August 2009
Monats Archive
Mo 31 Aug 2009

Der Mordfall Buback und die Verdächtige Verena Becker zeigen ein neues Bild der RAF und des Verfassungsschutzes. Dank der unermüdlichen Aufklärungsarbeit des Sohnes von Buback kommt langsam ein wenig Licht in das Dunkel. War die RAF eine Terrororganisation die vom Staat gelenkt wurde? Waren die Morde an Buback, Herrhausen und anderen RAF-Opfern etwa Auftragsmorde von Geheimdiensten? Was weiß Verena Becker?
Spätestens nach dem Mord an dem Deutsche Bank-Vorstand Alfred Herrhausen durch die RAF, gab es Gerüchte, dass in Wahrheit die Geheimdienste hinter den Anschlägen steckten. Sicherlich wurde Alfred Herrhausen durch eine linke Terrororganisation mit Namen RAF getötet, doch es sprechen einige Gründe dafür, dass der Auftrag zu diesem Mord aus den Reihen der Geheimdienste und Banken kam. Es gab die Gerüchte, dass einige RAF-Terroristen unter der Kontrolle der Geheimdienste standen und quasi in staatlichem Auftrag den Terror verübten.
Das gerücht hielt sich bei Herrhausen besonders, weil dieser einen plötzlichen Sinneswandel vollzog und dem Staate Mexiko 4 Milliarden Dollar an Schulden erlassen wollte. Herrhausen, ursprünglich ein zielstrebiger Machtmensch, hatte sein soziales Gewissen entdeckt und lief damit direkt vor die Zielscheiben der geheimen Systemhüter. So ein Schuldenerlass hätte das kapitalistische System zum Einsturz bringen können und damit genau das, was die RAF verfolgte. Mit dem Mord an Alfred Herrhausen hat die RAF quasi ihren größten Verbündeten liquidiert. Warum sollte sie so etwas tun?
Wenn es stimmt, was da jetzt im Fall Verena Becker ans Tageslicht kommt, dann wäre die RAF bereits seit dem Jahr 1972 durch Staatsorgane unterwandert gewesen. War die Rote Armee Fraktion also in Wirklichkeit nur das Mittel zum Zweck? Sollte die RAF den Deutschen nur Angst einjagen und gleichzeitig Querulanten beseitigen?
Sicherlich ist dieser Gedanke abwägig und höchst unwahrscheinlich, die wirkliche Kontrolle wird der Verfassungsschutz nicht gehabt haben. Die Besetzung der Botschaft in Stockholm, die Morde an Ponto und Schleyer usw., die meisten Dinge waren dem Staat vermutlich vorher nicht bekannt. Ein einzelner Maulwurf kann nicht viel ausrichten, die abgeschotteten Kommandos waren oftmals sich selbst überlassen und nicht jedes RAF-Mitglied wird über jede Aktion informiert gewesen sein.
Doch wenn es wirklich stimmt, dass Verena Becker der Spitzel des Verfassungsschutzes in den Reihen der ersten Generation der Roten Armee Fraktion war, warum hat der Verfassungsschutz den Mord an Siegfried Buback nicht verhindert?
Die Akte des Verfassungsschutzes zu Verena Becker enthält sehr brisantes Material. Bisher wurde diese Akte wegen Gefährdung der Bundesrepublik Deutschland nicht in den Fall einbezogen. Wenn die Unterlagen jetzt von Herrn Schäuble freigegeben werden, dann müssen sie entweder einen Knüller enthalten, oder sie wurden bereits so frisiert, dass sie keinen Schaden mehr anrichten. Wir dürfen gespannt sein und über allem steht die Frage: Was weiß Verena Becker?
Quelle: süddeutsche.de
Quelle: faz.net
Fr 28 Aug 2009

Der Streit um die Ampelregelung für Lebensmittel zeigt auf, dass die EU-Komission zu eng mit der Wirtschaft verknüpft ist. Die EU hat eben auch nur Beamte und Politiker und diese sind nunmal für Lobbyarbeit sehr anfällig. Die Lebensmittelindustrie ist gerade auf EU-Ebene sehr stark, denn gerade Lebensmittel sind die Motoren der Globalisierung.
