Juni 2009
Monats Archive
Fr 19 Jun 2009
Es gibt wohl keinen Bundesbürger der sie liebt, außer vielleicht diejenigen, die von ihnen wirtschaftlich profitieren – Güterwaggons! Sie kommen meistens in der Nacht und sie donnern mit einer Lautstärke durch unsere Städte und Landschaften, dass viele Menschen auch nach 20 Jahren eines Lebens an den Bahnschienen sich noch nicht daran gewöhnt haben.
Tagtäglich donnern hunderte Transporte mit tausenden von Güterwaggons durch das Land, teilweise erreichen sie Längen von mehreren tausend Metern. Sie transportieren Güter quer durch ganz Europa mit Werten in Millionenhöhe und sind für die Wirtschaft und Industrie nicht zu ersetzen.
Eigentlich ist es schon sehr erstaunlich, dass sich niemand über die Güterzüge auf den deutschen Schienen aufregt. Während die Personenzüge wie ICE, IC oder IR mittlerweile kaum noch Lärmemissionen verursachen, erscheinen die Güterwaggons als dass große Leiden der ganzen Nation.
In den aktuellen Zeit nimmt die Zahl der Güterwaggons in einem Transport ab, die Wirtschaftskrise sorgt für einen Rückgang im Güterverkehr. Es ist jedoch nicht zu bezweifeln, dass angesichts steigender Energiepreise und einem zunehmenden Verkehrsaufkommen die Güterwaggons einen neuen Boom erleben werden.
Diese Chance sollte die Bahn nutzen und ihre Konzepte für den Güterwaggon überdenken. Ist es wirklich noch zeitgemäß, wenn sich Menschen in 100 m Entfernung nicht mehr verständigen können, wenn ein Güterzug vorbeifährt? Ich denke nein.
Was für die Personenzüge gilt, sollte auch für den Güterwaggon eingeführt werden. Es ist nicht notwendig, dass Güterwaggons die Lautstärke oberhalb von 100 dB erreichen. Der Aufwand einen Güterzug leiser zu bauen ist akzeptabel, bezahlbar und schon längst überfällig. Hierzu müssen nur die Achsen gedämmt und besser gefedert werden.
Die Tatsache, dass die deutsche Bahn aktuell massive Probleme mit den Achsen der Güterzüge hat ist die perfekte Gelegenheit das Problem gleich mit zu beheben. Allerdings glaube ich nicht, dass die Bahn dies freiwillig machen wird, hier muss der Gesetzgeber eingreifen und eine einheitliche Norm für die Lärm-Emission festlegen. Das Thema ist nicht neu, die Bahn fordert hierfür allerdings Geld vom Staat.
Lärm macht krank, das ist Fakt! Ab einem Bereich von 90 dB treten massive Probleme mit dem Gehör auf. Langfristig ist aber nicht nur das Gehör betroffen, Lärm stresst den Körper permanent, vor allem der Verkehrlärm durch Flugzeuge, Schienen- und Straßenverkehr. Autos sind in den letzten Jahren deutliche leiser geworden, Flugzeuge bekommen Nachtflugverbot – aber was ist mit den Güterzügen?
Quelle: tagesschau.de
Do 18 Jun 2009
Erstellt von d.diggler unter
Allgemein1 Kommentar
Seit einigen Jahren hat sich neben den Bewerbungsverfahren für Arbeitsverhältnisse noch eine andere Bewerbungsfrom eingeschlichen – die Bewerbung für Mietwohnungen. Ein Trend der deutlich zunimmt und sich bereits in den Städten etabliert hat.
Anschreiben, Lebenslauf und Zeugniskopien – so kannten wir es bisher aus der Stellensuche für einen Job, eine Ausbildung, einen Studienplatz oder ein Praktikum. Natürlich hat es auch in diesem Bereich in den letzten Jahren bestimmte Änderungen gegeben, vor allem durch die Digitalisierung und das Internet, mehr Online-Bewerbung – weniger Postsendungen.
