Dezember 2009


Gerade hat die Bundesregierung die Steuersenkung beschlossen, da kündigt Finanzminister Schäuble schonmal nach der NRW-Wahl Einsparungen an. Vielleicht trägt diese Einsparung dann den Titel “Wachstumsbegrenzungsgesetz.

Nach dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz kommt direkt das Wachstumsbegrenzungsgesetz in vermutlich größerem Umfang als die mikrigen 8,5 Milliarden an Wachstumsbeschleunigern.

Einsparungen müssen sein und sind schon seit Jahren überfällig. Schwarz-Gelb der 90er Jahre, Rot-Grün und Schwarz-Rot haben bis dato nie gespart. Die deutschen Politiker kennen das Wort sparen wohl nur aus dem Schuldenbegrenzungsgesetz und müssen sich jetzt erstmalig damit auseinandersetzen. Wir dürfen gespannt sein wo gespart wird.

Quelle: spiegel.de

Die Erwartungen waren hoch, umso größer ist demnach die Enttäuschung der Welt, über das Ergebnis des Klimagipfels von Kopenhagen. Die Welt kam zusammen, um sich selbst zu retten, genau wie beim Montreal-Abkommen gegen das Ozonloch, doch Diktatoren in Industrie und Politik zwingen der Welt ihren Willen auf.

Kopenhagen hätte zu einem Synonym werden können und als Wendepunkt und Novum in die Geschichtsbücher der Welt geschrieben werden können, doch herausgekommen ist eine Luftnummer. Fast jede Tageszeitung bereitet den Schock noch einmal medial auf. Doch seien wir mal ehrlich, was haben wir erwartet?

Die großen Diktaturen der Welt sind auf dem Vormarsch und scheinen die Rechtsstaaten zu überflügeln. Die mächtigen Öl-Staaten der OPEC blocken alles ab, was ihren Interessen nicht dienlich ist, weil sie die Tragweite ihres Handels noch nicht begriffen haben. Sie sind Materialisten und leben im jetzt und hier, was in 50 Jahren passiert ist ihnen schlichtweg egal. Neben den Diktaturen wie Russland und den Arabischen Staaten ist auch Kanada mit im gleichen Boot der Blockierer.

Die Tatsache, dass sich China vor die Augen und Ohren der Welt stellt und ernsthaft behauptet, dass sie mit der Ein-Kind-Politik das Klima gerettet haben ist eine Ohrfeige in das Gesicht jedes verantwortungsvollen Bürgers, der sich mit dem Thema auseinandersetzt. Mit anderen Worten, wer Kinder kriegt schädigt das Klima. Vielleicht sollten die Chinesen lieber die Null-Kind-Politik fahren und damit das Weltklima ganz retten …

Er ist da! Der erste deutschlandweite Schnee deckt das Land mit seiner weißen Decke zu und bringt damit den Weihnachtsfrieden hervor, der dieses Jahr sehr spät kommt und wahrscheinlich früh wieder geht.

Zuviele Probleme lasten auf dem Menschen und auf den Schultern des Landes. Deutschland lebt auf Pump und ist auf dem Weg zum Pleitier, genauso wie seine Nachbarn. Die Arbeitslosigkeit wird im nächsten Jahr einschlagen wie eine Bombe und das Land in eine Rezession ziehen, aber das ist ja noch weit weg. Über Bomben auf Kundus-Tanklaster regt sich nur noch die Opposition auf und in Kopenhagen rettet Obama mit Angie die Welt vor dem Untergang. Es ist Weihnachtsfrieden!

Anhalten, Motor abstellen und sich was Gutes tun. Diese Devise wird bis ins neue Jahr halten, doch nach der familiären Einkehr kommt dann in 2010 die Realität zurück. Aber die Pause von der verrückten Welt hat auch etwas Reinigendes. Sie bietet die Chance eigene Batterien wieder voll zu laden und sich auf das wesentliche zu besinnen. KLärende und beratende Gespräche im Kreis der Familie sind oftmals nur in diesen Tagen möglich und viele nutzen die Chance.

Ja, es gibt den Weihnachtsfrieden, genauso wie es die Weihnachtshasser gibt. Es gibt nicht erst seit den Stellungskämpfen des 1. Weltkriegs, sondern seitdem Weihnachten in unserer Gesellschaft zelebriert wird. Ob der Weihnachtsfrieden auch im fernen Afghanistan stattfindet bleibt den Taliban überlassen. Generell sollte man den Weihnachtsfrieden aber immer als Chance auffassen, als Chance für einen selbst.

Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland ist deutlich rückläufig, in den letzten 9 Jahren sind 1.400.000 Vollzeitarbeitsplätze verloren gegangen, trotz der Boomjahre zwischen der Börsenkrise und Wirtschaftskrise. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Minijobber und Teilzeitkräfte um 1.300.000 Millionen gestiegen. Ein Beleg dafür, dass unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem in seiner jetzigen Form nicht mehr funktioniert.

Sicherlich ist es besser einen Minijob ziu haben, als gar keinen Job, auch wenn das Geld für die Arbeit mit dem Arbeitslosengeld 2 verrechnet wird, aber für wie lange? Für 6 Monate, 1 Jahr, 5 Jahre oder 20 Jahre? Je kürzer umso besser, aber mittlerweile kommen die Menschen aus den Minijobs und Teilzeitjobs gar nicht mehr raus. Der Übergang in einen Vollzeitjob findet nicht statt.