Für die Verbraucher wäre die Lebensmittelampel eine sehr große Erleichterung und ein erster Schritt zu gesunder Ernährung. Allerdings hätte die auffällige Kennzeichnung von Lebensmitteln die Folge, dass gute von schlechten Lebensmitteln auf einen Blick unterschieden werden können – und das ist schlecht für den Geldbeutel der Lebensmittelkonzerne wie Nestle, Kraft oder Unilever, denn sie stellen viele ungesunde Lebensmittel her.
Nehmen wir das Beispiel Zucker. Mittlerweile findet sich kaum ein Produkt der Lebensmittelkonzerne ohne diese Zutat. In den meisten Lebensmitteln wurde der Zuckergehalt sogar kontinuierlich erhöht, denn mit Zucker schmeckt einfach alles. Das der Zuckerwahn mittlerweile ganze Generationen in Übergewicht und Diabetes treibt ist den Konzernen egal, denn für die Folgen ihrer Produkte müssen sie nicht gerade stehen.
Zucker ist der Schmierstoff für die Geldpresse der Lebensmittelindustrie und Gesundheitsprogramme werden da schnell mit Kanonen beschossen und zu Fall gebracht. Jedes Kind darf soviel Zucker es wie es will, aber bitte nur eine halbe Stunde in den Fernseher schauen. Viele Eltern wissen gar nicht was sie ihren Kindern körperlich mit jedem Zuckerschock zufügen. Es ist ja auch zu verführerisch, es schmeckt gut und macht Kinder glücklich (und Erwachsene ebenso
Es gibt jedoch einen kleinen Hoffnungsschimmer …
Die Eltern begehrenen auf und die Ernährungswissenschaftler bekommen starke Unterstützung. Vorbei sind die Zeiten, wo sich die Deutschen alles in den Hals geschüttet haben. Gute und ausgewogene Ernährung ist wichtig und verbreitet sich immer mehr. Selber kochen ist wieder In und wer dies noch gesund vollzieht liegt voll im Trend.
Die Streiter für eine gute Ernährung stoßen in der EU-Komission jedoch auf die errichtete Mauer der Lobbyarbeit. Diese droht das schöne Konzept von gesunder Ernährung mir fadenscheinigen Argumenten zu verwässern und damit unwirksam zu machen. Selbst auf nationaler Ebene darf es keine Alleingänge für den Verbraucherschutz geben. Diese Tatsache wirft jedoch die Frage auf, in wie weit sich Deutschland in eine EU-Fremdherrschaft begeben hat, was das Bundesverfassungsgericht jüngst bereits bemängelte.
Zeigt die EU jetzt ihr wahres Gesicht?
Quelle: spiegel.de
Do 27 Aug 2009
Die Erstellung einer Bewerbung ist kein leichtes Unterfangen, viele Dinge müssen beachtet werden und wer bei null anfängt ist zunächst auf Informationen angewiesen. Bei der Gestaltung eines Lebenslaufs hilft oftmal ein guter Musterlebenslauf, der inhaltliche und gestalterische Tipps geben kann.
Der Lebenslauf ist das Herzstück der Bewerbung und beinhaltet den informellen Striptease des Bewerbers gegenüber dem potenziellen neuen Arbeitgeber. Hier stehen alle wichtigen Informationen, persönlicher und beruflicher Natur, die den Bewerber als Person beschreiben und die für den Arbeitgeber zur Auswahl wichtig sind.
Als Bewerber kann man es meist kaum glauben, aber die Psychologie spielt hier bereits eine große Rolle und die Analyse, beispielsweise der Hobbys, kann den Ausschlag für oder gegen den Job geben. Wer im Fußballverein sportlich aktiv ist, der hat eine gute Fitness und ist belastbar – soweit die Theorie. Ehrenamtliche Tätigkeiten in der Studiemzeit sind ein Beleg für Engagement und stehen für eine gute Einsatzbereitschaft. Die Liste der Interpretationsmöglichkeiten ist sehr sehr lang.
