Juni 2009


Wohl kaum ein anderer Name steht für die Weltwirtschaftskrise, wohl kaum ein anderer Betrüger hat Anlager je um soviel Geld gebracht, wohl kaum ein anderer Betrüger wurde je so extrem dafür bestraft, wie Bernard Madoff. Allerdings ist er bur der Sündenbock für eine geldgierige Gesellschaft.

Als gestern Bernard Madoff zu der unglaublichen Freiheitsstrafe von 150 Jahren für ein Betrugsdelikt verurteilt worden ist, da konnte man kurzzeitig die Stützen und Pfleiler des amerikanischen Rechtssystems knacken hören. Nebenbei bemerkt, der Mann ist 71 jahre alt.

Madoff ist ein Betrüger, ohne Zweifel, es gibt tausende von Madoffs die bereits in amerikanischen Gefängnissen sitzen, genauso wie in Deutschland auch. Zum Vergleich, Charles Manson, der bestialische Mörder und Inbegriff für das Böse in den USA, hat nur lebenslänglich bekommen und schreibt schon seit Jahren fleißig Bewährungsgesuche. Aber bei Geld verstehen die Amis keinen Spaß.

1341 Opfer hat Madoff betrogen und viele waren gestern vor ort beim Gericht und haben Herrn Madoff ihre Wut entgegen geschriehen. Anwesend waren nicht die Millionäre, die Madoff ihr Geld gegeben haben, denn die haben ihren Verlust schon steuerlich abgeschrieben und sind um eine Erfahrung reicher! Wer bei Madoff einsteigen wollte, der musste MINDESTENS 500.000 Dollar mitbringen und einen Fürsprecher aufweisen. Eine verschworene Gemeinde also, und genau das macht die Anleger ja so wütend. Sie dachten er wäre einer von ihnen, ein geldgieriger Banker – nun geldgierig war er auch …

Niemand von uns kann wirklich Mitleid mit den Opfern haben, sie haben. Die Menschen, die ihre Wut hinausschreien waren mehr als dumm und haben es im Prinzip sogar verdient auf die Schnauze zu fallen. Da ist zum Beispiel die Rentnerin die jetzt im Müll nach Essensresten sucht, oder die jüdische Buchhalterin die von einem Glaubensbruder soetwas nicht erwartet hätte oder der pensionierte Strafvollzugsbeamte der jetzt sein Haus verkaufen muss. Sie alle waren gierig und haben sich für das Investment bei Madoff sogar verschuldet! Das muss man sich einmal vorstellen – die Madoff-Anleger haben sich bei den Banken billiges Geld geliehen, weil die FED den Markt mit billigem Geld geflutet hat und haben dieses dann Herrn Madoff anvertraut. Im Prinzip haben die meisten Anleger selbst die Bank gespielt. Das ist der amerikanische Investment-Traum, leihe dir Geld und verleihe es weiter und siehe da, du zahlst den Kredit ab und kriegst noch eine fette Rendite. Unvorstellbar aber wahr!

Die Tatsache, dass Menschen einem anderen Menschen soviel Geld anvertrauen, ohne irgendeine Sicherheit ist entweder absolut dumm oder fußt auf einem unvorstellbaren Vertrauen, welches allerdings viele Menschen noch nicht einmal ihrer Familie entgegen bringen.

Das besonders lustige an diesem Sachverhalt ist jedoch, ohne die Wirtschaftskrise wäre der Betrug von Herrn Madoff nicht aufgeflogen und er könnte noch heute den Schneeball rollen lassen. Jedenfalls haben wir ihm auch eine neue Wortschöpfung zu verdanken, ab sofort gibt es “Megabetrüger”!

Alles neu, macht der Mai – das besagt zumindest der Volksmund. In diesem Jahr sieht es jedoch anders aus, denn ab dem 1. Juli gibt es einige Änderungen. Von der EU-Norm bis zur Rente gibt es weitreichende Änderungen, nicht zuletzt auch aufgrund der Wirtschaftskrise.

