Januar 2010
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Do 21 Jan 2010
Erstellt von d.diggler unter
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Im größten deutschen Bundesland NRW sind die Empfehlungen der Grundschullehrer für die weiterführenden Schulen bindend. Nicht genug, dass die Bewertung nach der vierten Klasse schon wissenschaftlich als falsch angesehen wird, den Eltern wird in diesem Fall eine Vormundschaft auferlegt. Ihnen bleibt somit nichts anderes überlassen, als das Urteil über die Zukunft des Kindes zu akzeptieren, oder aber einen Widerspruch einzulegen, welcher einer Prüfung bedarf.
Die Macht der Lehrer in NRW ist daher enorm groß und die Tatsache, dass es Quoten gibt und objektive Bewertung nur in der Theorie existiert, zeichnet ein erschreckendes Bild dieses Vorganges. Internationale Studien belegen die Ungerechtigkeit dieses Systems, doch passiert ist bis jetzt gar nichts.
Andere Bundesländer gehen hier neue Wege und schaffen zum Beispiel die Entscheidung nach nur 4 Jahren ab. Die konservative NRW-Regierung ist jedoch verfangen in alten Denkmustern und antwortet lediglich mit der Einführung von Schulnoten in der Grundschule und dem Englischunterricht.
Das Prinzip “Leistung” wird ausgebaut und bringt die Schüler zu Überforderung und Stress sowie gelegentlich auch in die Sackgasse “Amoklauf”.
Für eine bessere und gerechtere Schulbildung ist hier ein Umdenken gefragt, doch alte Bildungseliten mauern nach wie vor an dieser Stelle und haben anscheinend noch immer großen Einfluss in NRW.
Mi 20 Jan 2010
Was machen Politiker am liebsten? Sie beschäftigen sich mit Partei und Kollegen. Genau diesen Eindruck erweckt die aktuelle Bundesregierung stellt somit wiedermal indirekt die Systemfrage.
Mittlerweile geben sogar CDU-Politker wie Rita Süßmuth zu, dass die Koalition und das Wahlprogramm der jeweiligen Parteien nicht durchdacht war und somit der Koalitionsvertrag überarbeitet werden müsse. Wir wussten es alle, aber im Prinzip bedeutet das Betrug am Wähler. Die CDU hat ja kaum was versprochen und absichtlich nicht die Wahrheit gesagt, die FDP hat die großen Erwartungen geweckt und kneift jetzt schon teilweise den Schwanz ein.
Was machen, mit einer Regierung, welche ihr Volk für dumm hält und auch so behandelt? Gibt es eine Möglichkeit zur friedlichen Revolution? Warum ist die Opposition so auffallend schwach und leise?
Es ist ja nicht so, dass die Bundesregierung entscheidungsunfähig ist, wie damals die Parteien der Weimarer Republik. Es gibt eine Mehrheit im Bundestag nur ist der Weg unklar, denn erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik soll im Bundeshaushalt gespart werden. CDU und FDP wissen, dass ihnen die Verantwortung obliegt, nur wollen sie nicht die unliebsamen Entscheidungen treffen, die SPD und Grüne damals begonnen haben.
Die Abwartschung der SPD für Hartz 4 und Reformkurs hat die jetzige Bundesregierung damals amüsiert. Jetzt muss sie selbst noch unliebsamere Einschnitte veranlassen und stürzt bereits in den Prognosen. FDP und CDU werden richtig tief stürzen, wenn sie den Deutschen in den nächsten Jahren die Wahrheit erklären müssen, wie es die SPD versucht hat. Doch vor allem die FDP will lieber Geld ausgeben und Schulden machen, denn das kommt bei den Wählern besser an, aber selbst die Mehrheit im eigenen Volk will das nicht.
Wirkliche Schadenfreude dürfte jetzt bei der SPD herrschen, sie wird bei der nächsten Bundestagswahl wie ein Phönix aus der Asche erscheinen wenn sie sich nicht blöd anstellt und jetzt die richtigen internen Entscheidungen trifft. Diese perfide Parteienlandschaft zeigt deutlich, warum die direkte Demokratie besser ist.
Gebt dem Volk mehr direkte Macht zurück und die Demokratie bleibt stabil, auch wenn der Kapitalismus sich in Zukunft verabschiedet!
Di 19 Jan 2010
Im Sommer 1999 wurde die sogenannte Bologna-Erklärung verfasst, welche die Zukunft des europäischen Hochschulsystems entschieden beeinflussen sollte. Alle angehenden Akademiker der Länder der EU sollten vergleichbare Hochschulabschlüsse bekommen.
