Dezember 2008



Genau das passende Weihnachtsgeschenk zur richtigen Zeit. Die alte Pendlerpauschale bleibt für die Jahre 2007 bis 2009, daran lässt sich nun nicht mehr rütteln. Ab dem ersten Kilometer wird also wieder bezahlt und somit natürlich auch die schwächelnde Konjunktur gestützt.
Für mich als Pendler, der jeden Tag 108 Kilometer zum Arbeitsplatz und zurück hinter sich lässt, genau der richtige Weg.

Das Geschenk beinhaltet augenscheinlich Gerechtigkeit wird aber höchstwahrscheinlich nach 2009 für eine Senkung des Kilometersatzes führen, der sich dann für die Fernpendler etwa genauso wie bisher darstellen wird.

Ca. 16 Millionen Arbeitnehmer haben nun rückwirkend einen Anspruch auf eine Pendlerpauschale. Als Arbeitnehmer mit einem gewissen Weg zur Arbeit also ein kleines Konjunkturgeschenk, welches allerdings beispielsweise lediglich die gestiegenen Energiekosten für die Gasheizung in diesem Winter ausgleichen kann.

Immerhin gibt es überhaupt etwas Geld zurück. Die rückwirkenden Auszahlungen wird das Finanzamt vermutlich von Januar bis März auszahlen. Also, in diesem Sinne: “…freut euch ihr Pendler, freutet euch aber nicht zu sehr…”

Ein Wintertag in der Stadt: Ein falbloses Grau beschreibt Häuser und Straßen, schluckt die Töne, die sich sonst hier verfangen. Alles wird ruhiger, nimmt sich zurück, macht Pause. Zeit, die unter der Schneedecke reift.
So eingelullt in Bedächtigkeit, in heimlicher Sicherheit ist sogar ein einfacher Parkplatz noch für Überraschungen gut..

Gute Mitarbeiter zu finden ist von jeher schwierig und aufwendig. Die Konkurrenz um talentierte Absolventen, qualifizierte Angestellte oder „High Potentials“ ist stark geprägt von der Attraktivität des Unternehmens. Und neben Karrierechancen, Firmenranking oder Image wird die Entscheidung letztendlich emotional gefällt. Die Topabsolventen zieht es eher noch Berlin statt nach Buxtehude, Madrid anstelle von Münster.

Ich hab mal die Karriere-Sites einiger Dax und Xetra Unternehmen unter die Lupe genommen um zu sehen, wie neue Talente geködert werden. In die selektive und subjektive Auswahl fielen Tschibo, Deutsche Bank, Audi, BASF, adidas, Nike, Bertelsmann, Porsche und Sony. Bei allen ähnlich ist der jeweilige „Jobs und Karriere“- Menüpunkt aufgebaut: Schüler; Studenten, Berufseinsteiger und Berufserfahrene, in Unterpunkten die jeweiligen Möglichkeiten und Förderungen. Daran angeschlossen folgen virtuelle Erfahrungsberichte.
Und die haben es in sich: In einen kühlen, klaren Raum , der nach allen Künsten der Innenarchitektur kreiert ist und durch meterhohe Panoramafenster einen orgastischen Ozeanblick bereit hält, (wie anschaulich, um die Firma kennen zu lernen) treten verschiedene Personen in die Bluebox und beschreiben ihren Werdegang, Arbeitsbereich und die Motivation. Gut und schön. Aber anmachen tut mich das nicht. Durch die Bank ohne jedes Quentchen schauspielerischen Talents. Naturalistisch könnte man das nennen. Informativ, ok. Aber null emotional. Ich weis, da werden genau die Menschen dargestellt, wie sie sind. Will ich das sehen? Den Alltag, der mich früh genug meiner Illusion entreisst? Ich will nicht träumen, aber ein bischen verführt und umgarnt werden. Vorspiel nenn ich das. Und bitte: wenn ich schon das Medium Film wähle, dann doch auch mit den Rahmenbedingungen Und die haben einfach etwas mit Darstellung zu tun- Ich stelle durch Film mich dar. Ich wette nicht nur mir als Theatermann geht das so.
Ein trauriges Beispiel? Aber gern..!
Tchibo

Die Einzigen, die ihren Berg so bepflanzt haben, dass ich mich tatsächlich beim Packen meiner Schuhe ertappt habe, ist Bertelsmann. Wen wundert`s. Als Besitzer von RTL und BMG wissen sie, wie man Gefühle und Träume verkauft..müssen sie aber auch- ich sag nur Gütersloh..!


Das ist wirklich zum weglachen! Hier eine der lustigsten Bewerbungspannen – der Bewerber klaut beim Vorstellungsgespräch :D

Mehr unter www.bewerbungspannen.de

Hier lohnt sich das Vorbeischauen! Es sind wirklich sehr lustige Pannen dabei, natürlich alles gestellt und überspitzt aber eine lustige Idee.

Weitere Quellen: Bewerbungen bei Youtube

Ich will nicht mit meinem Latinum trumpfen. Mir fiel nur in dem allgemeinen Durcheinander der Wirtschaftskrise, den täglichen Hiobsbotschaften und qualitätslosen Orakelsprüchen (es ist ja plötzlich jeder vom potentiellen Bundestrainer zum Witschaftsweisen mutiert) ein Satz wieder ein: Aegroti salus suprema lex. – Das Wohl des Patienten ist höchstes Gesetz. In Bochum stehen die Bänder bei Opel still, weil die große Mutter GM über Jahre hinweg am Markt vorbei produziert hat, den Rest besorgte die Wirtschaftskrise. Böse Zungen munkeln, nur durch den Transfer europäischen Know Hows sei sie überhaupt noch lebensfähig gewesen.

Auf der Seite gmfactsandfiction.com beschreiben die Nochmanager aus Detroit, was passiert, wenn die Autoindustrie keine Hilfe bekommt. Apokalypse, Weltuntergang. Schlicht: das Ende. Opel hofft auf eine milliardenschwere Staatsbürgschaft, GM geht in den USA auf Betteltour. Und wie! Zu einer Anhörung in Washington reisten die gematerten Vorstände Rick Wagoner (GM), Alan Mullaly (Ford) und Robert Nardelli (Chrysler) über den Köpfen ihrer aufgabenlosen Arbeiter hinweg- mit dem jeweiligen Privatjet, versteht sich. Gerade jetzt in der Krise folgt wohl ein Termin dem Nächsten, bleibt keine Zeit für Linienflüge. Ich bezweifle das. Selbst Otto Normal schafft es, geschäftliche Verabredungen einzuhalten- auch ohne LearJet.

Nein, ich halte das für Ignoranz, Ständeverhalten und ein Armutszeugnis in Richtung Problem-Bewußtsein. Die Nummer kann man nicht verkaufen: oben hui und unten pfui. Das ganze Gebaren bleibt in Worthülsen stecken, wenn die Taten so eindeutig sprechen: Ich habe meine Aktienoptionen, wer hätte die Entwicklung absehen können. Mir fällt noch ein Satz aus dem Lateinunterricht ein: Amicus certus in re incerta cernitur. – In der Not erkennst du den wahren Freund..

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