September 2009
Monats Archive
Do 10 Sep 2009
Nine Eleven ist ein feststehender Begriff – weltweit. Sobald diese Worte fallen weiß jeder Bescheid, besonders die Amerikaner, denn an diesem Tag stürzte ihre Welt ein und hat sich bis heute nicht von diesem Schock erholt. Was hat sich seitdem verändert?
Amerika befindet sich offiziell seit dem 11. September 2001 mit islamischen Terroristen im Krieg, vorher auch, aber inoffiziell. Seit dem großen Terroranschlag auf New York und Washington mit tausenden ziviler Todesopfer steht nicht nur Amerika im Krieg, sondern auch die ganze westliche Welt.
In der Folgezeit wollten die Amerikaner für diesen Stich in ihr Herz unbedingt Rache nehmen und befinden sich seitdem in Afghanistan und im Irak mit ihren Truppen. Der Nahe Osten und Asien ist in ihr Blickfeld gerückt – noch immer. Jeder Amerikaner kennt nun die Städte Kabul und Bagdad vom Namen her. Der texanische Cowboy G. W. Bush hat seinen Vater unter dem Vorwand des Terrorismus gerächt und Saddam Hussein beseitigt. Gewonnen hat allerdings keiner etwas, außer vielleicht die amerikanische Ölindustrie und die Waffenindustrie, die sich im Irak eine goldene Nase verdient haben. Doch Präsident Bush ist endlich weg und wird von der Geschichte als einer der schlechtesten Präsidenten der USA genannt werden – zurecht!
Nun weht in Amerika ein anderer Wind, entfacht von Barack Obama und mittlerweile schon fast zu einem lauen Lüftchen verkommen. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen, Barack Obama ist in einer Zeit an die Macht gekommen, wo Amerika ruiniert ist, sowohl finanziell als auch spirituell. Ein Wiederaufbau und eine Rückbesinnung braucht Zeit und Barack Obama hat zwischenzeitlich schon mehr Gutes veranlasst als sein Vorgänger insgesamt, der ja schließlich für den Scherbenhaufen verantwortlich ist. Große Sprünge kann sich Obama nicht leisten.
Was hat sich seit Nine Eleven bei den Taliban und Al-Quaida verändert? Osama bin Laden ist noch immer auf freiem Fuß, lediglich seine Schergen müssen hin und wieder erneuert werden. Der große Terroristenführer, der unter seinen intoleranten und fundamentalistischen Jüngern schon den Status eines neuen Propheten genießt, fröhnt noch immer der Vielweiberei wie seine Glaubensbrüder.
Es ist schon erstaunlich, der eine heißt Obama und der andere Osama und beide stehen sich nun gegenüber, obwohl sie nur ein Buchstabe im Namen trennt. Acht Jahre nach den fürchterlichen Anschlägen hat sich in der Auseinandersetzung nicht viel geändert, die westliche Welt wird noch immer von Terroristen heimgesucht, lediglich die Koalition der Willigen bricht langsam im Irak auseinander. Obwohl dies seit kurzer Zeit auch in Afghanistan deutlich wird.
Wir erinnern uns, dass wir mit der Bundeswehr in Afghanistan sind, weil uns nach Nine-Eleven nur die Solidarität mit den Amerikanern uns dorthin geführt hat. Zudem sollten wir uns auch daran erinnern, wenn der damalige Bundeskanzler nicht Gerhard Schröder gewesen wäre, sondern Angela Merkel, dann wären wir ebenfalls in den Irak eingefallen. Angela Merkel hatte dies G. W. Bush damals höchstpersönlich im Weißen Haus versichert. Gott sei Dank, war sie damals keine Kanzlerin.
Aber was hat sich nach Nine-Eleven denn in der amerikanischen Einstellung geändert?
Wenn die Amerikaner morgen ihrer Toten vom 11. September 2001 gedenken, dann tun sie dies zum ersten Mal mit der Hoffnung und dem Glauben an eine bessere Welt – das hat sich geändert. Das ist doch schonmal was, denn die Revolutionen in der heutigen Zeit passieren nicht mehr über Nacht. Heute brauchen Revolutionen in der westlichen Welt einen langen Atem.
Allerdings werden die USA nie wieder die Größe besitzen, die sie vor Nine-Eleven und vor G. W. Bush hatten – auch das hat sich geändert.
Weitere Infos zum 11. September 2001 bei Wikipedia
Mi 9 Sep 2009
Was da so ganz nebenbei verlautet wurde und im Getöse um Wahlkampf, Afghanistan-Krieg und Schweinegrippe fast unterging, ist eine kleine Revolution auf dem Energoiemarkt und könnte endlich die Kartellmacht der großen Energieversorger brechen und dem Verbraucher zu fairen Preisen verhelfen.
VW und der Stromlieferant Lichtblick planen eine Kooperation bei der Herstellung und Einführung von Stromaggregaten in deutschen Haushalten. Diese sollen Strom ins deutsche Netz einspeisen können, um so drohenden natürlichen Engpässen bei den regenerativen Energien vorzubeugen.
