Februar 2009
Monats Archive
Do 26 Feb 2009
Nicht erst durch die Feierlichkeiten rund um den Karneval in Köln, sondern schon Wochen und Monate vorher, ist eine deutliche Zunahme der Aggression in der Gesellschaft zu spüren. Die Meldung der Kölner Polizei, dass es rund um den Kölner Karneval allein am Wochenende viermal soviele Gewaltdelikte gegeben hat wie im letzten Jahr, hat mich nicht wirklich überrascht. Noch vor 7-8 Jahren hat der Kölner Polizist zusammen mit den Passanten den Straßenkarneval gefeiert, heute geht die Polizeit nur noch mit voller Montur und Panzerung unter das Volk.
Gerne wird dieser Sachverhalt auf den steigenden Konsum von Spirituosen geschoben, aber die wirklichen Gründe liegen viel tiefer. Das merkt man auch am täglichen Umgang der Menschen miteinander an den öffentlichen Orten, eine latente Aggression bei Nichtigkeiten ist an der Tagesordnung. Sei es im Straßenverkehr in öffentlichen Verkehrsmitteln oder einfach auf der Straße.
Ich denke, dass die Ursache hierfür zum einen in der momentanen Wirtschaftskrise und dem folgenden Arbeitsplatzabbau zu suchen ist. Die Menschen sind frustriert, haben Angst vor der Zukunft und fühlen sich von “denen da oben” zum Teil gerechtfertigt hintergangen und für dumm verkauft.
Natürlich spielt auch der “skandinavische Faktor” eine Rolle und der aktuelle Lichtmangel infolge der Jahreszeit und Wettersituationen. Bei vielen Menschen ist der Alkohol dann nur ein Ventil, welches der Depression und Aggression ein wenig Luft macht.
Vielleicht die ersten Anzeichen für eine neue große Depression?!
Mi 25 Feb 2009
Nach den Discountern Lidl und Aldi hat nun auch der Einzelhandelskonzern Kaiser’s Tengelmann sein wahres Gesicht gezeigt. Die Kündigung einer hochverdienten Mitarbeiterin wegen einem Bon von 1,30 Euro, obwohl sie 30 Jahre für den Konzern geschuftet hat, ist ein Skandal der noch ein Nachspiel für den Konzern haben wird.
Selbst wird der skrupellose Konzern mit dem Motto: “Hier schlägt das Herz!” Eine Farce, die in Deutschland ihres Gleichen sucht. Wer herzlos ist kauft hier weiterhin ein, wer für eine gerechte Personalführung und Personalpolitik steht, der schaut sich nach Alternativen um. Das Motto von Kaiser’s Teneglmann sollte eher lauten: “Herzlosigkeit können wir am besten!”
Die Wahrheit über den Leergutbon wird wohl niemals ans Licht kommen, ob der Bon sogar von leitenden Angestellten des Kaiser’s Tengelmann-Imperiums der ahnungslosen Mitarbeiterin untergeschoben wurde, um diese zu kündigen, kann nur vermutet werden.
Dieser unglaubliche Fall zeigt jedoch eines deutlich: Die deutschen Gerichte urteilen nach einem unglaublich weltfremden Arbeitsrecht, welches Mitarbeitern im Zweifel die Schuld zuspricht. Typisch für eine Gesellschaft der gierigen Konzerne und Banken, die sich permanent die Taschen vollstopfen und der kleine Arbeitnehmer zahlt die Zeche. Da fragt man sich doch allen Ernstes, warum in diesem Land keine Revolte losbricht, bei all der Ungerechtigkeit.
Wer will den herzlosen Kaiser’s Tengelmann Konzern verurteilen oder seine skrupellosen unkompetenten leitenden Angestellten, die anscheinend in der Vorlesung zum Personalmanagement entweder gepennt oder die falschen Bücher gelesen haben. Wer will da schon einkaufen?
