Mai 2009


Es ist wohl die schwierigste Zeit im neuen Job – die Probezeit. Was die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch versprochen hat, will der Arbeitgeber nun bewahrheitet sehen.

Probezeiten sind die Stolpersteine vieler Bewerber, die bereits einen Job in der Tasche haben. Hier geht sprichwörtlich an das Eingemachte. Enttäuscht der Mitarbeiter während der Probezeitfristen, so kann es anstatt zur ersehnten Festanstellung schnell zur Kündigung kommen.

Je nach Arbeitsvertrag kann die Kündigungsfrist innerhalb der Probezeit unterschiedlich sein, in der Regel liegt sie bei 2-3 Tagen.  Die Probezeit selbst dauert oftmals 6 Monate, wobei gute Arbeitgeber kurz nach Ablauf der Probezeit oder kurz davor ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Arbeitnehmer suchen, um seine Eindrücke, Vorstellungen und Erfahrungen in Bezug auf den Job zu erfragen.

Neben der fachlichen Tauglichkeit, ist wohl der Kontakt und das Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten entscheidend über Kündigung oder Verbleib im Unternehmen. Besonders bei Fahrern und Kurieren innerhalb von Speditionen oder Paketdienst-Unternehmen spielt der Führerschein und dessen Verlust durch Geschwindigkeitsüberschreitung, Punkte in Flensburg oder andere Bußgeld-Delikte im Straßenverkehr eine gewichtige Rolle. Droht der Führerscheinentzug in der Probezeit, so ist der Fahrer für den Arbeitgeber quasi unbrauchbar. Oft werden die Fahrer einfach nur geblitzt, das reicht schon bei der entsprechenden Stundenkilometer-Überschreitung. Nicht selten sind die Arbeitgeber sogar die Schuldigen, weil sie Druck auf die Fahrer ausüben und teilweise sogar Verkehrsverstöße anordnen.

Auch die Schwangerschaft einer neuen Mitarbeiterin ist für die Arbeitgeber offensichtlich ein Problem. Die gesetzlichen Schutzbestimmungen zum Schutz von schwangeren Arbeitnehmerinnen, auch in der Probezeit sind jedoch eindeutig und das ist auch gut so. Natürlich ist es ärgerlich wenn eine neue Mitarbeiterin nach 3 Monaten in der Probezeit schwanger wird, dennoch sollte sich der Arbeitgeber lieber über das entstehende Leben freuen. In der Praxis werden schwangere Arbeitnehmerinnen jedoch oft gemobbt, hier empfiehlt sich immer der schriftliche Nachweis für das Mobbing, und der Gang zum Anwalt.

Prinzipiell lässt sich aber festhalten, dass die Probezeit eine sinnvolle Einrichtung ist. Alles was im Bewerbungsprozess von der Stellenanzeige bis Vorstellungsgespräch von Arbeitgeber und Arbeitnehmer versprochen wurde muss jetzt bewiesen bzw. in die Tat umgesetzt werden. Für beide Seiten kann daher die Probezeitfrist eine Möglichkeit sein das Arbeitsverhältnis kurzfristig zu kündigen.

Quelle: süddeutsche.de

Die Amerikaner in Form von GM und US-Regierung scheinen dem Poker-Wahn verfallen zu sein. Es besteht die Gefahr, dass sie sich mit immer neuen und höheren Forderungen verzocken. Erstaunlich aber wahr, Gutenzwerg hat Recht: Die kontrollierte Insolvenz wäre für Deutschland vermutlich der beste Weg. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Es ist schon sehr frech und dreist, was sich die amerikanischen Verhandlungsführer bei ihrem gestrigen Gipfel herausgenommen haben. In letzter Minute bewusst den Rettungsgipfel mit einer neuen Forderung scheitern zu lassen zeugt weder von gutem Benehmen noch von Stil, aber so sind sie halt die Amis.

Dabei ist den Amerikanern durchaus ebenfalls bewusst, dass in Deutschland der blanke Wahlkampf herrscht. SPD und Roland Koch versuchen sich für die Wähler zu profilieren und schaden damit nicht nur den Verhandlungen, sondern indirekt auch dem deutschen Staat, also uns.