Diese Tatsache verdeutlicht, dass der Lebenslauf nicht einfach nur ein Dokument ist, seine Gestaltung und besonders sein Inhalt sollten in jedem Fall gut bedacht sein. Die meisten Bewerber, die keinerlei Erfahrungen mit einer Bewerbung vorweisen können, greifen auf Muster, Beispiel und Vorlagen aus der Literatur oder Online zurück. Der Musterlebenslauf ist daher ein wichtiges Instrument für die Gestaltung der Lebensläufe.
Musterlebenslauf ist jedoch nicht gleich Musterlebenslauf, denn es gibt Feinheiten und Unterschiede, die für einen Laien nicht unmittelbar einsehbar sind. Jeder Lebenslauf ist anders, wobei ein Bewerber meistens einen Musterlebenslauf anfertigt und diesen dann für alle Bewerbungen benutzt, die er in nächster Zeit schreibt. Ein Musterlebenslauf für einen Auszubildenden sieht ganz anders aus als bei jemandem, der bereits 10 Jahre im Berufsleben steht.
Musterlebensläufe sind oftmals im Internet kostenlos einsehbar. Hierbei ist aber wichtig, dass die Quelle vertrauenswürdig erscheint und der Lebenslauf auf ihren Beruf und ihre Branche anwendbar ist. In jedem Beruf sind unterschiedliche Sachverhalte wichtig und von Interesse, auch die Position bzw. der Stellenwert des neuen Berufs ist bei einem Musterlebenslauf wichtig. Eine leitende Aufgabe verlangt nach einem Lebenslauf, der die Qualifikation für diese Funktion spiegelt.
Übernehmen Sie also nicht einfach bedenkenlos den Musterlebenslauf eines Bekannten oder aus dem Internet, ebenso muss auch der Musterlebenslauf hinterfragt werden, der käuflich erworben wird.
Di 25 Aug 2009
Ben Bernake wird als FED-Chef bestätigt und schon wird er in der Zeit und anderen Medien zum Halbgott erhoben. Ist das Naivität, der Wunsch nach Normalität oder einfach die Rückkehr der geldgeilen Renditejäger? Vermutlich ist es alles zusammen, gewürzt mit einem Schuss an Optimismus.
Die Zeit ist eine angesehene Tageszeitung in Deutschland, allerdings scheint ihr Chefredakteur Josef Joffe sehr realitätsfern zu sein, wenn er den FED-Chef Ben Bernake in höchsten Tönen lobt und gar für den Nobelpreis vorschlägt. Vielleicht liegt es auch einfach an der Tatsache, dass beide, Bernake und Joffe zur gleichen Zeit an der Harvard Universität waren – Vitamin B und Networking ist in diesen Kreisen alles.
Was hat Bernake gemacht? Was bringt ihm angeblich Ruhm und Ehre ein? Nun, er hat bereits unter Alan Greenspan ordentlich mitgemischt bei der FED und konnte sehr gut mit Georg W. Bush. Somit war er mit dafür verantwortlich, dass die Wirtschaftskrise überhaupt erst entstanden ist, weil er die Geldflut-Politik mitgetragen hat. Ansonsten hat er in der Krise im Prinzip auch nichts weiter getan als im März 2009 weit über 1.000.000.000.000 neue Dollar zu drucken.
Die Krise ist noch lange nicht vorbei und erreicht gerade erst denn Arbeitsmarkt, da stellt sich jemand wie Josef Joffe in seiner Funktion als Chefredakteur und Meinungsmacher in die Öffentlichkeit und erklärt die Krise für beendet und Ben Bernake zum neuen Messias. Stellt sich die Frage: Ist Joffe auf seine alten Tage verrückt geworden? Glaubt er wirklich, dass die Krise vorbei ist? Darf so ein Mann die Chefredaktion einer großen deutschen Tageszeitung leiten?
Quelle: zeit.de
Di 25 Aug 2009

Es war eine der größten Geheimdienstaktionen der Welt und vielleicht war es sogar die größte bisherige internationale Geheimdienstmission überhaupt. Nicht weniger als 20 internationale Geheimdienste waren auf der Suche nach dem Holz-Frachter “Arctic Sea”. Dass es hierbei um Waffenschmuggel ging ist fast schon Gewissheit, vielleicht war es Uran für den Iran?