Jedoch beschränkt sich der Bereich nicht mehr nur auf Jobs und die berufliche Zukunft, sondern auch auf den Wohnungsmarkt für Mietwohnungen in den Großstädten. Wer sich in Hamburg, Köln oder München eine schöne neue Wohnung suchen möchte, der muss bereit sein einen kompletten Striptease seiner Person und Familie hinzulegen.
Vom Lebenslauf, über die Einkommensverhältnisse bis zum polizeilichen Führungszeugnis wird alles verlangt. Natürlich ist das eine rechtliche Grauzone, niemand kann dazu gezwungen werden, aber die Konsequenz ist ein Ausschluss aus dem Kreis der Wohnungsbewerber. Wer nicht bereit ist einem wildfremden Vermieter sein komplettes Leben, samt Gehaltsabrechnung offen zu legen, der ist aus dem Rennen. So einfach ist das.
Für den potenziellen Mieter der Wohnung stellt sich also die Frage: Bin ich bereit für eine Wohnung so weit zu gehen? Nun, wer in Hamburg oder anderswo in einem teuren Loch ohne Sonnenschein wohnt, wird die Frage sehr schnell mit einem JA beantworten.
Die Frage ist viel mehr: warum will ein Vermieter alle Informationen von mir? Tatsache ist, dass in den letzten Jahren die Anzahl der Mietnormaden in Mietwohnungen deutlich zugenommen hat. Oft, einfach aus dem Grund weil sie wirklich nicht zahlen können und die Armut in Deutschland ja deutlich zunimmt, andere zahlen aber auch nicht, weil sie das Geld lieber anderweitig ausgeben und genau wissen, dass sie der Vermieter nicht so einfach und schnell wieder raus bekommt. Im Prinzip ist den Vermietern hier kein Vorwurf zu machen, wer allerdings ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt geht eindeutig zu weit und sollte sein Vorgehen ernsthaft hinterfragen.
Im Folgenden nun die Details zur Bewerbung auf eine Mietwohnung und einige Tipps:
Vorab, es gibt keine geregelte einheitliche Bewerbungsform für Mietwohnungen, sie lässt sich auch lokal nur schlecht eingrenzen. Während in Leipzig Mieter händeringend gesucht werden, wird in Hamburg noch der Heizungskeller für 10 €/qm vermietet. Wo Wohnungsmangel herrscht, da ist die Mieterbewerbung existent.
In der Regel verlangen Vermieter folgende Nachweise:
- Einkommensnachweis in Form einer Gehaltsabrechnung
- Auskunft der Schufa
- Bescheinigung/Nachweis/Kontaktdaten des bisherigen Vermieters
- Namen und Daten sämtlicher Familienmitglieder/Mieter
Wie bereits erwähnt wird teilweise auch das polizeiliche Führunsgzeugnis verlangt. Alle Unterlagen sollten im Vorfeld der Bewerbung vorhanden sein, wenn sich der Bewerber auf die Wohnungsanzeige meldet, dauert die Vergabe der Wohnung oft nur Stunden oder Tage. Hier heißt es schnell sein. Die Unterlagen erst auf Anfrage bei Schufa und Amt anzufordern dauert Wochen!
Schüler oder Studenten haben es noch schwerer eine Wohnung zu finden, oft wird hier von den Eltern eine schriftliche Bürgschaft für die Mieteinahmen verlangt, wenn die Mietzahlungen durch das Kind ausbleiben sollten.
Wer mit seinem Vermieter kein gutes Verhältnis hat oder im Streit auseinandergeht, der ist ebenfalls im Nachteil. Es empfiehlt sich diesbezüglich von Anfang an mit offenen Karten zu spielen und den neuen Mieter auf die Schwierigkeiten hinzuweisen.