Grund für diese Entwicklung ist der enorme Machtgewinn der Wirtschaft in Deutschland und die Welteroberungsambitionen der Unternehmen. Konsolidierung, Rationalisierung oder Synergieeffekte nutzen, alles tolle Begriffe und Methoden, die letztlich eines beschreiben – die Umwandlung des Arbeitnehmers in Human Kapital, aber auch den Wegfall von Humanen Arbeitskräften.

Der Stellenabbau wird gerne auf die Globalisierung geschoben, aber letztlich ist es doch der Fortschritt, der irgendwann die nette Stimme am Telefon durch eine Computerstimme mit der Frage “Sie wollen Bananen?” ersetzt. Diese Revolution findet gerade ihren Eingang und der Höhepunkt ist nicht in Sicht, aber trotzdem muss man die Frage stellen: Was steht am Ende dieser Entwicklung?

Wird irgendwann das system kippen oder wird irgendwann die Hälfte der Deutschen von Sozialleistungen leben, während die andere Hälfte noch arbeiten gehen darf? Kann der Zukunftsmarkt “Regenerative Energien” das Land retten oder ist das eher eine Luftnummer mit Strohfeuer-Charakter?

Quelle: welt.de

In Kopenhagen wird dieser Tage eine Geschichte geschrieben, die unsere Welt verändern wird – zum Guten oder zum Schlechten! Der kleine Inselstaat Tuvalu hat sich mit seinem Tod noch nicht abgefunden, den die großen Staaten quasi  beschlossen haben und wehrt sich mit allen Kräften gegen die Opferrolle. Die Welt bekommt davon allerdings kaum was mit.

Der Unterschied zwischen 1,5 Grad Celsius und 2,0 Grad Celsius ist minimal und für einen Menschen fast gar nicht wahrnehmbar. Die Erde in ihrer Ganzheit hingegen, spürt es am ganzen Korpus und für den kleinen Inselstaat Tuvalu bedeuten diese 0,5 Grad Celsius den Tod.

Ja, es gibt sie noch immer, die Industrie-Lobbyisten, die allen Medien, vom TV bis zur Konferenz, versuchen den Klimawandel zu leugnen. Normale Wärmeentwicklung, normale Katastrophen, normaler Lebenszyklus der Erde, sagen sie. Doch mittlerweile nimmt diese Lobbyisten kaum noch jemand Ernst, außer vielleicht ein paar Nerds, die schon seit Jahren den Klimawandel leugnen und aus Gewohnheit ihren Standpunkt beibehalten.

Tuvalu wird zukünftig zu einem Sinnbild des verzweifelten Kampfes gegen den Klimawandel werden und das Bauernopfer sein in einer industrialisierten Welt. Was ist besser, keine Einigung und eine globale Katastrophe oder eine geringe Einigung und ein paar Länder weniger? Die Entscheidung trifft die Welt zur Stunde in Kopenhagen.

Das muss man sich einmal richtig vorstellen, weil sich die großen Staaten aufgrund wirtschaftlicher Interessen nicht bewegen wollen, werden Länder in den nächsten Jahrzehnten untergehen.

Was ist das überhaupt für eine Entscheidung? “Wir einigen uns auf 1,5 oder 2,0 Grad Celsius”. Die Zukunft der Welt ist also verhandelbar und wird gerade verhandelt, doch im Prinzip kann niemand sagen, ob der Effekt überhaupt noch verhandelbar ist oder ob wir uns gerade entscheiden wie groß die Katastrophe sein wird. Der Klimawandel kommt, nur das ist sicher!

Mutmaßungen, Theorien … die wirkliche Wahrheit kennt vermutlich keiner … oder doch? Was wäre, wenn wir sofort auf die Klimakiller verzichten würden? Wären ganze Staaten wie Tuvalu dann noch zu retten?

Die parzifischen Inseln waren die letzten Orte auf diesem Planeten, die der Homo Sapiens erreichte, sie waren die letzten Orte dieses Planeten die kolonisiert wurden, aber sie werden die ersten paradiesischen Orte sein, die durch den Menschen verschwinden werden.

Es ist wie bei einem Patienten, der eine tödliche Diagnose durch den Arzt bekommt, er versucht mit allen Mitteln gegen die Krankheit zu kämpfen und weiß doch, dass sein Ende gekommen ist.

Wir machen uns Sorgen um die Rente, aber was es wirklich bedeutet seine Existenz und Heimat für immer zu verlieren, weil sie nicht mehr existiert, weiß eigentlich niemand. Vertriebene und Flüchtlinge können immer die Hoffnung hegen eines Tages wieder zurück zu kommen. Eventuell hätten es die Bewohner von Pompeji gewusst, aber die sind ebenfalls mit ihrer Stadt untergegangen.

Glaubt eigentlich wirklich jemand, dass die Höhe des zukünftigen Meeresspiegels berechenbar ist? Glaubt wirklich jemand, dass der Klimawandel jetzt kontrolliert werden kann?

Quelle: taz.de

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