Die Rentner können aufatmen, bei ihnen scheint die Krise nicht unmittelbar ins Gewicht zu fallen. Die deutschen Rentner haben jetzt nicht nur eine gesetzliche Festlegung, dass sie nicht weniger Geld bekommen dürfen, sondern auch noch ein Rentenerhöhung ab dem 01. Juli 2009. Offensichtlich denkt der Bund, dass gerade in diesen Zeiten die Rentner den Konsum stützen sollen. Mit 2,4% im Westen und 3,4% im Osten können sich die Rentner jetzt ein wenig mehr leisten. Das makabere an dieser Situation, viele Rentner haben ihr Geld im Renditerausch von bis zu 25% verzockt und waren somit auch zu einem geringen Teil verantwortlich für die Wirtschaftskrise.

Was ändert sich noch?

Das deutsche Obst und Gemüse darf wieder wachsen wie es will! Die bescheuerten EU-Normen für die “Krümmung und Länge” von Gurken und Möhren oder das Volumen einer Kirsche sind gekippt. Damit hat der Schwachsinn kein Ende, aber hin und wieder hinterfragt die EU-Bürokratie auch mal sich selbst. Das kann man nicht unbedingt von vielen bundesdeutschen Politikern behaupten.

Die Krankenkassen werden ab dem 01.07. wieder billiger! Dem Arbeitnehmer bleibt bei der Senkung des Sarzes von 15,5% auf 14,9% augenscheinlich mehr Geld in der Lohntüte, allerdings wird vielen dieses Geld nachher duch Sonderzahlungen wieder weggenommen.

Noch eine weitreichende Änderung beinhaltet die neue KFZ-Steuer, die durch den Umweltfaktor CO2-Ausstoß erweitert wurde und jetzt die Spritschlucker (also fast alle deutschen Autos) zur Kasse bittet.

Aber die Änderungen gehen noch weiter, von den Handytarifen fürs Ausland, über das Kurzarbeitergeld bis hin zum Energieausweis für Bürogebäude, der Juli ist ein Monat der Veränderungen. Die einen bringen dem Bürger ein bisschen Geld, die anderen füllen das Staatssäckchen. Die einen sind eine Erleichterung und schaffen Gerechtigkeit, die anderen sind überfällig und gehören schon längst durchgeführt. Für jeden deutschen Bürger ist was dabei und es gibt wohl kaum jemanden, der die Änderungen überhaupt nicht spüren wird.

Quelle: welt.de

Die aktuelle Revolution des iranischen Volkes gegen die islamisch-konservativen Diktatoren ist eigentlich eine Revolution der Frauen. Denn vor allem das weibliche Geschlecht leidet unter den Gesetzen, Sitten und Normen. Es sind vielfach mutige Frauen, die sich gegen ihre Unterdrückung auflehnen.

Die Frauen haben es in der arabisch-persichen Welt nicht einfach, der Islam hat sie in die Knechtschaft der Männer verdammt. Entrechtet und gedemütigt dienen sie als Gebärmaschinen für die Patriarchen der Familie, doch die iranischen Frauen wollen dies nicht mehr hinnehmen.

Auf dem Land fügen sich die Frauen noch weitgehend in ihr männerdominiertes Schicksal, aber die Stadt explodiert. Junge selbstbewusste Frauen sind in iranischen Städten herangewachsen, sie schauen über den Tellerrand der islamischen Republiken hinaus und erblicken die Freiheit mit ihren Vorteilen.

Im Iran geht es aktuell nicht um Demokratie, im Iran geht es um das tägliche Leben der Frauen. Sie sind gesellschaftlich schlechter gestellt und leiden enorm. Bei einer Trennung bekommt fast immer der Mann das Sorgerecht für die Kinder, bei Erbschaften kriegen Töchter die Hälfte von dem was die Söhne bekommen, und und und …

Was den iranischen Frauen aber am meisten auf die Nerven geht, dass ist das banale Alltägliche auf den Straßen. Mal ohne Schleier durch die Geschäfte bummeln zu wollen, oder einfach mal mit einem guten Freund schön essen gehen – alles nicht möglich. Es ist kein Zufall, dass mit Neda gezielt eine Frau erschossen wurde, die iranische Regierung will die Frauen mit Gewalt einschüchtern.

Es sind in der Mehrzahl auch Frauen die verhaftet, verschleppt und gefoltert werden, Die iranische Diktatur spielt auf Zeit und nimmt sich eine rebellische Frau nach der anderen vor. Die Anführer werden lokalisiert und ausgeschaltet. Leider wird die Gewalt wiedermal siegen, alles sieht jedenfalls danach aus.