Ansonsten hilft nur hoffen und im Idealfall vorhandene Beziehungen oder Leumunde zu nutzen. Nicht umsonst wird die Suche nach einer neuen Mietwohnung oft als “Mietstrich” bezeichnet, weil es nicht selten eine gewisse Erniedrigung beinhaltet und der meistbietende gewinnt. Bleibt nur zu hoffen, dass sich dies einmal ändert.
Di 16 Jun 2009
Internationale Konzerne und Organisationen planen in den Wüsten Afrikas das größte Solarenergie-Kraftwerk das es je gegeben hat. Die Kosten für die Investionen sind mit 400 Milliarden Dollar riesig. Rechnen wird es sich trotzdem. Ist das endlich das Ende der Atomenergie? Es wäre fast zu schön um wahr zu sein.
Was da so ganz nebenbei in den Nachrichten erscheint könnte die Lösung der Energieversorgung sein und der richtige Schritt in eine goldene Zukunft ohne schmutzige Atomenergie. In jedem Fall wäre es vermutlich ein wichtiger Schritt zur Abdämpfung des Klimawandels.
Wer sich da mit riesigen Summen engagieren will ist noch nicht vollständig publik gemacht. Viele große deutsche Konzerne sind dabei, unter anderem Siemens, Deutsche Bank, Münchener Rück oder RWE. Natürlich machen die Unternehmen das nicht aus Liebe zu Menschheit und Umwelt oder sozialer Verantwortung. Nein, hier geht es sicherlich um Geld. Die Energie bezahlt ja schließlich der Bürger selbst.
Laut Schätzungen kann das Solarstrom-Kraftwerk in Europa rund 15 % der aktuellen Energielieferungen abdecken. Hört sich nicht nach viel Energie an, ist jedoch ein enormer Schritt. Dieser Schritt ist allerdings auch nur möglich durch den deutschen Ausstieg aus der Atomenergie, den Frau Merkel am liebsten noch heute zurücknehmen möchte. Es geht hier allerdings nicht nur um die Atomkraftwerke, sondern auch um die Dreckschleudern mit Braunkohle.
Profitieren werden auch die Länder mit den Standorten der Solarkraftwerke. Sie werden eine gesicherte Stromversorgung bekommen, Steuereinnahmen erhalten und es werden Arbeitsplätze vor Ort geschaffen.
Das Projekt wird den Namen Desertec tragen und wird bereits in 10 Jahren den ersten Strom liefern wenn alles glatt läuft. Mit im Boot sitzen auch Regierungen, neben Deutschland unter anderem Spanien und Italien. Frankreich vermutlich eher nicht, denn unser Nachbar setzt genauso wie England auf die Atomenergie. Die Gefahr vor der Haustür bleibt also bestehen.
Quelle: Spiegel-Online
Mo 15 Jun 2009
Wer im Iran eine faire, gerechte und öffentliche Wahl erwartet hat, der kann getrost als naiv bezeichnet werden. Der Iran ist eine Diktatur und hat mit einem Rechtsstaat und einer parlamentarischen Demokratie nicht viel gemeinsam.
Wenigstens haben die iranischen Wahlbetrüger ein gewisses Augenmaß walten lassen, als sie die Wahl gefälscht haben. Die alten kommunistischen Wahlergebnisse mit 99 % hätte ihnen eh neimand geglaubt. Wenn es im Iran einen Wahlbetrug gegeben hat, dann kann diesem nur eine neue Revolution entgegen gehalten werden. Von allein wird sich das System und der Fehler nicht beheben lassen.
Aber vielleicht hat das iranische Volk wirklich mit mehr als 50 % für den alten Präsidenten gestimmt. Wenn das der Fall ist, was allerdings niemand glaubt, dann hat sich das iranische Volk für einen Krieg entschieden. Bleibt Mahmud Ahmadineschad an der Macht, so wird es Krieg geben – das ist unausweichlich!