Diese Technik könnte bundesweit ein paar Atomkraftwerke ersetzen, zunächst wird aber erst in Hamburg mit Feldstudien begonnen. Die Aggregate werden in den Kellern von Wohnhäusern platziert und untereinander vernetzt, so dass immer die gewünschte Stromspannung im Netz aufrecht erhalten werden kann.
Der Hausbesitzer hat den Vorteil, dass sein eigener Verbrauch mit der Miete für die Platzierung und der Einspeisung ins Netz verechnet wird. Ein lohnendes Geschäft und gleichzeitig eine Kampfansage an das deutsche Energiekartell der großen 4 aus EON, RWE, EnBW und Vattenfall. Ihr Monopol und Preisdiktat droht zu brechen. Offensichtlich hat Lichtblick die Tatsache genutzt, dass es in der Automobilindustrie große Überkapazitäten gibt – VW Motoren bekommt anscheinend sehr günstig im Einkauf.
Diese dezentrale Energieversorgung ist die logische Ergänzung der regenerativen und alternativen Energiepolitik, auch wenn sie augenscheinlich nichts mit den regenerativen Energiequellen zu tun hat, weil dort fossile Brennstoffe benötigt werden. Wenn das system und das Netz jedoch erstmal aufgebaut ist, dann wird es kein Problem sein, die kleinen Heizkraftwerke a la VW-Motor durch Brennstoffzellen zu ersetzen. Denn die Technik der Brennstoffzellen hat momentan noch einen großen Haken, es gibt keine regenerativen Energieträger die dort kostengünstig eingesetzt werden können.
Offensichtlich ist jedoch der große Vorteil, dass die gefährlichen Atomkraftwerke, auch wenn es nur ein paar sind, abgeschaltet werden können. Immerhin ein Anfang!
Unter dem Aspekt des Arbeitsmarktes dürften sich unter dem Strich eher mehr Arbeitsplätze ergeben, weil die Anzahl der kleinen Kraftwerke im Keller wesentlich größer ist und somit wartungsintensiver.
Quelle: welt.de
Di 8 Sep 2009
Die USA planen einen Einreisegebühr nach dem Vorbild der sozialistischen DDR. Jeder Reisende, der dann in die USA möchte muss diese Gebühr entrichten – aktuell wird ein Betrag von 10 EUR diskutiert. Zurecht regt sich die EU auf und die Europäer fragen sich, ob die Amerikaner noch “alle Tassen im Schrank” haben.
Wer heute in die USA einreisen möchte, der muss einen Papierkram erledigen, der schon an Schikane grenzt. Allerdings scheint dies noch nicht der Gipfel des Eisberges zu sein. Die USA planen eine Einreisegebühr von ca. 10 EUR für jeden legalen Ausländer der das Land betritt.
Vor allem die Europäer sind geschockt, angesichts dieses Blödsinns und gerade für die Deutschen ist es ein sensibles Thema, denn wer damals in die DDR einreisen wollte, der musste ebenfalls Geld bezahlen – 25 Deutsche Mark – also umgerechnet so ca. 10 EUR.
Die DDR hatte damals die gleichen Beweggründe wie die USA, sie war total pleite und brauchste Devisen, zudem war sie Ausländern gegenüber nicht gerade wohlgesonnen, vor allem wenn sie aus dem Westen kamen.
Die Amerikaner begründen dies mit den Kosten, die durch die Einreise entstünden. Wer die USA besuchen möchte, egal aus welchem Grund, muss sich im neuen Online Portal ESTA registrieren, also warum nicht gleich die Einzugsermächtigung über 10 EUR erteilen?
Natürlich geht es den Amis nicht um Schikane, sondern schlicht um Kohle. Alan Greenspan und seine FED haben zusammen mit den Banken die USA in die größte Krise gestürzt, die dieses Land seit sehr langer Zeit hatte. Amerika ist pleite, das ist Fakt. Und weil man Luft zum Atmen nicht verkaufen kann gibt es halt eine Eintrittsgebühr, sollen doch die blöden Touristen den Staat sanieren.
Welche internationalen Folgen dies hätte und das ausgerechnet 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, ist den Amerikanern egal – america first!
Quelle: spiegel.de
Mo 7 Sep 2009
Deutschland ist im Krieg, genau wie es die Amerikaner wollten und Angela dem Obama versprochen hat. Mehr Kampfeinsatz ist die Devise und die Deutschen sind bis jetzt sehr gut, kaum eigene Verluste und jetzt das! Tote Zivilisten, die vermeintlich für Terroristen gehalten wurden, weil sie sich aus Eigennutz um gestohlene Tankwagen versammelt hatten.
Keine Frage, den sauberen Krieg gibt es nicht, der sogenannte Kollateralschaden gehört zum Krieg wie der tägliche Fahnenappell. Wer glaubt, er kann in einen Krieg mit Kampfeinsätzen gehen ohne Zivilisten zu töten, der hat bei Geschichte nicht richtig aufgepasst oder ist einfach naiv.