Doch die iranischen Frauen werden nicht aufgeben, sie zählen zu den mutigsten und stärksten in der arabischen-persichen Welt. Im Irak, in Palästina, in Saudi-Arabien – nirgendwo wird man bei einer Demonstration in den Straßen dort Frauen sehen.

Wenn die iranischen Frauen durchhalten, dann werden sie in der arabisch-persischen Welt eine neue Revolution einleiten, die sich auch auf andere Staaten übertragen wird. Wenn die iranischen Frauen gewinnen, bedeutet das keine Hisbollah, Mudschahedin und andere Terrororganisationen mehr, die ja bekanntlich am Tropf der iranischen Diktatur hängen. Schöne neue Welt …

Gestern war die Hauptversammlung des Fußballvereins Arminia Bielefeld. Nach turbulenten Wochen seit dem Abstieg aus der ersten Liga, wollten viele Fans einen Neuanfang des Vereins wagen. Doch alles kam anders, das Ergebnis weit nach Mitternacht war eine Blamage – Hauptschuld tragen die Sponsoren.

Noch vor dem Abstieg von Arminia Bielefeld machten sich die Arminen-Fans über ihren kleinen Nachbarn den SC Paderborn lustig. Dieser war im Aufstiegskampf in die zweite Liga ins trudeln geraten. Bei Paderborn wurden die Chaostage ausgerufen – Präsident, Trainer und Sportlicher Direktor verließen den Verein. Doch was sich kurze Zeit später bei der Arminia vollzog war mindestens gleichwertig und übertraf die Chaostage beim SCP noch deutlich. Erstaunliche Parallele – beide Vereine haben ihre Präsidenten wieder, die kurz zuvor noch zurückgetreten sind.

Einige Bielefeld-Verschwörer entwickeln sogar die Theorie, dass es Arminia Bielefeld gar nicht gibt und der SC Paderborn hinter beiden Vereinen steckt. Immerhin haben beide Vereine fast identische Vereinsfarben und Trikots :D

Zugegeben, viele Fans werden über solche Scherze nicht lachen können, vor allem, wenn sie gestern abend bei der Hauptversammlung von Arminia Bielefeld anwesend waren. Hier offenbarte sich schlussendlich, wer die eigentliche Macht bei Arminia Bielefeld hat – die Unternehmen und Wirtschaftsbosse mit ihren Sponsorengeldern.

Nachdem die Kritischen Arminen gestern mit der etablierten Elite von Arminia den Schulterschluss suchte, fühlten sich viele Fans berechtigerweise vor den Kopf gestoßen. Ex-Präsident Schwick hat die Macht wieder an sich gerissen, ein Neuanfang sieht anders aus.

Wenn es nach dem Willen der anwesenden Fans gegangen wäre, dann hätte heute Herr Obermann das Amt des Präsidenten bei Arminia Bielefeld inne. Die Abstimmung über den Vorstand erfolgte jedoch nicht im Einzelnen, sondern als Blockabstimmung. Anscheinend sahen sich viele Arminen-Fans dadurch genötigt ihre Ja-Stimme abzugeben, den mit einem Ergebnis von 904:865 erhielt der neue (alte) Vorstand eine Mehrheit. Ganz nach dem Motto: Raider heißt jetzt Twix – aber bei Arminia ändert sich nix!

Ich kenne viele Arminien-Mitglieder persönlich und weiß, dass sie gestern abend gelitten haben. Daher möchte ich euch an dieser Stelle mein Mitgefühl aussprechen. Arminia ist ein großer Verein und wird es auch bleiben. Ich freue mich auf das Lokalderby Paderborn gegen Bielefeld, auch wenn der Gewinner schon fest steht – “nur der SCP”!

Quelle: nw-news.de

Seit einigen Monaten ist in der deutschen Industrie ein Trend zu verzeichnen, der nochmals deutlich macht, dass es den Unternehmen in Deutschland nicht gut geht und jeder Euro zählt. Die Personalabteilungen haben das Telefoninterview für sich entdeckt, die telefonische Bewerbung ist auf dem Vormarsch.