Opel droht im laufenden Jahr ein enormer Verlust von 3 Milliarden Euro, wenn das Treuhand-Model durchgeführt wird, dann steht der Staat mit seinen Kreditzusagen in der Verantwortung, also wir. Daher ist GM auch überhaupt bereit Opel nach 80 Jahren abzutreten. Jetzt pockern die Amerikaner um jede Million, gestern waren es dann gleich 300 Millionen mehr.

Die kontrollierte Insolvenz wäre für das Traditionsunternehmen Opel der vermutlich schlechteste Weg, für uns als Zechezahler aber der Beste. Kontrollierte Insolvenz heißt nämlich nicht, alles geht vor die Hunde, wie viele Laien vermuten. Die kontrollierte Insolvenz bietet die Chance zu einem Neuanfang. Opel könnte wieder wettbewerbsfähig gemacht werden.

Die Kosten jedenfalls wären bei einem Gang der Opel-Mitarbeiter in die vorübergehende Arbeitslosigkeit geringer, als die Kreditzusagen und Bürgschaften des deutschen Staates. Natürlich gibt es hier eine mentale Hindernisgrenze, die auf der Tradition des Unternehmens beruht. Wäre SAP kurz vor der Pleite, dann hätten alle den Insolvenzplan schon längst durchgewunken. Verrückte Welt – der Wahlkampf machts möglich!

Quelle: ftd.de

Die Saison im Profi-Fußball und bei den Amateuren ist vorbei,  nach dem Champions-League-Finale von Barcelona gegen Manchester United stehen nur noch die Relegationsspiele aus, die allerdings auch in der nächsten Woche entschieden werden. Die Fußball-Jobbörse ist eröffnet.

Nicht jeder aber sehr viele kleine Jungen, und auch Mädchen, träumen von einer Karriere als Profi im Fußball. Nicht nur das große Geld im Job ist hier der Anreiz, sondern auch Ruhm und Ehre. Kein anderer Job außer vielleicht im Profi-Tennis bietet in Deutschland so glänzende Aussichten.

Doch die Jobs im Fussball sind begehrt, erfordern Ausdauer und Übung bereits im Kindesalter und letzten Endes zählt in erster Linie das Talent. Der Konkurrenzkampf auf dem Transfermarkt ist hart und der Transfermarkt wird immer größer. Nicht nur in der 1. und 2. Bundesliga winkt Ruhm und gutes Geld, auch die unteren Ligen von der 3. Bundesliga bis zur Landesliga haben mittlerweile Vereine mit einem Millionen-Etat.

Die Jobs im Fußball sind zudem nicht nur an die Tätigkeit auf dem Rasen geknüpft, immer mehr Jobs entstehen im Hintergrund, vom Team-Betreuer, Physiotherapeuten bis zum VIP-Service ist alles dabei. Abder das große Geld machen die Berater und Vermittler im Hintergrund des teilweise sehr schmutzigen Fußball-Geschäftes.

Ein Fußball-Berater sorgt für die bestmögliche Vermarktung seines Schützlings und wird dafür fürstlich entlohnt. Doch immer öfter treten hier Tatsachen ans Tageslicht, die dem Fussball einen großen Schaden zufügen und in die Kategorie eines Hoyzer-Skandals fallen. Allerdings zählt hier in den Vereinen momentan noch das Gesetz “Schweigen ist Gold”.

Da werden teilweise offensichtlich Trainer von Beratern bestochen, damit sie einen Fußballer aufstellen, da gibt es illegale Verhandlungen in einem Zeitraum wo nicht verhandelt werden darf, und so weiter. Die Liste der Ungereimtheiten und illegalen oder unmoralischen Einflussnahme in den Fußball-Arbeitsmarkt ist lang.

Die neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung belegt zum ersten Mal schriftlich, dass es alleinerziehende Mütter in Deutschland besonders schwer haben. Keine andere gesellschaftliche Gruppe hat größere Nachteile und ist so intensiv von Armut bedroht.

Kinder sind in Deutschland ein Armutsrisiko, diese Tatsache ist schon mehrfach bewiesen und belegt, auch in internationalen Studien. Die Tatsache, dass in Deutschland ca. 50 % aller Hartz 4-Bezieher mit Kindern alleinerziehend sind ist jedoch relativ neu, war allerdings zu erwarten.

