobenswert, allerdings vermutlich auch den desolaten Umfragewerten geschuldet (Schwarz-Gelb liegt im Bund bei 39%). Trotzdem hätte niemand nach Monaten der Tatenlosigkeit solch schnelle Schritte erwartet.
Die Schnelligkeit offenbart jedoch auch, dass die Furcht vor einer großen Depression größer wird.
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