Immer mehr Bewerber berichten in der letzten Zeit über Termine für ein Telefoninterview. Sie fragen nach Tipps und wollen wissen, was sie in diesem Telefongespräch erwartet. Es gibt hier jedoch keine Standards. Im Prinzip ist das Telefoninterview die günstige Alternative zum Vorstellungsgespräch.

Viele Unternehmen gehen mittlerweile dazu über das Bewerbungsgespräch am Telefon abzuwickeln. Dies spart das Geld für Kostenerstattung zur Anreise der Bewerber und genaue Zeitrahmen lassen sich besser einhalten.

Sehr viele Unternehmen stellen neue Mitarbeiter mittlerweile nicht mehr direkt nach einem Vorstellungsgespräch ein, sondern erst nach einem zweiten oder gar dritten Gespräch. Aus diesen Gründen wird die Vorauswahl durch das erste Vorstellungsgespräch auf die telefonische Bewerbung mit Interview abgewandelt.

Wie läuft das Telefoninterview als Vorstellungsgespräch ab?

Nun, Bewerber sollten sich auf folgende Schverhalte einstellen:

  • Es ist durchaus möglich, dass bei diesen Telefoninterviews auf der Unternehmensseite mehr als eine Person an dem Gespräch teilnehmen, oftmals ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung und ein Mitarbeiter aus der Fachabteilung für den ausgeschriebenen Job.
  • In der Regel wird eine telefonische Bewerbung einige Tage im Vorfeld terminlich abgesprochen. Es wird eine Uhrzeit und ein Datum für das Interview vereinbart.
  • Da es sich um ein Telefoninterview handelt werden sie in der regel angerufen, nicht umgekehrt.
  • Inhaltlich sollten sie sich bei der Telefonbewerbung darauf einstellen, dass ähnliche Fragen wie in einem Vorstellungsgespräch auftauchen werden. Fragen nach der Person (Welche Eigenschaften würden Freunde ihnen zuschreiben?) genauso wie Fragen nach der Qualifiaktion. Die Vorbereitung auf ein telefonisches Bewerbungsgespräch sollte daher genauso sein, wie bei einem Face-to-Face-Vorstellungsgespräch.

Es ist richtig, dass die Verlagerung auf die telefonische Bewerbung dem Unternehmen kurzfristig einige Kosten erspart. Jedoch sehe ich das Telefoninterview nicht als “gute” Bewerbungsform für ein etabliertes Unternehmen. Die Nachteile überwiegen.

Die Telefon-Bewerbung ist sicherlich ein effektives Mittel, um Bewerber anhand ihrer Telefonantworten zu selektieren, bei einer großen Anzahl an potenziellen  Bewerbern sind Telefoninterviews im Vorfeld von Bewerbungsgesprächen vor Ort daher sinnvoll. Wer allerdings glaubt, dass er mit einer Selektion am Telefon das Vorstellungsgespräch ersetzen kann, der irrt sich. Niemand sollte so naiv sein und einen Mitarbeiter aufgrund eines Telefonates einstellen.

Im Prinzip ist das Telefoninterview aber überflüssig, wenn im Vorfeld eine intensive Auseinandersetzung mit den Unterlagen der Bewerbung stattfindet. Wer gute Unterlagen einreicht und vielleicht nicht gerade zu den guten Telefonisten zählt, der sollte die Chance auf ein persönliches Vorstellungsgespräch bekommen. Die visuelle Kommunikation ist halt nicht vorhanden. Hier gehen wichtige Informationen zur Personalentscheidung verloren. Nicht umsonst heißt es: “Ein Blick sagt mehr als tausend Worte”.

Besonders für Berufseinsteiger oder Wiedereinsteiger ist das Telefoninterview mit Konfernzschaltung ein absolut unbekanntes Gebiet. Mitarbeiter, die jeden Tag auf diesem Wege kommunizieren und Entscheidungen treffen, verstehen daher oft nicht warum der Bewerber am Telefon extrem nervös ist. Von Vorteil ist die telefonische Bewerbung für die Selbstdarsteller und Verkäufer, die es gewohnt sind am Telefon zu verkaufen und es vielleicht auch dort öfter mal nicht so genau nehmen mit der Wahrheit.

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