Als der israelische Regierungschef Netanjahu in die USA gereist ist wird er dies Präsident Obama deutlich gemacht haben. Die israelischen Bomber sind startbereit und werden sich demnächst erheben, um die iranischen Atomanlagen zu bombardieren. Wann das passieren wird, steht vielleicht auch schon fest, eventuell in 1 Monat oder in 6 Monaten.
Der Iran will den Krieg und die Konfrontation, das wissen die Menschen, die jetzt im Iran für die “Grünen” auf die Straße gegangen sind. Ihnen ist bewusst was diese Wahl bedeutet und sie sehen den Krieg kommen, daher auch ihre verzweifelte Wut und das Begehren das Unausweichliche abzuwenden.
Die Wahl Mussawis zum neuen Iranischen Präsidenten wäre gleich zusetzen mit der Wahl Obamas in den USA. Weg vom Terrorstaat hin zu einer zivilisierten Zukunft in der Weltgemeinschaft. Dieser Traum scheint verflogen. Die Gelder für Hisbollah, Mudschahedin und andere Gotteskrieger werden weiter aus dem Iran in die Welt fließen, solange es eine iranische Regierung gibt, die diese Maßnahmen unterstützt.
Was sind die Folgen einer Bombardierung der iranischen Atomanlagen? Nun, die arabischen Staaten werden sich öffentlich auf die Seite des Iran stellen, aber insgeheim den Israelis auf die Schultern klopfen. Sie fürchten selbst die iranische Atombombe.
Natürlich wird der Iran auf eine Bombardierung antworten und zwar durch einen verstärkten Terrorismus in der Welt, was den Iran international noch weiter isolieren wird. Der Iran steht schon jetzt allein und hat international ein Ansehen wie Nordkorea. Die jetzige Wahl von Mussawi wäre der Wendepunkt gewesen, doch das will weder die jetzige Regierung noch der Geheimdienst und auch nicht der Wächterrat. Für diese Gruppen wäre der Wahlsieg Mussawis nämlich ein enormer Machtverlust gewesen.
Der Iran hat jetzt drei Optionen: Die erste heißt Bürgerkrieg, doch auch dann werden die Israelis die Atomanlagen bombardieren, die zweite heißt alles bleibt wie es ist und die Israelis werden ebenfalls bomben. Die dritte Möglichkeit bedeutet eine Neuwahl unter den Augen der UN, die einzige friedliche Lösung des Konflikts. Wenn der Wächterrat wirklich nicht gegen eine Veränderung im Land ist, so wird er dieser Option zustimmen.
Fr 12 Jun 2009
Nun ist es offiziell, die Menschheit hat ein neues Element entdeckt. Ununbium findet Einzug in das Periodensystem der Elemente mit der Ordnungszahl 112.
Die Sensation liegt schon 13 Jahre zurück, aber heute können die Entdecker offiziell feiern. Die Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt hat 1996 ein neues Element hergestellt. Aus Blei und Zink entsteht ein neues Element, welches den vorläufigen Namen Ununbium trägt.
Dieser Name ist ein Arbeitstitel, der seit der Entdeckung existiert, schließlich muss ja jedes Baby einen Namen bekommen. Durch den Einzug in das PSE (Periodensystem der Elemente) haben die Entdecker nun offiziell die Möglichkeit sich einen Namen zu überlegen. Ob das neue Element seinen bisherigen Namen behält steht noch nicht fest.
Ununbium gehört zu den sehr instabilen Elementen der Übergangsmetalle und hat eine Halbwertzeit von ca. 4 Sekunden. In wie weit dieses Element einen Einfluss auf Wissenschaft oder weitergefasst ökonomische Nutzung hat, steht noch in den Sternen. Expermiente haben jedoch ergeben, dass dieses Element ähnliche Eigenschaften wie Quecksilber haben kann, was allerdings noch nicht bestätigt ist.
Ich sage jedenfalls “Happy Birthday”!
Quelle
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