Oktober 2009


Zum letzten Mal werden aktuell die Lohnsteuerkarten der Kommunen auf dem Postweg verschickt. Mit der Lohnsteuerkarte 2010 endet die haptische Wahrnehmung der Steuer auf den Lohn der arbeitenden Deutschen. Bereits mit der Lohnsteuerkarte 2011 wird der elektronische Weg beschritten.

“Ich hab sie doch letztens noch hier liegen sehen!” Wer kennt sie nicht? Die Suche nach der Lohnsteuerkarte, die mit einem kleinen Umschlag und kurzer Erklärung millionfach in den Briefkästen der Arbeitnehmer gelandet ist. Mit der Lohnsteuerkarte 2010 wird zum letzten Mal die Papierform gewählt und das digitale Zeitalter hat nun auch die Kommunen erfasst.

Vorbei sind die Zeiten, in denen die Personalabteilung ihre Mitarbeiter nervte und mit verminderter Gehaltsauszahlung drohte, wenn die Lohnsteuerkarte nicht bis morgen eingereicht ist. Für die unorganisierten Mitbürger ein Segen und eigentlich schon lange überfällig.

Welche Farbe mag die Lohnsteuerkarte 2010 wohl haben? Ich tippe auf die Farbe grün, denn grün steht ja bekanntlich für Hoffnung und die Hoffnungen auf ein funktionierendes zukünftiges Lohnsteuer-System sind groß.

Doch was ist die Neuerung in diesem Bereich, wenn man sie mit der Einkommenssteuer vergleicht? Eigentlich gar nichts, denn die Einkommenssteuererklärung ist ein Geflecht aus undurchschaubaren Sonerausgaben, Abzügen und Paragraphen, die künstlich ein ganzes Steuerberatersystem beatmet. Hier liegt die eigentliche Reformaufgabe und die hat sich die FDP auf die Fahne geschrieben. Wir werden sehen, ob diese Fahne weiter am Mast weht oder einfach nach der Wahl wieder abgenommen wird. Letzteres bleibt zu vermuten.

Quelle: biallo.de


Ein Nachruf:

Die Website bewerbung.net war eine der ersten Webseiten, die für Arbeitssuchende im Internet zur Verfügung stand und umfangreiche Tipps rund um das Thema der Bewerbungen angeboten hat.

Die Macher R.L. Miller und Wolf Dieter Roth standen hinter der Website und haben im Jahr 2000 den Grundstein für kostenlose Informationen zur Bewerbung im Internet gelegt. Mit bewerbung.net haben sie in dieser Zeitspanne bis zur Auflösung vor einigen Monaten millionfach weitergeholfen.

Nach der Veröffentlichung 2000 kam lange nichts und im Jahr 2004 erst die umfassenden Informationen und der Service von ulmato-Bewerbung der Studenten Kornhoff und Schulte.

Nun ist das Projekt bewerbung.net zwar nicht tot, doch zumindest die Gründungsväter haben sich verabschiedet und zuletzt hat W. D. Roth die Website an den SEO-Experten Marcus Tandler verkauft. Hier steht nun eher das Geschäft als die kostenlose Information im Vordergrund, was bleibt ist nur die Domain und das Thema.

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