Die Welt wächst zusammen, so auch im Geheimdienstmilieu. Seite an Seite auf geheimer Mission? Bisher kannten wir das nur im bilateralen Umfang aus den Bond-Streifen, die fast immer miteinem kopulierenden englischen Bond gipfelten. Die Mission “Arctic Sea” dürfte vermutlich nicht ganz so intim abgelaufen sein, dennoch wird sie eventuell eines Tages die Phantasie von Hollywood beflügeln.
Warum der vermeintliche Waffenschmuggel von Atomwaffen oder anderen Massenvernichtungswaffen auf der “Arctic Sea” letztlich ans Licht kam wird man wohl nie erfahren. Die Tatsache, dass die Welt gerettet wurde muss hier genügen. Dabei ist es schon erstaunlich, wie öffentlich diese Aktion abgelaufen ist. Selten gelangen Operationen ans Licht der Öffentlichkeit, meistens erst Jahrzehnte später und nur weil einer auf dem Totenbett plaudert.
Bei der Operation zur Auffindung der Artic Sea scheint die internationale Einbindung und Aufmerksamkeit letztlich dafür verantwortlich zu sein, dass die Welt erfahren musste, wie eng es war. Die Estonia musste untergehen und hunderte Menschen sterben, um den Waffenschmuggel zu verbergen. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Aktion “öffentlich” ziemlich friedlich abgelaufen. Wieviele Tote es hinter den Kulissen wirklich gab? Auch das werden wir nicht erfahren.
Theorien, was wirklich hinter der ganzen Aktion steckt, kursieren jedoch wieder zuhauf. Verständlich, beim Blick auf Ausmaß und Dimension der Angelegenheit. Natürlich möchte ich mich nicht ausschließen und meine persönliche Theorie mit einbinden …
Der Frachter “Arctic Sea startet in Finnland ganz normal als Transport für finnisches Holz mit dem Ziel Algerien. An Bord befindet sich ein Mitglied einer russischen Verbrecherbande als Matrose oder vielleicht sogar Kapitän, vielleicht sind sogar alle Besatzungsmitglieder gekauft worden, wer weiß? Als die 12-köpfige Verbrecherbande vor der russischen Küste mit einem kleineren Schiff die Arctic Sea entert wird sie von eben diesem/diesen Matrosen unterstützt. Doch die 12 Männer kommen nicht allein an Bord, im Gepäck der Verbrecher befindet sich ein Atomsprengsatz aus einer alten russischen SS 20-Rakete für den Weitertransport um die halbe Welt zum Auftraggeber.
Die Atom-Waffenschmuggler haben also die Arctic Sea geentert, mit dem Ziel das Schiff als Transportmittel für ihre Waffenlieferung zu nutzen. Denn Atomwaffen und Uran gibt es in Russland an jeder Ecke, nur kriegt man sie nicht so einfach um die halbe Welt transportiert. Die Arctic Sea scheint dafür ideal zu sein, niemand vermisst den Holz-Frachter und die Reichweite und Größe des Schiffes scheint ideal.
Aus irgendeinem Grund fliegt die ganze Aktion auf, jemand hat ausgepackt, ausgewertete Beweisketten weisen den Weg oder jemand hat etwas gehört, was er nicht hören sollte. Egal, der Waffenschmuggel ist aufgeflogen, die Arctic Sea unsichtbar und die Russen müssen sich den anderen Geheimdiensten erklären, die natürlich in die Sache eingreifen wollen. Doch die Russen wollen das Ding alleine durchziehen und bitten lediglich um Ortunghilfe des Objekts.
Die Waffenschmuggler wollten eigentlich in Algerien ebenfalls von Bord und die Reise durch Afrika auf dem Landweg fortsetzen, inklusive Ladung. Aber sie haben erfahren, dass der Schmuggel aufgeflogen ist und versuchen jetzt direkt den Durchbruch mit dem Schiff in den persischen Golf.
Das vorläufige Ende ist bekannt, nur im Iran dürfte jemand sauer und traurig sein, dass dieses Schiff nicht um das Horn von Afrika herum gekommen ist und seine Fracht übergeben konnte. Was für eine Geschichte …
Quelle: westfalen-blatt
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