Soweit die Idee …
Die Umsetzung gestaltet sich schwierig und in Deutschland ist deutlich geworden, dass unser bisheriges Hochschulssystem sich von Grund auf ändern muss. Die Qualität der Hochschullehre hat in den letzten Jahren, seit der schrittweisen Einführung nachweislich gelitten. Studenten und Professoren kämpfen für eine Änderung oder Abschaffung des Systems, doch die Politik hält an dem Bologna-Prozess fest.
Wenn demnächst die überforderten G8-Schüler an die Hochschulen stürmen und sich zu überforderten Studenten, wandeln, werden sie vielleicht bereits mit 25-30 Jahren Burn-Out-Erfahrungen haben und nicht erst mit 35-40 Jahren.
Der Bologna-Prozess gilt heute als politisch durchgedrückt, aber als wissenschaftlich gescheitert. Daher ist der Bologna-Prozess jetzt in sein elftes Jahr gegangen und wer auf eine Party hoffte, wurde enttäuscht.
Kein Grund zum Feiern für die Studenten, für die Professoren und auch nicht für Deutschland. Nur in Brüssel werden daher wohl die Sektkorken knallen.
Mo 18 Jan 2010
Erstellt von d.diggler unter
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Der Grad zwischen Korruption und Lobbyismus mag rechtlich klar definiert sein, doch praktisch ist er oft so schmal wie ein Bindfaden. Ist die FDP korrupt oder hat sie bloß einen dummen Fehler gemacht? Egal, durch die Parteispende des adeligen Hotelmitbesitzers August Baron von Finck (Mövenpick-Hotels) über 1,1 Millionen EUR hat die FDP an Glaubwürdigkeit verloren.
Augenscheinlich hat die CSU den Gesetzesvorschlag für die Hotellobbyisten eingebracht, doch wie weit war die FDP gewillt dieses Vorhaben mit zu tragen? Sicherlich waren die 1,1 Millionen hier nicht hinderlich, sondern eher förderlich.
Es stellt sich die Frage, ob die FDP in sich korrupt und käuflich ist? War der Fall Möllemann gar kein Einzelfall sondern Parteisystem wie bei der CDU unter Helmut Kohl?
Die FDP hat eine Parteispendenaffäre, die Guido Westerwelle und die Partei stürzen kann. Ermittlungen müssen in jedem Fall erfolgen. Auch die CSU muss diesbezüglich durchleuchtet werden.
Fr 15 Jan 2010
Regelmäßig, fast täglich, kommt die Meldung über neue tote Terroristen (oder Zivilisten) in Afghanistan und Pakistan. Sie alle werden meistens von einer Waffe getötet, die eigentlich harmlos und unscheinbar wirkt, doch mehr Menschen tötet als jedes andere Waffensystem gegen den Terrorkampf – die Drohne MQ1 (Predator) der Firma General Atomics.
Im Prinzip ist die Drohne ein Computerspiel, genauso wie Far Cry, Urban Terror, Counter Strike und die ganzen anderen Ego-Shooter und Kriegsspiele. In bis zu 740 km Entfernung sitzen ein paar Typen vor einem kleinen Bildschirm und spielen Krieg – doch sie töten dabei wirklich Menschen.
Künstliche Intelligenz, wie im Film Terminator, spielt hier allerdings noch keine große Rolle, aber das Ballerspiel für GIs erfüllt ja auch so seinen Zweck und leistet den USA mittlerweile gute Dienste. Werden die GIs demnächst alle Playstation spielen müssen um den Einstellungstest zu bestehen?
Auch in Deutschland kann man mittlerweile Drohnen für den Privatgebrauch mieten oder kaufen. http://www.rent-a-drone.de
Im Balkan-Krieg der NATO gegen Serbien wurden einige Drohnen abgeschossen und in den Medien präsentiert, damals galt die MQ-1 als nützlicher Aufklärer der brauchbare Fotos liefert. Heute ist die Drohne mit dem bezeichnenden Namen Predator (dt. Raubtier) eine perfekte Killermaschine die tötet, aber nicht getötet werden kann. Ok, sie kann abgeschossen werden, aber dann wird halt eine neue gekauft, kostet ja nur Dollar und davon hat die USA von der FED ja genug bekommen.
Die Drohne weißt den Weg in die militärische Zukunft und lässt uns erahnen, welche perfiden unbemannten Waffensysteme demnächst zum Einsatz kommen werden. Vermutlich werden es Fluggeräte ähnlich Helikoptern sein, die 1-2 Stunden lautlos über einer Stellung kreisen können und alles vernichten was sich bewegt. Es wird vermutlich keine auf dem Landweg bewegbare Waffe sein, dafür ist die Technik noch nicht weit genug, aber auch das wird eines Tages kommen.
Schönes neues Jobprofil.
Quelle: wikipedia.de
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