Fr 20 Feb 2009
Unter dem Deckmantel einer terroristsichen Bedrohung ist ja schon viel wirklich dummes Zeug beschlossen worden. Bis jetzt haben sich die Deutschen allerdings noch zurück gehalten, in erster Linie haben sich hier die USA und England blamiert. Was die CDU aber nebenbei fordert nimmt groteske Züge an, die in einem totalitären Überwachungswahn enden könnten und jegliche Zivilgesellschaft aushöhlt.
Die Union will die Speicherung personenbezogener Daten jetzt auch auf minderjährige Kinder zwischen 12 und 14 Jahren ausweiten.
Dieser Blödsinn lässt nur den Schluss zu, dass hier zukünftig oppositionelles und revolutionäres Gedankengut von Jugendlichen im Keim erstickt werden soll. Der Staat fertigt von jedem Bürger ein umfangreiches Profil an, welches bei Verdacht sofort herangezogen werden kann.
Wenn dieses Ansinnen wirklich umgesetzt wird, dann wäre es mit Abstand die schlimmste Fehlentscheidung für einen demokratischen Rechtsstaat seit dem Status Quo zwischen deutschem Staat und Mafia in den 80er Jahren.
Quelle: tagesschau.de
Mi 11 Feb 2009
Erstellt von uschulte unter
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Die Westerwelle rollt durchs Land und die Utopie eines Jürgen Möllemann scheint doch Realität zu werden. Was viele nicht für möglich hielten, was Angst und Schrecken in der Bundesrepublik auslöst – es scheint sich zu bewahrheiten.
Als ich heute in den Nachrichten gelesen habe, dass die Umfragewerte angeblich mit 18 % für die FDP sprechen habe ich wirklich kurz am kollektiven Verstand dieses Landes gezweifelt, bis mir nur die einzige plausible Lösung einfiel – die Umfrage zeigt falsche Ergebnisse!
Sollten sich die Deutschen bei der Wahl wirklich in dieser Dimension für die FDP entscheiden, dann muss die Verzweifelung kurz vor der Explosion stehen oder aber die Dummheit. Wie könnte man sonst eine Partei wählen deren oberste Maxime der Liberalismus der Finanzmärkte ist und die daher ebenfalls für die Weltwirtschaftskrise verantwortlich ist.
Aber vielleicht ist es ja eine Art von kollektivem Masochismus …
Mo 9 Feb 2009
Es ist kaum zu glauben, aber die Telekom ist anscheinend dazu übergegangen ihre Kunden nochmals zur Kasse zu bitten, wenn diese einen Umzug planen. Ich habe schon einige Umzüge hinter mir, aber das ist der erste mit einem Call & Surf-Paket der Deutschen Telekom und vermutlich auch der letzte Wohnungswechsel mit T-Home.
Seit eineinhalb Jahren benutze ich ein Call & Surf Comfort Plus-Paket der Deutschen Telekom mit einer Vertraglaufzeit von 24 Monaten. So weit, so gut. Ich bin auch ganz zufrieden, es funktioniert gut, liegt allerdings auch preislich deutlich über den Angeboten der Konkurrenz.
Weil ich keine 16.000er Leitung brauche, wollte ich nun nach dem Ablauf der Vertragslaufzeit auf die kleinere 6000er Leitung umsteigen. Das wäre eigentlich auch kein Problem, wenn ich nicht innerhalb dieser 24 Monate Vertragslaufzeit umziehen müsste.
Ich will also meine Wohnung wechseln und ziehe 500 Meter Luftlinie weiter. Gleiche Vorwahl, gleiche PLZ, etc. Dafür möchte die Telekom eine Gebühr von ca. 60 Euro haben. Frech wie ich finde, aber gut was soll es.
Was allerdings gar nicht geht, offenbart mir die Service-Hotline-Dame mal eben so lapidar nebenbei. Aufgrund der Tatsache, dass ich innerhalb der 24 Monate Vertragslaufzeit umziehe, muss ich einen neuen Vertrag über das gleiche Produkt oder ein Höherwertiges abschließen, der wieder 24 Monate dauert!!!!
Da fühlt man sich als Verbraucher doch richtig von der Deutschen Telekom abgezockt! Wie kann soetwas beim Umzug sein? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Gebähren im Sinne des Erfinders ist.
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