Die Taliban in Afghanistan leben unter der Bevölkerung, sie hocken nicht in irgendwelchen Berghöhlen und kommen nur in der Nacht raus. Nein, sie kleiden sich normal und das einzige was sie von der Zivilbevölkerung trennt, die mit ihnen leben muss ist die AK 47 in der Hand, auch Kalaschnikow genannt.
Für die Regierungsparteien kommt dieser Fall zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, lediglich die Linken werden hierdurch politisch gestärkt. Umso erstaunlicher ist die Vorgehensweise der US-Armee im Zusammenhang mit diesem Sachverhalt.
Kurze Zeit nach der Zerstörung der Tanklastwagen und kam eine geführte Gruppe der US-Armee zum Ort des Geschehens. Normalerweise nehmen die Amerikaner keine Journalisten mit zu den Orten des Geschehens, aufgrund möglicher schlechter Publicity, diesmal jedoch machte der US-General höchstpersönlich eine Ausnahme. Er führte die Gruppe an und sprach von Schuld und 125 Toten.
Diese Tatsache ist ein direkter Schlag ins Gesicht der Bundeswehr und eine Provokation. Offensichtlich ist die Stimmung unter den Bündnispartnern wesentlich schlechter als es scheint. Offene Anfeindungen hat es in der Nato-Führungsebene noch nicht gegeben, auch diese Tatsache spielt den Linken in die Hände, die für eine Auflösung der Nato plädieren.
Die deutschen haben keine eigenen Flugzeuge in Afghanistan, um solche Angriffe durchzuführen, bisher schien das Bündnis zu funktionieren, doch scheinen die internen Grabenkämpfe der Nato mittlerweile beängstigend.
Der Vorgang offenbart jedoch noch ganz andere Aspekte, welche jetzt erst deutlich werden: Was machen die Deutschen eigentlich da unten? Warum bekommen wir nur so wenig Informationen? Wieso gibt es eigentlich keinen täglichen Live-Bericht aus dem Camp in Kundus?
Die Informationspolitik der deutschen Bundeswehr ist unterirdisch. Fast erweckt es den Anschein, als wäre die Bundeswehr gar nicht in Afghanistan oder im Kosovo. Der Krieg wird bewusst verschwiegen, denn wenn wir uns erinnern, laut Bundesregierung führen wir ja gar keinen Krieg!
Der größte Witz sind aber die Taliban selber, die sich plötzlich an die UN wenden und eine Untersuchung fordern! Verkehrte Welt!
Quelle: spiegel.de
Fr 4 Sep 2009
Eigentlich hat wohl schon jeder von uns einmal einen Blick in oder zumindest auf eine Bildzeitung geworfen, entweder im Vorbeigehen, im Geschäft, Kiosk oder auch weil er zur täglichen Leserschaft gehört. Doch gerade an diesen Orten stechen die wirklichen Leser der Bild deutlich hervor – sie stehen für ein gesellschaftliches Phänomen.
Es gibt viele Klischees über die Leserschaft der Bild-Zeitung. Es sind nur Bauarbeiter die sich lediglich für die nackten Frauen und den Sport interessieren, es sind einfache und dumme Menschen, die Sachverhalte nicht hinterfragen oder es sind einfach Sensationshascher, die sich über irgendetwas aufregen müssen oder wollen. Die Wahrheit liegt vermutlich genau dazwischen jedoch gibt es einen Aspekt, denn ich immer wieder beobachte und mit der Erfahrung von den anderen Personen teile.
Jedesmal wenn ich in einem Bahnhofskiosk oder Einkaufsladen an der Kasse stehe, dann gibt es die sich wiederholende Szene, dass ein Mensch den Laden betritt, sich die Bild-Zeitung schnappt und sich an der Warteschlange vorbei, auch wenn es nur 1-2 Personen sind, zur Kasse drängelt. Diese Beobachtung teilen einige Bekannte von mir und berichten von ähnlichen Erlebnissen.
Schade, dass es keine Studie über das Sozialverhalten der Bild-Leserschaft gibt. Vielleicht wäre hier das Ergebnis unterstützend und würde meine Theorie bestätigen, dass die Bild-Leser für ein aktuelles gesellschaftliches Phänomen stehen, welches sich in Rücksichtslosigkeit, Egoismus und Bedacht auf persönlichem Vorteil äußert. Im Prinzip also genau die Dinge, unter denen unsere Gesellschaft seit einigen Jahren leidet.
Allerdings, was hätte eine solche Studie für einen Sinn? Nun, wir hätten es schwarz auf weiß, dass die Bild einen schlechten Einfluss auf Menschen. Aber vielleicht gibt es ja auch eine ganz andere Deutungsweise? Vielleicht waren die Menschen schon vorher schlecht und die Bildzeitung ist nur das Auffangmedium für soziale Saboteure.
Naja, eines schiene dann zumindest eindeutig, und zwar dass die Bildzeitung nicht gut ist für diese Gesellschaft ist und dass es jede Menge großer Arschlöcher unter uns gibt die ähnlich ticken. Mit einer Spende meinerseits zur Finanzierung einer solchen Studie werde ich dies gerne unterstützen!
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