Ursächlich für diese Problematik ist allerdings nicht nur der Staat, vor Allem die deutsche Wirtschaft erweist sich noch immer wieder als größtes Hindernis. Viele der alleinerziehenden Mütter geht nämlich durchaus arbeiten, allerdings bekommen sie einen so geringen Lohn, das sie aufstockende Sozialleistungen des Staates in Anspruch nehmen müssen. Die Arbeitsvermittlung durch die örtliche ARGE ist jedoch vielfach als sehr gut zu bewerten. War die Sozialhilfe bis zur Einführung von Hartz 4 nur eine Verwahrungsstelle für alle Notleidenden, so ist mit der Hartz 4-Reform wieder die aktive Arbeitsvermittlung eingekehrt und im Fallmanagement bekommen die Arbeitssuchenden die Möglichkeit auf eine zukünftige positive Entwicklung.

Die meisten alleinerziehenden Mütter mit Hartz 4-Bezug sind jung und relativ schlecht ausgebildet, sie haben somit das größte Risiko die Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen. Hier zeigt sich dann auch die Verantwortlichkeit des Staates, der noch immer nicht genügend Betreuungsplätze für Kinder zur Verfügung stellen kann.

Ich denke, der Schlüssel zu diesem Problem liegt in der Schulbildung der Heranwachsenden. Wer nicht endlich die Schulbildung radikal reformiert wird, kann sich die Gesamtsituation nicht ändern. Mehr Betreuungsplätze und höhere Gehälter sind sinnvoll und wichtig, stellen aber nur die Symptome ab und bekämpfen nicht die Ursache. Allerdings mache ich mir da für die nähere Zukunft in Deutschland wenig Hoffnungen. Egal welche Partei gewählt wird, die Staatskassen sind geplündert und wir haben so große Schuldenberge, dass wir sie schon nicht mehr überblicken können.

Quelle: süddeutsche.de

Die 2. Bundesliga trifft heute die Entscheidung über Abstieg und Aufstieg und in Wolfsburg feiern sie heute noch immer den real gewordenen Traum der deutschen Meisterschaft. Doch die Bundesliga hat sich verändert.

Die Fußball-Saison ist vorbei und Deutschland ist eines deutlich geworden. Wer das Geld hat, der hat die besten Spieler und gewinnt die Meisterschaft, natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel. Allerdings ist das auch nicht sehr neu, immerhin war Bayern bis dato der reichste Verein und praktiziert das System schon seit Jahren erfolgreich.

Allerdings ist in dieser Saison auch Eines sehr deutlich geworden, die Bayern sind dort oben nicht mehr allein. Diese Erfahrung ist besonders für den FCB überdeutlich und schmerzlich geworden. Der Rekordmeister muss um seine Einnahmen fürchten. Lange Jahre lebte der FC Bayern wie die Marde im Speck und weit und breit war keine Konkurrenz zu entdecken. Jetzt hat das große private und unternehmerische Geld den Einzug in den deutschen Fußball gefunden. Die 1. Bundesliga wird nicht mehr so sein wie bisher.

Der deutsche Fussball der kommenden Jahre wird beflügelt sein von mehr Geld und höherem Konkurrenzkampf. Viele Vereine werden sich neu erfinden müssen, Felix Magath wird zum Beispiel Schalke 04 neu erfinden. Bei Wolfsburg war dies machbar, aber klappt das auch bei einem Traditionsclub?

Viele weitere offene Fragen stehen im Raum: Was passiert mit Jürgen Klinsmann? Wird er mit seinem ganzheitlichen Fußballkonzept einen anderen Verein finden? Hat sich Hoffenheim in der 1. Bundesliga etabliert? Wird Arminia Bielefeld den Wiederaufstieg schaffen oder gibt es gar einen Durchmarsch in die 3. Bundesliga? Und die wohl entscheidenste Frage: Wird es demnächst keine Parallelspiele mehr geben sondern nur noch zeitversetzte Einzelpartien? Die DFL hat den deutschen Fußball bereits gravierend verändert und vollzieht dies weiterhin.

VW und andere Unternehmen leiden unter der Wirtschaftskrise. Werden die deutschen Sponsoren die Etats kürzen? Wie wird sich eine neue Europaliga etablieren? Fragen über Fragen. Wir dürfen gespannt sein …

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